Zielgruppen der Suchtprävention


Referat (Ausarbeitung), 2004

11 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Begriffsklärung
2.1 Was bedeutet Prävention?
2.2 Was bedeutet Intervention?
2.3 Was bedeutet Sucht?

3. An der Suchtprävention beteiligte Institutionen / Professionen

4. Zielgruppen der Suchtprävention
4.1 Indirekte und direkte Adressatinnen und Adressaten
4.2 Differenzierung nach Alter
4.3 Differenzierung nach zeitlichem Verlauf einer potenziellen
Suchtentwicklung
4.4 Differenzierung nach Substanz
4.5 Differenzierung nach ethischer Zugehörigkeit
4.6 Differenzierung nach Geschlecht
4.7 Differenzierung nach bestimmten Lebenslagen
4.8 Differenzierung nach bestimmten Lebenssituationen

5. Ausgewählte Zielgruppen
5.1 Multiplikatoren
5.2 Mädchen und Jungen
5.3 MigrantInnen

Literaturverzeichnis

Erklärung

1. Einleitung

Suchtprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe. Es gibt kaum einen anderen Bereich, in dem die Zielgruppenanalyse eine derartige Vielfalt bei der Ausdifferenzierung zeigt, wie bei der Suchtprävention. So unterscheiden die Autoren in acht Differenzierungen hinsichtlich der Zielgruppen der Suchtprävention. Dabei gibt es neben den klassischen Formen wie Geschlecht und Alter spezielle Formen wie z.Bsp.: Art der Substanz, spezielle Lebenslagen und -situationen und ethische Zugehörigkeit.

Suchtprävention findet in den verschiedensten Bereichen bestimmter Einrichtungen und / oder Institutionen wieder. So kann Suchtprävention zum Aufgabenfeld von u.a. Kindergärten, Schulen, Jugendarbeit, Erziehungshilfen, Betrieben, Gemeindewesen u.v.m. gehören. Suchtprävention ist demnach nicht allein auf das Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit ausgerichtet bzw. beschränkt. Bei der Suchtprävention steht der Auseinandersetzung mit Suchtursachen immer im Vordergrund und bildet den zentralen Anknüpfungspunkt für die Prävention. Suchtprävention ist nicht auf die Behandlung von Suchtproblemen ausgerichtet. Aus den oben aufgezählten verschieden Berufsfeldern ergibt sich, dass die Suchtprävention eine umfassende gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist. Sie findet vornehmlich in der gesundheitlichen, sozialen und pädagogischen arbeit statt.

2. Begriffsklärung

2.1 Was bedeutet Prävention?

Prävention ist ein vorbeugendes Eingreifen, welches der Verhinderung von Problemen, Auffälligkeiten und Abweichungen dienen soll. Dabei versteht sich die Prävention stets als ein Handeln im Vorfeld. Prävention soll Gefahren abwenden, Risikosituationen verhindern uns ein Problembewusstsein bei der Zielgruppe für das Thema entwickeln. (vgl. Böllert 2001, S. 1394ff)

2.2 Was bedeutet Intervention?

Interventionen sind meist aktive Reaktionen auf manifestierte Probleme Auffälligkeiten, Abweichungen. Intervention sind Maßnahmen, die ein gezieltes Eingreifen mit sich bringen. Interventionen sollen (weiteren) Störungen vorbeugen, vorhanden Störungen beheben oder zumindest deren Folgen eindämmen. Interventionen können z.Bsp. therapeutischen Maßnahmen darstellen. (vgl. Böllert 2001, S. 1394ff)

2.3 Was bedeutet Sucht?

Der Begriff der Sucht hat sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt und immer wieder verändert. Im 16. Jh. war Sucht noch die allgemeine Bezeichnung für jede Art von Krankheit. Später entwickelte sich das Verständnis von Sucht zu einer Form des extrem übersteigerten Hang (Laster). Mit den Erkenntnissen der Alkoholismusforschung im 19. Jh. wurde die Sucht als eine medizinisch beschreibbare, erforschbare und behandelbare Krankheit angesehen. Somit beschreibt Sucht heute eine spezifische Krankheitsform.

Unter Sucht ist also (...) ein bis zur Existenzgefährdung übersteigertes, verstandesmäßig unbeherrschtes und immer wiederkehrendes Verlangen nach einer (sinnlichen, gefühlsmäßigen) Erfahrung zu verstehen, das alle anderen Werte und Aktivitäten des Individuums in den Hintergrund drängt.“ (Scheerer 1995, S. 35)

3. An der Suchtprävention beteiligte Institutionen / Professionen

Die zentrale Organisation in Bezug auf Suchtprävention nicht nur auf Bundesebene ist die

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sie ist die oberste Einrichtung auf Bundesebene und stellt mit Kampagnen, Ausstellungen, Internetauftritten, Wettbewerben u.v.m. eine Vielzahl von Möglichkeiten der Suchtprävention auch für andere Institutionen / Professionen zur Verfügung. Die BZgA initiiert und fördert wissenschaftliche Untersuchungen und stellt Serviceleistungen für alle erdenklichen Bereiche gesundheitlicher Aufklärung. Weitere Einrichtungen, die auf Bundesebene agieren sind die Bundesarbeitsgemeinschaft Aktion Jugendschutz und die Bundesvereinigung für Gesundheit. Die zentrale Institution der einzelnen Landesstellen bildet die Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren (DHS). Parallel zu der Bundesarbeitsgemeinschaft Aktion Jugendschutz gibt es auf Landesebene Landesstellen der Aktion Jugendschutz. Eine weitere Institution auf Landesebene sind die Landeszentralen für Gesundheitsförderungen, die in einigen Bundesländer existieren. Auf kommunaler Ebene sind die Verbände der freien Wohlfahrtspflege tätig. Dazu gehören die Arbeiterwohlfahrt, der Paritätische Wohlfahrtsverband, Diakonie uns Caritas. Diese Verbände sehen ihr Hauptaufgabenfeld im sozialen Bereich. (vgl. Sting / Blum 2003, S. 42)

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Zielgruppen der Suchtprävention
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Erwachsenbildung)
Veranstaltung
Seminar
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V35622
ISBN (eBook)
9783638354790
Dateigröße
855 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zielgruppen, Suchtprävention, Seminar
Arbeit zitieren
Diplom Pädagoge Andy Stock (Autor), 2004, Zielgruppen der Suchtprävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35622

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