Kann der Gabentausch nach Marcel Mauss moralisch sein?

Betrachtung der Tauschtheorie nach Mauss unter Einbeziehung der Moraltheorien von Schopenhauer und Kant


Bachelorarbeit, 2016

58 Seiten, Note: 1,2


Leseprobe

Inhaltsübersicht

1 Problemstellung

2 Begriffliche Einordnung des Gabentausches

3 Gabentausch nach Marcel Mauss
3.1 System der totalen Leistungen
3.2 Potlatsch-Fest als Gabentauschsystem
3.3 Kula-Ring als Gabentauschsystem
3.4 Abgrenzung der Gabentauschsysteme Potlatsch und Kula
3.5 Die drei Verpflichtungen der Gabe
3.6 Hau als Grundlage der Gegengabe
3.7 Zusammenfassung

4 Moral als Handlungsmotiv
4.1 Definitorische Erklärung des Moralbegriffes
4.2 Moraltheorie nach Schopenhauer
4.3 Moraltheorie nach Kant
4.4 Kategorischer Imperativ nach Kant

5 Analytische Betrachtung von Gabentausch und Moral
5.1 Moral bei Marcel Mauss
5.2 Anwendung von Schopenhauers Moraltheorie auf Mauss´ Gabentausch
5.3 Anwendung von Kants Moraltheorie auf Mauss´ Gabentausch
5.4 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Problemstellung

Die Welt wie wir sie kennen, wäre ohne den Austausch von Waren, Dienstleistungen und Gefälligkeiten kaum vorstellbar. Ein Großteil unseres Lebens wird durch Arbeit bestimmt. Waren müssen hergestellt und verkauft werden. Personal muss ausgebildet und verwaltet werden. Nach getaner Arbeit werden die Einkäufe erledigt, Geburtstage gefeiert und Freundschaften geschlossen. All diese doch so unterschiedlichen Ereignisse haben einen gemeinsamen Nenner, den des Tausches. Der Arbeitnehmer verrichtet in seiner Lebenszeit die verschiedensten Aufgaben und bekommt für diese den entsprechenden Lohn. Während dieser Arbeitszeit werden jegliche Waren hergestellt, Dienstleistungen erbracht und alle weiteren Aufgaben erfüllt, die für unser alltägliches Leben notwendig sind. Der Arbeitnehmer tauscht also indem er bestimmte Arbeiten erledigt seine Lebenszeit in Geld ein. Geld stellt an dieser Stelle jedoch kein Tauschmittel, sondern ein Zahlungsmittel dar. Die Arbeit jedoch ist ein Tauschmittel. (Vgl. Türk 1987, 188) Der Arbeitnehmer ist nach verrichteter Arbeit darauf angewiesen seine Lebensmittel in einem Supermarkt einzukaufen, seine Haare in einem Friseursalon schneiden zu lassen oder sich Rechtsberatung bei einem Anwalt zu holen. Die Voraussetzung für jede der aufgeführten Aktionen ist jedoch eine entsprechende Entlohnung von Seiten des Arbeitnehmers. In unserer Gesellschaft erfolgt diese Entlohnung meist mithilfe von monetären Mitteln. An dieser Stelle findet erneut ein Tausch statt. Der Arbeitnehmer tauscht Geld gegen eine bestimmte Ware oder Dienstleistung. Im Laufe eines Tages kommt es so immer wieder zu den verschiedensten Tauschgeschäften. Diese sind nötig um unser Leben zu ermöglichen. Lebenszeit wird gegen Geld getauscht, Geld wird gegen Waren eingetauscht, welche wiederum von einem anderen Menschen gegen Geld hergestellt wurden – Ein Kreislauf der immerwährend fortgeführt werden kann. Innerhalb dieses Kreislaufes spielen jedoch auch eine Vielzahl von weiteren Faktoren eine Rolle, die sich alle auf unterschiedliche Tauschgeschäfte stützen. Geburtstagsfeiern beispielsweise sind kaum vorstellbar ohne das Verschenken von Geschenken. Hierbei kann das Geschenk gegen verschiedene Gegenleistungen getauscht werden. Freut sich der Beschenkte über das Geschenk, ist zu vermuten, dass sich die Beziehung zwischen dem Schenkendem und dem Empfänger vertieft und ihre Freundschaft stärker wird. Das Geschenk wird demnach gegen eine verbesserte Beziehung zwischen den beiden am Tausch beteiligten Menschen eingetauscht. Da Geburtstage oftmals von einer Feier begleitet werden, könnte der Tausch auch an dieser Stelle greifen. Das Geschenk würde als Entlohnung für die Geburtstagsfeier getauscht werden. Ein weiteres Tauschgeschäft könnte sich auf eine Gegengabe in der Zukunft beziehen. Lädt der Schenkende den Beschenkten ebenfalls zu seiner eigenen Geburtstagsfeier ein, ist zu erwarten, dass auch dieser ein Geschenk mitbringt. So würde ein Geschenk gegen ein Geschenk eingetauscht werden. Es zeigt sich, dass die Art des Tausches in sämtlichen Bereichen des Lebens vorhanden ist und das Tauschgeschäft als solches auf die verschiedensten Arten stattfinden kann. In Die Gabe zeigt Mauss verschiedene Formen des Austausches auf. Er erklärt das System in welchem sich der Austausch bewegt und weist auf die unterschiedlichen Bedeutungen für die Menschen die am Austauschprozess beteiligt sind hin. In meiner folgenden Arbeit möchte ich mich zunächst auf eben diesen Aspekt beziehen. Ich werde die verschiedenen Formen des Austausches nach Mauss erklären und auf ihre Besonderheiten analysieren. Insbesondere werde ich auf die Intentionen eingehen, aus denen es zu den verschiedenen Gaben kommt. An dieser Stelle möchte ich noch einen weiteren Aspekt einfließen lassen, nämlich den der Moral.

