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Prämien-Kosten Modelle in der Versicherungswirtschaft

Title: Prämien-Kosten Modelle in der Versicherungswirtschaft

Seminar Paper , 2003 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dennis Teichmann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Fragestellung, in welchem Maße Einzel- bzw. Gesamtrisiken durch Zusammenhänge zwischen Kosten und Prämien kalkulierbar sind und mit welchem Methoden bzw. Modellen die Prämienkalkulation einen Erlös errechnet, der den durch die Risiken möglichen Kosten gegenübersteht. Im Folgenden soll dabei insbesondere auf die Bedeutung von Prämien-Kosten Modellen in der Sachversicherung eingegangen werden. Diese Eingrenzung muss erfolgen, da es nur jeweils für eine Gruppe mit ähnlichen Risikopositionen möglich ist, nach gleichen Prämienkalkulationsprinzipien zu verfahren. 1 Somit ergibt sich für den Sachversicherungssektor eine besondere Eignung eines Prämien-Kosten Modells ohne Berücksichtigung von Zinseffekten, da hier Zeitdifferenzen zwischen Prämieneinzahlungen und Versicherungsleistungen eher zu vernachlässigen sind als in anderen Versicherungszweigen, wie z.B. der Lebensversicherung. 2 Dieses Modell wird daher im Folgenden auch den Fokus dieser Arbeit darstellen. Der Aufbau dieser Seminararbeit gestaltet sich wie folgt: In Kapitel zwei wird zunächst auf die Bedeutung und die Funktion von Prämien-Kosten Modellen eingegangen. Darauf aufbauend werden einzelne Prämien-Kosten Modelle erläutert und vorgestellt. Den Schwerpunkt bildet darin Abschnitt drei, in dem das für die Versicherungswirtschaft, mit Ausnahme der Lebensversicherungssparte, hauptsächlich relevante Modell ohne Berücksichtigung von Zinseffekten dargelegt wird. Dieser Abschnitt schließt mit einer beispielhaften Kalkulation einer Versicherungsprämie. Im vierten Kapitel werden weitere Prämien-Kosten Modelle vorgestellt, u.a. unter Berücksichtigung von Zinseffekten, dem Prämieneinzahlungszeitpunkt und Prämiendifferenzierungen. D ie Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung im fünften Abschnitt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. DIE BEDEUTUNG UND DIE FUNKTION VON PRÄMIEN-KOSTEN MODELLEN

3. DAS PRÄMIEN-KOSTEN MODELL OHNE BERÜCKSICHTIGUNG VON ZINSEFFEKTEN

3.1. DIE PRÄMIENELEMENTE

3.2. BESTIMMUNG DER RISIKOPRÄMIE

3.2.1. Die Notwendigkeit eines Sicherheitszuschlags

3.2.2. Prinzipien zur Kalkulation von Risikoprämien

3.2.3. Beispielhafte Risikoprämienkalkulationsprinzipien

3.3. BEISPIEL EINER PRÄMIENKALKULATION

3.4. PROBLEME DES FUNDAMENTALEN PRÄMIEN-KOSTEN MODELLS

3.5. BERÜCKSICHTIGUNG VON RÜCKVERSICHERUNGSMÖGLICHKEITEN

4. ALTERNATIVE PRÄMIEN-KOSTEN MODELLE

4.1. BERÜCKSICHTIGUNG VON ZINSEFFEKTEN

4.2. PRÄMIENDIFFERENZIERUNG NACH DEM ÄQUIVALENZPRINZIP

4.3. WEITERE PRÄMIEN-KOSTEN MODELLE

4.4. KRITISCHE BEURTEILUNG UND AUSBLICK

5. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Kalkulationsmethoden von Prämien-Kosten-Modellen in der Sachversicherung, um zu analysieren, wie Einzel- und Gesamtrisiken durch das Verhältnis von Kosten und Prämien abbildbar sind und welche Modelle zur Bestimmung eines risikogerechten Preises dienen.

  • Bedeutung und Funktion von Prämien-Kosten-Modellen in der Versicherungswirtschaft.
  • Mathematische Grundlagen der Risikoprämienkalkulation und der Sicherheitszuschläge.
  • Vergleichende Analyse verschiedener Kalkulationsprinzipien anhand von Fallbeispielen.
  • Integration von Zinseffekten und Rückversicherungsaspekten in die Prämienmodelle.
  • Kritische Beurteilung der Modellanwendungen und Ausblick auf marktorientierte Verfahren.

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Prinzipien zur Kalkulation von Risikoprämien

Die Vorschriften zur Kalkulation des Deckungsbedarfs des versicherungstechnischen Risikos, also zur Bestimmung der Risikoprämie, werden als Risikoprämienprinzipien bezeichnet. Ein Risikoprämienprinzip Π ordnet also der Zufallsvariable des Gesamtschadens X eine (Deckungs-)Prämie zu.

Um die Aussagekraft von Risikoprämienprinzipien zu gewährleisten, muss die Klasse aller Prinzipien stark eingeschränkt werden. Ziel eines Risikoprämienprinzips ist die Bestimmung einer Prämie, die den Kosten bzw. zu erwartenden Schäden angemessen ist. Da sich die Frage der Angemessenheit zumindest zum Teil nur subjektiv beantworten lässt, wurden grundlegende Anforderungen an Risikoprämienkalkulationsprinzipien in der Literatur entwickelt.

Die erste Forderung ist, dass die Risikoprämie in keinem Fall kleiner sein darf als der Erwartungswert der Schadenkosten. Also muss gelten: Π(X) ≥ E[X]. Mit dieser Forderung soll gewährleistet werden, dass das erwartete Ergebnis des Versicherungsgeschäfts für das Versicherungsunternehmen nicht negativ ist. Zum zweiten sollte das Versicherungsgeschäft derart ausgestaltet sein, dass die Prämie den maximal möglichen Schaden nicht übersteigt. Formal bedeutet dies: Π(X) ≤ max(X). Hiermit soll der Versicherungsnehmer davor geschützt werden, dass er selbst im Fall des höchstmöglichen Schadens eine Prämie zahlen muss, die den Schaden übersteigt. In diesem Fall wäre sein Verlust bei Nichtversicherung geringer gewesen als im Versicherungsfall. Das dritte Postulat lautet, dass im Falle eines sicheren Schadens, in dem kein versicherungstechnisches Risiko aufgrund des deterministischen Erwartungswert besteht, die Nettorisikoprämie genau diesem Erwartungswert entspricht, der Versicherer also keinen ungerechtfertigten Risikozuschlag erhebt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung definiert die Problemstellung der Arbeit bezüglich der Kalkulierbarkeit von Risiken im Sachversicherungssektor durch Prämien-Kosten-Modelle.

2. DIE BEDEUTUNG UND DIE FUNKTION VON PRÄMIEN-KOSTEN MODELLEN: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Kostenkalkulation und die Notwendigkeit differenzierter Deckungsbeiträge für Versicherungsunternehmen erläutert.

3. DAS PRÄMIEN-KOSTEN MODELL OHNE BERÜCKSICHTIGUNG VON ZINSEFFEKTEN: Dieses Kapitel behandelt das fundamentale Modell der Prämienkalkulation, inklusive der Bestimmung von Nettorisikoprämien, Sicherheitszuschlägen und betrieblichen Kostenkomponenten.

4. ALTERNATIVE PRÄMIEN-KOSTEN MODELLE: Die Erweiterung des Spektrums um Zinseffekte, Äquivalenzprinzipien und weitere differenzierte Einhebungssysteme wird in diesem Abschnitt analysiert.

5. FAZIT: Die Zusammenfassung der Ergebnisse betont die Abhängigkeit der Kalkulation vom gewählten Modell und verweist auf die wachsende Bedeutung marktorientierter Ansätze.

Schlüsselwörter

Prämien-Kosten-Modelle, Sachversicherung, Risikoprämie, Sicherheitszuschlag, Deckungsbeiträge, Schadensverteilung, Äquivalenzprinzip, Risikokalkulation, Betriebskostenzuschlag, Prämiendifferenzierung, Versicherungsökonomie, Kapitalanlagen, Cash-flow-Underwriting, Versicherungsmathematik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der versicherungswirtschaftlichen Kalkulation von Versicherungsprämien und untersucht, wie Kosten- und Prämienbestandteile in Modellen zur Risikodeckung strukturiert und berechnet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Prämienelementen, die mathematische Herleitung von Risikoprämien sowie die Bedeutung von Sicherheitszuschlägen und alternativen Kalkulationsmodellen unter Berücksichtigung von Zinsen oder Rückversicherung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Eignung verschiedener Prämien-Kosten-Modelle zu prüfen und aufzuzeigen, wie Versicherungsunternehmen durch eine systematische Zerlegung von Kosten und Prämien eine fundierte Informationsbasis für ihre Preisgestaltung schaffen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt deskriptive und mathematische Analysemethoden der Versicherungsökonomie, insbesondere die Modellierung stochastischer Schadensverteilungen sowie die Anwendung von Risikoprämienprinzipien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das fundamentale Prämien-Kosten-Modell, vergleicht verschiedene Kalkulationsprinzipien anhand von Fallbeispielen und diskutiert Erweiterungen wie Zinsträgermodelle und Prämiendifferenzierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Prämien-Kosten-Modelle, Risikoprämie, Sicherheitszuschlag, Äquivalenzprinzip, Sachversicherung und Deckungsbeiträge.

Warum ist das Varianzprinzip für das Versicherungsunternehmen oft vorteilhaft?

Wie in den Beispielkalkulationen gezeigt, kann das Varianzprinzip bei bestimmten Schadensverteilungen höhere erwartete Gewinne generieren und eine höhere Wahrscheinlichkeit für positive Versicherungsergebnisse bieten als alternative Prinzipien.

Welche Rolle spielt die Liberalisierung des Versicherungsmarktes für zukünftige Modelle?

Die Liberalisierung verstärkt den Wettbewerb, wodurch das Versicherungsgeschäft vermehrt als Anlageobjekt betrachtet wird, was den Einsatz moderner marktorientierter Modelle wie dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) begünstigt.

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Details

Title
Prämien-Kosten Modelle in der Versicherungswirtschaft
College
University of Hannover  (Lehrstuhl für Finanzmarkttheorie)
Course
Seminar zu "Finanzierungs- und Managementfragen bei der Sachversicherung"
Grade
1,7
Author
Dennis Teichmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V35755
ISBN (eBook)
9783638355773
Language
German
Tags
Prämien-Kosten Modelle Versicherungswirtschaft Seminar Finanzierungs- Managementfragen Sachversicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Teichmann (Author), 2003, Prämien-Kosten Modelle in der Versicherungswirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35755
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