Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit Regeln im Schulunterricht, welche einen wichtigen Aspekt des Classroom Managements bilden. Es wird anhand diverser bildungswissenschaftlicher Studien untersucht, wie Regeln in den Unterricht implementiert werden sollten, um Unterrichtsstörungen vorzubeugen.
Viele Lehrkräfte sehen sich in ihrem Berufsalltag oft mit Unterrichtsstörungen konfrontiert, welche viele negative Auswirkungen auf den Unterricht und alle Beteiligten haben können. Die Störungen wirken sich unterschiedlich aus, beispielsweise kann so die tatsächliche Lernzeit beschränkt werden, Schülerinnen und Schüler können den roten Faden verlieren und Lehrkräfte können sich unter Druck gesetzt fühlen. Vielfach wird deswegen in der heutigen bildungswissenschaftlichen Forschung untersucht, inwieweit man Störungen entgegenwirken und wie man auf gelungene Art und Weise mit ihnen umgehen kann. Hierbei wird das Classroom Management immer bedeutender.
Ein wichtiger Bestandteil von Classroom Management kann die Implementierung und Durchsetzung von Regeln sein. In der vorliegenden Arbeit soll deswegen untersucht werden, wie ein zeitgemäßer und effizienter Gebrauch von Regeln innerhalb des Classroom Managements gestaltet sein muss.
Die Fragestellung dieser Hausarbeit lautet: Wie können Regeln zur Prävention von Unterrichtsstörungen beitragen?
Im Zuge der Untersuchung werden diverse bildungswissenschaftliche Studien in den Blick genommen. Unter anderem wird die Studie von Anderson, Emmer und Evertson (1980) vorgestellt, welche sich mit Vorgehensweisen in Bezug auf Klassenregeln von Lehrkräften beschäftigt, die ein eher erfolgreiches Classroom Management vorweisen.
Außerdem wird die Studie von Schönbächler (2006) erläutert. Schönbächler untersucht den Einfluss vom Inhalt von Regeln auf den Unterricht und das Klassengefüge.
Die Ergebnisse dieser Studien werden in dieser Hausarbeit präsentiert, kritisch beleuchtet und dann im Zuge der Beantwortung Leitfrage mit anderen Studien in Einklang gebracht.
Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT
1.1. VORSTELLUNG DES THEMAS UND DER LEITFRAGE
1.2. ÜBERSICHT ÜBER DIE GLIEDERUNG
2. WAS SIND UNTERRICHTSSTÖRUNGEN
2.1. CHARAKTERISTIKA VON UNTERRICHTSSTÖRUNGEN
2.2. AUSWIRKUNGEN VON UNTERRICHTSSTÖRUNGEN
3. REGELN ALS TEIL VON CLASSROOM MANAGEMENT
3.1. CLASSROOM MANAGEMENT
3.2. DIE NOTWENDIGKEIT VON REGELN IM CLASSROOM MANAGEMENT
4. STUDIEN ZU REGELN IM UNTERRICHT
4.1. STUDIEN ZUR NÜTZLICHKEIT VON REGELN
4.2. STUDIE ZUR GESTALTUNG VON REGELN
5. ANWENDUNG VON REGELN IM UNTERRICHT
5.1. IMPLEMENTIERUNG VON REGELN IM UNTERRICHT
5.2. INHALTE VON REGELN IM UNTERRICHT
6. FAZIT
6.1. BEANTWORTUNG DER LEITFRAGE
6.2. ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Regeln innerhalb des Classroom Managements zur Prävention von Unterrichtsstörungen, wobei zentrale Forschungsfrage lautet: Wie können Regeln zur Prävention von Unterrichtsstörungen beitragen?
- Grundlagen und Charakteristika von Unterrichtsstörungen
- Die Rolle von Regeln innerhalb des Classroom Managements
- Analyse bildungswissenschaftlicher Studien zur Nützlichkeit und Gestaltung von Regeln
- Praktische Ansätze zur Implementierung von Regelsystemen
- Einfluss der inhaltlichen Ausrichtung von Regeln auf das Klassenklima
Auszug aus dem Buch
4.2. Studie zur Gestaltung von Regeln
Schönbächler (2006) beschreibt in ihrer Studie „Inhalte von Regeln und Klassenmanagement“, dass die bildungswissenschaftliche Forschung bis zum Zeitpunkt ihrer Studie wenig oder gar keine Aufmerksamkeit auf die Gestaltung von Regeln innerhalb des Classroom Managements legte. Deswegen entwirft Schönbächler eine Untersuchung, in welcher sie über sechshundert Lehrkräfte und beinahe 1000 Schüler der 5. und 6. Klasse befragt und beobachtet.
