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Die Eignung von "Egg Races" als experimentelle Methode der Erkenntnisgewinnung in der Sekundarstufe I

Title: Die Eignung von "Egg Races" als experimentelle Methode der Erkenntnisgewinnung in der Sekundarstufe I

Term Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Sonne (Author)

Didactics - Chemistry
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Summary Excerpt Details

Zu den im Konstanzer Beschluss von 1997 geforderten Maßnahmen zur Qualitätssicherung schulischer Bildung gehört vor allem die regelmäßige Durchführung von länderübergreifenden Vergleichsuntersuchungen zum Lern- und Leistungsstand von SuS. Seitdem hat Deutschland verstärkt an internationalen Schulleistungsstudien teilgenommen. Die Ergebnisse, die Deutschland in den PISA-Studien, den TIMSS und IGLU dabei erzielen konnte, haben zu einem Umdenken bezüglich der Lehrpläne geführt. Sie sollten nicht weiter inputgesteuert bleiben, sondern ihren Fokus auf Schülerkompetenzen legen, also outputgesteuert werden. Seit 2003 hat die KMK daher fächerspezifische Bildungsstandards verabschiedet, die festlegen, welche Kompetenzen von den SuS bis zu einem bestimmten Zeitpunkt beherrscht werden sollen. Im Dezember 2004 wurden diese Bildungsstandards auch für die naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächer für den Mittleren Abschluss verabschiedet.

In den Bildungsstandards für den Chemieunterricht bis zum Mittleren Schulabschluss ist zwischen vier Kompetenzbereichen zu unterscheiden: Fachwissen, Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Urteilsfähigkeit. Diese Kompetenzerwartungen sind verbindlich. Die konkrete Gestaltung des Unterrichts hingegen liegt weiterhin im Handlungsspielraum der Lehrenden. Bestehende Unterrichtsmethoden müssen somit dahingehend kritisch reflektiert werden, ob sie den Kompetenzerwartungen Rechnung tragen können. Diese Arbeit konzentriert sich dabei auf den Kompetenzbereich der Erkenntnisgewinnung im Fach Chemie in der Sek I. Nach einer Betrachtung des Kernlehrplans Chemie für die Sekundarstufe I im Gymnasium soll dieser Kompetenzbereich darin verortet und charakterisiert werden. Insbesondere seine Bedeutung für die Naturwissenschaft Chemie soll dabei herausgearbeitet werden.

Im Unterricht kann die Erlernung naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung durch experimentelle und theoretische Methoden erfolgen. Die experimentelle Methode ist von zentraler Bedeutung und Gegenstand dieser Arbeit. Ihr Beitrag zur Erlernung naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung hängt allerdings von der Art des Experiments und seiner Einbettung in den Unterricht ab. Sein Potential im Unterricht vor dem Hintergrund des Kompetenzbereichs der Erkenntnisgewinnung ist daher darzustellen bevor im zweiten Teil dieser Arbeit das spezielle Beispiel des Egg Races als experimentelle Methode betrachtet werden soll.....

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Der Kernlehrplan Chemie

3. Erkenntnisgewinnung

3.1 Stellenwert der Erkenntnisgewinnung im Kernlehrplan Chemie

4. Die Rolle des Schul-Experiments

4.1 Das Experiment als erkenntnisbringende Methode im Kernlehrplan Chemie

5. Das Egg Race

5.1 Erlernung naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung durch Egg Races

5.2 Schwächen der Methode und mögliche Variationen zur Verbesserung

5.2.1 Grundsätzliches

5.2.2 Technische Begebenheiten

5.2.3 Gruppenzusammenstellung

5.2.4 Wettkampf und Niederlage

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Eignung der experimentellen Unterrichtsmethode „Egg Race“ zur Förderung des Kompetenzbereichs der Erkenntnisgewinnung bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I im Fach Chemie vor dem Hintergrund aktueller Bildungsstandards.

  • Analyse des Kompetenzbereichs Erkenntnisgewinnung im aktuellen Kernlehrplan Chemie.
  • Untersuchung der Bedeutung und Einbettung von Schülerexperimenten in den Unterricht.
  • Charakterisierung und didaktische Einordnung der Methode Egg Race.
  • Herausarbeitung von Chancen, Grenzen und Variationsmöglichkeiten der Methode.
  • Bewertung der Eignung des Egg Races für die Sekundarstufe I.

