In dieser Facharbeit geht es um die Frage, ob die Diversifizierung in den Tourismussektor eine Möglichkeit ist, in Dubai das wirtschaftliche Wachstum aufrecht zu erhalten, trotz der wegfallenden Einnahmequelle Öl. Das Problem dabei ist, dass Dubai komplett auf den Einnahmen durch das schwarze Gold aufgebaut ist.
Schon heute besitzt Dubai fast kein Öl mehr. Doch ist der Tourismussektor wirklich die Lösung für das Emirat?
Ich habe das Thema gewählt, da wir zu der Zeit in der Schule das Thema Wirtschaftsregionen im Wandel hatten. Dubai ist ein Beispiel für dieses Thema. Zum Tourismus bin ich gekommen, da es einer der größten Wachstumsmärkte in Dubai ist. Außerdem faszinieren mich seit Jahren die „größenwahnsinnigen" Projekte, die in fast unmöglichen Bauzeiten und mit einem endlos scheinenden Budget gebaut werden, und immer wieder neue Rekorde aufstellen.
Im ersten Teil dieser Arbeit werden die geographischen, demographischen, wirtschaftlichen und geschichtlichen Grundlagen erläutert, die der Leser braucht um die weiteren Kapitel zu verstehen. Im zweiten Teil wird die Problematik an dem Modell Dubai als Rentierstaat erklärt. Der Lösungsansatz Tourismus wird im dritten Teil erarbeitet.
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
II. HAUPTTEIL
1. Grundlagen
1.1. Lokalisierung Dubai
1.1.1. Geographie
1.1.2. Demographie
1.2. Entwicklung von der Kolonie zur modernen Föderation
1.3. Wirtschaftliche Grundlagen
2. Problematik
2.1. Wachstum durch Erdöl
2.2. Abhängigkeit von Erdöl
3. Lösungsansatz Diversifizierung
3.1. Tourismus als Diversifizierungsstrategie
3.1.1. Investitionspolitik
3.1.2. Tourismus heute
3.1.3. Vergleich mit dem Ruhrgebiet Tourismus
3.1.4. Vor- und Nachteile des Tourismus
3.2. Weitere Diversifizierungsstrategien für Dubai
III. SCHLUSSREFLEXION
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, inwieweit der Ausbau des Tourismussektors als effektive Diversifizierungsstrategie dienen kann, um die wirtschaftliche Stabilität Dubais langfristig zu sichern, während die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sukzessive abnimmt.
- Wirtschaftliche Transformation vom Rentierstaat zum Tourismuszentrum
- Analyse der demografischen und geografischen Voraussetzungen
- Vergleich der Tourismusentwicklung zwischen Dubai und dem Ruhrgebiet
- Kritische Bewertung der Chancen und Risiken durch den Massentourismus
- Zukünftige Strategien zur Unabhängigkeit von Öleinnahmen
Auszug aus dem Buch
1.1.1. Geographie
Das Emirat Dubai liegt auf der nördlichen Halbkugel in Asien im Südosten der arabischen Halbinsel am Persischen Golf und gehört der Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) an. Es erstreckt sich zwischen 24°36' bis 25°21' nördlicher Breite und 54°53' bis 55°43' östlicher Länge. Das Emirat ist 3885 km² groß, wobei über 90% der Fläche aus Wüste besteht. Im Durchschnitt liegt es 5m über dem Meeresspiegel. Dubai grenzt im Westen an Abu Dhabi, dem mit fast 90% der Landfläche größten Emirat, und im Osten an Sharjah. In den Vereinigten Arabischen Emiraten herrscht ein subtropisches bis tropisches arides Wüstenklima. Der Regen fällt, wie man in Abb.1 erkennen kann, fast ausschließlich in den Wintermonaten. Im Februar erreicht er seine Spitze von 36 mm. In den Sommer- und Herbstmonaten Juni bis Oktober fällt gar kein Niederschlag. Mit nur 28 Regentagen im Jahr ist Dubai sehr trocken. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 26.9°C. Im Winter kühlt die Temperatur leicht auf 19°C im Januar. Die höchste Monatsdurchschnittstemperatur liegt im August bei 35,5°C. Diese warmen Temperaturen locken viele Touristen an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlagen: Dieses Kapitel vermittelt geografische und demografische Rahmendaten über Dubai und erläutert die historische Entwicklung des Emirats von einem Fischerdorf zur modernen Föderation.