Nach Marcel Mauss ist jedes Tauschsystem gleichzeitig ein System der Ehre und besteht in dieser Form auch heute noch. Ein bestimmter Code deklariert was mit einer einzelnen Person verbunden ist und das Innerste der entsprechenden Person bewegt, sobald es berührt wird. Grund dafür ist die „[…] Vermischung der Seelen mit den Dingen […]“ (Waltz 2006, 85). Eben dieser Aspekt wird im weiteren Teil meiner Arbeit bei der Betrachtung der Verpflichtung zur Gegengabe betrachtet. Es spielt eine zentrale Rolle zur Erklärung der Gabe. Mauss nutzt die Erklärung der Vermischung zwischen Seele und Dingen um begreiflich zu machen aus welchem Grund es überhaupt zu Gegengaben kommt. Ein weiterer Grund, welcher ebenfalls zu einer Gegengabe führen kann, ist die Moral. In einigen Fällen ist es sogar denkbar, dass sie den entscheidenden, auslösenden Faktor der ersten Gabe darstellt. Denken wir beispielsweise an kleine Gefälligkeiten in unserem Alltag. Mehrmals die Woche kommen wir in die Situation in der wir unseren Kollegen einen Kaffee ausgeben, eine Flasche Wein zu einer Essenseinladung mitbringen oder Geschenke auf Geburtstagsfeiern verteilen. Der Grund aus dem diese und ähnliche Gaben entstehen, ist oft nicht ganz eindeutig. In den meisten Fällen kommt es jedoch zu einer Gegengabe, indem beispielsweise der Kollege den nächsten Kaffee bezahlt, Freunde ebenfalls Wein zu einem Essen mitbringen und Geschenke am eigenen Geburtstag mitgebracht werden. (Vgl. Buß 1995, 77f) Eine häufig schnell gefundene Erklärung für solches Verhalten bezieht sich auf die Moral. Dabei wird das moralische Gewissen als Grund genannt, aus dem Gaben auf der einen Seite überhaupt gemacht und auf der anderen Seite erwidert werden. Nach der eingehenden Betrachtung mit der Gabe, sowie der Gegengabe als solcher und dem Austauschprozess nach Marcel Mauss werde ich mich zunächst zwei verschiedenen Moraltheorien widmen. Zum einen der Moraltheorie von Arthur Schopenhauer und zum anderen den Ansichten Kants gegenüber der Moral. Ich werde beide Theorien vorstellen und im Anschluss daran prüfen inwiefern die Gabe nach Mauss unter den jeweiligen Aspekten moralisch sein kann.

Allgemein bildete die Gabe eine Grundstruktur der sozialen Ordnung. Diese Grundstruktur war für eine lange Zeit gültig, wurde jedoch vom Warentausch abgelöst, (Vgl. Waltz 2006, 96) wobei der Gabentausch an sich viel komplexer ist, als der Warentausch. (Vgl. Waltz 2006, 147) Das System des Gabentausches war entscheidend und durchdringend im wirtschaftlichen, sowie dem sozialen Leben, genau wie heutzutage der Tauschhandel in beiden Bereichen eine entscheidende Rolle spielt. Das System der Gabe und der Verpflichtung zur Gegengabe bilden den Grundstein jeglichen Handels. Aus ihm entwickelte sich der Tauschhandel, der Kauf und Verkauf, sowie das Darlehen. (Vgl. Mauss 2013 a, 84) Mauss beschreibt den Gabentausch als archaische Form des Austausches. In archaischen Gesellschaften in denen er angesiedelt ist, ist der Austausch von Geschenken dabei ein charakteristisches Merkmal. Noch nicht erreicht sind jedoch reine Individualmärkte, Geldmärkte, der Verkauf, feste Preise, sowie gewogenes und gemünztes Geld. (Vgl. Mauss 2013 a, 119)

