Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Guía - Derecho, profesión, finanzas

Juristensprache verständlich machen

Was alle angeht, sollte von allen verstanden werden

Título: Juristensprache verständlich machen

Libro Especializado , 2017 , 125 Páginas

Autor:in: Karl-Heinz List (Autor)

Guía - Derecho, profesión, finanzas
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Sprache der Juristen ist für juristische Laien oft unverständlich. Juristen meinen, dies sei eben eine Fachsprache wie es auch bei anderen Disziplinen üblich ist. Sie vergessen dabei, dass Gesetze, Entscheidungen und Verträge für alle Bürger wichtig sind. Das beste Beispiel liefert das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Die Sprache im BGB ist antiquiert und oft unverständlich, obwohl es um Kauf, Miete, Leihe, Erbe und vieles mehr geht, das alle Bürger angeht. Wer weiß schon, was „billiges Ermessen“ bedeutet? Selbst der Begriff „Beförderungserschleichung“ klingt fremd, obwohl man sich vorstellen kann, was gemeint ist: Schwarzfahren.

In diesem Buch werden unverständliche juristische Texte in Gesetzen, Urteilen und Verträgen aufgespürt und in klare Sätze verwandelt. Außerdem haben Leser die Möglichkeit, ihr Sprachgefühl zu testen und ihre Sprachfähigkeit mit Übungen zu verbessern. Zudem wird das Recht der Bürger auf verständliche Gesetze und Entscheidungen dargestellt und Wege aufgezeigt, wie dieses demokratische Bürgerrecht in die Praxis umgesetzt werden kann. Noch ist dies eine konkrete Utopie. Doch es gibt namhafte Juristen, die dieses Bürgerrecht postulieren, wie der Rechtsprofessor Uwe Wesel und der ehemalige Richter Rudolf Wassermann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Verständlich formulieren statt Juristensprech

Der aufgeklärte, mündige Bürger – eine Fiktion?

1 Sprache allgemein

Sprache: Angeboren oder erlernt?

Leichte Sprache – auch für Juristen?

Leichte Sprache – für wen?

Idee

Regeln

Wer schreibt bereits in Leichter Sprache?

Netzwerk Bremen

Wochenzeitung DAS PARLAMENT

Internetauftritt Dr. Anton Hofreiter in leichter Sprache

Die Präsenz der Bundesgerichte in „Leichter Sprache“

Sprachgefühl und Sprachgebrauch

Gespür für das richtige Wort

Woher die Unverständlichkeit rührt

Beispiel Formular-Arbeitsvertrag – Recht ist Sprache

Bauhaus-Sprachstil

Von der Wissenschaft lernen

Bauchentscheidungen

Intuition beruht auf Erfahrungswissen

Das Bauchgefühl: Wie es funktioniert

Faustregeln (Heuristik)

Das evolvierte Gehirn

Intuitive Urteile

Emotionen

Hirnforschung: Spiegelneurone

Sind Gefühle authentisch?

Körpersprache

Selbstdarstellung

2 Die Sprache der Juristen

Die Sprache in Urteilen

Sprache ist nicht logisch

Rechtsbeugung (mit Sprachkritik)

Beispiel: Bereitschaftsdienst - Zwei Urteile (mit Kommentar)

Die Sprache in Gesetzen (mit Verbesserungsvorschlägen)

Grundrechte, Asylrecht

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) - Beispiele

Schwarzfahren = Beförderungserschleichung?

Billiges Ermessen – Beispiel Bonusanspruch

BGB § 626 Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund

Straßenverkehrsordnung

Beispiel: Aus dem Bundeserziehungsgeldgesetz:

Beispiel: Kündigungsschutzgesetz

3 An der Sprache scheitern – Beispiel Arbeitszeugnisse

Wie es anfing

Rechtsanspruch BGB

Grundsätze: Wahrheit und Wohlwollen

Was bedeutet Wohlwollen?

Wahrheit geht vor Wohlwollen – ein Widerspruch

Wohlwollen abschaffen?

Widersprüchliche Rechtsprechung

Zeugnissprache

Es gibt keine eigenständige Zeugnissprache

Zeugniscode = Zufriedenheitsskala

Änderung des Zeugnisrechts - § 109 Gewerbeordnung

Zeugnispraxis

Verdeckte und doppelbödige Formulierungen

Reihefolgetechnik, Negationstechnik, Leerstellentechnik

Leistungsbeurteilung nach Schulnoten – Beispiel

Beurteilung des Arbeitsverhaltens (früher „Führung“)

Zusammenfassende Beurteilung: Urteil Bundesarbeitsgericht

Urteil Bundesarbeitsgericht (mit Sprachkritik)

Beurteilungssystem

Bedeutung der Endnote

Vorauswahl in der Praxis

Sprachgebrauch in Arbeitszeugnissen

Wenn Verben nicht passen

Adjektive (stehende Beiwörter)

Papierdeutsch

Der aufgeblasene Stil

Sprachlich missglückt

Anschaulich formuliert (Aus Originalzeugnissen):

Fazit: Gesetzlicher Zeugnisanspruch war ein Fehler

4 Korrekt und verständlich formulieren – wie geht das?

Was heißt verständlich formulieren?

