Heiligenkult und Reliquienpolitik im Wandel der Zeit


Hausarbeit, 2016

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

1. Auf dem Weg zur Heiligen

2. Der Wandel im 8. und 9. Jahrhundert
2.1. Vorgeschichte
2.1.1. Das Translationsverbot
2.1.2. Reliquienteilungen
2.2. Der Wandel
2.2.1. Translationen
2.2.1.1. Erste Translationen
2.2.1.2. Paul I. (757-767)
2.2.1.3. Hadrian I. (772-795)
2.2.1.4. Paschalis I. (817-824)
2.2.1.5. Gregor IV. (827-844)
2.2.1.6. Die Franken
2.2.2. Bau und Stiftungstätigkeit
2.2.2.1. Paul I. (757-767)
2.2.2.2. Hadrian I. (772-795)
2.2.2.3. Leo III. (795-816)
2.2.2.4. Paschalis I. (817-824)
2.2.2.5. Gregor IV. (827-844)
2.2.3. Der Heiligenkult
2.2.3.1. Das Pilgerwesen
2.2.3.2. Die Liturgie

3. Fazit: Kurswechsel und Aufschwung statt wirklichen Wandel

4. Ausblick: Ein wirklicher Wandet

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

1. Auf dem Weg zu Heiligen

Mutter Teresa ist ein weltweites Symbol für christliche Nächstenliebe. Nun soll die verstorbene Ordensschwester, die schon zu Lebzeiten als Heilige verehrt wurde, heiliggesprochen werden. Dies wurde möglich, nachdem Papst Franziskus Ende 2015 ein Wunder, welches durch Fürbitten zu ihr gewirkt wurde, anerkannt hat.[1] Ein Wunder ist ein wesentlicher Bestandteil des Kanonisierungsverfahrens. Im Mittelalter sah die Situation anders aus. So schreibt A. Angenendt: „Die Liturgie der Erhebung und Neubeisetzung – daran kann kein Zweifel sein – bedeutete zunächst genau das, was später das Kanonisierungsverfahren aussprach: Die Anerkenntnis der Heiligkeit.“[2] Aber auch die Erhebung von Gebeinen war in Rom vor dem 8. Jahrhundert aufgrund des Translationsverbots nicht alltäglich.

Wie aber kam es zu diesem Wandel, was änderte sich im 8. Und 9. Jahrhundert in Bezug auf Heilige und Reliquien und lässt sich überhaupt von einem Wandel sprechen? Diesen Fragen soll nun im Folgenden nachgegangen werden. Im Wesentlichen konzentriert sich diese Arbeit auf die Pontifikate von Paul I. bis zu Gregor IV., demnach die Zeit von der Mitte des 8. bis zur Mitte des 9. Jahrhunderts. Allerdings werden die Pontifikate von Stephan III., Stephan IV., Eugen II. und Valentinus, sowie der Gegenpäpste dieser Zeit außer Acht gelassen.

Zu Beginn wird auf die Zeit vor dem 8. Jahrhundert eingegangen und die Situation der damaligen Reliquienpolitik erläutert. Anschließend werden die Translationen und danach die Bau- und Stiftungstätigkeit der Päpste betrachtet. Jedoch wird nicht auf sämtliche Translationen und nicht alle Maßnahmen der Päpste eingegangen, sondern nur auf relevante, welche im Zusammenhang mit Reliquientranslationen stehen oder wegweisend für spätere Päpste sind. Die Baumaßnahmen der Päpste werden auch nicht detailliert erläutert, was der Stoff einer eigenen Arbeit wäre. Bevor ein Fazit gezogen wird, wird noch auf die Situation des Heiligenkults, genauer die Liturgie und das Pilgerwesen, geschaut.

Als maßgebliche Quelle wird der Liber Pontificalis in der Edition von Duchesne verwendet. Größtenteils bezieht sich die Arbeit jedoch auf Sekundärliteratur in den Bereichen Reliquien, Translationen, Bautätigkeiten und Papstviten. Eine Schwierigkeit, die sich im Vorfeld der Arbeit darstellte, war das Zuschneiden des Materials auf ungefähr zehn Seiten.