Der Austausch nach Mauss beruht immer auf einer freiwilligen Basis, welcher dennoch gleichzeitig ein verpflichtender Charakter innewohnt. Ein besonders wichtiger Aspekt dabei ist, dass die Gabe von den am Gabentausch teilnehmenden Akteuren als eine Art Geschenk verstanden wird und nicht als eine Bezahlung von Schulden. Jedoch stellt die Gabe genau dies dar. Sie ist eine Bezahlung. (Vgl. Mauss 2013 b, 183) Diese primitive Form von „[…] notwendigen, weder freiwilligen noch rein wirtschaftlichen Austauschformen […]“ (Mauss 2013 b, 182) wird von Mauss als totale Leistung angesehen. An diesem Punkt ist interessant, dass sich diese Form in der westlichen Gesellschaft kaum noch wiederfinden lässt. Vorher festgelegte Verträge regeln alles, was bei den totalen Leistungen offenbleibt. Kaufe ich meine Lebensmittel ein, ist klar absehbar wo die Beziehung zwischen dem Supermarktpersonal und mir beginnt und wo die Beziehung wieder endet. Sie beginnt, wenn ich den Supermarkt betrete und endet wenn ich meine Lebensmittel eingekauft habe und den Supermarkt wieder verlasse. (Vgl. Kutsch 1997, 51) In Gesellschaften ohne Markt ist dies nicht so klar zu erkennen. Hier erfolgt der Austausch von Mensch zu Mensch. (Vgl. Mauss 2013 b, 182)

Der Tausch jeglicher Art ist oftmals mit bestimmten Ritualen verbunden. Zum Beispiel läuft das Weihnachtsfest und dabei der Austausch der Geschenke in den meisten Familien jedes Jahr ähnlich ritualisiert ab. Und auch ein einfacher Einkauf im Supermarkt kann auf eine ähnliche Art und Weise ritualisiert ablaufen. Ritualen als solchen kommt im Rahmen des Tausches eine besondere Aufgabe zu. Durch die Einbettung des Tausches, welcher Art auch immer, in ein Ritual, wird gewährleistet, dass das Tauschobjekt auch als solches erkannt wird. (Vgl. Hillebrandt 2009, 145) Insbesondere beim Gabentausch spielen die Rituale in die der Tausch eingebettet ist, eine tragende Rolle. Eine tiefergehende Betrachtung des Gabentausches und einzelner Aspekte erfolgt in den weiteren Kapiteln.

Wichtig zum Verständnis der Forschungsfrage ist, dass sämtliche Tauschsysteme auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit beruhen. (Vgl. Molitor 1980, 11) Ohne einen kooperierenden Tauschpartner könnte lediglich ein einseitiger Tausch stattfinden und würde somit überhaupt keinen Tausch mehr darstellen. Diese Arbeit zieht nun den Faktor der Moral hinzu, um zu betrachten, ob moralische Werte als Grund beziehungsweise Auslöser für eben solche Gegenseitigkeit in Frage kommen.

Die vorliegende Arbeit wird sich zunächst mit dem Gabentausch nach Marcel Mauss befassen. Im Zuge dessen wird zunächst eine Einordnung in das vorliegende System stattfinden, anschließend werden zwei von Mauss beschriebene Gabentauschsysteme, der Potlatsch und der Kula erklärt. Um die Besonderheiten beider Tauschsysteme besser erfassen zu können, erfolgt im Anschluss eine Abgrenzung dieser beiden. Danach werden die drei Verplfichtungen als Charakteristik des Gabentausches betrachtet. In einer Zusammenfassung werden die wichtigsten Aspekte herausgearbeitet. Es folgt der Faktor der Moral als zweiter Hauptbestandteil dieser Arbeit. Nach einer definitorischen Erklärung des Moralbegriffes werden die Moraltheorien von Schopenhauer und Kant erläutert. Abschließend mündet die Arbeit in einer analytischen Betrachtung von Gabentausch und Moral, wobei die Frage geklärt wird, ob dem Gabentausch so wie Mauss ihn beschreibt, moralische Werte im Sinne der beiden vorgestellten Moraltheorien beigemessen werden können.

2 Begriffliche Einordnung des Gabentausches

Der Tausch allgemein lässt sich in zwei verschiedene Arten unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es den ökonomischen Tausch, auf der anderen Seite den sozialen (zeremoniellen) Gabentausch. (Vgl. Hillebrandt 2009, 126) Im folgenden Abschnitt werde ich beide Arten beschreiben, auf ihre Unterschiede eingehen und ihre Rolle in Bezug auf die Gabe nach Marcel Mauss beschreiben.