Knappheit

Mehr Verben, weniger Substantive

Falsche Adjektive

In Bildern sprechen

Indikativ und Konjunktiv (mit Beispielen)

Unterscheidung Konjunktiv I und II, Würde-Form

Verständlichkeitskonzept – Von Wissenschaftlern entwickelt

Was ist Verständlichkeit?

5 Vom Recht auf verständliche Gesetze und Entscheidungen

Was man über die Juristenausbildung wissen sollte

Leitbild: Die Befähigung zum Richteramt

Die Ausbildung

Verständlichkeit als Bürgerrecht? Pro und Kontra

Von der Unverständlichkeit des Rechts

Juristendeutsch: Handwerkszeug oder Herrschaftsmittel?

Sprachzucht ist ein Beitrag zur Demokratie

Hans Magnus Enzensberger: Von den Vorzügen der Unverständlichkeit

Alle Sprachgewalt geht vom Volke aus (Artikel 20 Grundgesetz)

Begriffserklärung

Vom Bürgerrecht auf verständliche Gesetze und Urteile

Beispiel Schweiz: Die Eugen-Huber-Regel

Situation in Deutschland - Beispiele

Beispiele gelungener Verständlichkeit

Forderungen aus der Sicht der Bürger

Rolf Wassermann: Plädoyer für mehr Verständlichkeit

Reicht Verständlichkeit?

Der aufgeklärte, mündige Bürger – eine Fiktion?

Was ist Aufklärung?

Das demokratische Recht

Die Juristensprache ist etwas, das überwunden werden muss

6 Anhang

Test Sprachgefühl

Übungen Sprachgebrauch

Übung 1: Anwaltstexte

Übung 2: Streichen Sie die überflüssigen Wörter

Übung 3: Gefühle und Sprache – Synonyme finden

Übung 4:

Lösungen Test und Übungen

Test Sprachgefühl

Übung 1: Vorschläge Anwaltstexte

Übung 2: Überflüssige Wörter streichen

Übung 3: Synonyme finden

Übung 4: Gegensätze

Urteil Bundesarbeitsgericht – Leistungsverweigerung (Originaltext mit Sprachkritik)

Literatur

Zielsetzung & Themen

Das Buch verfolgt das Ziel, die oft unverständliche und antiquierte Juristensprache in eine klare, präzise und für jeden Bürger verständliche Sprache zu überführen. Es kritisiert den elitären Sprachgebrauch in Rechtsprechung und Verwaltung und fordert, dass Gesetze und Entscheidungen für alle verständlich formuliert sein müssen.

  • Kritische Analyse der aktuellen Juristensprache und -ausbildung.
  • Vermittlung des „Bauhaus-Sprachstils“ für Klarheit und Schnörkellosigkeit.
  • Einsatz von psychologischen Erkenntnissen zur Intuition und Entscheidungsfindung.
  • Praktische Übungen zur Verbesserung des Sprachgefühls und zur Vermeidung von „Papierdeutsch“.
  • Diskussion über das Bürgerrecht auf eine verständliche Rechtssprache.

Auszug aus dem Buch

Woher die Unverständlichkeit rührt

Woher kommt es, dass unsere Alltagssprache, die für jeden anderen Zweck so bequem zu gebrauchen ist, in Verträgen und Testamenten dunkel und unverständlich wird? Woher, dass einer, der sich in allem, was er sonst sagt und schreibt, klar auszudrücken weiß, in diesen Dingen keine Worte findet, seinen Willen kundzutun, die nicht zweifelhaft und widersprüchlich wirken? Kommt es nicht daher, dass die Fürsten dieser Kunst es sich besonders angelegen sein ließen, hierfür feierlich-formelle Wörter auszuwählen und gekünstelte Sätze zu drechseln, wobei sie so lange jede Silbe abgewogen und jede kleinste Kombinationsmöglichkeit peinlichst genau durchgeprüft haben, bis sich in diese Unzahl zu Floskeln zerstückelter Redefiguren verwickelten und verstrickten, aus denen sich nun keinerlei verständliche Regeln und Vorschrift mehr ableiten lässt. Alles, was man zu Staubkörnern zerkleinert, wird zur formlosen Masse.

