In dieser Arbeit wird das anonymisierte Fallbeispiel von Herrn M. behandelt, der eine rechtsfrontale intrazerebrale Blutung (ICB) mit Ventrikeleinbruch bei hyper-tensiver Entgleisung erlitt.
Aus dem Inhalt:
1. Beschreibung des Krankheitsbildes;
2. Daten des Klienten;
3. Ergotherapeutischer Befund;
4. Ergotherapeutische Problemstellung;
5. Ergotherapeutische Zielsetzung;
6. Planung der Sichtstunde;
7. Vorschläge für weiteres ergotherapeutisches Vorgehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Beschreibung des Krankheitsbildes
1.1 Krankheitsbild
1.2 Definition
1.3 Ursachen
1.4 Risikofaktoren
1.5 Epidemiolgie
1.6 Mögliche Symptome auf Ebene der Körperfunktionen (ICF)
1.7 Zu erwartende Auswirkungen der Erkrankung auf Ebene von Aktivitäten
1.8 Medizinische Diagnostik
1.9 Medizinische Maßnahmen
2. Daten des Klienten
3. Ergotherapeutischer Befund
3.1 Ersteindruck
3.2 Äußeres Erscheinungsbild
3.3 Personenbezogene Faktoren
3.4 Aktivitäten und Teilhabe
3.4.1 Lernen und Wissensanwendung
3.4.2 Allgemeine Aufgaben und Anforderungen
3.4.3 Kommunikation
3.4.4 Mobilität
3.4.5 Selbstversorgung
3.4.6 Häusliches Leben
3.4.7 Bedeutende Lebensbereiche
3.4.8 Gemeinschaftliches, soziales und staatsbürgerliches Leben
3.5 Körperfunktionen
3.5.1 Mentale Funktionen
3.5.2 Sinnesfunktion und Schmerz
3.5.3 Neuromuskuloskeletale und bewegungsbezogene Funktionen
3.5.4 Andere Funktionen
3.6 Umweltfaktoren
3.6.1 Produkte und Technologien
3.6.2 Unterstützung und Beziehung
3.7 Evaluation des bisherigen Behandlungsverlaufes
4. Ergotherapeutische Problemstellung
5. Ergotherapeutische Zielsetzung
6. Planung der Sichtstunde
6.1 Zielsetzung für die Sichtstunde
6.2 Auswahl Aktivität / Betätigung und Art der ET-Intervention
6.3 Zeitliche / Inhaltliche Planung / Therapeutisches Verhalten
6.4 Sozialform / Methode / Medium
6.5 Material / Werkzeug / Hilfsmittel
6.6 Arbeitsplatzgestaltung
7. Vorschläge für weiteres ergotherapeutisches Vorgehen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Darstellung eines ergotherapeutischen Prozesses bei einem Klienten mit einer rechtsfrontalen intrazerebralen Blutung (ICB). Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation von alltagsrelevanten Betätigungsproblemen und die Entwicklung gezielter Kompensationsstrategien zur Wiederherstellung der Selbstständigkeit im häuslichen und beruflichen Umfeld.
- Analyse der Auswirkungen einer ICB auf Körperfunktionen und Teilhabe nach der ICF.
- Erstellung eines ergotherapeutischen Befundes basierend auf dem Canadian Occupational Performance Measure (COPM).
- Planung und Begründung einer betätigungsbasierten Intervention (Kartoffelgratin-Vorbereitung).
- Entwicklung von SMARTI-formulierten Zielsetzungen zur Förderung der Selbstständigkeit.
- Einsatz neurophysiologischer Behandlungsansätze zur Förderung der Neuroplastizität.