Die Gabe nach Marcel Mauss bildet die Grundstruktur jeglicher sozialer Ordnung. Eben diese sich durch die Gabe produzierende Ordnung war lange Zeit vorherrschend, ist es in der heutigen Zeit jedoch nicht mehr. Sie wurde vom Warentausch und dem Handel, wie wir ihn noch heute kennen, abgelöst. (Vgl. Waltz 2006, 96) Zum Grundverständnis jeglicher Tauschsysteme ist es von besonderer Bedeutung zu beachten, dass der jeweilige Kulturkreis einen enormen Einfluss auf die Einbettung des Systems hat. (Vgl. Goethe Universität)

Beginnen werde ich nun mit der Beschreibung des ökonomischen Tauschs. Der ökonomische Tausch beschreibt den Austausch von Waren. Hierbei ist es egal, um welche Art von Ware es sich handelt. In der heutigen Zeit erfolgt der Warentausch größtenteils gegen einen festgelegten Geldbetrag. Der Warentausch zeichnet sich besonders dadurch aus, dass Ware und das entsprechende, vorher festgelegte Äquivalent (am Beispiel des Supermarktes: eine Tafel Schokolade gegen Geld) beinahe zeitgleich ausgetauscht werden. Man gibt Geld und bekommt die gewünschte Ware dafür sofort. Dem gesamten Warentausch liegen zudem ökonomische Prinzipien zugrunde. Durch den Handel Gewinne zu erzielen stellt einen wichtigen Faktor dar. Einen weiteren wichtigen Faktor bilden die Beweggründe aus denen der Handel überhaupt stattfindet. Diese Gründe sind beim Warentausch meist rational. Ich brauche beziehungsweise möchte etwas Bestimmtes haben und muss es daher gegen etwas Äquivalentes eintauschen. Auf der anderen Seite steht der soziale oder auch zeremonielle Tausch. Dieser unterscheidet sich in bestimmten Punkten vom ökonomischen Tausch. Im Gegensatz zu diesem werden beim sozialen Tausch keine Waren ausgetauscht sondern Gaben. Daher kann man ihn auch als Gabentausch bezeichnen. Anders als beim Warentausch liegen der Austausch von Gabe und Gegengabe nicht immer zeitlich beieinander. An Weihnachten beispielsweise werden Geschenke meist eingebettet in Ritualen zeitnah ausgetauscht. Jedoch ist ebenso eine zeitliche Trennung zwischen Gabe und Gegengabe möglich, wie es das Beispiel des Potlatsch- beziehungsweise Kula-Tausches zeigt. Auch die Beweggründe des Gabentausches unterscheiden sich von denen des Warentausches. Der Austausch von Gabe und Gegengabe basiert nicht auf rationalen Gründen und wird auch durchgeführt, wenn es eigentlich keinen Grund gibt, einen Tausch durchzuführen. Es mangelt beispielsweise nicht an bestimmten Nahrungsmitteln oder Ähnlichem, welche durch einen Tausch gegen etwas Äquivalentes bezogen werden müssen. Mauss zufolge sind die Gründe für den Gabentausch magischen Ursprungs. (Vgl. Hillebrandt 2009, 126)

Die Beziehung zwischen dem Geber und dem Beschenkten ist während des gesamten Gabentausches stark unausgewogen und befindet sich erst nach dem Beenden der Beziehung wieder im Gleichgewicht. Zunächst befindet sich der erste Geber in einer überlegenen Position und behält seine Autonomie. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Gegengabe erfolgt, wird die Autonomie des Empfängers in Frage gestellt. Erst wenn die Gegengabe erfolgt ist, wird die Autonomie des ersten Empfängers bewiesen. Die Beziehung ist nun beendet, sofern die beiden Partner den Gabentausch nicht weiterführen möchten. Es bestehen jedoch keine weiteren Bindungen oder Verpflichtungen, die ein fortbestehen der Beziehung zwingend machen. (Vgl. Graeber 2012, 323) Die Autonomie spielt beim Gabentausch David Graeber zufolge eine wichtigere Rolle als beispielsweise bei Marktvereinbarungen. Geber und Empfänger nehmen beim klassischen Gabentausch jeweils eine bestimmte Haltung ein. Der Geber tut so, als würde er nicht in der Erwartung leben eine Gegengabe vom Empfänger zu erhalten. Der Empfänger wiederum tut so, als gäbe es für ihn keinerlei Verpflichtung, die Gabe zu erwidern. Die eigene Autonomie ist demnach für beide Parteien sehr wichtig und sie „[…] tun so, als seien sie sehr viel freier und autonomer, als sie es tatsächlich sind.“ (Graeber 2012, 322)

Etwas zu geben, also eine Gabe zu machen, bedeutet etwas abzutreten ohne dafür unmittelbar eine Gegenleistung zu bekommen oder die Garantie zu haben, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Gegenleistung erfolgen wird. (Vgl. Graeber 2012, 330) Eben dieses Risiko spielt eine große Rolle im gesamten Gabentauschsystem und wird im Laufe dieser Arbeit immer wieder aufgegriffen.

