Diese Arbeit soll einen Einblick über die Anfänge und Entwicklung der Migration, die politischen Absichten und die heutigen Problemlagen geben. Des Weiteren möchte ich zu verstehen geben, wieso es immer wieder zu gesellschaftlichen Konflikten kommt und was man mit Hilfe von sozialwissenschaftlichen Ansätzen als Gebiet der sozialen Arbeit verändern kann. Wanderungen verändern das Individuum und deren Gesellschaft und fördern den Wirtschaftsaufschwung.
Die sich gegenwärtig durchsetzende Veränderung mit Fremden nötigt uns neue Formen der Fremdheit, inwieweit wir überhaupt dazu fähig sind, zu akzeptieren und zu tolerieren. Aber sind wir in der Lage, aufgrund unserer genetisch überlebenswichtigen Verankerung (jeden Fremden, jeden „Feind“ den es bereits in frühester Menschengeschichte umzubringen galt), die anderen zu (er)leben? Vielleicht aber ist gerade diese moderne Individualisierung, die Tatsache, dass der Staatsbürger als Individuum aufhört sich und seine Rasse als einheitliches Element zu betrachten und beginnt ein Zusammenleben und die Aufnahme dieser Fremden, dieser andersartigen Menschen in sein System zu fördern und von dieser neuen Zusammenarbeit zu profitieren.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Grundlegendes über Migration
1.1 Definition Migration & geschichtlicher Hintergrund
1.2 Gründe der neuen Migrationsbewegung
1.3 Folgen der Migration und Fremdsein
2 Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus
2.1 Sozialpsychologische Hintergründe der Ausländerfeindlichkeit
2.2 Rechtsextremismus und heutige Formen
2.2.1 Neuer Gesellschaftstrend „Pediga“
2.2.2 Hogesa - „Weil Deutsche sich's noch trauen“
3 Rolle der Sozialarbeit und Lösungsangebote
3.1 Hilfen mit und für Zuwanderer
3.1.1 Problem Bildung
3.1.2 Problem Soziale und kulturelle Integration
3.2 Umgang mit Fremdenfeindlichkeit und politische Aufklärung
4 Zentrale Schlussfolgerung, Schlusswort
4.1 Brief an den Fremden
4.2 Brief an den Deutschen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Migration, fremdenfeindlichem Gedankengut in der postmodernen Gesellschaft und den notwendigen Copingstrategien der Sozialen Arbeit, um gesellschaftliche Konflikte abzubauen und Integration zu fördern.
- Historische und soziale Hintergründe von Migrationsbewegungen
- Sozialpsychologische Ursachen für Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus
- Analyse aktueller gesellschaftlicher Protestbewegungen wie Pegida und Hogesa
- Herausforderungen in den Bereichen Bildung und soziale Integration
- Handlungsmöglichkeiten und Copingstrategien der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition Migration & geschichtlicher Hintergrund
Migrationen werden als Teilaspekte in der Geschichte der Menschheit verstanden, es handelt sich schließlich um kein neues Phänomen [Hervorhebung d. Verf.]. Dennoch differenzieren sie sich im ausgehenden 20. Jahrhundert und nehmen neue Dimensionen und charakteristische Eigenschaften an. Angefangen mit dem biblischen Auszug der Kolonisationen, die Wanderbewegung in die „Neue Welt“, sowie der Aufnahme von verfolgten Minoritäten (zahlenmäßig unterlegene Gruppe) in den Kriegen Europas, nicht zu vergessen die Vertreibung als Auswirkung des Zweiten Weltkrieges, bis hin zu den derzeitig weltweit stattfindenden Flüchtlingsbewegungen aufgrund verschiedenster Ursachen (Treibel, 1990, S. 19). Zur nachfolgenden Definition ist zu bemerken, dass mit dem hier aufgeführtem Begriff der Migration auch das unfreiwillige Verlassen der Heimat verstanden wird. „Unter Migration [Hervorhebung d. Verf.] soll die Bewegung von Individuen und Gruppen – zuweilen geschlossener Volksgruppen – im geografischen Raum mit einem ständigen oder vorübergehenden Wechsel des Wohnsitzes und des Lebensmittelpunktes verstanden werden, gleichgültig auf welche Verursachung dies zurückzuführen ist“ (Blahusch, zit. nach Treibel, 1992, S. 37). Laut statistischem Bundesamt werden Personen mit Migrationshintergrund „alle zugewanderten und nicht zugewanderten Ausländer/-innen sowie alle nach 1955 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugewanderten Deutschen und alle Deutschen mit zumindest einem nach 1955 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugewanderten Elternteil definiert“ (Statistisches Bundesamt, 2013, S.26). Oder kurz gefasst, Migration als Prozess der Ein,- und Auswanderung über nationalstaatliche Grenzen hinweg, mit vielen sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Facetten, die von Integration und Abschiebung bis zu unbegleiteten Flüchtlingskindern reichen. (Butterwegge, 2007)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz der sozialen Arbeit mit Migranten und thematisiert das Spannungsfeld zwischen der Integration von Zuwanderern und deren gesellschaftlicher Wahrnehmung als „Fremde“.
