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Die Umsetzung linguistischer Konzepte in Lehrbüchern für den Englischunterricht

Title: Die Umsetzung linguistischer Konzepte in Lehrbüchern für den Englischunterricht

Thesis (M.A.) , 2003 , 99 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Juliane Weiß (Author)

English Language and Literature Studies - Linguistics
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Der amerikanische Sprachwissenschaftler Noam Chomsky erklärte 1957, dass die Erforschung existenter Sprachen das Ziel verfolgt, Grammatiken zu erstellen, die anschließend ein Hilfsmittel zur Erzeugung von Sätzen in der zu analysierenden Sprache darstellen (vgl. Chomsky 1957:11). Eine auf derartige Weise entstandene Grammatik ist also eine nach bestimmten Regeln geordnete Sammlung der in einer Sprache denkbaren Satzstrukturen. In Abhängigkeit unterschiedlicher Ziele und Zielgruppen der einzelnen Grammatiken unterscheiden Linguisten mehrere Typen (vgl. Crystal 1997a:88). Der Begriff der traditionellen Grammatik umschreibt meist die Methoden, die aus den klassischen griechischen und römischen Grammatiken übernommen wurden, ehe man begann, die Strukturen von Sprachen im Detail zu erforschen. In der modernen Linguistik wird die Erforschung der Grammatik auf eine derartig traditionelle Weise für unwissenschaftlich gehalten, weil es sich um eine Methode handelt, „[…] in which languages were analysed in terms of Latin, with scant regard for empirical facts“ (ibid.). Der Ansatz einer theoretischen Grammatik geht tief in die Struktur einer Sprache hinein, um auf Konstrukte zu stoßen, die grammatikalische Untersuchungen der Sprache erst ermöglichen. Ziel einer solchen Grammatik ist es, bestimmte Theorien oder Modelle in einer Sprache zu begründen (vgl. Leech 1988:6). Deskriptive Grammatiken beschreiben die in einer Sprache auftretenden Konstruktionen, ohne sie innerhalb eines soziolinguistischen Kontexts zu sehen. Ein Korpus von gesprochenem oder geschriebenem Material wird untersucht und die enthaltenen Muster werden mit all ihren Details beschrieben. Der deskriptive Ansatz fokussiert demzufolge die Beschreibung von Sprache, wie sie tatsächlich gebraucht wird und gibt keine Empfehlungen, wie sie gebraucht werden sollte. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hintergründe

1.2 Vorgehensweise und Aufbau

2 Der Satz und seine Elemente

2.1 Das Konzept des Satzes

2.1.1 Major Sentences

2.1.2 Minor Sentences

2.2 Die funktionalen Elemente des Satzes

2.2.1 Subjekt

2.2.2 Prädikat/Verb

2.2.3 Objekt

2.2.4 Adverbial

2.2.5 Prädikativ

2.3 Die Satzstruktur

2.3.1 Subjekt-Prädikat-Analyse

2.3.2 Prädikator-Complement-Adjunkt-Analyse

2.3.3 Subjekt-Verb-Objekt-Adverbial-Prädikativ-Analyse

3 Das linguistische Konzept des Verbs und seine Entsprechung in der schulischen Lehre

3.1 Verbformen

3.1.1 Vollverben

3.1.2 Auxiliarverben

3.2 Verbfunktionen

3.2.1 Tempus

3.2.2 Aspekt

3.2.3 Modalität

3.2.4 Modus

4 Schlussbetrachtung

5 Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit linguistische Konzepte in ausgewählten Lehrbüchern für den gymnasialen Englischunterricht der Sekundarstufe I umgesetzt werden. Ziel ist es, den Grad der Kongruenz zwischen wissenschaftlichen Referenzgrammatiken und der didaktischen Aufbereitung in Schulbüchern zu analysieren.

  • Vergleich von Referenzgrammatiken mit didaktischen Grammatiken
  • Analyse von Satzstrukturen und funktionalen Satzelementen
  • Untersuchung von Verbkonzepten und deren Vermittlung im Unterricht
  • Bewertung der didaktischen Vereinfachung linguistischer Phänomene

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Major Sentences

Major sentences besitzen eine klar definierte Struktur. Durch die Betrachtung verschiedener Aspekte kann festgelegt werden, ob es sich bei einem Satz um einen major sentence handelt oder nicht. Zunächst benötigt jeder major sentence eine voll entwickelte Subjekt-Prädikat-Struktur, das heißt, ein vollständiger major sentence verfügt immer über ein Subjekt und ein Prädikat. Dabei besteht das Prädikat aus einem Verb oder einer Verbgruppe und den dazugehörigen Argumenten. Es ist nicht relevant, ob ein Operator vorausgeht (wie in Interrogativsätzen) oder nicht.