2. Der Wandel im 8. und 9. Jahrhundert

2.1 Vorgeschichte

Der Heiligenkult etablierte sich im Rom im 2. Jahrhundert vorerst an den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus.[3] Zunächst waren alle Heilige Märtyrer. Ab dem 4. Jahrhundert wurden unter Papst Damasus (366-367)[4] zusätzlich Bischöfe und Bekenner verehrt, ab dem 5. und 6. Jahrhundert auch die Stifter der Titelkirchen, welche meist mit gleichnamigen Märtyrern identifiziert wurden[5]. „Der Reliquienkult, als Teil des Märtyrer- und Heiligenkultes, hat die Verehrung von ≪Überresten≫ (lateinisch reliquiae) besonders verehrter Personen zum Inhalt“.[6] Der Heilgenkult wiederum beruht auf dem antiken Heroenkult und ist Teil des christlichen Grabkultes, welcher wiederum auf dem antiken Totenkult beruht.[7]

2.1.1. Das Translationsverbot

Zunächst wurden Heilige in bescheidenen Bauten über den Gräbern, ad sanctos, verehrt, wobei die Kulträume meist von Privatleuten gestiftet wurden.[8] Die Gräber befanden sich außerhalb der Stadt, da das römische Recht Beisetzungen innerhalb dieser verbot,[9] wohingegen auch hier Ausnahmen bekannt sind.[10] Ab dem 4. Jahrhundert jedoch begann man mit Translationen, die Kirchen entstanden nicht mehr bei den Reliquien, sondern diese wurden in bereits bestehende Stadtkirchen gebracht.[11] Dieser Brauch verbreitete sich früh vor allem im Osten.[12] Im Westen dahingegen fanden Erhebungen von Märtyrer nur im gallischen Liturgiebereich statt, in Rom waren sie verboten.[13] Gregor der Große (590-604) zeigte sich mehrmals als Verfechter dieses Verbots. So wurde bei der Umgestaltung von St. Peter das Chorniveau angehoben und ein Stollen gegraben, um den Altar direkt über dem Petrusgrab zu haben.[14] Auch lehnte er die Bitte von Kaiserin Constantina ab, Reliquien von Petrus und Paulus nach Byzanz zu schicken.[15] In seinem Antwortberief schrieb er, dass es in Rom und im gesamten Abendland nicht toleriert und als Sakrileg gelten würde, wenn einer die heiligen Leiber berühren wollte.[16] Ferner beschrieb er, welches Schicksal diejenigen ereile, die, sei es mit oder ohne Absicht geschehen, den heiligen Körper berührten. Weitere Gründe für das Verbot neben der bereits erwähnten Furcht vor der Strafe des Heiligen waren gleichermaßen die Angst, dass eine Öffnung Anstoß geben würde, sämtliche Gräber zu öffnen und der Handel mit Reliquien den Missbrauch fördern würde.[17] Des Weiteren, dass die herausragende Stellung, die die Stadt aufgrund der Reliquienfülle hatte,[18] verloren gehen würde.

Das römische Recht verbot allerdings nicht alle Translationen. So waren Translationen von einem temporären in das endgültige Grab gestattet.[19] Auch Gregor erteilte einer Translation seinen Segen. Er gestattete dem Bischof von Eurica, welcher sich mit einem anderen Bischof im Krieg befand, die zweimalige Translation von Gebeinen. Einmal weg von ihrer Ruhestätte, um sie zu schützen und einmal wieder an ihren angestammten Ort zurück.[20]

2.1.2. Reliquienteilungen

Mit der steigenden Nachfrage nach Reliquien, musste ein Weg gefunden werden, um das Angebot auszuweiten. Ersatzreliquien – zum einen nicht körperliche, wie zum Beispiel die Schlüsselkette des Apostels, zum anderen Berührungsreliquien, wie Grabtücher – waren eine Möglichkeit.[21] Ein Grund für die große Nachfrage war, dass es bis ins 13. Jahrhundert zugelassen wurde, sich als Privatpersonen ebenfalls Reliquien anzueignen. Es wurde notwendig Reliquien zu teilen, um diese im ausreichende Maße zu haben. Anfangs wurden vor allem „Körperreliquien geteilt, die sich – oft schon seit der Hinrichtung (…) – in geteiltem oder leicht teilbaren Zustand befanden“.[22] Dieser Praxis zu Grunde lag die Annahme, wonach die Kraft und Macht der Märtyrer unteilbar sei und diese somit selbst in kleinsten Partikeln voll ausgefaltet sei.[23]

