In der vorliegenden Hausarbeit soll die Forschungsfrage „Kann man Kindern das Glück antrainieren/ anerziehen?“ ergründet und beantwortet werden. Hierzu wird zunächst eine Beschreibung von dem erwachsenem Glück und dem kindlichem Glück vorgenommen. In der Folge sollen verschiedene Aspekte aus unterschiedlichen Lebensbereichen daraufhin untersucht werden, inwiefern sie zum kindlichen Glück beitragen. An dieser Stelle soll vor allem auf die Eltern - Kind - Beziehung Bezug
genommen werden. Anschließend wird das Glück der Kinder durch verschiedene Handlungen von Märchen betrachtet. Hierbei wird das Beispiel Hänsel und Gretel zur näheren Verdeutlichung herangezogen. Daraufhin wird ergründet, ob das Glück in der Kindheit die Zukunft der Kinder beeinflussen kann. In einem Fazit werden wichtige neugewonnene Aspekte präzise zusammengefasst sowie die Forschungsfrage beantwortet.
Als Grundlagenliteratur dient das Buch „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ von Jean Liedloff so wie Anton Buchers Werk „Was Kinder glücklich macht.“. Des Weiteren werden Bruno Bettelheims Buch „Kinder brauchen Märchen“ und „Allererste Liebe“ von Anne-Ev Ustorf zur Bearbeitung miteinbezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Definition von Glück bei Erwachsenen und Kindern
3. Faktoren, die das Glück der Kinder steuern
4. Das Märchen und Glück
4.1. Eine Erläuterung durch das Märchen „Hänsel und Gretel“
5. Kann das Glück in der Kindheit die Zukunft der Kinder beeinflussen?
6. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Forschungsfrage, ob Glück bei Kindern gezielt antrainiert oder anerzogen werden kann. Dabei wird analysiert, wie sich das Glücksempfinden von Erwachsenen und Kindern unterscheidet, welche Faktoren – insbesondere familiäre Einflüsse und soziale Kontexte – das kindliche Glück fördern und welche spezifische Rolle Märchen bei der kindlichen Bewältigung von Ängsten und der Suche nach Glück spielen.
- Vergleich der Definitionen von Glück bei Erwachsenen und Kindern
- Analyse der Einflussfaktoren auf das Glücksempfinden im Kindesalter
- Die psychologische Bedeutung von Märchen zur Problemlösung
- Exemplarische Fallstudie des Märchens "Hänsel und Gretel"
- Langzeitwirkung einer glücklichen Kindheit auf die Zukunftsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
4. Das Märchen und Glück
Kinder entdecken die Welt jeden Tag neu. Sie besitzen hierbei eine andere Sichtweise als Erwachsene. Das fünfjährige Kind erlebt die Welt als etwas Magisches und ist wiederkehrend erstaunt über die kleinen und großen Phänomene auf der Erde. Mit den neuen, ungewissen Erfahrungen, die das Kind täglich macht, gehen Ängste und Unsicherheiten einher. Märchen sind hier der wesentliche Faktor zur Bewältigung dieser. Sie handeln von Bedrohungen und Situationen, in die sich das Kind hineinversetzen kann. In der Handlung des Märchens nehmen die psychologischen Phänomene Symbolgestalt an. Es entstehen Gestalten, an denen Kinder ihre Angst fixieren können. Märchen helfen Kindern mit ihren Ängsten, die für Erwachsene meist irreale erscheinende Ängste verkörpern, umzugehen. Es zeigt ihnen, wie sie in Situationen handeln können und reflektiert eine Entlastung der durch die Ängste entstehenden Spannungen.
