Der Auszubildende ist nach der Unterweisung in der Lage, eine technische Zeichnung nach den Vorgaben der DIN 824 Form-A selbständig und fehlerfrei zu falten und anschließend zu archivieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Rahmenbedingungen
1.1 Adressatenanalyse
1.2 Lernort
1.3 Zeitpunkt und Dauer der Unterweisung
2. Didaktischer Aufbau/Strukturierung der Lernziele
2.1 Richtlernziel
2.2 Groblernziel
2.3 Feinlernziel
2.3.1 Kognitiver Lernbereich
2.3.2 Psychomotorischer Lernbereich
2.3.3 Affektiver Lernbereich
2.3.4 Schlüsselqualifikationen
2.3.5 Didaktische Prinzipien
3. Methodischer Aufbau
3.1 Methodenwahl und –begründung
3.2 Unterweisungsablauf
3.2.1 1. Stufe Vorbereiten
3.2.2 2. und 3. Stufe Gemeinsames Erarbeiten in angemessenen Teilschritten
3.2.3 4. Stufe Üben
3.3 Arbeitszergliederung
3.3.1 Einstiegsphase
3.3.2 Erklärungs- und Erarbeitungsphase
3.3.3 Übungs- und Kontrollphase
4. Planung/Sicherung des Lernerfolges
4.1 Lernzielkontrolle
4.2 Endkontrolle
4.3 Bei Nichterreichung des Lernzieles
4.4 Didaktische Reserve
5. Benötigte Hilfsmittel
6. Auszug aus Ausbildungsrahmenplan
Zielsetzung & Themen
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Konzeption einer praxisorientierten Unterweisung für Auszubildende zum Technischen Produktdesigner, um die korrekte Falttechnik technischer Zeichnungen nach DIN-Norm zu vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch die Anwendung der modifizierten 4-Stufen-Methode eine nachhaltige fachliche und methodische Kompetenzentwicklung im Bereich der technischen Dokumentation sichergestellt werden kann.
- Vermittlung der DIN 824-A Faltnorm für technische Zeichnungen.
- Methodische Gestaltung einer 20-minütigen Unterweisungseinheit.
- Förderung der Handlungskompetenz durch psychomotorisches Üben.
- Implementierung von Qualitätssicherung und Selbstkontrolle im Arbeitsprozess.
Auszug aus dem Buch
3.2.2 2. und 3. Stufe Gemeinsames Erarbeiten in angemessenen Teilschritten
Der Ausbilder zeigt dem Auszubildenden die Quellen für die Norm DIN 824-A. Er weist den Auszubildenden auf das zu faltende Format DIN-A1 hin. Der Ausbilder fragt den Auszubildenden nach den vorzubereitenden Tätigkeiten und nach der aus seiner Sicht korrekten Reihenfolge des Faltvorgangs. Ausbilder und Auszubildender arbeiten parallel und beginnen jeweils mit dem Falten einer Zeichnung von DIN-A1 auf DIN-A4. Die Zeichnung wird umgedreht, liegt mit dem Schriftfeld nach unten und es wird der erste und zweite Knick gefaltet. Anschließend wird der zweite Knick wieder aufgefaltet und die Zeichnung umgedreht. Die dritte Falte wird mit Hilfe eines an der Markierung eingelegten Lineals geknickt. Danach wird die Schrägfalte geknickt und der dritte Knick wieder aufgeklappt. Als nächster Knick folgt die Zwischenfalte. Dazu wird der rechte Bereich der Zeichnung nach links geschoben und der erste und dritte Knick falten ein. Jetzt wird der erste Knick deckungsgleich auf den zweiten Knick gelegt und dann die verdeckte Zwischenfalte gefaltet. Die Zeichnung wird wieder auf die Rückseite gedreht und an der langen Kante auf der Hälfte gefaltet. Die fertige Zeichnung wird mit einem DIN-A4 Blatt verglichen und das Ergebnis bewertet. Im Anschluss locht der Auszubildende die Zeichnung und heftet sie in einem Ordner ab. Während der Tätigkeit erklärt und begründet der Auszubildende seine Vorgehensweise. Der Ausbilder hat bei fehlerhafter Ausführung die Möglichkeit durch gezielte Fragestellung korrigierend einzugreifen. Der Ausbilder lobt nach erfolgreicher Arbeit oder übt bei unsachgemäßer Durchführung oder nicht zufriedenstellendem Ergebnis sachliche Kritik.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel definiert die Ausgangslage, einschließlich der Adressatenanalyse, des Lernortes sowie des zeitlichen Rahmens der Unterweisung.