Ebenso bei dieser Praxis war der Osten dem Westen voraus. Nach J. Braun waren Teilung und Translation bereits im 4. Jahrhundert „in vollem Fluß“.[24] Wobei im Westen im Zusammenhang mit den von Gregor von Tours überlieferten Translationen des 6. Jahrhunderts von keiner einzigen Teilung die Rede ist.[25] Auch in den Schriften von Papst Gregor I. lassen sich keine Hinweise auf abgetrennte Leichenteile finden.[26] Allerdings war die Entnahme von Teilen, die der Körper reproduzieren konnte, demzufolge Haare, Nägel und Zähne, erlaubt.[27] Frühestens zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert,[28] spätestens jedoch im 9. Jahrhundert folgte der Westen dem Osten bei der Praxis der Reliquienteilung.[29]

2.2. Der Wandel

„Es brauchte erst des Anstoßes eines äußeren Ereignisses, um die große Reihe der Translationen einzuleiten“[30]

2.2.1. Translationen

2.2.1.1. Erste Translationen

Die erste überlieferte Translation von Heiligen war die des Märtyrers Babylas nach Daphne im Jahre 354 durch den Caesar Gallus.[31] Die erste abendländische Reliquienübertragung war 386 die der Heiligen Gervasius und Protasius in Mailand durch Ambrosius.[32] Auch einige Päpste hielten sich nicht an das Verbot. Schon Gregors Schüler Papst Honorius (625-638) beging den Traditionsbruch. Er lies den heiligen Pancratius umbetten, nachdem dessen Kirche neugebaut wurde.[33] Die erste im Liber Pontificalis erwähnte Translation ist die der Märtyrer Primus und Felix in die S. Stephans Basilika unter Theodor I. (642-649).[34] Die nächste im Werk überlieferte Überführung war die mehrerer Heiliger unter Leo II. (682-683).[35]

Üblicher Anlass für eine Translation war ein Kirchenneubau,[36] allerdings gab es noch weitere Motive. Übertragungen dienten nicht zu Letzt der Verdrängung heidnischer Kulte, um einen unbekannten Märtyrer angemessen zu verehren oder die Gebeine in die Nähe des Altars einer Stadtkirche zubringen. Obendrein kann man diese Praxis in Anlehnung an den antiken Heroenkult,[37] bei der Heroen in eine bedeutendere Stadt übertragen wurden, sehen.[38]

Im 8. und 9. Jahrhundert wurde begonnen, Reliquien großflächig von den Coemeterien außerhalb Roms in die Stadt zu bringen. Begründet wurde dies mit der äußeren Bedrohung durch die Langobarden.[39] Noch dazu spielte der Fakt, dass viele der Gräber nicht mehr in einwandfreien Zustand waren und einige der Katakomben sogar als Stallungen genutzt wurden, eine Rolle.[40]

2.2.1.2. Paul I. (757-767)

In Pauls Vita ist von zwei speziellen und einer allgemeinen Translation die Rede. Zum einem überführte er die Gebeine von Heiligen aus den zerstörten und nicht beachteten Gräbern nach Rom und bestattete diese in verschiedenen Titelkirchen, Diakonien, Klöstern und anderen Kirchen.[41] Ein 1610 gefundenes Verzeichnis legt Nahe, dass Reliquien nicht nur transferiert, sondern zudem geteilt wurden, weshalb davon ausgegangen wird, dass noch andere Gründe (neben der Rettung) hinter der Aktion steckten. Die Gebeine konnten als Macht und Herrschaftsinstrumente eingesetzt werden, um so Neugründungen Glanz und Reichtum zu bescheren, Pilgerströme zu lenken und politische Ziele durchzusetzen.[42] In dem Zusammenhang sehen einige Forscher ferner die explizit erwähnte Translation der heiligen Petronilla.[43] Paul brachte wahrscheinlich im Oktober 757[44] ihre Gebeine in ein Kapelle in St. Peter.[45] Ebenso bettete er die Gebeine des heiligen Stephans und des Heiligen Sylvesters in eine Kapelle um.[46] Überdies war es seit Paul üblich, Reliquien weiterzugeben.[47]

