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Villas Miserias. Gesundheitsgefährdende Lebenswelt "Slum" und mögliche Formen der Krankheitsprävention

Titre: Villas Miserias. Gesundheitsgefährdende Lebenswelt "Slum" und mögliche Formen der Krankheitsprävention

Thèse de Bachelor , 2014 , 72 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sonja Datlinger-Kofler (Auteur)

Sociologie - Médecine et Santé
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit zeigt die Problematik von armutsbedingten Lebensumständen in informellen Siedlungen auf, und analysiert die Konsequenzen für die Gesundheit der ortsansässigen Bewohner. Am Beispiel der Großstadt Buenos Aires und seinen informellen Siedlungen werden die Strategien des örtlichen Gesundheitssystems zum Thema Krankheitsprävention beleuchtet und die Möglichkeiten wurden erfasst, die tatsächlich ihre Durchführung vor Ort finden. Natürlich orientieren sich diese an den gesundheitlichen Risiken, denen die ortsansässige Bevölkerung ausgesetzt ist. In einer zwölfwöchigen Feldstudie in einem "Slum" von Buenos Aires (Villa 21-24) wurde erforscht, welche Krankheiten im Hauptfokus der (ausübenden) örtlichen öffentlichen Gesundheitszentren stehen und welche Art von Prävention in den Villas Miserias eigentlich erforderlich und möglich ist.

Diese Arbeit beinhaltet allgemeines Basiswissen über das lateinamerikanische Land Argentinien, seine Geschichte, Bevölkerungsstruktur und das Gesundheitssystem. Weiters erfolgen theoretische Aussagen und Recherchen über die Lebenswelt „Slum“, wobei der Schwerpunkt bereits in Buenos Aires und den Villas Miserias gesetzt wird.

Die Präventionsmaßnahmen, die vor Ort möglich sind, und in Realität angewandt werden, finden ihr theoretisches Fundament in einer allgemeinen Literaturrecherche und werden durch Programme, Workshops und Maßnahmen ergänzt, die in der Villa 21-24 beobachtet wurden. Das mulitdisziplinäre Team und dessen wertvolle Arbeit im Zentrum wird beschrieben, und Experteninterviews fließen in die Beschreibung der örtlichen Krankheitsproblematik und der durchgeführten Präventionsmaßnahmen ein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Argentinien – Historik und Gesundheitssystem