Mauss versteht den Gabentausch als eine freiwillige Handlung, die jedoch von einem verpflichtenden Charakter bestimmt wird. Der Gabentausch befindet sich demnach genau zwischen kompletter Freiwilligkeit auf der einen und der Verpflichtung die Gabe zu erwidern auf der anderen Seite. Nur durch das Geben von Gaben ist es möglich, soziale Strukturen zu schaffen und einen Zusammenhalt zu gewährleisten. Aus diesem Grund beschreibt Mauss den Gabentausch als eine Handlung, die zur Reproduzierung von archaischen und vormodernen Gesellschaften benötigt wird. Nur über den endlosen Zyklus von Geben, Annehmen, Erwidern und erneuter Annahme sei dies möglich. Frank Hillebrandt sieht den Gabentausch bestehend aus vier Praktiken. Die erste Praktik besteht aus der Gabe selbst. Dies allein reicht jedoch noch nicht aus, um den Gabentausch nach Marcel Mauss zu beschreiben. Die Gabe muss vom Beschenktem angenommen werden, damit es sich um eine echte Gabe handelt. Als nächstes erfolgt die Gegengabe, welche auf einer freiwilligen Basis beruht, jedoch durch die soziale Verpflichtung gestärkt wird. Auch diese Gegengabe muss vom Beschenkten angenommen werden. Der Gabentausch setzt auch immer die Erwartung einer Gegengabe voraus. (Vgl. Hillebrandt 2009, 94) Der Gabentausch findet oft in Verbindung mit Symbolen und Ritualen statt. Insbesondere wenn es sich um den Austausch von preislosen Gaben handelt. Doch auch der Warentausch gegen Geld kommt nicht ohne Symbole aus. Die Kundenbeziehung zum örtlichen Bäcker, Metzger, etc. kann nur entstehen, wenn sich beide ein gewisses Maß an Freundlichkeit entgegenbringen. Ohne diese gäbe es keine Kundenbeziehung und an dieser Stelle wäre kein Gabentausch mehr möglich. (Vgl. Hillebrandt 2009, 92-93)

3 Gabentausch nach Marcel Mauss

3.1 System der totalen Leistungen

Bevor ich auf die Varianten des Gabentausches eingehen werde, möchte ich das System beschreiben, in dem sich diese bewegen. Hierbei handelt es sich um das System der totalen Leistung. Innerhalb dieses Systems finden unterschiedliche Tauschhandlungen statt die sich nicht auf ökonomische Prinzipien beziehen. (Vgl. Hoffmann 2009, 22) Allgemein beschreibt das System den Zustand zwischen zwei Gruppen, welche unter normalen Umständen keinen Grund hätten keinen Krieg gegeneinander zu führen. Es gibt keine Verpflichtung oder sonstige besondere Umstände, welche die beiden Gruppen zueinander führen. Trotzdem sind beide vollkommen abhängig voneinander, indem sie sich gegenseitig alles darbieten. (Vgl. Graeber 2012, 237) Diese Abhängigkeit wird jedoch von beiden Seiten vollkommen frei gewählt. Holger Schwaiger bezeichnet dies als eine „[…] eigentümliche Form der Freiwilligkeit und Unmotiviertheit […]“ (Schwaiger 2011, 67) Alle Tauschhandlungen, die sich innerhalb dieses Systems befinden beziehen sich nicht nur auf den Austausch von rein wirtschaftlichen Gütern. Vielmehr geht es um die mit den Tauschobjekten verbundenen Symbole und Rituale, welche mit dem Gabentausch einhergehen. Der Tausch als solcher findet nicht zwischen Individuen statt, stattdessen sind es immer Kollektive die vom Tausch betroffen sind. (Vgl. Mauss 2013 a, 21) Im gesamten System der totalen Leistungen gibt es drei Verpflichtungen, welche die erste Gabe begleiten. Das Geschenk muss erwidert werden, das Geschenk muss übergeben werden und vom Empfänger angenommen werden. (Vgl. Mauss 2013 a, 36) Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt näher auf die einzelnen Verpflichtungen eingehen und ihre jeweilige Rolle erläutern.

Von großer Bedeutung im System der totalen Leistungen ist die Tatsache, dass alles als Gegenstand des Austausches angesehen werden kann. Sämtliche Gegenstände, Ämter, verschiedenste Leistungen, sogar Menschen können als Gabe fungieren, ganz so „[…] als gäbe es einen immerwährenden Austausch zwischen den Clans und den Individuen, den Rängen, Geschlechtern und Generationen.“ (Mauss 1989, 29) Die Gabe unterliegt demnach nur einigen, wenigen Beschränkungen. Sie kann in den unterschiedlichsten Formen auftreten und der Gegenstand des Austausches kann ebenfalls die verschiedensten Formen annehmen. Die verschiedenen Formen des Austausches im System der totalen Leistungen sind meistens geographisch gebunden und treten spezifisch in bestimmten Regionen auf. So lässt sich der Potlatsch, wie ich ihn im Folgenden beschreiben werde, vorwiegend im Nordwesten Amerikas auffinden. Es gibt jedoch häufig ähnliche Austauschprinzipe in anderen Regionen welche beispielsweise in „[…] anderen, gemäßigteren Formen […] (Mauss 1989, 18) auftreten und sich durch Intensität der Rivalität und des Wetteifers voneinander unterscheiden.