2.2.1.3. Hadrian I. (772-795)

Hadrian versuchte von der Reliquienpolitik seiner Vorgänger abzuweichen und den Reliquienhandel zu unterbinden. Auf eine Anfrage 779/780 antwortete er, dass der heilige Petrus ihm im Traum erschienen sei und ihm verboten habe, Reliquien zu verteilen.[48] Jedoch sind auch bei ihm einige Translationen belegt. Zum einem überführte er etliche Reliquien in die von ihm neugebaute Krypta von S. Maria Cosmedin und laut einer Inschrift aus dem Jahre 783 zahlreiche Reliquien nach St. Peter.[49] Zudem transferierte er einige Reliquien und Gebeine in die Peterskirche des von ihm gegründeten Domusculta Caparcorum. Darunter waren Sekundärreliquien Jesu Christi, der Gottesmutter und der Apostelfürsten, sowie die Gebeine der Märtyrerpäpste Cornelius und Lucius, des Heiligen Felix und Papst Innozenz.[50] Obendrein haben wir Kenntnis von der außerrömischen Translation der heiligen Sofie, welche Regimus von Straßburg von Hadrian erhielt.[51]

[...]


[1] Vgl. Artikel: Heiligsprechung. Kardinäle beraten über Mutter Teresa. Aufgerufen am 12.03.2016 unter: http://www.muenchner-kirchennachrichten.de/meldung/article/kardinaele-beraten-ueber-mutter-teresa.html. (ab hier: Artikel, Heiligsprechung).

[2] Angenendt, Arnold: Corpus incorruptum. Eine Leitidee der mittelalterlichen Reliquienverehrung, in: Lutterbach, Hubertus (Hrg); Angenendt, Arnold: Die Gegenwart von Heiligen und Reliquien; Münster, 2010, S. 118. (ab hier: Angenendt, Corpus).

[3] Vgl. Gernhöfer, Wiebke: Roms Heilige in der Spätantike: Märtyrer, Bischöfe und Kirchenstifter, in: Gemeinhardt, Peter; Heyden, Katharina (Hrgg): Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten, Band 61; Berlin, Boston, 2012, S. 179. (ab hier: Gernhöfer, Roms Heilige).

[4] Sämtliche Amtszeiten der Päpste nach: Herbers, Klaus: Geschichte der Päpste in Mittelalter und Renaissance; Stuttgart, 2014, S. 244-251. (ab hier: Herbers, Päpste).

[5] Vgl. Gernhöfer, Roms Heilige, S.179.

[6] Heinzelmann, Martin: Translationsberichte und andere Quellen des Reliquienkultes; Typologie des sources du Moyen Âge occidental, Band 33; Brepols, Turnhout, 1979, S.17. (ab hier: Heinzelmann, Translationsberichte).

[7] Vgl. Pfister, Friedrich: Der Reliquienkult im Altertum; Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten, Band 5.2; Gießen 1912, S.527f. (ab hier: Pfister, Reliquienkult im Altertum).

[8] Vgl. Heinzelmann, Translationsberichte, S.25f.

[9] Vgl. Kötting, Bernhard: Der frühchristliche Reliquienkult und die Bestattung im Kirchengebäude; Arbeitergemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Band 123; Wiesbaden, Opladen, 1965, S. 10ff. (ab hier: Kötting, frühchristlicher Reliquienkult).

[10] Für Ausnahmen siehe Pfister, Reliquienkult im Altertum, S.548f.

[11] Vgl. Ebd. sowie Lucius, Ernst: Die Anfänge des Heiligenkults in der christlichen Kirche; Anrich, Gustav (Hrg.); Tübingen, 1904. S. 276. (ab hier: Lucius, Heiligenkult).