2.1 Geschichte, Wirtschaft und Politik

2.2 Gesellschaft und Demografie

2.3 Schwellenland und Zwei-Klassen-Gesellschaft

2.4 Gesundheitssystem

2.4.1 Dezentralisierung der Autoritäten

2.4.2 Sozialversicherungssektor

2.4.3 Öffentlicher Gesundheitssektor

2.4.4 Privater Gesundheitssektor

2.4.5 Finanzierung des Gesundheitssystems

3 Slums – Die Armenviertel der Welt

3.1 Un Habitat und die Vereinten Nationen

3.2 Allgemeines zur Slum-Ökologie

3.3 Historische Entwicklung und Wachstum von Slums

3.4 Arbeitsplätze und Informalität

3.5 Ausgrenzung und soziale Ungleichheit

4 Gesundheitsdeterminanten in der Lebenswelt „Villa Miseria“

4.1 Umweltbedingungen in der Villa Miseria

4.1.1 Die Umweltverschmutzung belastet die Gesundheit

4.1.2 Das Arbeitsumfeld als Gesundheitsrisiko

4.1.3 Ungünstige Wohnbedingungen führen zu Gesundheitsrisiken

4.2 Biologische Gesundheitsdeterminanten

4.3 Individuelle (un)gesunde Lebensweise

4.4 Zugang, Angebot und Erreichbarkeit von Gesundheitsleistungen

4.4.1 Primäre Gesundheitsversorgung nach Alma Ata

4.4.2 Zugänglichkeit und Ausstattung der CeSACs

4.4.3 Erreichbarkeit für die Bevölkerung

5 Ortsbezogene Krankheitsbilder in der Lebenswelt „Villa Miseria“

5.1 Infektionskrankheiten

5.1.1 Aids

5.1.2 Malaria/Dengue

5.1.3 Tuberkulose

5.1.4 Die lokale und weltweite Relevanz von Infektionskrankheiten

5.2 Wasser, das krank macht

5.2.1 Diarrhöen

5.2.2 Cholera

5.3 Essen, das krank macht

5.3.1 Magen-Darm-Erkrankungen

5.3.2 Übergewicht und Bluthochdruck

5.4 Atemwegserkrankungen

5.5 Kranke Seele

5.5.1 Gewalt

5.5.2 Kinder ohne Ausweg

5.5.3 Kindersterblichkeit

6 Präventionsmöglichkeiten

6.1 Allgemeines zur Prävention

6.1.1 Verhaltens- und Verhältnisprävention

6.1.2 Primäre, sekundäre, tertiäre Prävention

6.1.3 Präventionsstrategien und -methoden

6.2 Aktuelle Präventionsmaßnahmen in der Villa 21-24

6.2.1 Präventive Therapien des diplomierten Pflegepersonals

6.2.2 Workshops als präventive Maßnahme

6.2.3 Gesundenuntersuchungen

6.2.4 Ärztliche Konsultationen

6.2.5 Psychologische Einzelbetreuung als Präventionsmaßnahme

6.2.6 Soziale Arbeit und Prävention

6.2.7 Gewaltprävention durch Polizeipräsenz

6.3 Aktuelle Präventionsstrategien auf nationaler Ebene

6.3.1 Verbesserung armutsbedingter Lebensumstände

6.3.2 Mobile Prävention: Gesundheitsstationen

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit analysiert die gesundheitlichen Risiken in der Lebenswelt „Villa Miseria“ in Buenos Aires, Argentinien, und untersucht, welche Ansätze der Krankheitsprävention unter den dort herrschenden informellen und armutsbedingten Lebensbedingungen effektiv umgesetzt werden können.

  • Analyse gesundheitlicher Determinanten in Slum-Siedlungen
  • Darstellung des argentinischen Gesundheitssystems und der Rolle der CeSACs
  • Krankheitsbilder und Präventionsbedarf in der Villa 21-24
  • Empirische Einblicke durch Experteninterviews und Praktikumserfahrung
  • Vergleich von nationalen Präventionsstrategien mit der Praxis vor Ort

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die Umweltverschmutzung belastet die Gesundheit

Die gravierende Umwelt- und Wasserverschmutzung in Buenos Aires beruht auf dem sorglosen Wegwerfen von Hausmüll an öffentlichen Plätzen, aber auch auf der illegalen Entsorgung von gefährlichen Industrieabfällen in Flüssen oder Seen. Es erfolgt außerdem eine ungenügende Aufbereitung des verbrauchten Wassers durch Kläranlagen (Benedictis, 2001). Der Großteil der Villas in Buenos Aires liegt an Uferböschungen der stark verschmutzten Flüsse Río de la Reconquista und Río de la Matanza (Davis, 2007, S. 43). Der Mangel an Abwasserkanälen führt dazu, dass Flüsse wie der Riachelo so stark verschmutzt sind, dass sie biologisch tot sind (Benedictis, 2001). An diesem liegt die Villa 21-24 inmitten einem Industriegebiet mit einigen großen Fabriken. Gestank liegt in der Luft und Ratten, Moskitos, Fliegen und andere Insekten vermehren sich und verbreiten Krankheiten (Davis, 2007, S. 43).

Auf dem Bild lässt sich der markante Flussverlauf des Riachelo erkennen und die genaue Lage der Villa 21-24 wurde durch eine gelbe Linie eingezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die globale Slum-Problematik, die Relevanz der Gesundheitsversorgung als Menschenrecht und die Zielsetzung der Arbeit am Beispiel der Villa 21-24.

2 Argentinien – Historik und Gesundheitssystem: Überblick über die historische, politische und wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens sowie die Struktur und Finanzierung des fragmentierten Gesundheitssystems.

3 Slums – Die Armenviertel der Welt: Untersuchung der globalen Entstehungsfaktoren und ökologischen Merkmale von informellen Siedlungen, einschließlich der sozioökonomischen Auswirkungen.

