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Wie abhängig ist die westliche Zivilisation von der reibungslosen Versorgung durch Supermärkte?

Stabilität bzw. Fragilität der Supermarktwelten unter Einbeziehung der Lebensmittelskandale der letzten Jahre

Titre: Wie abhängig ist die westliche Zivilisation von der reibungslosen Versorgung durch Supermärkte?

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 19 Pages , Note: 2,2

Autor:in: Tanja Heckl (Auteur)

Sociologie - Consommation et Publicité
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Dass ein jeder Mensch auf Erden Zugang zu ausreichend Nahrung haben soll, erscheint selbstverständlich. Rein theoretisch ist dieses Ziel durchführbar, in der Realität scheitert dies aber an den verschiedensten Faktoren. Auch findet die Lebensmittelversorgung auf der ganzen Welt auf unterschiedliche Art und Weise ab. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen sich die Menschen weltweit mittels Selbstversorgung mit Lebensmitteln eindeckten oder diese gegen andere Güter tauschten, gibt es heute enorme Unterschiede zwischen einzelnen Ländern, beziehungsweise Regionen. Erst im Zuge der Industrialisierung wurde es möglich bestimmte Güter international zu vertreiben, wodurch es zu großen Unterschieden zwischen der westlichen Welt und anderen Teilen der Erde kommen konnte. Diese Unterschiede machen sich unter anderem insbesondere in der Lebensmittelversorgung erkennen. Die westliche Ernährung wird bestimmt durch große Supermarktketten und den Kampf um den günstigsten Anbieter. Dieses höchst komplexe System lässt sich als Supermarktwelt bezeichnen. Diese Supermarktwelt ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und wird in einem späteren Teil dieser Arbeit beschrieben. Sie bestimmt genau über die Lebensmittelversorgung, da wie zuvor bereits erwähnt heutzutage kaum noch ein Mensch als Selbstversorger eintritt. Wir haben die Möglichkeit zu jeder Jahreszeit jegliche Lebensmittel zu kaufen, Äpfel im Winter, Erdbeeren im Frühling und Orangen das ganze Jahr. Selbstverständlich importiert. Wir als Konsumenten müssen uns somit keinerlei Einschränkungen anpassen und können uns stets auf den Supermarkt als Versorger von Millionen von Menschen verlassen. Da der Supermarkt als solcher jedoch von den verschiedensten Bedingungen beeinflusst wird, macht dieser sich zu einem leicht angreifbaren Punkt. Dies wiederum macht auch uns als Konsumenten angreifbarer, als wir es wahrscheinlich vermuten.
Was würde uns erwarten, wenn es zu Angriffen, Ausfällen oder Änderungen innerhalb dieses Supermarktsystems kommen würde? Ist die reibungslose Versorgung durch Supermärkte immer gewährleistet? Mit diesen und weiteren Fragen wird sich die anschließende Arbeit beschäftigen und versuchen Antworten zu finden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Supermarktwelten

3. Fragilität der Supermärkte durch Lebensmittelskandale

3.1 Pferdefleischskandal

3.2 EHEC-Krise

3.3 Bedeutung der Fragilität beziehungsweise Stabilität für den Konsumenten

4. Mögliche Auswege aus Supermarktwelt

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Abhängigkeit der westlichen Zivilisation von der Versorgung durch Supermärkte und analysiert, wie stabil oder fragil dieses komplexe System gegenüber externen Störungen und Lebensmittelskandalen ist.

  • Struktur und Komplexität moderner Supermarktwelten
  • Anfälligkeit der Lebensmittelversorgung durch technische Ausfälle
  • Analyse vergangener Lebensmittelskandale (Pferdefleisch, EHEC)
  • Rolle des Vertrauensverhältnisses zwischen Konsument und Handel
  • Potenziale von Urban Gardening als alternative Versorgungsstrategie

Auszug aus dem Buch

3.1 Pferdefleischskandal

Anfang 2013 sorgte der Pferdefleischskandal für Aufruhr. Anstelle von Rindfleisch wurde hier Pferdefleisch verarbeitet. Insbesondere waren Fertigprodukte davon betroffen, wie Tiefkühllasagne oder Ähnliches. Da Pferdefleisch jedoch keinesfalls kostengünstiger ist, als das entsprechende Rindfleisch bestand hier der Verdacht, dass es sich um Fleisch von besonders minderer Qualität handelte, also beispielsweise bereits schlecht war oder eine hohe Medikamentenbelastung aufwies. Warum sonst hätten die Unternehmen sonst zum Pferdefleisch greifen sollen? Der Verdacht der hohen Medikamentenbelastung bewahrheitete sich nach Abschluss der Untersuchungen jedoch nicht, die Gründe für die Tat bleiben somit unklar.

Die Unternehmen die das Pferdefleisch unter das Rindfleisch mischten stammten aus Frankreich und den Niederlanden. Der Pferdefleischskandal zog jedoch weitaus breitere Kreise, über diese beiden Länder hinaus, da die beiden Unternehmen zahlreiche Supermärkte in ganz Europa belieferten. Innerhalb der Bevölkerungen kam es zu zahlreichen Aufständen und Empörungen wegen der beschriebenen Geschehnisse. Selbstverständlich machte sich Unsicherheit unter den Konsumenten entsprechender Produkte breit, da diese nachträglich kaum feststellen konnten, ob auch sie unwissend Pferdefleisch zu sich genommen haben.

