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Der demokratische Frieden. Kriegsführung der Gegenwart, Theorien und Strategien

Title: Der demokratische Frieden. Kriegsführung der Gegenwart, Theorien und Strategien

Term Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Die Frage, die in dieser Arbeit behandelt wird ist, ob das von Kant in die Theorie des demokratischen Friedens übernommene utilitaristische Argument, das im Kern auf der Kosten-Nutzen-Abwägung der Bürger aufbaut, auch noch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Kriegsführung westlicher Demokratien plausibel ist.

Zur Beantwortung dieser Frage sollen exemplarisch drei bedeutende Charakteristika der Kriegsführung der Gegenwart anhand ihrer potentiellen Kosten, finanzieller und menschlicher Art, für Bürger in westlichen Demokratien untersucht werden. Bei den Charakteristika der Kriegsführung der Gegenwart handelt es sich um die moderne Wehrtechnik, den vermehrten Einsatz von Private Security and Military Companies (PSMCs) und die Professionalisierung der Streitkräfte. Die wissenschaftliche Relevanz der Frage ergibt sich daraus, dass im Rahmen der internationalen Konfliktforschung die Kriegsführung der Gegenwart in der Regel nur anhand einzelner Facetten, nicht aber in Bezug auf mehrere ihr zugrundeliegenden Charakteristika untersucht wird. Um die Frage zu beantworten, werden qualitative Inhaltsanalysen von Texten und Statistiken, Primär-und Sekundärquellen, durchgeführt. Zunächst wird im folgenden Kapitel die Theorie des demokratischen Friedens erörtert und in einem weiteren Schwerpunkt eine kritische Würdigung des utilitaristischen Arguments durchgeführt. In der Folge wird auf die Kriegsführung der Gegenwart und in den anschließenden Kapiteln auf deren oben erwähnte Charakteristika und potentielle Kosten eingegangen. Im daran anschließenden Kapitel wird untersucht, wie die Charakteristika der Kriegsführung der Gegenwart die Kosten-Nutzen Abwägung der Bürger beeinflussen, und abschließend ein Fazit zu den gefundenen Ergebnissen im Rahmen der Hausarbeit gezogen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie des demokratischen Friedens

2.1 Das utilitaristische Argument – eine kritische Würdigung

3. Kriegsführung der Gegenwart

3.1 Moderne Wehrtechnik

3.2 Private Security and Military Companies

3.3 Professionalisierung der Streitkräfte

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die zeitgenössische Kriegsführung westlicher Demokratien das klassische utilitaristische Argument der Theorie des demokratischen Friedens beeinflusst. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob die Kosten-Nutzen-Abwägung der Bürger durch moderne militärische Entwicklungen noch immer als plausibler Erklärungsansatz für eine friedfertige Außenpolitik von Demokratien herangezogen werden kann.

  • Kritische Analyse des utilitaristischen Arguments nach Immanuel Kant.
  • Einfluss moderner Wehrtechnik und technologischer Kriegsführung.
  • Rolle privater Sicherheits- und Militärunternehmen (PSMCs).
  • Auswirkungen der Professionalisierung der Streitkräfte auf die Wahrnehmung menschlicher Kosten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Moderne Wehrtechnik

Die moderne Wehrtechnik umfasst, neben der von Müller und Schörnig (2016) im Schwerpunkt thematisierten Drohnentechnologie, noch weitere technologische Entwicklungen. Technologien, die dazu dienen Soldaten vom Schlachtfeld zu distanzieren (z.B. Cruise Missiles), Technologien, die die Sichtbarkeit eigener Soldaten reduzieren (z.B. Stealth Technik), Technologien die auf dem Schlachtfeld Soldaten unterstützen oder ersetzen (z.B. zählen hierzu neben Drohnen auch Roboter), Technologien die Soldaten schützen (z.B. Körper- und Fahrzeugpanzerung) (vgl. Müller 2010, S. 43).