Auszug aus dem Buch
1.2 Definition
Unter einer ICB versteht man eine venöse oder arterielle Blutung im inneren des Hirnschädels und im Bereich des Gehirngewebes. Durch die Blutung wird das Hirngewebe komprimiert bzw. geschädigt. Durch die Schädigung kommt es zu Funktionsstörungen des betroffenen Gebietes und schließlich zum Absterben des Gewebes selbst. Speziell auf meinen Klienten bezogen handelt es sich um eine Parenchymblutung. Eine Parenchymblutung entsteht dann wenn, es innerhalb der Pia mater zum Platzen eines Gefäßes kommt. Bei Ventrikeln handelt es sich um spezielle Hohlräume im Gehirn, in dem sich der Liquor befindet. Wenn es durch eine Blutung zu Veränderungen der Ventrikel kommt, kann es zu einem Ventrikeleinbruch kommen. Eine hypertensive Entgleisung ist ein abnormer Anstieg des systolischen Blutdrucks. Eine hypertensive Entgleisung kann sich innerhalb von wenigen Stunden entwickeln. In der Regel treten Symptome wie starke Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung des Krankheitsbildes: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen einer intrazerebralen Blutung (ICB), deren Ursachen, Symptomatik und die medizinisch-diagnostischen Maßnahmen.
2. Daten des Klienten: Hier werden die biografischen Daten, das Hauptbehinderungssyndrom sowie die soziale und berufliche Anamnese des 48-jährigen Patienten dargestellt.
3. Ergotherapeutischer Befund: Dieses umfangreiche Kapitel detailliert den aktuellen Leistungsstand des Klienten in den Bereichen Aktivitäten, Teilhabe und Körperfunktionen unter Berücksichtigung von Stärken und Barrieren.
4. Ergotherapeutische Problemstellung: Basierend auf dem COPM werden zwei spezifische Betätigungsprobleme identifiziert und einer differenzierten Analyse (physisch, kognitiv, affektiv, Umwelt) unterzogen.
5. Ergotherapeutische Zielsetzung: Festlegung der therapeutischen Ziele, die im Anhang in einer detaillierten Tabelle nach SMARTI-Kriterien operationalisiert werden.
6. Planung der Sichtstunde: Detaillierte Ausarbeitung der therapeutischen Intervention, inklusive Zielsetzung, zeitlicher Planung, Methodik und Arbeitsplatzgestaltung.
7. Vorschläge für weiteres ergotherapeutisches Vorgehen: Ausblick auf notwendige zukünftige Schwerpunkte, wie die ADL-Verbesserung und die Beratung der Angehörigen zur Förderung der Eigenaktivität.
Schlüsselwörter
Ergotherapie, Neurologie, Intrazerebrale Blutung, ICB, Hemiparese, ICF, Betätigungsprobleme, COPM, ADL-Training, Neurophysiologie, Rehabilitation, Kompensationsstrategien, Kartoffelgratin, Selbstständigkeit, Eigenaktivität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert den ergotherapeutischen Behandlungsverlauf eines Klienten nach einer rechtsfrontalen intrazerebralen Blutung (ICB).
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Befunderhebung nach der ICF, der Identifikation von ADL-Problemen, der Planung einer Sichtstunde und der Ableitung spezifischer Kompensationsstrategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch eine betätigungsbasierte Intervention die Selbstständigkeit des Klienten in bedeutungsvollen Alltagshandlungen, wie der Mahlzeitenzubereitung, nachhaltig zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt das Canadian Occupational Performance Measure (COPM) zur Befundung und orientiert sich am neurophysiologischen Behandlungsansatz sowie den SMARTI-Kriterien für die Zielformulierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Befundung des aktuellen körperlichen und kognitiven Status, die Analyse von Betätigungsproblemen sowie die konkrete Planung einer therapeutischen Sichtstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Ergotherapie, ICB, Hemiparese, ICF, ADL-Training und Neurophysiologie.
Warum ist die Beratung der Lebensgefährtin ein integraler Bestandteil der Therapie?
Da die Lebensgefährtin viele Alltagsaufgaben übernimmt, besteht die Gefahr einer passiven Rolle des Klienten; die Beratung ist notwendig, um seine Eigenaktivität und damit seine Rehabilitation zu fördern.
Wie wird in der Sichtstunde mit der Einschränkung des Klienten umgegangen?
Die Intervention setzt auf Kompensationsstrategien und den Einsatz spezifischer Hilfsmittel wie ein Einhänderbrettchen, um die eingeschränkte Funktionalität der linken Hand auszugleichen.
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- Stefan Wolff (Author), 2017, Praxisbericht Ergotherapie aus dem Fachbereich Neurologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356544