Auszug aus dem Buch

5. Das Egg Race

Das Egg Race ist eine seit Mitte der 70iger Jahre immer beliebter werdende, experimentelle Unterrichtsmethode. Die Bezeichnung leitet sich von der BBC-Fernsehsendung „The Great Egg Race“ aus den 70iger Jahren ab, in der Zuschauer mit Problemen konfrontiert wurden, die sie zu lösen versuchen sollten. In Deutschland findet sich synonym für die Bezeichnung Egg Race auch noch die Bezeichnung Kopfballversuch. Sie leitet sich ebenfalls von einer gleichnamigen Fernsehsendung des WDR ab, worin SuS Problemstellungen unter Zuhilfenahme von Materialboxen im Wettkampf bearbeiten.

Egg Races sind also „problemlösende Aktivitäten“. Als Methode im Chemieunterricht bieten sie vielerlei Vorteile. Allen voran werden hier die Förderung kreativen Denkens und Handelns, die Motivation durch die Wettbewerbssituation, die Übung von Teamwork und Selbstständigkeit als Vorteile genannt. Die Wahl von Problemen mit besonderem Aktualitäts- oder Alltagsbezug kann die Motivation noch weiter steigern. Im Unterricht lässt sich das Egg Race als experimentelle Methode einsetzen, indem der Lehrer die SuS mit einem Problem konfrontiert, das sie experimentell und in Gruppen lösen sollen. Der Wettbewerb besteht auch hier darin in der Problemlösung das schnellste Team zu sein. Sogenannte offene Egg Races sind dabei stark ergebnisorientiert. Das bedeutet, dass Lösungswege frei gewählt werden dürfen und am Ende vor allem das Ergebnis zählt. Sogenannte strukturierte Egg Races sind dagegen prozessorientiert. Bei ihnen wird der Lösungsweg vom Lehrer gelenkt. Offene Egg Races entsprechen den klassischen Egg Races, die an die Unterrichtssituation angepasst wurden. Sie stehen daher im Fokus dieser Arbeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Paradigmenwechsel zu einer kompetenzorientierten Bildung infolge internationaler Leistungsstudien und definiert das Ziel der Arbeit, das Potential des Egg Races für den Kompetenzbereich Erkenntnisgewinnung zu analysieren.

2. Der Kernlehrplan Chemie: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von Input- zu Output-Orientierung im modernen Chemieunterricht und hebt die Bedeutung der naturwissenschaftlichen Grundbildung hervor.

3. Erkenntnisgewinnung: Es wird die fundamentale Rolle der Erkenntnisgewinnung als prozessbezogene Kompetenz innerhalb der Chemie dargestellt, wobei das Experiment als zentrale induktive Methode identifiziert wird.

3.1 Stellenwert der Erkenntnisgewinnung im Kernlehrplan Chemie: Dieser Abschnitt konkretisiert die Bedeutung der Erkenntnisgewinnung im Lehrplan und betont die notwendige Förderung der Fähigkeit zur Planung und Deutung von Experimenten.

4. Die Rolle des Schul-Experiments: Das Kapitel diskutiert die Relevanz von Experimenten für den Lernerfolg und betont, dass die Qualität der Einbettung in den Unterricht für den erkenntnisbringenden Wert entscheidend ist.

4.1 Das Experiment als erkenntnisbringende Methode im Kernlehrplan Chemie: Hier wird analysiert, wie der Kernlehrplan das Schülerexperiment als zentrales Element für systematisches und reflektiertes Arbeiten verankert.

5. Das Egg Race: Die Methode wird als motivierende, problemorientierte Unterrichtsform vorgestellt, bei der die Lösung einer Aufgabe unter Wettbewerbsbedingungen im Fokus steht.

5.1 Erlernung naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung durch Egg Races: Der Abschnitt bewertet, ob und unter welchen Bedingungen Egg Races trotz der hohen Anforderungen an Schülerinnen und Schüler zur Erkenntnisgewinnung beitragen können.

5.2 Schwächen der Methode und mögliche Variationen zur Verbesserung: Es wird erörtert, wie trotz der starren Vorgabe der Fragestellung durch die Lehrkraft durch gezielte Variationen die Methode optimiert werden kann.