Mit moderner Wehrtechnik werden Kostenersparnisse und die Reduktion von eigenen Verlusten angestrebt. Tatsächlich werden in ihnen „Schlüsselinstrumente der Kriegsführung“ gesehen, die die „Verwirklichung des Traumes vom unblutigen Krieg“ verheißen könnten (ebd., S. 43). Dass moderne Wehrtechnik tatsächlich zu einer finanziellen Entlastung der Streitkräfte führen wird muss jedoch angezweifelt werden. Denn sowohl Forschungs- und Entwicklungskosten als auch Produktionskosten für moderne Wehrtechnik nehmen bei voranschreitender technologischer Komplexität stark zu (vgl. Schörnig 2001, S. 5). Es scheint sich eine Kostenspirale abzuzeichnen, die die Militärbudgets von Nationen, die verstärkt auf moderne Wehrtechnik setzen, auf Dauer stark zu belasten droht. In einem Gedankenspiel des Autors Norman Augustine kommt dieser zu dem Schluss, dass, sofern der Kostentrend sich auf diese Weise fortsetzt, im Jahre 2035 ein einziges Kampfflugzeug das gesamte Verteidigungsbudget der Vereinigten Staaten aufbrauchen könnte (vgl. ebd.). Aus diesen Gründen haben westliche Nationen ihre Kooperation im Bereich der moderne Wehrtechnik in den letzten Jahren stark ausgebaut, in der Hoffnung, Kosten für Forschung und Entwicklung aufzuteilen und durch eine höhere Produktionszahl die Stückkosten durch Fixkostendegression zu senken (vgl. ebd., S. 10). Aber auch im Verkauf von moderner Wehrtechnik an andere Nationen wird eine Möglichkeit gesehen Kosten zu senken (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, ob Kants utilitaristisches Argument im Kontext moderner westlicher Kriegsführung noch Bestand hat.

2. Theorie des demokratischen Friedens: Das Kapitel erläutert die Grundzüge der liberalen Theorie des demokratischen Friedens und diskutiert insbesondere das normative sowie das utilitaristische Argument.

2.1 Das utilitaristische Argument – eine kritische Würdigung: Hier wird die Autonomie der Exekutive sowie die theoretische Antinomie des demokratischen Friedens kritisch reflektiert.

3. Kriegsführung der Gegenwart: Dieses Kapitel definiert die Charakteristika moderner westlicher Kriegsführung, insbesondere das Konzept des Network-Centric Warfare (NCW).

3.1 Moderne Wehrtechnik: Es wird analysiert, wie technologische Entwicklungen zur Distanzierung vom Schlachtfeld beitragen, aber gleichzeitig hohe Kosten verursachen.

3.2 Private Security and Military Companies: Dieses Kapitel befasst sich mit der Privatisierung militärischer Aufgaben und den Auswirkungen auf Kostenstrukturen und das Risiko für eingesetztes Personal.

3.3 Professionalisierung der Streitkräfte: Hier wird der Übergang von Wehrpflichtarmeen zu Freiwilligenarmeen hinsichtlich Kosten, Leistungsfähigkeit und gesellschaftlicher Risikoübernahme untersucht.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die finanzielle Kostensensibilität der Bürger als neues Korrektiv fungieren könnte.

Schlüsselwörter

Demokratischer Frieden, Immanuel Kant, Utilitarismus, Kriegsführung, Network-Centric Warfare, Moderne Wehrtechnik, Private Security and Military Companies, Professionalisierung, Freiwilligenarmee, Kosteneffizienz, Internationale Konfliktforschung, Militärbudget, Risikoübernahme, Kriegsvermeidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Theorie des demokratischen Friedens – speziell das utilitaristische Argument einer Kosten-Nutzen-Abwägung durch Bürger – angesichts moderner Kriegsführung noch plausibel ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die moderne Wehrtechnik, der vermehrte Einsatz privater Militärunternehmen (PSMCs) und die Professionalisierung der Streitkräfte hin zu Freiwilligenarmeen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob die veränderte Kriegsführung die Kosten-Nutzen-Abwägung der Bürger so beeinflusst, dass das traditionelle Argument für den demokratischen Frieden an Überzeugungskraft gewinnt oder verliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden qualitative Inhaltsanalysen von Texten, Statistiken sowie Primär- und Sekundärquellen zur Beantwortung der Forschungsfrage herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den demokratischen Frieden sowie eine detaillierte Analyse der drei genannten Charakteristika der modernen Kriegsführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind demokratischer Frieden, moderne Kriegsführung, Kosten-Nutzen-Abwägung, PSMCs, Freiwilligenarmee und technologische Rüstung.

Wie beeinflusst der Einsatz von Drohnen und Robotern die Kostenwahrnehmung?

Der Autor argumentiert, dass diese Technologien zwar eigene Verluste reduzieren können, dies jedoch den "Traum vom unblutigen Krieg" fördert, während gleichzeitig die finanziellen Kosten für moderne Technik massiv steigen.

Welche Rolle spielen private Sicherheitsfirmen bei der Verschleierung menschlicher Kosten?

Da Verluste bei privaten Dienstleistern oft außerhalb der nationalen militärischen Statistik bleiben oder weniger öffentlich wahrgenommen werden, kann dies dazu führen, dass der Preis eines Krieges für die Öffentlichkeit unsichtbar bleibt.

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Details

Title
Der demokratische Frieden. Kriegsführung der Gegenwart, Theorien und Strategien
College
University of Hagen
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V358010
ISBN (eBook)
9783668430518
ISBN (Book)
9783668430525
Language
German
Tags
Kant Demokratie Kriegsführung Frieden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Der demokratische Frieden. Kriegsführung der Gegenwart, Theorien und Strategien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358010
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