Wenn der Held zu Beginn in großer Gefahr ist, in seiner körperlichen und moralischen Existenz bedroht wird und sich aus einer gefährlichen Situation rettet, adaptieren sie diese Handlung und lernen dazu. Die Kinder fühlen sich meist genau wie der Held. Sie sehen das Leben als Gefahr, auch wenn sie in mit günstigen Umständen aufwachsen. Durch die Problemlösungen, die sie durch das Märchen vermittelt bekommen, wirkt es als ob ihr Leben erleichtert wurde. Somit ist festzuhalten, dass das Märchen für Kinder Wege zur Problemlösung vermittelt und sogar ein mit einhergehendes „glückliches Ende“ verspricht. Durch enthaltene unbewusste und bewusste Aussagen vieler Menschen, kann das Märchen über Generationen hinaus weitererzählt und mit großem Interesse aufgenommen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Glück ein, differenziert sprachlich zwischen Glück und Zufriedenheit und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Erziehbarkeit von kindlichem Glück.
2. Die Definition von Glück bei Erwachsenen und Kindern: Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen Perspektiven auf Glück gegenüber, wobei bei Kindern vor allem momentane Erlebnisse, Familie und positive Erfahrungen im Fokus stehen.
3. Faktoren, die das Glück der Kinder steuern: Es werden zentrale Einflussfaktoren wie familiäre Bindung, Lob, Anerkennung, das soziale Umfeld sowie Sport und Hobbys als Glücksquellen für Kinder herausgearbeitet.
4. Das Märchen und Glück: Das Kapitel erläutert die psychologische Funktion von Märchen als Mittel zur Angstbewältigung und zur Vermittlung von Problemlösungsstrategien für Kinder.
4.1. Eine Erläuterung durch das Märchen „Hänsel und Gretel“: Anhand dieses spezifischen Beispiels wird aufgezeigt, wie Kinder sich mit Märchenfiguren identifizieren und durch deren Erfahrungen ihre eigene Autonomie und Trennungsängste verarbeiten.
5. Kann das Glück in der Kindheit die Zukunft der Kinder beeinflussen?: Es wird untersucht, inwieweit eine glückliche Kindheit als Basis für eine positive Lebensbewältigung im späteren Erwachsenenalter dient.
6. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage mit dem Ergebnis, dass Glück nicht direkt erziehbar ist, aber durch ein unterstützendes Umfeld und positive Erfahrungen sowie Märchen begünstigt werden kann.
Schlüsselwörter
Glück, Kindheit, Erziehung, Familie, Märchen, Angstbewältigung, Identifikation, soziale Entwicklung, Eltern-Kind-Beziehung, Lebenszufriedenheit, Geborgenheit, Selbstvertrauen, psychologische Entwicklung, Kindeswohl, Zukunftsorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Voraussetzungen und Bedingungen, die das Glücksempfinden von Kindern prägen und maßgeblich beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Kernbereichen zählen die psychologische Definition von Glück, die Rolle der Familie, die Bedeutung sozialer Kontakte sowie die therapeutische Funktion von Märchen für Kinder.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob man Kindern das Glück gezielt antrainieren oder durch Erziehung vermitteln kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer Fachwerke sowie auf empirische Umfragen zum Thema Glück aus der Grundlagenliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung von Glücksdefinitionen, die Untersuchung von Einflussfaktoren im familiären Umfeld und eine tiefgehende Analyse der Symbolkraft von Märchen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Kindheit, Glück, Familie, Erziehung und Märchentherapie.
Welche Rolle spielt das Märchen "Hänsel und Gretel" für das Glück von Kindern?
Das Märchen dient Kindern als Identifikationsmodell, um Ängste zu bewältigen und zu lernen, wie sie auch in schwierigen Situationen Stärke und Autonomie erlangen können.
Kann man laut der Autorin Glück erlernen?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Glück nicht direkt anerzogen werden kann, wohl aber Rahmenbedingungen geschaffen werden können, die es dem Kind erleichtern, Glück zu erfahren.
- Citar trabajo
- Elisa Matz (Autor), 2014, Erziehung zum Glück. Kann man Kindern das Glücklichsein beibringen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356548