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Lean Management und Industrie 4.0. Ein Konzept eines ganzheitlichen Produktionsparadigmas

Title: Lean Management und Industrie 4.0. Ein Konzept eines ganzheitlichen Produktionsparadigmas

Bachelor Thesis , 2016 , 63 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Torsten Schäfer (Author)

Engineering - Industrial Engineering and Management
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In dieser Arbeit geht es um die richtige Vorgehensweise in der zukünftigen Produktionsarbeit. Dabei wird die Produktion in dieser Ausarbeitung aus volkswirtschaftlicher und unternehmerischer Sicht betrachtet. Mit der "Lean Production" (Schlanke Produktion) als Teil des "Lean Managements" und der Industrie 4.0 werden zwei Vorgehensweisen für die Produktionstätigkeit vorgestellt.

Diese beiden Konzepte verfolgen das Ziel einer wettbewerbsfähigen Produktion. Der Weg, den das jeweilige Konzept einschlägt, um dieses Ziel zu erreichen, ähnelt sich teilweise, ist teilweise aber auch grundverschieden. Ein wichtiger Aspekt dieser Arbeit ist daher auch die Idee einer Vereinigung der beiden Vorgehensweisen, um damit mögliche Anstöße für die Produktionsarbeit der Zukunft zu liefern.

Der Einstieg in die Arbeit erfolgt mit einer Analyse der Produktion als Wirtschaftsfaktor, gefolgt von den abgeleiteten Zielgrößen, die Unternehmen zur Optimierung ihrer Produktion verfolgen. Im Anschluss wird mit Industrie 4.0 ein aktuelles Produktionskonzept anhand seiner Entstehung, Komponenten und Konzepte vorgestellt. Um die notwendige Ganzheitlichkeit eines Produktionsprogrammes zu erzeugen, folgt dann die Vorstellung des "Lean Managements". Die genannten Betrachtungen münden in einer Synthese von Industrie 4.0 und Lean Management, die sich im Rahmen dieser Arbeit auf Faktoren der Produktion beschränkt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Thema

1.2 Literatur

1.3 Ziele der Arbeit

1.4 Vorgehen und Rahmenbedingungen

1.5 Relevanz der Thematik

2 Produktion

2.1 Der volkswirtschaftliche Zusammenhang

2.2 Eigenschaften und Ziele von Produktionsarbeit

2.2.1 Einflüsse

2.2.2 Ziele

3 Industrie 4.0

3.1 Die Entwicklung

3.2 Die Bestandteile

3.3 Das Konzept

3.4 Treibende Kräfte hinter der vierten industriellen Revolution

3.4.1 Bewegung in Deutschland

3.4.2 Bewegungen international

3.5 Herausforderungen und Kritiken

4 Lean Management

4.1 Historie des Lean Managements

4.2 Philosophie des Lean Management

4.3 Prinzipien & Einstellungen

4.4 Methoden

4.4.1 Streben nach Perfektion

4.4.2 Prozessorientierung

5 Die Synthese

5.1 Einleitung

5.2 Zusammenhang und Spannungsfelder

5.2.1 Ansatz 1: Verschwendung

5.2.2 Ansatz 2: Die Grenzen von Lean

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob Industrie 4.0 und Lean Management konkurrierende oder sich ergänzende Konzepte für die zukünftige Produktion darstellen. Das Ziel ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen Produktionsparadigmas durch die Synthese beider Ansätze, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu sichern.

  • Analyse der volkswirtschaftlichen Relevanz der Produktion.
  • Gegenüberstellung und Bewertung der Paradigmen Industrie 4.0 und Lean Management.
  • Identifikation von Synergieeffekten zur Beherrschung von Komplexität.
  • Synthese beider Konzepte als Strategie für ganzheitliche Produktionssysteme.

Auszug aus dem Buch

Die drei „Mu’s“

Muda (Verschwendung), Muri (Überlastung) und Mura (Unausgeglichenheit) bilden in der japanischen Philosophie die „drei Mu’s“.

Das Aufdecken und Vermeiden von Muda ist ein zentrales Prinzip, das die Denkweise im Lean Management stark beeinflusst, da der Ansatzpunkt für verschiedenste Optimierungen die Verschwendung ist. Um Verschwendung zu klassifizieren, transparent zu machen und dadurch auch leichter beseitigen zu können, unterscheidet man in der heutigen Lean Production acht verschiedene Verschwendungsarten (traditionell waren es sieben). Diese acht Kategorien sind in Abbildung 11 anschaulich dargestellt.