Mauss zeigt in seinem Werk Die Gabe konkret zwei unterschiedliche Formen auf. Ich werde im folgenden Abschnitt auf beide zurückgreifen und ihre Unterschiede herausarbeiten. Er hält jedoch fest, dass sämtliche Gabensysteme, welche sich im System der totalen Leistungen befinden, „[…] den gleichen Prinzipien und Strukturen folgen.“ (Schwaiger 2011, 73) Beginnen werde ich mit dem Potlatsch.

3.2 Potlatsch-Fest als Gabentauschsystem

Im Rahmen des Gabentausches geht Mauss konkret auf zwei unterschiedliche Varianten ein. Zum einen beschreibt er den Kula-Ring, welcher einen schwach agonistischen Gabentausch darstellt und zum anderen den Potlatsch, welcher stark agonistisch veranlagt ist. (Vgl. Caillé 2008, 13) Im folgenden Abschnitt werde ich nacheinander auf die beiden Varianten des Gabentausches eingehen und ihre jeweiligen Besonderheiten sowie Unterschiede zwischen den beiden erläutern.

Der Potlatsch, wie ihn Marcel Mauss beschreibt, ist ein Austausch von Geschenken zwischen verschiedenen Stämmen. Dabei werden wettbewerbsmäßig kostspielige Geschenke ausgetauscht, um den Reichtum des eigenen Stammes zu demonstrieren. Durchsetzungsstarke Einzelne, welche zunächst eine ganze Gruppe repräsentieren, später jedoch nur in ihrem eigenen Namen handeln, versuchen sich mit ihren Gaben gegenseitig zu übertrumpfen. Der Potlatsch lässt sich in der Art und Weise, in der Mauss ihn sieht lediglich „[…] bei den nordwestamerikanischen Stämmen und in einem Teil von Nordamerika, in Melanesien und bei den Papua […]“ (Mauss 1989, 18) finden. Das Wort Potlatsch als solches steht für ernähren oder verbrauchen. (Vgl. Mauss 1989, 17) Während seiner Beschreibungen des Potlatsches bezieht Mauss sich überwiegend auf einen Indianerstamm an der Nordwestküste Amerikas, die Kwakiutl. Eine wichtige Voraussetzung für den Potlatsch bei den Kwakiutl ist, dass diese immer mehr arbeiten, als eigentlich nötig. Graeber beschreibt, dass die Kwakiutl auch als eine „[…] Gesellschaft von Jägern und Sammlern […]“ (Graeber 2012, 280) bekannt sind. Von besonders großer Bedeutung ist für sie der eigene Besitz, da dieser die tragende Rolle zur Bildung der eigenen sozialen Identität einnimmt. (Vgl. Graeber 2012, 288) Anders als beispielsweise bei den Maori, auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt näher eingehen werde, spielen seelische, beziehungsweise geistige Dinge bei den Kwakiutl eher eine nebensächliche Rolle. Die eigene Identität ist ausschließlich an das materielle Eigentum geknüpft. Jedoch kommt es bei den Kwakiutl nicht ausschließlich darauf an, wie viel man tatsächlich besitzt, sondern eher wie viel man bei einem abgehaltenen Potlatsch-Fest an die anderen teilnehmenden Gäste verschenken kann.