Innerhalb eines major sentence ist es grundsätzlich möglich, einzelne Elemente durch funktionale Elemente desselben Typs zu ersetzen. Weiterhin kann ein major sentence, beispielsweise des Typs Deklarativsatz, in die übrigen Arten eines major sentence wie Interrogativsätze, Imperativsätze oder Exklamativsätze, aber auch in Passivkonstruktionen transformiert werden. Die Kernaussage des Satzes geht dabei nicht verloren.

Abhängig von der Anzahl der Teilsätze eines Satzes und deren Beziehungen zueinander wird die Gruppe der major sentences nochmals in major simple sentences und major multiple sentences unterteilt. Der Einfachheit halber sollen an dieser Stelle die deutschen Bezeichnungen einfacher Satz für die Kategorie der major simple sentences und komplexer Satz für die Kategorie der major multiple sentences übernommen werden. Um Verwechslungen zu vermeiden, sei erwähnt, dass der englische Begriff complex sentence innerhalb dieser Arbeit mit Satzgefüge übersetzt wird, während es sich beim compound sentence um die Satzverbindung handelt.

Die Entsprechung des major sentence in den Lehrbuchreihen ist der Hauptsatz. Die Definitionen bezüglich des Aufbaus eines Hauptsatzes sind in den jedoch Lehrbuchreihen äußerst begrenzt, da durch die Reflexion der Muttersprache davon ausgegangen werden kann, dass der Schüler zu Beginn der Sekundarstufe I die Definitionsmerkmale dieses Satztyps bereits kennt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den theoretischen Hintergrund der Arbeit, definiert zentrale Begriffe der Grammatikforschung und legt den Fokus auf die Untersuchung linguistischer Konzepte in Lehrbüchern der Sekundarstufe I.

2 Der Satz und seine Elemente: Dieses Kapitel analysiert das Konzept des Satzes sowie dessen funktionale Elemente (Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverbial, Prädikativ) und vergleicht diese mit den Darstellungen in den untersuchten Schulbüchern.

3 Das linguistische Konzept des Verbs und seine Entsprechung in der schulischen Lehre: Hier werden die morphologischen und syntaktischen Aspekte von Verben, deren Untergruppen (Vollverben, Auxiliarverben) sowie die funktionalen Aspekte von Tempus, Aspekt, Modalität und Modus detailliert betrachtet.

4 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher linguistischer Beschreibung und didaktischer Reduktion im Fremdsprachenunterricht.

5 Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der untersuchten Lehrbuchreihen.

Schlüsselwörter

Englischunterricht, Didaktische Grammatik, Referenzgrammatik, Linguistische Konzepte, Satzstruktur, Verbfunktionen, Schulbücher, Sekundarstufe I, Spracherwerb, Grammatikvermittlung, Syntax, Morphologie, Lehrerwissen, Sprachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Umsetzung linguistischer Konzepte in Lehrbüchern für den Englischunterricht in der gymnasialen Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Satzstruktur, die verschiedenen Elemente des Satzes sowie das linguistische Konzept des Verbs und dessen funktionale Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie grammatikalische Basiskonzepte aus der Linguistik didaktisch aufbereitet werden und in welchem Maße sie sich an modernen Referenzgrammatiken orientieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein systematischer Vergleich zwischen wissenschaftlichen Referenzgrammatiken und ausgewählten gängigen Lehrbuchreihen vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Satzstruktur und der funktionalen Satzelemente sowie eine detaillierte Betrachtung der Verbformen und ihrer Funktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Didaktische Grammatik, Satzanalyse, Verbkonzepte und Fremdsprachenunterricht.

Warum werden Lehrbücher der Primarstufe und Sekundarstufe II nicht berücksichtigt?

Die Primarstufe verzichtet weitgehend auf explizites Grammatikwissen, während in der Sekundarstufe II der Fokus stärker auf Lektüren und Textarbeit als auf grammatikalischen Neuerungen liegt.

Welche Rolle spielt die Muttersprache bei der Grammatikvermittlung?

Die untersuchten Lehrbücher bauen darauf auf, dass Schüler viele grammatikalische Grundkonzepte bereits durch die Reflexion ihrer Muttersprache intuitiv verstehen und anwenden können.

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Details

Title
Die Umsetzung linguistischer Konzepte in Lehrbüchern für den Englischunterricht
College
University of Marburg
Grade
1,7
Author
Juliane Weiß (Author)
Publication Year
2003
Pages
99
Catalog Number
V35778
ISBN (eBook)
9783638355957
Language
German
Tags
Umsetzung Konzepte Lehrbüchern Englischunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Weiß (Author), 2003, Die Umsetzung linguistischer Konzepte in Lehrbüchern für den Englischunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35778
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