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Soziale Phobie im Kindes- und Jugendalter. Symptomatik, Entstehung und Repräsentation im Verhalten

Title: Soziale Phobie im Kindes- und Jugendalter. Symptomatik, Entstehung und Repräsentation im Verhalten

Term Paper , 2015 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Vladislav Tsekov (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Diese Arbeit behandelt die soziale Phobie bei Kindern und Heranwachsenden, ihre Symptomatik, Entstehung sowie Repräsentation im Verhalten und nimmt kritisch Stellung.

Angst, Scham und starkes Herzklopfen sind Begriffe, die man ungern mit Kindern verbindet. Kaum jemand kann sich vorstellen, dass es Kinder gibt, die das jeden Tag erleben, wenn sie mit ihren Mitschüler/innen umgehen. Den eigenen Fähigkeiten misstrauen, Bewertungen nicht aushalten können, soziale Situationen aktiv vermeiden etc. sind charakteristische Merkmale für eine soziale Phobie und führen zu erheblichen Beschänkungen in mehreren Bereichen des Lebens von Kindern und Jugendlichen. Die soziale Phobie hat sehr häufig ihren Beginn in der Kindheit. Daher ist es wichtig, dass sie rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird, um langfristige Schädigungen zu vermeiden.

Die soziale Phobie zeichnet sich durch eine dauerhafte und unangemessene Furcht vor sozialen oder Leistungssituationen aus. Laut des europäischen Klassifikationssystems ICD-10 (1992) wird soziale Phobie dann als Diagnose vergeben, wenn Kinder oder Jugendliche deutliche Angst haben, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, und dies aktiv vermeiden. Die Angst wird von verschiedenen Situationen ausgelöst, wie beispielsweise Essen oder Sprechen in der Öffentlichkeit, Teilnahme an kleinen Gruppen usw., und geht mit spezifischen körperlichen Reaktionen einher (Errötern, Zittern, Herzklopfen, Atembeschwerden). Typisch für die soziale Phobie ist die extreme emotionale Belastung für die Patienten und die Tatsache, dass Patienten selber wissen, dass ihre Ängste unvernünftig und übertrieben sind.

Es sollte auch berücksichtigt werden, dass Kinder weniger ausgeprägte introspektive Fähigkeiten besitzen und daher nicht immer in der Lage sind, die Ursachen für ihre Ängste und Sorgen zu benennen. Dementsprechend ist es sinnvoller, dass man indirekte Indikatoren der sozialen Phobie betrachtet, wie beispielsweise Abfall der Schulleistungen, Schulverweigerung, Trotzreaktionen und Wutanfälle sowie Vermeidung von sozialen Aktivitäten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Symptomatik und charakteristische Merkmale

3. Kognitionen

4. Verhaltensweisen

5. Epidemiologie

6. Modelle zur Ätiologie

7. Modelle zur Aufrechterhaltung: Die Rolle der Rumination

8. Kritische Stellungnahme und Ausblick in die Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Störungsbild der sozialen Phobie im Kindes- und Jugendalter mit dem Ziel, Symptomatik, Ursachen und Aufrechterhaltungsmechanismen auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu beleuchten und kritisch zu diskutieren.

  • Symptomatik und diagnostische Abgrenzung bei Kindern und Jugendlichen
  • Kognitive Verzerrungen und Informationsverarbeitung bei sozialer Angst
  • Einfluss von Sicherheitsverhalten und Rumination auf die Störungsaufrechterhaltung
  • Epidemiologische Verbreitung und Komorbidität
  • Ätiologische Faktoren: Genetische, temperamentbezogene und umweltbedingte Aspekte

Auszug aus dem Buch

Modelle zur Aufrechterhaltung: Die Rolle der Rumination

Clark und Wells (1995) haben ein Modell erstellt, um die Aufrechterhaltung der sozialen Phobie bei Erwachsenen zu erklären. Das Modell skizziert mehrere kognitive Prozesse, die als Ursache für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung erkannt wurde. Neben negativem Selbstbild, dysfunktionalen Gedanken und Sicherheitsverhalten haben beide Autoren vorgeschlagen, dass Rumination eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Störung spielt. Während der Rumination, auch bekannt als Post Event Processing, erleben Menschen die soziale Situation noch einmal im Kopf mit einem verstärkten Fokus auf die negativen Aspekte und spüren alle damit verbundenen negativen Emotionen und Kognitionen (Schäfer, Krämer, & Tuschen-Caffier, 2012).

Das Modell hat sich bei Erwachsenen so gut in der Praxis etabliert, dass es die Grundlage für kognitive Therapie bildet. Trotz der hohen Prävalenz und schwerwiegenden Folgen der sozialen Phobie im Kindes- und Jugendalter gibt es Mangel an der Forschung über die Ursachen oder Heilungen. Neuere Studien versuchen, diese Lücke zu schließen, indem sie die Gültigkeit des Modells von Clark und Wells (1995) bei Kindern überprüfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die psychischen Belastungen sozialer Phobien für Kinder und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Diagnostik und Intervention.