5.2.1 Grundsätzliches: Dieser Unterpunkt thematisiert die Notwendigkeit einer durchdachten Planung, Vor- und Nachbesprechung sowie einer angemessenen Problemstellung.

5.2.2 Technische Begebenheiten: Hier wird die Rolle des Materialaufwands und die Bedeutung von Materialboxen für die Freiheit beim Experimentieren erläutert.

5.2.3 Gruppenzusammenstellung: Der Abschnitt betont die Wichtigkeit der heterogenen Gruppenzusammensetzung für einen fairen Wettbewerb und effektive Lernprozesse.

5.2.4 Wettkampf und Niederlage: Es wird dargelegt, wie die Gefahr unkontrollierten Wetteiferns minimiert werden kann, um den Fokus auf dem erkenntnisorientierten Prozess zu behalten.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Egg Race bei geeigneter didaktischer Einbettung ein wertvolles Instrument zur Förderung der Erkenntnisgewinnung in der Sekundarstufe I darstellt.

Schlüsselwörter

Egg Race, Erkenntnisgewinnung, Chemieunterricht, Kernlehrplan, Schülerexperiment, Kompetenzbereich, Naturwissenschaftliche Grundbildung, Problemlösen, Sekundarstufe I, Gruppenarbeit, Bildungsstandards, Experimentelle Methode, Kopfballversuch, Wissenschaftliche Arbeitsweise, Unterrichtsmethodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Analyse der experimentellen Unterrichtsmethode „Egg Race“ und deren Beitrag zum Kompetenzaufbau im Bereich der Erkenntnisgewinnung im Chemieunterricht der Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der Erkenntnisgewinnung laut Kernlehrplan, die Rolle des Schülerexperiments im Unterricht sowie die Chancen und Grenzen des Egg Races.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, das Potential des Egg Races zu bewerten, um Schülerinnen und Schüler zu befähigen, naturwissenschaftliche Arbeitsweisen anzuwenden und Erkenntnisse aus Experimenten zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Fachliteratur, didaktischen Handbüchern sowie den Vorgaben des Kernlehrplans Chemie für das Gymnasium in Nordrhein-Westfalen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Kompetenzbereichs Erkenntnisgewinnung, eine Analyse der Rolle des Experiments und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Methode Egg Race, inklusive Variationsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erkenntnisgewinnung, Egg Race, Schülerexperiment, Kompetenzorientierung, Sekundarstufe I und Chemieunterricht charakterisiert.

Warum ist laut der Arbeit die Einbettung des Egg Races entscheidend?

Die Arbeit argumentiert, dass das Egg Race für sich genommen eine motivierende Methode ist, ihre volle erkenntnisbringende Wirkung jedoch erst durch eine sorgfältige Vorbereitung, Durchführung und insbesondere Nachbereitung entfaltet.

Wie geht die Autorin mit dem Aspekt des Wettbewerbs im Egg Race um?

Die Autorin betont, dass der Wettbewerb motivierend wirken kann, aber nicht zum Selbstzweck verkommen darf. Sie fordert eine Würdigung der Lernprozesse neben dem reinen Ergebnis, um eine Beeinträchtigung durch Wettbewerbsdruck zu vermeiden.

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Details

Title
Die Eignung von "Egg Races" als experimentelle Methode der Erkenntnisgewinnung in der Sekundarstufe I
College
University of Cologne  (Institut für Chemie und ihre Didaktik)
Course
Seminar zu fachbezogenen Lern‐ und Kommunikationsprozessen im kompetenz‐ und problemorientierten Chemieunterricht
Grade
2,0
Author
Julia Sonne (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V356613
ISBN (eBook)
9783668423855
ISBN (Book)
9783668423862
Language
German
Tags
Chemiedidaktik Egg Race Erkenntnisgewinnung Experiment Chemieunterricht Sek I Sekundarstufe I experimentelle Methode naturwissenschaftliche Erkenntnisgewinnung Kernlehrplan Schul-Experiment Kompetenzen Kompetenzorientiert Kompetenzbereiche Kopfballversuche Problemlösnde Aktivitäten Problemlösefähigkeiten Wettkampf Wettbewerb Methoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Sonne (Author), 2013, Die Eignung von "Egg Races" als experimentelle Methode der Erkenntnisgewinnung in der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356613
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