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Inwieweit kommt die Europäische Bürgerinitiative als Form direkter Demokratie auf EU-Ebene in Frage?

Título: Inwieweit kommt die Europäische Bürgerinitiative als Form direkter Demokratie auf EU-Ebene in Frage?

Trabajo , 2016 , 19 Páginas , Calificación: 2,2

Autor:in: Tanja Heckl (Autor)

Política - Generalidades y teorías de la política internacional
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Mit Einführung der Europäischen Bürgerinitiative, kurz EBI, sind eine Vielzahl von daran verknüpfte Hoffnungen und Ziele einhergegangen. Die fehlende europäische Öffentlichkeit und Identität werden oftmals kritisiert. Durch die EBI soll dieser Missstand ausgeglichen, beziehungsweise behoben werden. Erstmals kann sich die EU-Bevölkerung direktes Gehör bei einem EU-Organ verschaffen um ihre Anliegen und Interessen mitzuteilen und Vorschläge zu unterbreiten.

Auf der anderen Seite wird von den unterschiedlichsten Interessengruppen, sei es von den Bürger*innen, Politiker*innen oder Vereinen, wie dem direkte Demokratie e.V. die Forderung nach mehr Demokratie, besonders direkter Demokratie laut. Wie auch angeknüpft an die EBI, werden die unterschiedlichsten Hoffnungen mit der Nutzung direktdemokratischer Mittel verbunden. Diese Arbeit wird nun prüfen, ob diese beiden Gebilde – die Europäische Bürgerinitiative und die direkte Demokratie, miteinander übereinstimmen, oder vielmehr ob die Europäische Bürgerinitiative als eine Form der direkten Demokratie angesehen werden kann.

Um diese Prüfung vorzunehmen werde ich zunächst die EBI als solche beschreiben. Ich werde dabei auf den genauen Ablauf eingehen um anschließend abzubilden, wo sich ihre Stärken und Schwächen befinden. In einem zweiten Schritt werde ich das für diese Arbeit zugrundeliegende Verständnis von direkter Demokratie erläutern, um abschließend zu betrachten inwieweit die EBI direktdemokratische Züge aufweist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Europäische Bürgerinitiative

3. Ablauf der Europäischen Bürgerinitiative

4. Vorteile und Ziele der Europäischen Bürgerinitiative

5. Hürden und Hindernisse in Bezug auf die Europäische Bürgerinitiative

6. Direkte Demokratie

7. Die Europäische Bürgerinitiative als Mittel der direkten Demokratie?

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Europäische Bürgerinitiative (EBI) als Instrument der direkten Demokratie auf EU-Ebene fungieren kann. Ziel ist es, die strukturellen Rahmenbedingungen, Vorteile und Hindernisse der EBI kritisch zu analysieren und sie mit wissenschaftlichen Definitionen direkter Demokratie abzugleichen, um zu prüfen, ob sie den Kriterien eines direktdemokratischen Verfahrens entspricht.

  • Strukturelle Analyse des Ablauf- und Initiierungsprozesses der EBI.
  • Evaluation der Partizipationsmöglichkeiten und des Agenda-Setting-Potenzials.
  • Diskussion von Hürden wie Quoren, bürokratischem Aufwand und Kostentragung.
  • Konfrontation der EBI mit verschiedenen politikwissenschaftlichen Demokratiebegriffen.
  • Bewertung des Einflusses auf die europäische Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft.

Auszug aus dem Buch

6. Direkte Demokratie

Wie zuvor eingehend erläutert, hat die EU-Bevölkerung durch die EBI „[…] erstmals die Möglichkeit, sich zu einem selbst gewählten Thema in die europapolitische Diskussion einzubringen.“ (Hierlemann/ Wohlfarth 2010, 2) Ob diese Form der Einbringung jedoch direktdemokratische Züge aufweist, möchte ich an dieses Kapitel anschließend, prüfen.

Das folgende Kapitel wird sich jedoch vorerst mit dem Aspekt der direkten Demokratie als solcher befassen. Zunächst werde ich darauf eingehen, was direkte Demokratie ganz allgemein bedeutet, was sie ausmacht, welche Ziele mit ihr verbunden sind und welche Besonderheiten es in Bezug auf die direkte Demokratie auf europäischer Ebene gibt. Beginnen werde ich mit einer definitorischen Auseinandersetzung.

Da es für die direkte Demokratie keine feststehende, allgemeingültige Definition gibt, habe ich mich entschlossen als Grundlage dieser Arbeit die drei folgenden Definitionen zu nutzen. Im folgenden Kapitel werde ich diese Definitionen als Grundlage nutzen um zu prüfen inwiefern die Europäische Bürgerinitiative Züge der direkten Demokratie aufweist.

