Als ausschlaggebende Kaufkriterien der Konsumenten wurden der Preis, die Qualität und die Markenbekanntheit identifiziert, je nach Einkommen, Lebensstil und Situation, in der sich die Konsumenten befinden. Laut Umfragen wünschen sich aber auch immer mehr verstärkt sozial und ökologisch verantwortlich handelnde Unternehmen.
Produzenten sollen also nicht nur qualitativ hochwertige Produkte herstellen, sondern auch ethischen Normen gerecht werden und Verantwortung für gesellschaftliche Belange (z.B. faire Arbeitsbedingungen) übernehmen. Die Fragestellung lautet nun, ob diese Forderungen mit dem Kaufverhalten in Verbindung stehen und inwiefern sich Konsumenten wirklich für das Sozial- und Umweltverhalten von Unternehmen interessieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitorische Grundlagen
2.1 CSR als erklärungsbedürftiges Konzept
2.2 Begriffsbestimmung Kaufverhalten und Konsument
3 Allgemeine Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung
3.1 Der Begriff der Emotion in der Konsumentenforschung
3.2 Wie Emotionen und Gefühle unser Entscheidungsverhalten beeinflussen
4 Einfluss von CSR-Aktivitäten auf die Kaufentscheidung
4.1 Motive CSR-orientierter Kaufentscheidungen
4.2 Beweggründe die zur endgültigen Kaufentscheidung führen
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) und dem Kaufverhalten von Konsumenten. Dabei wird analysiert, inwieweit soziale und ökologische Kriterien die endgültige Entscheidung beim Einkauf beeinflussen und welche psychologischen Prozesse, insbesondere im Bereich der Emotionen und Gefühle, hierbei eine tragende Rolle spielen.
- Grundlagen des CSR-Konzepts und Definitionen zum Konsumentenverhalten
- Die psychologische Bedeutung von Emotionen in der Konsumentenforschung
- Der Einfluss des "Bauchgefühls" und rationaler Faktoren auf Kaufentscheidungen
- Motive für CSR-orientiertes Kaufverhalten, illustriert am Beispiel der LOHAS-Gruppe
- Die Rolle der sozialen Identität und Selbstwirksamkeit bei der Konsumentscheidung
Auszug aus dem Buch
3.2 Wie Emotionen und Gefühle unser Entscheidungsverhalten beeinflussen
Wie im vorherigen Kapitel beschrieben, ist der Prozess der Entstehung von Gefühlen sehr komplex. Nun stellt sich die Frage, ob und inwiefern solche Empfindungen unser Entscheidungsverhalten beeinflussen.
Emotionen und Gefühle werden oft als nachhaltig für rationale Entscheidungen gesehen: Sie beeinträchtigen das logische Denken und machen es den Menschen schwer, Wahlalternativen zu finden (Schleer, 2014). So kann man davon ausgehen, dass sich nur durch logisches Denken erschließen lässt, welche Entscheidungen richtig und welche falsch sind, und man sich nicht durch Emotionen und Gefühle leiten lassen soll. Andererseits kann das menschliche Gehirn teils in Sekundenschnelle Entscheidungen treffen, die es uns erlauben, schnell und präzise zu handeln. Also hält sich das Gehirn nicht nur an den Verstand, sondern handelt auch oft nach dem „Bauchgefühl“ (Schleer, 2014). Die Menschen haben über viele Erfahrungen hinweg die Fähigkeit entwickelt, ohne langes Nachdenken zu erkennen, nach welchem Schema sie sich in welcher Situation am besten verhalten können. Somit können die Menschen schnell und effizient Entscheidungen treffen, indem Sie auf ihren emotionalen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Natürlich ist dies kein Ersatz für logische Denkprozesse, sondern eher eine nützliche Ergänzung. Somit können Emotionen und Gefühle den Entscheidungsprozess effektiv mitgestalten (Schleer, 2014).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von CSR im Kontext der Kaufentscheidung ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Definitorische Grundlagen: Das Kapitel klärt die zentralen Begrifflichkeiten „Corporate Social Responsibility“, „Kaufverhalten“ und „Konsument“ für den weiteren Verlauf der Arbeit.
3 Allgemeine Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung: Hier werden die komplexen psychologischen Prozesse erläutert, durch die Emotionen und Gefühle maßgeblich das menschliche Entscheidungsverhalten prägen.
4 Einfluss von CSR-Aktivitäten auf die Kaufentscheidung: In diesem Teil wird untersucht, welche persönlichen Motive und sozialen Beweggründe Konsumenten dazu veranlassen, CSR-Kriterien in ihre Kaufentscheidung einzubeziehen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit sowohl für Unternehmen als auch für das Konsumentenverhalten.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, CSR, Kaufentscheidung, Konsumentenverhalten, Emotionen, Gefühl, Nachhaltigkeit, LOHAS, Soziale Identität, Selbstwirksamkeit, Konsum, Umweltbewusstsein, Ethischer Konsum, Marketing, Kaufverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen Einfluss das sozial und ökologisch verantwortungsvolle Handeln von Unternehmen – bekannt als Corporate Social Responsibility – auf die tatsächliche Kaufentscheidung der Endverbraucher hat.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von CSR, die Psychologie des Kaufentscheidungsprozesses, die Rolle von Emotionen bei Entscheidungen sowie die spezifischen Motive für einen ethisch orientierten Konsum.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Beweggründe der Konsumenten zu verstehen, warum sie soziale und ökologische Unternehmensaspekte bei der Produktwahl berücksichtigen, und zu klären, wie diese Faktoren den Entscheidungsprozess psychologisch beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender psychologischer Modelle (wie dem S-O-R-Modell und dem Emotionsmodell von Plutchik), um eine theoretische Basis für das Kaufverhalten zu schaffen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Kaufverhaltens und der Einfluss von Emotionen erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Motive, die Konsumenten dazu bewegen, beim Kauf auf CSR-Kriterien zu achten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie CSR, Kaufentscheidung, Psychologie des Konsums, Emotionen, Nachhaltigkeit und soziale Identität beschreiben.
Welche Rolle spielt die LOHAS-Gruppe in der Arbeit?
Die LOHAS-Gruppe dient als Praxisbeispiel für eine wachsende Konsumentenschicht, die durch Gesundheitsbewusstsein und Nachhaltigkeit motiviert ist und gezielt Produkte bevorzugt, die im Einklang mit ethischen Werten stehen.
Warum ist das "Gefühl des reinen Gewissens" für Konsumenten relevant?
Es dient als emotionaler Antrieb, da Konsumenten einen Nutzen daraus ziehen, durch ihr Kaufverhalten einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme zu leisten, was ihre Selbstachtung und soziale Identität stärkt.
- Citar trabajo
- Dana Zimmermann (Autor), 2016, Corporate Social Responsibility. Bedeutung für die Kaufentscheidung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355722