Die Naturräume im Kartenblatt werden nach physischen (Relief, Gewässernetz, Klima & Vegetation) und anthropogenen (Siedlungen, Wirtschaft, Verkehrsnetz) Geofaktoren systematisch abgehandelt und analysiert. Zum Schluss erfolgt eine kurze landschaftliche Zusammenschau, um die physischen und anthropogenen Faktoren zu verbinden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einordnung des Kartenblatts
2 Gliederungsübersicht
3 Physiogeographische Analyse
3.1 Relief & Untergrund
3.1.1 Niedersächsische Börde
3.1.2 Niedersächsisches Bergland
3.1.3 Flusstäler
3.2 Gewässernetz
3.3 Klima
3.4 Vegetation
4 Anthropogeographsiche Analyse
4.1 Siedlungen
4.1.1 Siedlungsformen
4.1.2 Historisch-Genetische Gliederung
4.1.3 Funktionale Gliederung
4.2 Wirtschaft
4.2.1 Unterirdische Rohstoffquellen
4.2.2 Oberirdische Rohstoffquellen
4.2.3 Landwirtschaft
4.2.4 Industrie
4.3 Verkehrsnetz
5 Landschaftliche Zusammenschau
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Ziel dieser Hausarbeit ist die systematische Interpretation der topographischen Karte Blatt L3924 „Hildesheim“ im Maßstab 1:50.000. Dabei werden die physischen und anthropogenen Geofaktoren analysiert, um das komplexe Zusammenwirken von Naturraumausstattung und kultureller Inwertsetzung des Raumes aufzuzeigen.
- Analyse des Reliefs und geologischer Strukturen (Schichtkamm- und Schichtstufenlandschaften)
- Untersuchung der hydrologischen Gegebenheiten und deren anthropogener Beeinflussung
- Historisch-genetische Betrachtung der Siedlungsstrukturen
- Bewertung der wirtschaftlichen Bedeutung von Rohstoffvorkommen und Landwirtschaft
- Erfassung der verkehrsgeographischen Anbindung und funktionalen Gliederung des Raumes
Auszug aus dem Buch
3.1 Relief & Untergrund
Die Unterschiede in der Bodenbedeckung und den Oberflächenformen zwischen dem größeren Nordteil des Kartenblattes, die waldfreien, oberflächenruhigen Ackerflächen der ersten Haupteinheit (siehe Abb. 1), und dem südlichen Teil des Kartenblattes, der von bewaldeten Höhenzügen der zweiten Haupteinheit, eingenommen wird, kommen deutlich zum Ausdruck. Das Berg- und Hügelland besitzt eine auffällig parallel verlaufende nordwest-südost Streichrichtung sowie markante Steilwände. Da die Stufen- bzw. Stirnhänge jeweils im Hildesheimer Wald und der Bergzüge im Leinetal (die Sieben Berge östlich der Leine sowie der Külf und der Duinger Berg westlich der Leine) gegeneinander gerichtet sind, werden sie bei der weiteren Ausarbeitung in zwei Unterkategorien (IIa und II b) ausführlich analysiert. An die nordöstliche Flanke des Hildesheimer Waldes schließt sich der Giesener Sattel an (IIc). Die Flüsse Leine und Innerste entwässern die Landschaft und bilden die dritte Haupteinheit. Sie fließen in nördlicher Richtung ab, wobei die Innerste durch die nordöstlich liegende Stadt Hildesheim fließt und die Leine einen leicht kurvenförmigen Flussverlauf in der Kartenmitte annimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einordnung des Kartenblatts: Vorstellung der topographischen Karte L3924 Hildesheim hinsichtlich Maßstab, Projektion, Koordinatensystem und ihrer regionalen Einbettung zwischen Tiefland und Mittelgebirgsschwelle.
2 Gliederungsübersicht: Grafische und textliche Darstellung der physiogeographischen Haupteinheiten sowie der Kalivorkommen zur Orientierung für die weitere Analyse.
3 Physiogeographische Analyse: Detaillierte Untersuchung von Relief, Geologie, Gewässernetz, Klima und Vegetation, wobei insbesondere tektonische Prozesse wie Halokinese und ihre Auswirkungen auf die Landschaftsform erörtert werden.
4 Anthropogeographsiche Analyse: Analyse der menschlichen Prägung durch Siedlungsgenese, funktionale Stadtstruktur von Hildesheim, wirtschaftliche Nutzung der Rohstoffquellen und das Verkehrsnetz.
5 Landschaftliche Zusammenschau: Synthese der Ergebnisse, die das Kartenblatt als durch tektonische Vorzeichnung und langjährige menschliche Tätigkeit geformten Raum charakterisiert.
Schlüsselwörter
Hildesheim, L3924, Geomorphologie, Schichtstufenlandschaft, Halokinese, Lössbörde, Siedlungsgenese, Anthropogeographie, Kaliabbau, Landwirtschaft, Verkehrsinfrastruktur, Karteninterpretation, Topographische Karte, Reliefumkehr, Leinebergland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der geographischen Karteninterpretation des Blattes L3924 Hildesheim im Maßstab 1:50.000.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die physische Ausstattung (Relief, Geologie, Klima) sowie die anthropogenen Einflüsse auf den Raum, insbesondere Siedlung, Wirtschaft und Verkehr.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die systematische Analyse der Landschaftsgenese und der menschlichen Nutzung unter Verwendung der vorliegenden topographischen Karte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und interpretative geographische Karteninterpretation angewandt, unterstützt durch Sekundärliteratur und geologisches Kartenmaterial.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgen eine physiogeographische Analyse der Oberflächenformen und eine anthropogeographische Analyse der Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hildesheim, Schichtstufenlandschaft, Halokinese, Siedlungsgenese und Karteninterpretation.
Welche Rolle spielt die Halokinese für das Untersuchungsgebiet?
Die Halokinese (Salzaufstieg) ist maßgeblich für die tektonische Aufwölbung und die Ausbildung der Schichtkamm- und Schichtstufenstrukturen im Bergland verantwortlich.
Wie lässt sich die Siedlungsgenese im Raum Hildesheim beschreiben?
Die Siedlungsgenese reicht von ur- und frühgeschichtlichen Wallanlagen bis zur mittelalterlichen Stadtgründung und modernen, industriell geprägten Suburbanisierung.
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- Annika Schmitt (Author), 2016, Karteninterpretation L3924 Hildesheim, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355678