[12] Vgl. Gussone, Nikolaus: Adventus-Zeremoniell und Translation von Reliquien. Victricius von Rouen, De laude sanctorum, in: Hauck, Karl: Frühmittelalterliche Studien, Jahrbuch des Instituts für Frühmittelalterforschung der Universität Münster, Band 10; Berlin New York, 1976, S. 130f. (ab hier: Gussone, Adentus-Zeremoniel).

[13] Vgl. Angenendt, Corpus S. 118.

[14] Vgl. McCulloh, John M.: The cult of relicts in the letters and „Dialogues“ of pope Gregory the Great. A lexicographical study, in: Quain, Edwin A.; Kaske, R. E.; u.a.(Hrgg.): Tradtio. Studies in anicent and medieval history, thougt and religion, Band 32; New York, 1976, S.148ff. (ab hier: McCulloh, The Cult).

[15] Vgl. Pfister, Reliquienkult im Altertum S.431.

[16] „In Romanis namque uel totius Occidentis partibus omnino intolerabile est atque sacrilegum, si sanctorum corpora tangere quisquam fortasse uoluerit.“ Epistula IV,30 in: S. Gregorii Magni: Registrum Epistularum. Libri I-VII, ed. Dag Norberg; Corpus Christianorum, Series Latina, 140; Turnholti, 1982 S.249. (ab hier: S. Gregorii Magni, Epistula IV, 30).

[17] Vgl. Braun, Joseph S.J.: Der christliche Altar in seiner geschichtlichen Entwicklung; Band 1; München 1924, S. 619. (ab hier: Braun, Der Altar).

[18] Vgl. Heinzelmann, Translationsberichte, S. 34.

[19] Vgl. McCulloh, John M.: From Antiquity to the Middle Ages. Continuity and Change in Papal Relic Policy from the 6th to the 8th Century, in: Dassmann, Ernst; Frank, K. Suso (Hrgg.): Pietas, Festschrift für Bernhard Kötting; Jahrbuch für Antike und Christentum, Ergänzungsband 8; Münster, 1980, S. 322. (ab hier: McCulloh, From Antiquity).

[20] Vgl. McCulloh, The Cult, S. 151.

[21] Vgl. Heinzelmann, Translationsberichte S. 22f.

[22] Ebd. S21.

[23] Vgl. Lucius, Heiligenkult S. 132 und S. 183.

[24] Vgl. Braun, Altar S. 614.

[25] Vgl. Weidmann, Margarete: Reliquie und Eulogie. Zur Begriffsbestimmung geweihter Gegenstände in der fränkischen Kirchenlehre des 6.Jahrhunderts, in: Werner, Joachim (Hrg.): Die Ausgrabungen in St. Ulrich und Afra in Augsburg 1961-1968; Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte, Band 23; München, 1977, S. 371f. (ab hier: Weidmann, Reliquie).

[26] Vgl. McCulloh, The Cult, S.153.

[27] Vgl. Angenendt, Corpus S. 121.

[28] Vgl. Heinzelmann, Translationsberichte S. 21f.

[29] Vgl. McCulloh, The Cult S.145.

[30] Hotzelt, Wilhelm: Translation von Martyrerleibern aus Rom ins westliche Frankenreich im achten Jahrhundert; in Brauern, Joseph (Hrg.): Archiv für elsässische Kirchengeschichte, Band 13; Straßburg, 1938, S.6. (ab hier: Hotzelt, Translation).

[31] Vgl. Gussone, Adventus-Zeremoniell S.129. oder Kötting, frühchristlicher Reliquienkult S. 17.

[32] Vgl. Gussone, Adventus-Zeremoniell S. 126.

[33] Vgl. Deisenberger, Maximilian: Rom als virtueller Raum der Märtyrer. Zur gedanklichen Aneignung der Roma suburbana in bayrischen Handschriften um 800, in: Vavra, Elisabeth (Hrg.): Imaginäre Räume; Wien, 2007, S. 69. (ab hier: Deisenberger, virtueller Raum).