Ein Potlatsch bedarf einer langen Vorbereitungszeit, in der die verschiedensten Geschenke zusammengetragen werden. Sämtliche Stammesmitglieder sind dabei beteiligt, da es hier nicht um einzelne Stammesmitglieder, sondern um die gesamte Stellung dieses Zusammenschlusses geht. Zum eigentlichen Akt selbst, dem Potlatsch als solchem, werden abhängig vom Reichtum des abhaltenden Stammes eine bestimmte Anzahl an anderen Stämmen eingeladen am Fest teilzunehmen. Die vorher zusammengetragenen Geschenke werden im Zuge des Potlatsches vom Gastgeber an ihre Gäste verteilt. Wie Graeber beschreibt, ermöglichte es den teilnehmenden Akteuren „>>Etwas Großes zu vollbringen<< und […] verlieh einem Namen nicht nur mehr Gewicht, sondern trug auch zum Ruhm des Akteurs hinter der Maske bei.“ (Graeber 2012, 298) Der eigene Status ist demnach davon abhängig, was und insbesondere wie viel ich an die eingeladenen Gäste verteile. Um die Stellung der einzelnen Stämme fest im Gedächtnis der Akteure zu verankern, werden Namen im Zuge des Potlatsches verteilt. Diese kennzeichnen die Handlung im Sinne des Potlatsches und weisen auf die soziale Identität hin. Eben diese Namen sind es „[…] und nicht so sehr die tragenden Akteure, derer man sich erinnert.“ (Graeber 2012, 299) Der Potlatsch trägt demnach dazu bei, den Namen zu festigen oder einen neuen Namen zu etablieren. Hier einige Beispiele für Namen, die im Rahmen des Potlatschfestes manifestiert werden: „[…] Der immerzu Potlatch-Tänze veranstaltet, […] Der überall Potlatch gibt, […] Dessen Körper nichts als Reichtum ist […]“. (Graeber 2012, 299) Interessant dabei ist, dass die Geschenke als solche keine tragende Rolle spielen, Sie dienen lediglich als Mittel zum Zweck und werden von den Kwakiutl teilweise sogar als „[…] Kleinkram oder wörtlich >>schlechte Sachen<<[.]“ (Graeber 2012, 298) bezeichnet. Nicht der Besitz der Gaben ist demnach der ausschlaggebende Faktor für die Kwakiutl, sondern das Verschenken dieser. (Vgl. Lévi-Strass 1981, 111) Das Potlatsch-Fest selbst ist es also, welches mittels des Verschenkens von verschiedensten Gegenständen zu größerem Ansehen führen kann. Theoretisch ist es jedem Stamm möglich einen Potlatsch abzuhalten, in der Praxis ist dies jedoch nicht so. Meist ist ein besonderes Ereignis der Anlass einen Potlatsch abzuhalten, beispielsweise bei Geburten oder Todesfällen im jeweiligen Stamm. (Vgl. Hoffmann 2009, 32) Das Fest an sich trägt jedoch nicht nur dazu bei, die Namen und damit das Ansehen der Gastgeber zu festigen, sondern manifestiert auch die Stellung der Gäste. Durch die Reihenfolge, in der die Geschenke verteilt werden und durch den Wert der Geschenke, wird durch die Gastgeber klar signalisiert welche Stellung die anderen teilnehmenden Akteure haben. (Hamberger 2012, 3)

Neben den verschiedenen alltäglichen Gegenständen, die beim Potlatsch verschenkt werden, gibt es eine Besonderheit die ebenfalls Teil des Schenkrituals des Potlatsches ist. Kupferplatten, welche als eine Art Währung für die Kwakiutl dienen, werden im Zuge des Festes weitergereicht. Sie gelten als „[…] die bedeutendsten Gegenstände des Reichtums.“ (Graeber 2012, 317) Diese Kupferplatten haben an sich keinen Nutzen, werden also nicht im täglichen Leben der Kwakiutl benötigt, wie Nahrung, oder Decken, sie stellen lediglich den Reichtum des Besitzers dar. Sie haben keinen bestimmten festgelegten Wert. (Vgl. Mauss 2013 b, 182) Durch den Austausch gegen Handelsdecken können sie von jedem, der sie sich leisten kann, erworben werden. (Vgl. Graeber 2012, 305) Der Wert der Kupferplatte variiert von Potlatsch zu Potlatsch, da er davon abhängig ist, wie oft eben diese Kupferplatte bereits im Rahmen des Potlatsches verschenkt wurde, „[…] denn die Münze ist nicht von der Zeremonie zu trennen […]“. (Mauss 2013 b, 182) Diese eigentlich nutzlose Kupferplatte dient ebenfalls dazu, den Namen und das damit einhergehende Ansehen des Stammes zu manifestieren.

David Graeber zufolge gibt es einige Spekulationen bezüglich der Form der Kupferplatten.

Die meisten sind gut einen halben Meter lang und am oberen Ende breiter, sie haben einen kreuzförmigen Rahmen und die obere Hälfte hat die Form eines schematischen Gesichts. Es gibt die Theorie, dass die Kupfer die Stirn eines Seeungeheuers namens Komogwa darstellen, das all jene Sterblichen mit großem Reichtum bedenkt, die seinen Palast unter der Meeresoberfläche finden.“ (Graeber 2012, 304)

Für die Kwakiutl stellen die Kupferplatten etwas Lebendiges dar und können teilweise als Äquivalent zu Sklaven angesehen werden. Sie können ebenfalls weitergegeben werden, stellen die Macht und den Reichtum ihres Besitzers zur Schau und können, wenn nötig zerbrochen, also getötet werden. (Vgl.Graeber 2012, 305)