Das schrieb Montaigne im 16. Jahrhundert. (Essais, drittes Buch: Über die Erfahrung)

Kann ein mündiger Bürger in einem demokratischen Rechtsstaat nicht erwarten, dass Gesetzestexte, Gerichtsurteile und Verträge in einer klaren, auch für den Laien verständlichen Sprache formuliert werden?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Sprache allgemein: Dieses Kapitel beleuchtet Grundlagen der Sprache, das Konzept der „Leichten Sprache“ und die Bedeutung von Intuition sowie psychologischen Prozessen bei Entscheidungen.

2 Die Sprache der Juristen: Das Kapitel analysiert die oft unlogische und komplizierte Sprache in juristischen Texten anhand von Urteilen und Gesetzestexten sowie konkreten Beispielen wie dem BGB.

3 An der Sprache scheitern – Beispiel Arbeitszeugnisse: Hier wird detailliert aufgezeigt, wie die „Zeugnissprache“ zu einem codierten System verkommen ist, das dem Klarheitsgebot widerspricht und verdeckte Beurteilungen ermöglicht.

4 Korrekt und verständlich formulieren – wie geht das?: Dieses Kapitel bietet praktische Anleitungen zur präzisen Ausdrucksweise, zum Einsatz von Bildern und zur korrekten Nutzung von Sprachformen.

5 Vom Recht auf verständliche Gesetze und Entscheidungen: Ein Plädoyer für ein Bürgerrecht auf verständliche Gesetzestexte, das die aktuelle Ausbildungssituation von Juristen hinterfragt.

Schlüsselwörter

Juristensprache, Leichte Sprache, Sprachkritik, Arbeitszeugnisse, Verständlichkeit, Rechtswesen, Sprachgefühl, Kommunikation, Gesetzgebung, Urteile, Intuition, Bauhaus-Sprachstil, Bürgerrecht, Sprachzucht, Rechtssprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch setzt sich kritisch mit der hochkomplexen und oft unnötig unverständlichen Sprache auseinander, die Juristen in Deutschland in Verträgen, Urteilen und Gesetzen verwenden.

Was sind die zentralen Themenfelder des Werkes?

Neben einer Sprachkritik an der juristischen Fachsprache behandelt das Buch die Themenbereiche Arbeitszeugnisse, die Psychologie von Bauchentscheidungen und die Forderung nach verständlicherer Rechtsetzung.

Welches Ziel verfolgt der Autor primär?

Der Autor möchte Juristen dazu bewegen, sich wieder verständlich auszudrücken und plädiert für ein demokratisches Bürgerrecht auf eine klare Rechtssprache.

Welche wissenschaftlichen Ansätze fließen in die Argumentation ein?

Der Autor stützt sich unter anderem auf die Emotions- und Intuitionsforschung, wie sie beispielsweise von Antonio Damasio oder Gerd Gigerenzer erforscht wird, sowie auf sprachwissenschaftliche Konzepte zur Textverständlichkeit.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Im Hauptteil werden unter anderem die „Zeugnissprache“ in Arbeitsverhältnissen, das BGB und verschiedene Urteile des Bundesarbeitsgerichts analysiert, um aufzuzeigen, wo Sprache bewusst oder unbewusst verhüllt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören „Juristensprache“, „Klarheit“, „Verständlichkeit“, „Zeugniscode“ und das „Recht auf verständliche Gesetze“.

Warum hält der Autor den „gesetzlichen Zeugnisanspruch“ für einen Fehler?

Der Autor argumentiert, dass dieser Anspruch zusammen mit den Grundsätzen von „Wahrheit und Wohlwollen“ dazu geführt hat, dass fast alle Zeugnisse inhaltlich inhaltsleer und positiv codiert sind, anstatt echte Auskünfte zu geben.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Juristenausbildung?

Er kritisiert, dass das Einheitsleitbild der „Befähigung zum Richteramt“ eine Arbeits- und Denkweise prägt, die den Juristen eher in eine elitäre Kaste rückt, anstatt ihn als Dienstleister für verständliche Kommunikation zu schulen.

Final del extracto de 125 páginas  - subir

Detalles

Título
Juristensprache verständlich machen
Subtítulo
Was alle angeht, sollte von allen verstanden werden
Autor
Karl-Heinz List (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
125
No. de catálogo
V356016
ISBN (Ebook)
9783668420038
ISBN (Libro)
9783668420045
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sprachgefühl Sprachgewalt Gesetzessprache Sprache in Urteilen Sprachkritik Arbeitszeugnisse Zeugnissprache Verständlichkeit Sprachgebrauch Übungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Karl-Heinz List (Autor), 2017, Juristensprache verständlich machen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356016
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  125  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint