Mit dieser Abhandlung sollen Personen angesprochen werden, die sich für die Technologien interessieren und diese im professionelleren privaten Umfeld oder im betrieblichen Bereich einsetzen möchten, ohne jedoch dicke Bücher über die genaue Zusammensetzung der verwendeten Materialien wälzen zu wollen oder ein dickes Budget für Industriemaschinen und Forschung haben.
Zuerst wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Fertigungsverfahren gegeben. Anschließend wird erklärt, worauf es bei der Konstruktion und Auslegung von Bauteilen ankommt, die generativ gefertigt werden und schließlich wird ein Ausblick gegeben, was wir in Zukunft von generativen Fertigungsverfahren erwarten können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Funktionsweise der generativen Fertigungsverfahren
2.1. Einsatzgebiete von generativen Verfahren
2.2. Generelle Funktionsweise
3. Überblick über die Fertigungsverfahren
3.1. Laminated Object Manufacturing (LOM)
3.1.1. Vorteile
3.1.2. Nachteile
3.1.3. Ausblick
3.2. Fused Deposition Modeling (FDM)
3.2.1. Vorteile
3.2.2. Nachteile
3.2.3. Ausblick
3.3. 3D-Printing (3DP)
3.3.1. Vorteile
3.3.2. Nachteile
3.3.3. Ausblick
3.4. Selektives Lasersintern (SLS)
3.4.1. Vorteile
3.4.2. Nachteile
3.4.3. Ausblick
3.5. Selective Laser Melting (SLM)
3.5.1. Vorteile
3.5.2. Nachteile
3.5.3. Ausblick
3.6. Mask Sintering (MS)
3.6.1. Vorteile
3.6.2. Nachteile
3.6.3. Ausblick
3.7. Poly-Jet Modeling (PJM)
3.7.1. Vorteile
3.7.2. Nachteile
3.7.3. Ausblick
3.8. Digital Light Processing (DLP)
3.8.1. Vorteile
3.8.2. Nachteile
3.9. Stereolithographie (SL)
3.9.1. Vorteile
3.9.2. Nachteile
3.9.3. Ausblick
4. Vorteile von generativen Fertigungsverfahren gegenüber klassischen Fertigungsverfahren
5. Ansprüche an Design und Konstruktion
5.1. Konstruktive Sichtweise
5.1.1. Generell
5.1.2. Bauteiloptimierung
5.1.3. Nachbearbeitung
5.1.4. Einsatz von Funktionselementen
5.2. Wirtschaftliche Sichtweise
6. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand generativer Fertigungsverfahren zu geben und aufzuzeigen, wie diese Technologien von unterschiedlichen Anwendern – von der Privatperson bis zum Großkonzern – effizient für Konstruktion und Produktdesign genutzt werden können.
- Funktionsweisen gängiger generativer Schichtbauverfahren
- Anwendungsspezifische Vorteile und technologische Herausforderungen
- Konstruktive Besonderheiten und Optimierungspotenziale (Bionik, Leichtbau)
- Wirtschaftliche Betrachtung und Mass Customization
- Methoden zur Bauteiloptimierung und Nachbearbeitung
Auszug aus dem Buch
3.4. Selektives Lasersintern (SLS)
Dieses Verfahren ähnelt dem des 3D-Printing, wobei das Pulver jedoch über einen Laser verschmolzen und nicht mit einem Binder verklebt wird. Das restliche, unverschmolzene Pulver kann größtenteils wiederverwendet werden, da es nur als Stützmaterial während des Fertigungsprozesses benötigt wird. Beim Selektiven Lasersintern können viele verschiedene Materialien zum Einsatz kommen, zum Beispiel Polyamid (PA), Polystyrol (PS) und Polyetheretherketon (PEEK). Weiterhin ist inzwischen auch die Verwendung von glas- und kohlefaserverstärkten Kunststoffen möglich, wobei die Fasern hier jedoch kürzer sind, als bei konventionell hergestellten Werkstoffen. Dies bewirkt schlechtere mechanische Eigenschaften senkrecht zu den Schichten. Der Fertigungsprozess wird gewöhnlich unter einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt, um den Alterungsvorgang des Pulvers zu kompensieren (vgl. [1], S. 30).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz generativer Verfahren für verschiedene Unternehmensgrößen und Privatnutzer und umreißt den inhaltlichen Rahmen der Arbeit.
2. Funktionsweise der generativen Fertigungsverfahren: Dieses Kapitel erläutert die Grundbegriffe, Einsatzbereiche wie Funktionsintegration und Mass Customization sowie die generellen Funktionsprinzipien der Schichtbauverfahren.
3. Überblick über die Fertigungsverfahren: Hier werden spezifische Technologien wie LOM, FDM, 3DP, SLS, SLM, MS, PJM, DLP und SL im Detail hinsichtlich Funktionsweise, Vor- und Nachteilen sowie Zukunftsaussichten vorgestellt.
4. Vorteile von generativen Fertigungsverfahren gegenüber klassischen Fertigungsverfahren: Das Kapitel arbeitet die Flexibilität bei Konstruktionsänderungen, den Verzicht auf Werkzeuge und die Potenziale für Leichtbau sowie bionische Designs heraus.
5. Ansprüche an Design und Konstruktion: Dieser Hauptteil widmet sich den konstruktiven Anforderungen, der Topologie- und Formoptimierung, der Nachbearbeitung sowie wirtschaftlichen Aspekten der Prozesskette.
6. Ausblick: Der abschließende Teil skizziert aktuelle Forschungsfelder wie die Prozess- und Qualitätsoptimierung und bewertet die künftige Bedeutung der generativen Fertigung.
Schlüsselwörter
Generative Fertigungsverfahren, 3D-Druck, Additive Manufacturing, Konstruktion, Rapid Prototyping, Schichtbauverfahren, Selektives Lasersintern, Bauteiloptimierung, Leichtbau, Funktionsintegration, Mass Customization, CAD-Modell, STL-Datei, Werkstoffkunde, Fertigungstechnik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen praxisorientierten Überblick über generative Fertigungsverfahren, ihre technologischen Prinzipien und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der modernen Konstruktion und Produktion.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den zentralen Feldern zählen die Funktionsweise verschiedener 3D-Drucktechnologien, die konstruktive Gestaltung für generative Prozesse, Materialfragen sowie die wirtschaftliche Bewertung im Vergleich zu klassischen Verfahren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie generative Fertigung über alle Unternehmensgrößen hinweg und im privaten Umfeld genutzt werden kann, ohne dass tiefgreifendes Expertenwissen oder millionenschwere Budgets erforderlich sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung technischer Dokumentationen und Anwenderleitfäden zur Auswahl und Anwendung generativer Verfahren.
Was sind die Schwerpunkte im Hauptteil?
Im Hauptteil stehen der detaillierte Vergleich der Fertigungsverfahren sowie die Anforderungen an Design und Konstruktion im Fokus, insbesondere unter Aspekten der Bauteiloptimierung und Wirtschaftlichkeit.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Additive Manufacturing, Selektives Lasersintern, Funktionsintegration, Topologieoptimierung und Rapid Prototyping beschreiben.
Warum ist die Wahl der Baurichtung bei der Konstruktion für generative Verfahren kritisch?
Da die Teile schichtweise (meist in Z-Richtung) aufgebaut werden, beeinflusst die Ausrichtung sowohl die Bauzeit als auch die mechanischen Eigenschaften, da diese oft anisotrop (richtungsabhängig) ausfallen.
Welchen Einfluss hat die SKO-Methode auf die Bauteilgestaltung?
Die Soft Kill Option (SKO) ermöglicht eine bionisch inspirierte Gewichtsoptimierung, indem Material an gering belasteten Stellen automatisch entfernt und die Struktur so auf das mechanische Anforderungsprofil zugeschnitten wird.
Warum wird im Kontext der generativen Fertigung oft von "Mass Customization" gesprochen?
Da keine festen Werkzeuge oder Formen benötigt werden, können Produkte ohne hohe Mehrkosten individualisiert werden, was eine wirtschaftliche Fertigung von Kleinserien bis hin zur Losgröße 1 ermöglicht.
Worin besteht die größte Herausforderung bei der Nachbearbeitung generativ gefertigter Teile?
Herausforderungen ergeben sich vor allem durch die oft raue Oberflächenbeschaffenheit, das Entfernen von Stützstrukturen oder Pulverresten in Hohlräumen sowie die Notwendigkeit spezieller Dichtverfahren bei medienführenden Bauteilen.
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- B. Eng. Marcus Müller (Autor), 2017, Generative Fertigungsverfahren. Technologie, Design, Konstruktion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/357226