1 Grundlegendes über Migration: Dieses Kapitel gibt einen geschichtlichen Überblick über Wanderungsbewegungen und definiert die verschiedenen Formen der Migration sowie deren soziale Folgen.
2 Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus: Hier werden sozialpsychologische Hintergründe von Ausländerfeindlichkeit analysiert und aktuelle Phänomene wie Pegida und Hogesa in den rechtsextremistischen Kontext eingeordnet.
3 Rolle der Sozialarbeit und Lösungsangebote: Das Kapitel erörtert spezifische Herausforderungen bei der Bildung und Integration sowie Strategien der Sozialen Arbeit zur Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz.
4 Zentrale Schlussfolgerung, Schlusswort: Die Autorin zieht ein Fazit über die Notwendigkeit von Anerkennung statt Ablehnung und richtet abschließend persönliche Appelle an den Fremden sowie an die deutsche Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Migration, Soziale Arbeit, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Integration, Bildung, Pegida, Hogesa, Sozialpsychologie, Identität, Vorurteile, Diskriminierung, Aufklärung, Toleranz, Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die soziale Situation von Migranten in der postmodernen Gesellschaft, die psychologischen Ursachen von Fremdenfeindlichkeit und wie Sozialarbeit auf diese Herausforderungen reagieren kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind Migrationsgeschichte, die Analyse rechtsextremistischer Trends wie Pegida und Hogesa, sowie pädagogische und politische Ansätze zur besseren sozialen und beruflichen Integration.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Konflikte zwischen Einheimischen und Zuwanderern zu schaffen und darzulegen, wie soziale Arbeit durch Aufklärung und Hilfsangebote zur gesellschaftlichen Harmonie beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung auf Basis soziologischer und sozialpsychologischer Ansätze sowie eine Auseinandersetzung mit aktueller Migrations- und Extremismusforschung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Migration, eine Analyse rechtsextremer Gruppen und deren Argumentationsmuster sowie eine praxisorientierte Diskussion über die Rolle der Sozialarbeit bei der Integration.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Migration, Integration, Fremdenfeindlichkeit, Sozialarbeit und Rechtsextremismus charakterisiert.
Wie bewertet die Autorin die Rolle von Pegida und Hogesa?
Die Autorin sieht diese Bewegungen kritisch und hinterfragt deren Selbstdarstellung; sie vermutet, dass die Gewalt an sich das eigentliche Ziel ist und Vorurteile als Rechtfertigung für eine rechtsextreme Gesinnung dienen.
Was schlägt die Arbeit für die Integration in Bildung und Alltag vor?
Es werden unter anderem die Förderung von Sprachkursen, eine bessere Anerkennung ausländischer Abschlüsse, interkulturelle Begegnungsprojekte und die Stärkung des politischen Bewusstseins in Schulen empfohlen.
- Citation du texte
- Belinda Peter (Auteur), 2015, "Wir und Ihr". Fremdenfeindliches Gedankengut in der postmodernen Gesellschaft und Copingstrategien der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355924