2. Didaktischer Aufbau/Strukturierung der Lernziele: Hier werden die hierarchischen Lernziele vom Richtlernziel bis zum spezifischen Feinlernziel in kognitiven, psychomotorischen und affektiven Bereichen dargelegt.
3. Methodischer Aufbau: Dieser Abschnitt erläutert die gewählte 4-Stufen-Methode, den geplanten Unterweisungsablauf sowie die detaillierte Arbeitszergliederung in Einstiegs-, Erarbeitungs- und Übungsphasen.
4. Planung/Sicherung des Lernerfolges: Der Fokus liegt hier auf der Lernzielkontrolle, der Endbewertung sowie Strategien bei Nicht-Erreichen des Lernziels inklusive didaktischer Reserve.
5. Benötigte Hilfsmittel: Auflistung der für die praktische Unterweisung erforderlichen Arbeitsmittel und Dokumentationsunterlagen.
6. Auszug aus Ausbildungsrahmenplan: Dokumentation der offiziellen Ausbildungsanforderungen gemäß IHK-Vorgaben als Grundlage für die Unterweisung.
Schlüsselwörter
Technische Produktdesigner, AEVO, DIN 824-A, 4-Stufen-Methode, Falttechnik, Unterweisungsentwurf, Ausbildungsrahmenplan, Handlungskompetenz, technische Zeichnung, DIN-A1, DIN-A4, fachliche Qualifikation, Lernzielkontrolle, Arbeitssicherheit, Berufsbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterweisungsentwurf grundlegend?
Der Entwurf dient als Leitfaden für eine AEVO-Prüfungsunterweisung, in der einem Auszubildenden vermittelt wird, wie eine DIN-A1 technische Zeichnung normgerecht nach DIN 824-A für die DIN-A4 Archivierung gefaltet wird.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen die didaktische Planung, die methodische Strukturierung einer Unterweisung am Arbeitsplatz sowie die praktische Anwendung technischer Normen zur Zeichnungsablage.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Auszubildenden dazu zu befähigen, eine technische Zeichnung selbstständig, fehlerfrei und normgerecht zu falten sowie die dafür notwendigen Arbeitsschritte sicher anzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Unterweisung verwendet?
Es wird die modifizierte 4-Stufen-Methode verwendet, die eine optimale Kombination aus theoretischer Anleitung und praktischem, eigenständigem Handeln bietet.
Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische Strukturierung der Lernziele, die Begründung der Methodenwahl und die detaillierte Arbeitszergliederung der einzelnen Unterweisungsphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wesentliche Begriffe sind DIN 824-A, 4-Stufen-Methode, Technische Produktdesigner, Falttechnik und Ausbildungsrahmenplan.
Wie erfolgt die Erfolgskontrolle durch den Ausbilder?
Die Kontrolle erfolgt durch kontinuierliche Begleitung während der Unterweisung, eine Endkontrolle anhand des Faltergebnisses sowie eine abschließende Ergebnissicherung durch die Dokumentation im Berichtsheft.
Was geschieht, wenn der Auszubildende das Ziel schneller als geplant erreicht?
Für diesen Fall sieht der Entwurf eine didaktische Reserve vor, bei der der Auszubildende ein weiteres Format zum selbstständigen Falten erhält.
Welche Rolle spielt die Arbeitssicherheit bei dieser Unterweisung?
Die Arbeitssicherheit wird explizit thematisiert, insbesondere durch den Hinweis auf die Verletzungsgefahr an scharfen Papierkanten und die Notwendigkeit von Sauberkeit an Händen und Arbeitsplatz.
- Arbeit zitieren
- Carsten Natemeyer (Autor:in), 2017, Normgerechtes Falten einer DIN-A1 Zeichnung nach DIN 824-A (Unterweisung Technische/r Produktdesigner/in), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356774