2. Symptomatik und charakteristische Merkmale: Dieses Kapitel definiert die soziale Phobie anhand klinischer Kriterien und erläutert sowohl körperliche Symptome als auch indirekte Indikatoren wie Schulverweigerung.

3. Kognitionen: Hier werden kognitive Verzerrungen, Aufmerksamkeitsfokus und negative Gedächtnisinhalte bei sozial ängstlichen Kindern analysiert.

4. Verhaltensweisen: Das Kapitel beschreibt typische Sicherheitsverhalten wie Vermeidungsstrategien und analysiert physiologische Angstreaktionen im Vergleich zwischen Kindern und Erwachsenen.

5. Epidemiologie: Diese Sektion bietet statistische Daten zur Verbreitung der Störung und unterstreicht deren negative Auswirkungen auf die Lebensqualität und Entwicklung.

6. Modelle zur Ätiologie: Hier werden biologische Prädispositionen, familiäre Faktoren sowie Temperamenteigenschaften als Ursachen für die Entstehung der sozialen Phobie untersucht.

7. Modelle zur Aufrechterhaltung: Die Rolle der Rumination: Das Kapitel überträgt das kognitive Modell von Clark und Wells auf Kinder und belegt die hohe Vorhersagekraft von Post-Event-Processing für soziale Ängste.

8. Kritische Stellungnahme und Ausblick in die Zukunft: Abschließend wird kritisiert, dass Modelle für Erwachsene oft ungeprüft auf Kinder übertragen werden, und es werden präventive Ansätze wie schulische Psychoedukation vorgeschlagen.

Schlüsselwörter

Soziale Phobie, Kindesalter, Jugendalter, Angststörung, Kognitive Psychologie, Rumination, Post-Event-Processing, Sicherheitsverhalten, Ätiologie, Epidemiologie, Prävention, Diagnostik, Symptomatik, Klinische Psychologie, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Symptomatik, den Ursachen und den Aufrechterhaltungsmechanismen der sozialen Phobie im Kindes- und Jugendalter auf Basis existierender Studien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der kognitiven Informationsverarbeitung, dem Sicherheitsverhalten und den ätiologischen Einflüssen wie Genetik und Erziehung.

Was ist die primäre Zielsetzung der Ausarbeitung?

Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur sozialen Phobie bei Kindern und Jugendlichen aufzuarbeiten und die Übertragbarkeit von Erwachsenenmodellen kritisch zu hinterfragen.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die relevante empirische Studien und klinische Modelle aus der Fachliteratur zusammenführt und analysiert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Symptomatik, Kognitionen, Verhaltensweisen, epidemiologische Daten sowie theoretische Erklärungsmodelle zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung.

Durch welche zentralen Schlagworte lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie soziale Phobie, Kindesentwicklung, kognitive Verzerrungen und Prävention charakterisieren.

Warum ist das "Sicherheitsverhalten" bei Kindern ein besonderes Thema?

Sicherheitsverhalten wie leises Sprechen oder Vermeidung dient kurzfristig der Angstreduktion, erschwert jedoch langfristig die soziale Anpassung und soziale Interaktion der betroffenen Kinder.

Wie unterscheidet sich die Forschung bei Kindern von der bei Erwachsenen?

Die Forschung bei Kindern ist weniger robust und oft auf Modellen aufgebaut, die primär für Erwachsene entwickelt wurden, was eine eigenständige, kindgerechte Forschung erforderlich macht.

Welche Rolle spielt die Rumination nach dem Modell von Clark und Wells?

Die Rumination fungiert als aufrechterhaltender Faktor, bei dem die betroffenen Kinder vergangene soziale Situationen negativ bewerten und dadurch ihre soziale Angst verstärken.

Welchen Ausblick gibt die Autorin hinsichtlich zukünftiger Maßnahmen?

Es wird dazu geraten, verstärkt präventive Schulprogramme anzubieten und die Forschung spezifisch an die kognitiv-emotionale Entwicklung von Kindern anzupassen.

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Details

Title
Soziale Phobie im Kindes- und Jugendalter. Symptomatik, Entstehung und Repräsentation im Verhalten
College
LMU Munich
Grade
1,0
Author
Vladislav Tsekov (Author)
Publication Year
2015
Pages
10
Catalog Number
V356502
ISBN (eBook)
9783668421615
ISBN (Book)
9783668421622
Language
German
Tags
Soziale Phobie Psychopathologie Kind Jugend Soziale Ängste Kognition Prävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vladislav Tsekov (Author), 2015, Soziale Phobie im Kindes- und Jugendalter. Symptomatik, Entstehung und Repräsentation im Verhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356502
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