4 Gesundheitsdeterminanten in der Lebenswelt „Villa Miseria“: Analyse der massiven gesundheitlichen Ungleichheiten, bedingt durch Umweltfaktoren, Arbeitsbedingungen, Lebensstil und den Zugang zu medizinischer Infrastruktur.

5 Ortsbezogene Krankheitsbilder in der Lebenswelt „Villa Miseria“: Darstellung der spezifischen Krankheitslast in der Villa, von Infektionskrankheiten über wasser- und ernährungsbedingte Leiden bis hin zu mentalen Belastungen.

6 Präventionsmöglichkeiten: Evaluierung der theoretischen Präventionsmodelle und Analyse der konkreten Maßnahmen in der Villa 21-24, basierend auf Experteninterviews und praktischen Beobachtungen.

7 Schlussbetrachtung: Synthese der Forschungsergebnisse, Reflexion über die Bedeutung eines multiprofessionellen Präventionsansatzes und Transfer der Erkenntnisse auf den Kontext Österreich.

Schlüsselwörter

Villa Miseria, Slum, Gesundheitsprävention, Argentinien, Buenos Aires, primäre Gesundheitsversorgung, CeSAC, soziale Ungleichheit, Infektionskrankheiten, Public Health, Armut, Arbeitslosigkeit, Lebensumwelt, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Gesundheitsdeterminanten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den gesundheitlichen Herausforderungen in „Villas Miserias“ (Slums) in Buenos Aires und untersucht, wie in einem solch prekären Lebensumfeld eine effektive Krankheitsprävention für die Bewohner möglich ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören das argentinische Gesundheitssystem, die allgemeinen Bedingungen in informellen Siedlungen, spezifische gesundheitliche Risikofaktoren der Bewohner sowie die praktische Umsetzung von Präventionsmaßnahmen in Gesundheitszentren (CeSACs).

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Problematik armutsbedingter Lebensumstände aufzuzeigen und die Strategien des lokalen Gesundheitssystems zum Thema Krankheitsprävention zu beleuchten, um deren Umsetzbarkeit vor Ort zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, die durch ein zwölfwöchiges Berufspraktikum in der Villa 21-24 und eine Reihe von Experteninterviews mit dem dortigen medizinischen Fachpersonal ergänzt wurde.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Umweltbedingungen, Arbeitsrisiken, Wohnverhältnisse, die psychische Gesundheit der Bewohner sowie spezifische Krankheitsbilder und die in der Villa tatsächlich angewandten Präventionsstrategien.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Villa Miseria, Gesundheitsprävention, soziale Ungleichheit, primäre Gesundheitsversorgung, Public Health und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Welche Rolle spielen die "CeSACs" in der medizinischen Versorgung der Villa 21-24?

Die CeSACs fungieren als lokale Gesundheitszentren nach der Alma-Ata-Deklaration. Sie bieten kostenlose medizinische Grundversorgung, Workshops und Sozialarbeit an, um Bewohnern trotz ihrer prekären Lage den Zugang zu Gesundheitsleistungen zu ermöglichen.

Warum ist die Unfallgefahr in der Villa 21-24 ein so zentrales Thema?

Die Arbeit hebt hervor, dass aufgrund der baulichen Mängel (ungesicherte Treppen, Elektrik) und des Fehlens von Verkehrssicherheit im Viertel viele vermeidbare Unfälle geschehen, wobei das Gesundheitszentrum aufgrund fehlender Ausstattung schwere Traumata nicht selbst versorgen kann.

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Résumé des informations

Titre
Villas Miserias. Gesundheitsgefährdende Lebenswelt "Slum" und mögliche Formen der Krankheitsprävention
Université
University of Applied Sciences Feldkirchen
Note
1,0
Auteur
Sonja Datlinger-Kofler (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
72
N° de catalogue
V356090
ISBN (ebook)
9783668421462
ISBN (Livre)
9783668421479
Langue
allemand
mots-clé
Slum Krankheitsprävention
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sonja Datlinger-Kofler (Auteur), 2014, Villas Miserias. Gesundheitsgefährdende Lebenswelt "Slum" und mögliche Formen der Krankheitsprävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356090
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