[34] Vgl. Le Liber Pontificalis. Texte, introduction et comentaire, ed. L. Duchesne, 2 Bde.; Paris, 1882-1886; Band 1 S.332 (ab hier LP I bzw. Für Band 2 LP II) „Eodem tempore levata sunt corpora sanctorum martyrum Primi et Feliciani (…) et adducta sunt in urbe Roma; qui et recondita sunt in basilica beati Stephani promartyris

[35] Ebd. S.360 „Hic fecit ecclesiam in urbe Roma iuxta sancta Viviana, ubi et corpora sanctorum Simplici, Faustini, Beatricis atque aliorum martyrum recondidit“

[36] Vgl. Nobel, Hildegard: Königtum und Heiligenverehrung zur Zeit der Karolinger; Dissertation Universität Heidelberg, 1956, S.238. (ab hier: Nobel, Heiligenverehrung).

[37] Mehr zum Heroenkult und dessen Parallelen zum Heiligenkult bei Lucius, Heiligenkult.

[38] Vgl. Kötting, frühchristlicher Reliquienkult S.15.

[39] Vgl. Herbers, Klaus: Rom im Frankenreich – Rombeziehungen durch heilige in der Mitte des 9.Jahrhunderts, in: Bauer, Dieter R.; Hiestand, Rudolf; u.a. (Hrgg.): Mönchtum – Kirche – Herrschaft 750 – 1000; Sigmaringen, 1998, S. 146. (ab hier: Herbers, Rom im Frankenreich).

[40] Vgl. Krautheimer, Richard: Rom. Schicksal einer Stadt 321-1308; München, 1987, S. 126. (ab hier: Krautheimer, Rom).

[41] Vgl. LP I S.464. „unde cerens plurima eorundem sanctorum cymiteriorum loca neglectu ac desidia antiquiatis maxima demolitione atque iam vicina ruine posita, protinus eadem sanctorum corpora de ipsis dirutis abstulit cymiteriis. Quae (…) infra hanc civitatem Romanam introducens, alia eorum per titulos ac diaconias seu monasteria et reliquas cum condecenti studuit recondi honore.“.

[42] Vgl. Bauer, Franz A.: Das Bild der Stadt Rom im Frühmittelalter. Papststiftungen im Spiegel des Liber Pontificalis von Gregor dem Dritten bis zu Leo dem Dritten; Palia, Band 14, 2.Auflage; Wiesbaden, 2013, S. 129-132. (ab hier: Bauer, das Bild).

[43] Zum Zusammenhang siehe Punkt 2.2.1.6. Franken S.9.

[44] Vgl. Deisenberger, virtueller Raum S. 74.

[45] Vgl. LP I S.464. interpol. Fassung. „exinde eius venerabile ac sanctum corpus (…) abstulit. (…) Eundemque sanctum corpus (…) inpositio super plaustrum novum in ecclesia beati Petri apostoli (…) deportavit“.

[46] Ebd. „eorum corpora magna cum veneratione condidit.“.

[47] Vgl. Hotzelt, Translationen S. 6.; McCulloh, From Antiquity S. 323 und Herbers, Rom im Frankenreich S. 134.

[48] Vgl. Deisenberger, virtueller Raum S. 86.

[49] Vgl. Bauer, das Bild S. 137 und S. 139.

[50] Vgl. LP I S.506. „recondes in ea reliquias Salvatoris domini nostri Iesu Christi et eiusdem Die genetricis semperque virginis Mariae atque XII apostollorum (…). translavit atque intraduxit in ea corpora sanctorum martyrum simulque pontificium, videlicet corpus sancti Cornelii martyris atque pontificis, successoirsque eius sancti Lucii martyris et pontificis, et corpus sancti Felicis simil modo martyris seu pontificis, pariterque corpus sancti Innocentii confessoris atque pontificis“.

[51] Vgl. Hotzelt, Translation S. 35.

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Details

Titel
Heiligenkult und Reliquienpolitik im Wandel der Zeit
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V355733
ISBN (eBook)
9783668426252
ISBN (Buch)
9783668426269
Dateigröße
932 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heiligenkult, reliquienpolitik, wandel, zeit
Arbeit zitieren
Sebastian Wiesneth (Autor:in), 2016, Heiligenkult und Reliquienpolitik im Wandel der Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355733

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