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Die Geschichte der Lehrerinnen zur Zeit der NS-Diktatur

Titel: Die Geschichte der Lehrerinnen zur Zeit der NS-Diktatur

Hausarbeit , 2016 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jessica Rothmann (Autor:in)

Pädagogik - Geschichte der Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Schule galt als eines der wichtigsten Instrumente des nationalsozialistischen Herrschaftssystems. Sie wurde zum ausführenden Organ der NSDAP, indem sie sich als bedeutendste Bildungsinstanz des nationalsozialistischen Grundsatzes annahm. Dieser besagte: Das Volk ist alles, das Individuum nichts. Wie die Situation der Frauen, insbesondere der Lehrerinnen, zu dieser Zeit aussah, soll im Folgenden behandelt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

2 Das Bild der Frau im Nationalsozialismus

3 Die Verdrängung der Frau aus dem Lehrer(innen)beruf

4 Ideologische Vorstellung und Alltagswirklichkeit

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Rolle und die berufliche Situation von Lehrerinnen während der Zeit der NS-Diktatur und analysiert den Widerspruch zwischen der propagierten nationalsozialistischen Ideologie und der realen Notwendigkeit weiblicher Arbeitskräfte.

  • Historischer Wandel der Frauenrolle von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus
  • Die systematische Verdrängung von Frauen aus dem akademischen Arbeitsmarkt
  • Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie auf das Bildungssystem und den Lehrerberuf
  • Spannungsfeld zwischen ideologischem Mutterbild und kriegsbedingtem Arbeitskräftemangel
  • Analyse der täglichen Arbeitsbedingungen und der Überwachung von Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

Die Verdrängung der Frau aus dem Lehrer(innen)beruf

Obwohl sich die Auffassung der „natürlichen“ Arbeitsteilung der Geschlechter inzwischen etabliert hatte, setzten sich einige Frauen weiterhin für die Emanzipation ein. Andere waren auf ihren Beruf, beispielsweise als Lehrerin, angewiesen und wollten nach wie vor in diesem arbeiten. Diese Frauen galt es nun aus der Arbeitswelt zu isolieren.

„Mit der Verpflichtung auf die Mutterrolle wurde die Frau aus dem öffentlichen Leben herausgedrängt und der hart umkämpfte Arbeitsmarkt entlastet.“ Diese Verdrängung der Frau war in den akademischen Berufen am stärksten Ausgeprägt. Dafür spricht beispielsweise auch der §28 des deutschen Beamtengesetztes von 1937, in dem die Voraussetzung für eine Verbeamtung auf Lebenszeit bei männlichen Beamten die Vollendung des 27. Lebensjahres war, während bei weiblichen Beamten die Altersgrenze bei 35 Jahren lag. Begründet wurde diese Differenz zwischen Männern und Frauen von dem NS-Beamtenrechtsexperte Arthur Brand mit folgendem Zitat.

„Diese Vorschrift … bezweckt […] die weiblichen Beamten tunlichst auf den Beruf als Frau und Mutter hinzuweisen und sie erst dann in den öffentlichen Dienst zu übernehmen, wenn nach den Erfahrungen des Lebens eine Aussicht auf Heirat nur noch in geringem Maße besteht. Es entspricht dies der Grundauffassung des Nationalsozialismus, dass die Frau in das Haus und die Familie gehört und nur in Ausnahmefällen sich im öffentlichen Leben betätigen soll.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zeitgeschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus und die damit verbundene Gleichschaltung von Gesellschaft und Schule.

2 Das Bild der Frau im Nationalsozialismus: Hier wird die nationalsozialistische Ideologie der Geschlechterpolarität dargestellt, welche die Frau primär auf ihre Rolle als Mutter und Hüterin der Rasse reduzierte.

3 Die Verdrängung der Frau aus dem Lehrer(innen)beruf: Das Kapitel behandelt die gezielten gesetzlichen Maßnahmen zur Ausgrenzung von Frauen aus akademischen Berufen und dem Schuldienst.

4 Ideologische Vorstellung und Alltagswirklichkeit: Hier wird der Widerspruch zwischen der NS-Ideologie und der kriegsbedingten Notwendigkeit des Einsatzes von Lehrerinnen im Berufsalltag analysiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die NS-Frauenpolitik die Lebenswirklichkeit weit verfehlte und der Arbeitseinsatz von Frauen für den Fortbestand des Staates unerlässlich wurde.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Frauenemanzipation, Lehrerinnen, Berufsverbot, Zölibatsklausel, NS-Ideologie, Geschlechterpolarität, Schaukelpolitik, Arbeitsmarkt, Beamtengesetz, Mutterrolle, Gleichschaltung, Lehrermangel, Alltagsüberwachung, Doppelbelastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der Lehrerinnen während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und untersucht, wie sich die politische Ideologie auf ihre berufliche Stellung auswirkte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Feldern zählen die Frauenpolitik der Nationalsozialisten, die gesetzliche Verdrängung aus dem Schuldienst und der Widerspruch zwischen Ideologie und der tatsächlichen Notwendigkeit weiblicher Arbeitskräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das nationalsozialistische Frauenbild mit der Lebenswirklichkeit kollidierte, insbesondere am Beispiel der Lehrerinnen, die trotz Verdrängungsversuchen aufgrund von Lehrermangel weiter arbeiten mussten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte historische Analyse, die sich auf Fachliteratur und zeitgenössische Quellen stützt, um die Situation der Lehrerinnen in diesem Zeitraum zu rekonstruieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Frauenbildes im NS-Staat, die rechtlichen Instrumente zur Verdrängung aus dem Beruf sowie die Analyse der Alltagswirklichkeit, die durch psychoterroristische Überwachung und den kriegsbedingten Lehrermangel geprägt war.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Nationalsozialismus, Frauenemanzipation, Lehrerinnenberuf, Zölibatsklausel und die Diskrepanz zwischen Ideologie und Alltagspraxis sind die prägenden Begriffe.

Warum war der Beruf der Lehrerin für die Nationalsozialisten ideologisch so problematisch?

Der Lehrerberuf galt als akademische Tätigkeit, die dem männlichen Lebensbereich zugeordnet wurde, was im direkten Widerspruch zum nationalsozialistischen Ideal der Frau als ausschließliche Mutter und Hausfrau stand.

Welchen Einfluss hatte der Zweite Weltkrieg auf die Anstellungssituation von Lehrerinnen?

Durch die Abwesenheit vieler Männer an der Front entstand ein erheblicher Lehrermangel, wodurch der Staat gezwungen war, Lehrerinnen – teils sogar verheiratete – wieder verstärkt in den Schuldienst zu integrieren.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Geschichte der Lehrerinnen zur Zeit der NS-Diktatur
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,0
Autor
Jessica Rothmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V356769
ISBN (eBook)
9783668425101
ISBN (Buch)
9783668425118
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschichte lehrerinnen zeit ns-diktatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Rothmann (Autor:in), 2016, Die Geschichte der Lehrerinnen zur Zeit der NS-Diktatur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356769
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Leseprobe aus  12  Seiten
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