Das gesamte System des Potlatsches wird geprägt durch Konkurrenz und Rivalität. Diese Rivalität wird bis zur kompletten Vernichtung der eigenen Reichtümer durchgeführt. Ein solcher Ruin wird von den meisten Kwakiutl-Stämmen angestrebt, da „[…] er [ist] sich im Übrigen sicher (ist), dass man es ihm doppelt heimzahlen wird.“ (Mauss 2013 b, 184) Die Rivalität ist es auch, „[…] die unerbittlich den grenzenlosen Wucher, die wahnhafte Zerstörung und den fast unerschöpflichen Luxus fordert.“ (Schwaiger 2011,72)

Die einzelnen Potlatsch-Feste sind geprägt von ungleichen totalen Leistungen. Nach Beendigung eines Potlatsch-Festes ist ein anderer Stamm an der Reihe, einen eigenen Potlatsch abzuhalten. Dabei wird durch das Verschenken von üppigeren Gaben versucht, die rivalisierenden Stämme zu übertreffen. (Vgl. Mauss 2013 b, 183) Durch eben diesen Versuch die Gaben von Potlatsch zu Potlatsch zu steigern, kommt es oft zum bereits erwähnten Ruin der Stämme. Häufig werden Wertgegenstände nicht nur verschenkt, sondern komplett zerstört, um ebenfalls zu demonstrieren, wie reich der eigene Stamm ist und wie unbedeutend die eigenen Besitztümer sind. (Vgl. Mauss 2013 b, 184) Kann nicht klar identifiziert werden, welcher Anwärter einen bestimmten Titel tragen darf und zwei Stämme versuchen sich zu übertrumpfen, indem sie ein größeres Potlatsch-Fest ausrichten als ihr Rivale, kommt es oftmals zur Zerstörung von Kupferplatten. Diese werden bei Streit durchgebrochen. Derjenige, der einer Missetat beschuldigt wird, bekommt ein ganz bestimmtes Stück dieser Kupferplatte, wodurch klar signalisiert wird, dass dieser nun geschlagen wurde. Erst wenn der Geschlagene ebenfalls eine Kupferplatte des gleichen Wertes zerbricht, ist der Streit vorüber. Der Potlatsch beschreibt somit nicht nur lediglich ein Gabentauschsystem, „[…] sondern [er ist] auch ein System verschwenderischen Konsums […]“ (Junge 2008, 214)

Graeber weist darauf hin, dass es lange Zeit die Fehldeutung gab, dass sämtliche Gegenstände, die im Potlatsch verschenkt wurden, an einem späteren Zeitpunkt in der doppelten Menge zurückgezahlt werden müssen. Er sieht jedoch unter normalen Umständen keinen Grund, der diese Verpflichtung auslösen würde. (Vgl. Graeber 2012, 308) Mauss hingegen verweist darauf, dass die Pflicht, die Gabe und in diesem Fall den Potlatsch zu erwidern, den Charakter des Potlatsches selbst ausmachen würde. (Vgl. Mauss 1989, 77) Graeber sieht die Erwiderung schlichtweg aus dem Grund, dass ein Titel erst gefestigt werden kann, wenn die titeltragende Person auf einem anderen Potlatsch unter eben diesem Titel etwas empfängt. Die Gegengabe in diesem Fall besteht demnach nicht aus einer Gabe als solcher, sondern darin, den Titel zu festigen und somit den vorangegangenen eigenen Potlatsch erfolgreich abzuschließen. Graeber sieht nur in einigen wenigen Fällen das Vorhandensein von Reziprozität. Zum einen wird neben dem Potlatsch gehandelt, wobei es Darlehen mit Zinssätzen bis zu 100 Prozent gibt. Außerdem können Väter ihre verheirateten Töchter zurückkaufen. Beides schafft keine sozialen Verbindungen, wie Mauss es beschreibt, sondern unterbindet diese viel mehr. Eine Ausnahme bildet die direkte Rivalität zwischen zwei Stämmen, bei der es darum geht, „[…] dem Anderen Geschenke zu machen, die er nicht erwidern kann.“ (Graeber 2012, 309) Hier lassen sich klar die von Mauss genannten Verpflichtungen erkennen, welche mit der ersten Gabe einhergehen: Die Verpflichtung des Gebens, die Pflicht des Nehmens und die Pflicht des Erwiderns. (Mauss 1989, 71-77)

[...]

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Details

Titel
Kann der Gabentausch nach Marcel Mauss moralisch sein?
Untertitel
Betrachtung der Tauschtheorie nach Mauss unter Einbeziehung der Moraltheorien von Schopenhauer und Kant
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,2
Autor
Jahr
2016
Seiten
58
Katalognummer
V356556
ISBN (eBook)
9783668422353
ISBN (Buch)
9783668422360
Dateigröße
647 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kann, gabentausch, marcel, mauss, betrachtung, tauschtheorie, einbeziehung, moraltheorien, schopenhauer, kant
Arbeit zitieren
Tanja Heckl (Autor), 2016, Kann der Gabentausch nach Marcel Mauss moralisch sein?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356556

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