„Direkte Demokratie ist grundsätzlich erst einmal ein Zusammenspiel von unterschiedlichen in den jeweiligen Verfassungen und Gesetzen festgeschriebenen Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechten der Bürgerinnen und Bürger und bedeutet die unmittelbare Einwirkung in einem politischen System auf eine bestimmte Entscheidung. Dies geschieht unter Umgehung von Repräsentanten in Form von Abstimmungen durch Entscheidungen über Personen als Amtsträger oder als Votum über Sachfragen. Damit unterscheidet sie sich vom allgemeinen Wahlprinzip.“ (Kost 2008, 25)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der EBI ein, stellt die Forschungsfrage nach deren Charakter als direktdemokratisches Instrument und beschreibt den Aufbau der Untersuchung.

2. Die Europäische Bürgerinitiative: Dieses Kapitel erläutert die gesetzliche Verankerung und die Zielsetzung der EBI zur Stärkung der europäischen Zivilgesellschaft und Identität.

3. Ablauf der Europäischen Bürgerinitiative: Hier wird der Prozess der EBI in sechs Schritten detailliert dargelegt, von der Bildung des Bürgerausschusses bis zur Entscheidung der Kommission.

4. Vorteile und Ziele der Europäischen Bürgerinitiative: Es werden die mit der EBI verknüpften Hoffnungen auf mehr Transparenz, Partizipation und die Überwindung des Demokratiedefizits beleuchtet.

5. Hürden und Hindernisse in Bezug auf die Europäische Bürgerinitiative: Das Kapitel analysiert praktische Probleme, wie hohe bürokratische Hürden, notwendige Sprachübersetzungen und finanzielle Belastungen für Initiatoren.

6. Direkte Demokratie: Der theoretische Rahmen wird durch eine definitorische Auseinandersetzung mit dem Begriff der direkten Demokratie und deren verschiedenen Ausprägungen abgesteckt.

7. Die Europäische Bürgerinitiative als Mittel der direkten Demokratie?: Hier findet die Zusammenführung von Theorie und Praxis statt, indem die EBI anhand der zuvor definierten Kriterien auf ihren direktdemokratischen Charakter geprüft wird.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung der EBI als Raum für europäische Diskurse, auch wenn sie kein vollwertiges direktdemokratisches Instrument darstellt.

Schlüsselwörter

Europäische Bürgerinitiative, EBI, direkte Demokratie, Partizipation, Agenda-Setting, Europäische Union, Bürgerbeteiligung, Zivilgesellschaft, Europäische Kommission, Transnationalität, demokratisches Defizit, Mitbestimmungsrecht, politische Agenda, Europäische Öffentlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) als Instrument der Bürgerbeteiligung und hinterfragt kritisch, inwieweit dieses Format tatsächlich als Form der direkten Demokratie auf EU-Ebene eingestuft werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind der formale Ablauf der EBI, die damit verbundenen Hoffnungen und Ziele für die EU-Bürger sowie die praktischen Hürden, die eine erfolgreiche Initiierung erschweren.

Welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwieweit kommt die Europäische Bürgerinitiative als Form direkter Demokratie auf EU-Ebene in Frage?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie politikwissenschaftliche Definitionen direkter Demokratie heranzieht und diese als Maßstab für die Bewertung der EBI verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Prozessbeschreibung der EBI, eine Analyse der Vorteile und Hindernisse sowie eine theoretische Einordnung in den Kontext der direkten Demokratie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind EBI, Agenda-Setting, Europäische Integration, direkte Demokratie, Partizipation und das demokratische Defizit der EU.

Warum ist das "Agenda-Setting" für die EBI so entscheidend?

Da die Bürger bei der EBI keine verbindliche Entscheidungsmacht besitzen, stellt das Agenda-Setting die einzige Möglichkeit dar, Themen auf die europäische politische Tagesordnung zu bringen und Diskurse anzustoßen.

Inwiefern beeinflussen die bürokratischen Hürden die Inklusion?

Der hohe administrative Aufwand, wie die eigenständige Übersetzung in mehrere Sprachen und die Quorumsanforderungen, schließt Privatpersonen ohne große Ressourcen oder institutionelle Unterstützung faktisch weitgehend von der EBI aus.

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Detalles

Título
Inwieweit kommt die Europäische Bürgerinitiative als Form direkter Demokratie auf EU-Ebene in Frage?
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen
Calificación
2,2
Autor
Tanja Heckl (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
19
No. de catálogo
V356560
ISBN (Ebook)
9783668422513
ISBN (Libro)
9783668422520
Idioma
Alemán
Etiqueta
inwieweit europäische bürgerinitiative form demokratie eu-ebene frage
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tanja Heckl (Autor), 2016, Inwieweit kommt die Europäische Bürgerinitiative als Form direkter Demokratie auf EU-Ebene in Frage?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356560
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