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Versteckte Ursachen für Leerstände von Häusern und Wohnungen

Leerstand entsteht nicht einfach so

Title: Versteckte Ursachen für Leerstände von Häusern und Wohnungen

Elaboration , 2016 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Johanna Franzmann (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Wenn wir durch die Straßen gehen und leere Häuser sehen denken wir uns oftmals nichts dabei oder denken: „Da wohnt eben gerade niemand“. Die Ursachen die für Leerstände genannt werden, sind die demographische Entwicklung, dass viele Menschen vom Land in die Stadt ziehen oder in der Stadt Einkaufsläden in entfernten Gebieten angesiedelt sind.

In der folgenden Arbeit soll herausgearbeitet werden, ob noch andere Gründe dahinterstecken und inwiefern die Veränderung der Gesellschaft dahintersteckt. Gibt es vielleicht Menschen, die mit den Häusern handeln oder vom Leerstand profitieren? Warum können nicht Menschen dort einziehen, die gar kein Dach über dem Kopf haben? Diese Arbeit soll aufzeigen wie ein wirtschaftlicher Strukturwandel das Bild der Stadt verändern kann und wer dabei die Finger im Spiel hat. Wir wollen schauen ob die These: „Leerstand wird aktiv hergestellt und ist das Ergebnis einer politökonomisch bedingten Architektur und Raumproduktion“ (vgl. Hirschmann 2014: 13), wirklich stimmt.

Gegliedert ist die Arbeit in drei Teile: Am Anfang wird die Gesellschaftliche Veränderung durch den Neoliberalismus dargestellt, worauf im zweiten Teil dann explizite Ursachen für Leerstände als Folge der gesellschaftlichen Veränderung aufgezeigt werden sollen. Im letzten Punkt werden zwei Beispiele in Mainz vorgestellt, welche die Sachverhalte veranschaulichen sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Veränderung der Gesellschaft

2.1 Veränderung der Gesellschaft durch den Neoliberalismus

2.2 Die Unternehmerische Stadt

3. Hypothesen zu Ursachen des Leerstands

3.1 Verlagerung der Industrie

3.2 Räume/Städte als Wettbewerbseinheiten

3.3 Wohnungen als Spekulationsobjekte

3.4 Raum als Ware und Leerstand nach Erbe

3.5 Marktmacht

3.6 Objekte, Akteure und Intermediäre

4. Beispiele für Leerstand in Mainz

4.1 Mainz Kostheim- Leerstand bei Linde

4.2 „Allianzgebäude“

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die politökonomischen und gesellschaftlichen Ursachen von Gebäudeleerständen in urbanen Räumen und hinterfragt die These, dass Leerstand kein bloßer Zufall, sondern ein aktiv hergestelltes Phänomen im Kontext neoliberaler Stadtentwicklung ist.

  • Struktureller Wandel der Gesellschaft durch Neoliberalismus
  • Transformation der Stadt zur unternehmerischen Wettbewerbseinheit
  • Ökonomische Spekulation und Instrumentalisierung von Raum
  • Fallbeispiele aus Mainz (Linde-Gelände, Allianzgebäude)

Auszug aus dem Buch

3.1 Verlagerung der Industrie

Die erste Ursache des Leerstandes ist eine Folge der Liberalisierung des Welthandels und der Deregulierung des weltweiten Kapitalverkehrs. Große Unternehmen werden in kleinere Produktionseinheiten aufgeteilt, wobei Entscheidungs- und Managementebenen in Deutschland bleiben und nur die arbeitsintensiven Produktionsbereiche in kostengünstigere Länder verlagert werden. Daraus folgen leere Industriegebiete, die auch von anderen Industriefirmen nicht wieder belegt werden wollen. Außerdem stehen Kultur- und Wissensproduktion im Focus der Entscheidungsträger (vgl. HIRSCHMANN 2014: 14f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel dar, leerstehende Immobilien als Ergebnis politökonomischer Prozesse zu demaskieren und die These der aktiv hergestellten Raumproduktion zu prüfen.

2. Veränderung der Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert den Übergang zum Neoliberalismus und die Entwicklung der Stadt zur unternehmerisch agierenden Einheit, die im globalen Wettbewerb konkurriert.

3. Hypothesen zu Ursachen des Leerstands: Hier werden zentrale Gründe für Leerstände analysiert, darunter industrielle Verlagerungen, spekulative Wohnungswirtschaft und die Privatisierung von öffentlichem Raum.

4. Beispiele für Leerstand in Mainz: Die theoretischen Ansätze werden anhand der konkreten Mainzer Beispiele des „Linde“-Geländes und des „Allianzgebäudes“ veranschaulicht.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass Leerstand ein komplexes Resultat aus wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Umständen ist und mahnt einen Fokus auf menschliche Lebensqualität statt rein wirtschaftlichen Erfolg an.

Schlüsselwörter

Leerstand, Neoliberalismus, Unternehmerische Stadt, Raumproduktion, Strukturwandel, Globalisierung, Immobilienspekulation, Mainz, Standortfaktoren, Stadtpolitik, Kapitalismus, Wohnungsbau, Immobilienmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den tieferliegenden, oft verborgenen Ursachen von Gebäudeleerständen in Städten und hinterfragt, ob diese ein systemisches Nebenprodukt heutiger politökonomischer Strukturen sind.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen des Neoliberalismus auf die Stadtentwicklung, dem Wettbewerbsdruck zwischen Städten und der ökonomischen Logik hinter der Nichtnutzung von Immobilien.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Studie?

Die Arbeit untersucht, ob die These zutrifft, dass Leerstand „aktiv hergestellt“ wird und ein Ergebnis einer politökonomisch bedingten Architektur und Raumproduktion darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und diese durch konkrete Fallbeispiele aus der Stadt Mainz illustriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Neoliberalismus, unternehmerische Stadt) analysiert, gefolgt von einer detaillierten Hypothesenbildung zu den Ursachen von Leerständen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Leerstand, Neoliberalismus, unternehmerische Stadt, Raumproduktion, Strukturwandel und Immobilienspekulation.

Warum spielt das Linde-Gelände eine Rolle in der Untersuchung?

Das Linde-Gelände in Mainz dient als konkretes Praxisbeispiel, an dem aufgezeigt wird, wie Raum zur Ware wird und durch spekulatives Abwarten auf höhere Gewinne aktiv leer gehalten werden kann.

Welche Rolle spielt das Allianzgebäude für die stadtpolitische Argumentation?

Das Allianzgebäude illustriert den Konflikt zwischen den Interessen privater Investoren oder der Stadt und den Bedürfnissen kultureller Zwischennutzung bzw. ziviler Stadtentwicklung.

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Details

Title
Versteckte Ursachen für Leerstände von Häusern und Wohnungen
Subtitle
Leerstand entsteht nicht einfach so
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Geographisches Institut)
Course
Empirisches Arbeiten: Leerstände in Mainz
Grade
2,0
Author
Johanna Franzmann (Author)
Publication Year
2016
Pages
9
Catalog Number
V356228
ISBN (eBook)
9783668419834
ISBN (Book)
9783668419841
Language
German
Tags
Mainz Leerstand Leerstände Spekulation Neoliberalismus Immobilien Häuser Wohnungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Franzmann (Author), 2016, Versteckte Ursachen für Leerstände von Häusern und Wohnungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356228
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