Muri beschreibt sowohl die Überlastung von Menschen, als auch von Maschinen. Wird die Leistungsgrenze eines Menschen überschritten, führt dies sowohl auf kurze, vor allem aber auf lange Sicht, zu einer geminderten Motivation, häufigen Fehlern und damit zu einer schlechteren Qualität. Ähnlich verhält sich dies auch mit Maschinen, hier sind meist technisch bedingte Ausfälle die Folge von Überlastung.

Betrachtet man Mura, die Unausgeglichenheit, wird eine Interdependenz der drei Faktoren erkennbar. Häufige Überlastungen führen zu einer Anpassung des Systems an andere Stückzahlen, um der Überlastung entgegenzuwirken, wodurch die Gesamtauslastung im Mittel wieder sinkt, aber Verschwendung entsteht. Es gilt also auch hier, ähnlich wie beim Magischen Dreieck aus Kapitel 2.2.2, ein Optimum unter Berücksichtigung aller Faktoren zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der Synergie von Lean und Industrie 4.0.

2 Produktion: Analyse des Stellenwerts der Produktion als wichtiger Wirtschaftsfaktor und Definition der relevanten Zielgrößen.

3 Industrie 4.0: Detaillierte Betrachtung der Entstehung, der technologischen Bestandteile und der Herausforderungen des Industrie 4.0-Ansatzes.

4 Lean Management: Erläuterung der Philosophie, Prinzipien und Methoden des Lean Managements zur Wertschöpfungssteigerung.

5 Die Synthese: Zusammenführung von Lean und Industrie 4.0 zur Erarbeitung eines ganzheitlichen Produktionskonzepts.

6 Schlussbetrachtung: Fazit und Ausblick zur Bedeutung der Kombination verschiedener Lösungsansätze für die zukünftige Produktionsgestaltung.

Schlüsselwörter

Produktion, Lean Management, Industrie 4.0, Wertschöpfung, Verschwendung, Prozessorientierung, Cyber-physische Systeme, Automatisierung, Digitalisierung, Effizienz, Kompetenz, Ganzheitliches Produktionssystem, Kundenorientierung, Technologie, Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Lean Management und Industrie 4.0 und prüft, inwieweit diese Ansätze kombiniert werden können, um ein ganzheitliches Produktionsparadigma für die Zukunft zu bilden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die volkswirtschaftliche Bedeutung der Produktion, die technologischen Aspekte von Industrie 4.0 sowie die Philosophie und Werkzeuge des Lean Managements.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für den Gesamtzusammenhang verschiedener Produktionsfaktoren zu schaffen und Wege zur Vereinigung von Lean-Prinzipien mit modernen Industrie 4.0-Technologien aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rein literaturgestützte Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse und Synthese aktueller theoretischer und praktischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Produktion, Industrie 4.0 und Lean Management sowie deren anschließende Zusammenführung in einem Synthese-Kapitel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Produktion, Lean Management, Industrie 4.0, Wertschöpfung, Verschwendung und ganzheitliche Produktionssysteme.

Was besagt das "Magische Dreieck" der Produktion?

Es beschreibt die gegenseitige Abhängigkeit der drei Kernziele Zeit, Kosten und Qualität, deren gemeinsames Optimum erreicht werden muss, um Kundenzufriedenheit zu generieren.

Warum wird Industrie 4.0 als "Wiederbelebung" des CIM-Gedankens diskutiert?

Weil die Idee einer vollständig vernetzten Produktion bereits in den 1980er Jahren unter dem Begriff CIM existierte, jedoch erst durch heutige technologische Fortschritte wie leistungsfähige Sensorik und Cloud Computing umsetzbar wurde.

Wie ergänzen sich Lean und Industrie 4.0 konkret?

Indindustrie 4.0 kann als Befähiger dienen, um durch Echtzeit-Daten und Transparenz die Komplexität schlanker Prozesse besser zu beherrschen und Fehlerrisiken zu minimieren.

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Details

Title
Lean Management und Industrie 4.0. Ein Konzept eines ganzheitlichen Produktionsparadigmas
College
University of Applied Sciences Saarbrücken
Grade
1,9
Author
Torsten Schäfer (Author)
Publication Year
2016
Pages
63
Catalog Number
V356699
ISBN (eBook)
9783668427914
ISBN (Book)
9783668427921
Language
German
Tags
Lean Management Industrie 4.0
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Schäfer (Author), 2016, Lean Management und Industrie 4.0. Ein Konzept eines ganzheitlichen Produktionsparadigmas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356699
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