Es zeigt sich also, dass wir Konsumenten innerhalb der westlichen Zivilisation „[…] den Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie fast wehrlos ausgesetzt sind.“ (Preuk1 2013) Da der Einkauf im Supermarkt, wie bereits zuvor beschrieben, ein gewisses Maß an Vertrauen voraussetzt, haben die Konsumenten auch in diesem Fall geglaubt zu wissen, was sie konsumieren. Dies war jedoch nicht der Fall.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Lebensmittelversorgung, die hohe Abhängigkeit vom Supermarkt als zentralem Versorger und die daraus resultierende Verletzlichkeit der Konsumenten.

2. Supermarktwelten: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von Szenarien wie Stromausfällen die enorme Komplexität und Abhängigkeit der Produktions- und Lieferketten vom Supermarktregal.

3. Fragilität der Supermärkte durch Lebensmittelskandale: Das Kapitel analysiert, wie kriminelle Praktiken und Qualitätsmängel das Vertrauen der Konsumenten erschüttern und die strukturelle Fragilität der Nahrungsmittelbranche offenbaren.

3.1 Pferdefleischskandal: Untersuchung der Hintergründe und Auswirkungen dieses Skandals, der die Mängel in den Kontrollmechanismen der Produktionskette aufzeigte.

3.2 EHEC-Krise: Aufarbeitung der EHEC-Epidemie, bei der falsch beschuldigte Akteure unter dem Druck der öffentlichen Anschuldigungen litten, während die tatsächliche Ursache lange ungeklärt blieb.

3.3 Bedeutung der Fragilität beziehungsweise Stabilität für den Konsumenten: Erörterung des Spannungsfeldes zwischen der Stabilität der Lebensmittelverfügbarkeit und dem notwendigen, aber riskanten Vertrauen der Konsumenten.

4. Mögliche Auswege aus Supermarktwelt: Das Kapitel stellt Urban Gardening als einen Ansatz vor, um Souveränität zurückzugewinnen und eine bewusstere Beziehung zur Nahrungsmittelproduktion aufzubauen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Abhängigkeit der westlichen Gesellschaft, hinterfragt die Veränderbarkeit von Essgewohnheiten und plädiert für ein Umdenken hin zu Qualität und regionaler Wertschätzung.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Belege.

Schlüsselwörter

Supermarkt, Lebensmittelversorgung, Fragilität, Stabilität, Lebensmittelskandal, Pferdefleischskandal, EHEC-Krise, Konsumentenverhalten, Abhängigkeit, Industrialisierung, Urban Gardening, Vertrauen, Produktionskette, Nahrungsmittelindustrie, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Abhängigkeit der modernen westlichen Gesellschaft von der reibungslosen Versorgung durch Supermärkte und analysiert deren Stabilitätsgrenzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die industrielle Lebensmittelproduktion, die Auswirkungen von Störungen in der Lieferkette und das Vertrauensverhältnis der Verbraucher.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie abhängig die westliche Zivilisation von Supermärkten ist und wie anfällig dieses System gegenüber internen und externen Krisen reagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Analyse von Fallbeispielen, um strukturelle Fragilitäten im Lebensmittelsektor aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die logistischen Abhängigkeiten des Supermarktsystems, die Analyse vergangener Lebensmittelskandale sowie das Konzept des Urban Gardenings als Ausweg detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Lebensmittelversorgung, Fragilität, Supermarktwelten, Lebensmittelskandale und Konsumentensouveränität.

Warum wird das Konzept des Urban Gardenings im Kontext der Supermarktkritik diskutiert?

Urban Gardening wird als Gegenentwurf betrachtet, um die totale Abhängigkeit vom industriellen Handel zu verringern und die Wertschätzung für Nahrungsmittel zu steigern.

Wie verändern Lebensmittelskandale das Verhalten der Konsumenten langfristig?

Die Arbeit stellt fest, dass sich das Kaufverhalten zwar kurzfristig ändert, aber langfristig oft in alte Muster zurückfällt, da den Konsumenten faktisch wenig Alternativen bleiben.

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Résumé des informations

Titre
Wie abhängig ist die westliche Zivilisation von der reibungslosen Versorgung durch Supermärkte?
Sous-titre
Stabilität bzw. Fragilität der Supermarktwelten unter Einbeziehung der Lebensmittelskandale der letzten Jahre
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Note
2,2
Auteur
Tanja Heckl (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
19
N° de catalogue
V356554
ISBN (ebook)
9783668422452
ISBN (Livre)
9783668422469
Langue
allemand
mots-clé
zivilisation versorgung supermärkte stabilität fragilität supermarktwelten einbeziehung lebensmittelskandale jahre
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tanja Heckl (Auteur), 2014, Wie abhängig ist die westliche Zivilisation von der reibungslosen Versorgung durch Supermärkte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356554
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Extrait de  19  pages
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