Die Lehrkräfte und Schüler werden gebeten, die für sie jeweils wichtigsten drei Regeln aus ihrem Schulalltag anzugeben. Die genannten Regeln werden daraufhin in vier Kategorien zugeteilt, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Die erste Kategorie umfasst Regeln zum Material und Eigentum (Schönbächler, 2006, S. 262). Hierbei kann die Lehrkraft beispielsweise die Schüler dazu aufrufen, ihr eigenes und fremdes Material sorgfältig zu behandeln.
Die zweite Kategorie enthält Regeln zur Sozialen Interaktion (Schönbächler, 2006, S. 262). Ein Beispiel ist die bereits zuvor genannte Regel: „Wenn einer spricht, hören alle anderen zu“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. VORWORT: Einleitung in die Thematik der Hausarbeit sowie Darlegung der zentralen Forschungsfrage zur Prävention von Unterrichtsstörungen durch Regeln.
2. WAS SIND UNTERRICHTSSTÖRUNGEN: Definition und Kategorisierung von Unterrichtsstörungen sowie Erläuterung ihrer negativen Auswirkungen auf den Lehr-Lern-Prozess.
3. REGELN ALS TEIL VON CLASSROOM MANAGEMENT: Erörterung der Grundlagen des Classroom Managements und Begründung der Notwendigkeit von Regeln für eine effektive Klassenführung.
4. STUDIEN ZU REGELN IM UNTERRICHT: Wissenschaftliche Untersuchung und Analyse von Studien, die den Einfluss von Regeln auf den Unterrichtsalltag beleuchten.
5. ANWENDUNG VON REGELN IM UNTERRICHT: Darstellung praktischer Empfehlungen zur Implementierung und inhaltlichen Ausgestaltung von Regeln im Schulalltag.
6. FAZIT: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse, Beantwortung der Leitfrage und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Classroom Management, Unterrichtsstörungen, Klassenregeln, Prävention, Lehr-Lern-Prozess, Klassenführung, soziale Interaktion, Schulunterricht, Unterrichtsfluss, Regelimplementierung, Bildungsforschung, Schülerinteraktion, Sanktionen, Konsistenz, Unterrichtsqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Regeln im Schulunterricht als wesentliches Element des Classroom Managements zur Reduzierung von Unterrichtsstörungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit behandelt die Charakteristika von Störungen, das Konzept des Classroom Managements, wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit von Regeln sowie Strategien für deren Implementierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu ergründen, wie Regeln effektiv zur Prävention von Unterrichtsstörungen eingesetzt werden können, um einen fließenden Unterrichtsverlauf zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende bildungswissenschaftliche Studien, wie die von Anderson et al. und Schönbächler, analysiert und in den aktuellen Forschungsstand einordnet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Classroom Managements, die Auswertung von Studien zu Regelwirkungen und die konkrete Anwendung von Regelsystemen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Classroom Management, Unterrichtsstörungen, Klassenregeln, Prävention und Lehrkraftverhalten.
Warum spielt die persönliche Beziehung zur Lehrkraft eine Rolle für das Regelverständnis?
Studien zeigen, dass ein zu starker Fokus auf rein ordnungsbasierte Regeln die Beziehung zwischen Lehrkraft und Schülern belasten und somit das Auftreten von Störungen paradoxerweise fördern kann.
Was unterscheidet den OR-Typ vom SI-Typ in Schönbächlers Studie?
Der OR-Typ fokussiert sich primär auf Ordnungsregeln, während der SI-Typ Regeln zur sozialen Interaktion bevorzugt; in Klassen mit OR-Lehrkräften treten laut Studie tendenziell mehr Störungen auf.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2017, Wie können Regeln zur Prävention von Unterrichtsstörungen beitragen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356277