2. Problematik: Hier wird der rapide wirtschaftliche Aufstieg durch Erdöl und die daraus resultierende Abhängigkeit vom "schwarzen Gold" analysiert, wobei das Modell des Rentierstaates kritisch betrachtet wird.
3. Lösungsansatz Diversifizierung: Der Fokus liegt auf dem Tourismus als strategisches Mittel zur wirtschaftlichen Neuausrichtung, inklusive Investitionspolitik, einem Vergleich mit dem Ruhrgebiet sowie der Abwägung von Chancen und Risiken.
III. SCHLUSSREFLEXION: Das Fazit fasst zusammen, dass die Tourismusstrategie trotz der Risiken eine notwendige und zukunftsorientierte Maßnahme darstellt, um Dubais wirtschaftliche Unabhängigkeit langfristig zu sichern.
Schlüsselwörter
Dubai, Tourismus, Diversifizierung, Erdöleinnahmen, Rentierstaat, Wirtschaftswachstum, Infrastruktur, Investitionspolitik, Nachhaltigkeit, VAE, globale Metropole, Standortfaktor, Strukturwandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Transformation Dubais und untersucht, ob der Ausbau des Tourismus eine tragfähige Alternative zum bisherigen, auf Öleinnahmen basierenden Wirtschaftsmodell darstellt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Abhängigkeit vom Erdöl, die gezielte Investition in Tourismus- und Infrastrukturprojekte sowie die sozioökonomischen Auswirkungen dieses Wachstums.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob die Diversifizierung in den Tourismussektor eine effektive Möglichkeit für Dubai bietet, das Wirtschaftswachstum auch nach dem Versiegen der Erdölreserven aufrechtzuerhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse basiert, ergänzt durch einen strukturierten Vergleich mit dem Strukturwandel im Ruhrgebiet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die geografischen und historischen Grundlagen, die ökonomische Problematik der Erdölabhängigkeit und eine detaillierte Analyse der Tourismusstrategie, inklusive einer Chancen-Risiken-Abwägung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Diversifizierung, Rentierstaat, Tourismus, wirtschaftliche Transformation und Nachhaltigkeit.
Warum wird Dubai als "Rentierstaat" bezeichnet?
Der Begriff wird verwendet, weil der Staat über lange Zeit fast ausschließlich von Renteneinkünften aus dem Export fossiler Brennstoffe lebte, was häufig mit autoritären Strukturen und wirtschaftlicher Ineffizienz korreliert.
Welche Rolle spielt der Vergleich mit dem Ruhrgebiet?
Der Vergleich dient dazu, die unterschiedlichen Herangehensweisen beim Strukturwandel von einer monostrukturellen Industrie hin zu einer Dienstleistungs- und Tourismuswirtschaft aufzuzeigen.
Was sind die größten Risiken des Tourismus für Dubai?
Zu den Risiken zählen der enorme ökologische Fußabdruck, die soziale Abhängigkeit von billigen Arbeitskräften, hohe Verschuldung durch spektakuläre Großprojekte und die Anfälligkeit gegenüber globalen Wirtschaftskrisen.
Ist der Tourismus in Dubai als nachhaltig zu bezeichnen?
Die Arbeit zeigt ein ambivalentes Bild: Während das Geschäftsmodell ökonomisch effizient wächst, stehen ökologische Herausforderungen und eine starke Abhängigkeit von internationalen Touristenströmen einer vollumfänglichen ökologischen Nachhaltigkeit entgegen.
- Citar trabajo
- Thomas Höfting (Autor), 2016, Tourismus in Dubai. Chancen und Risiken in einer auf Öleinnahmen aufgebauten Wirtschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356190