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Unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Ein Resilienzkonzept im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe

Titre: Unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Ein Resilienzkonzept im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe

Thèse de Bachelor , 2016 , 81 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Julia Schmitt (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die hohe Fluchtzuwanderung hat seit dem Jahr 2015 zur intensiven Auseinandersetzung im Umgang mit schutzsuchenden Menschen in Deutschland geführt. Für Asylsuchende ist die Ankunft in Deutschland zwar oft das Ende einer langen Fluchtodyssee, doch diese birgt oftmals neue Herausforderungen und Probleme. Im Rahmen der Flüchtlingsdebatte 2015 lag der Fokus auf der Versorgung und Unterbringung aller Flüchtlinge. Doch unter der Zahl der Asylbewerber_innen stellen Kinder und Jugendliche einen nicht unerheblichen Anteil dar. Diese besonders hilfebedürftige Gruppe von Asylsuchenden verlässt das Heimatland ohne Begleitung einer Bezugsperson oder wird während der Flucht von ihnen getrennt. 14.439 unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UmA) zählen daher zu den besonders schutzbedürftigen Personen und sollten nicht länger Randthema der aktuellen Debatte sein.

Ziel dieses Buches ist es, unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UmA) dahingehend zu unterstützen, ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben in Deutschland führen zu können. So haben sie die Chance der Integration, ohne dabei ihre eigene Identität zu verlieren. Die Frage „Wie resilienzfördernd arbeitet die Kinder- und Jugendhilfe mit Unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden?” ist eine der Hauptfragen, mit welcher sich die Autorin in dieser Thesis beschäftigt. In diesem Buch werden schwerpunktmäßig empirische Forschungsergebnisse auf die Erkenntnisfrage und somit die Relevanz und den Nutzen der Resilienz in Bezug auf die genannte Zielgruppe aufgezeigt. Im Theorieteil des Buchs wird die Bedeutung von Resilienz dargestellt. Wie gelingt es ressourcenorientiert mit dieser jungen Zielgruppe zu arbeiten, statt Probleme zu fokussieren? Die praktische Umsetzung von theoretischen Merkmalen der Resilienzförderung wird im Hauptteil empirisch untersucht.

Aus dem Inhalt:
- unbegleitete minderjährige Flüchtlinge;
- Aufnahmeverfahren in Deutschland;
- Resilienz;
- Resilienzförderung

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Zielgruppe: Unbegleitete minderjährige Asylsuchende

2.1 UmA – Eine Begriffserklärung

2.2 UmA auf der Flucht

2.3 Zahlen, Daten, Fakten in Deutschland

2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen für UmA

2.5 Aufnahmeverfahren in Deutschland

2.6 Besonderheiten für UmA im Asylverfahren – Die Handhabung der Kinder- und Jugendhilfe

2.7 Spannungsfeld: Kinder- und Jugendhilferecht und Asylrecht

3 Theorieteil: Das Resilienzkonzept

3.1 Resilienz – Eine Systematisierung des Begriffs

3.2 Resilienzförderung

3.3 Risiko- und Schutzfaktoren im Vergleich

3.4 Resilienzforschung – Studien der Entwicklungspsychologie

3.5 Theoretische Handlungsempfehlung zur Resilienzförderung in der Kinder- und Jugendhilfe

3.6 Kritik am Resilienzkonzept

4 Hauptteil: Eine empirische Untersuchung der Resilienzförderung mit UmA in der Kinder- und Jugendhilfe

4.1 Methodische Vorgehensweise

4.2 Die praktische Umsetzung resilienzfördernder Merkmale

4.3 Forschungserkenntnis und Handlungsempfehlung für die Kinder- und Jugendhilfe

5 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Konzept der Resilienz genutzt werden kann, um unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UmA) in der Kinder- und Jugendhilfe zu unterstützen. Ziel ist es, aus der Perspektive von Sozialarbeitern zu eruieren, welche Bedeutung resilienzfördernde Maßnahmen für diese besonders schutzbedürftige Zielgruppe haben und wie sie zu einem selbstbestimmten Leben in Deutschland beitragen können.

  • Definition und rechtliche Rahmenbedingungen für unbegleitete minderjährige Asylsuchende
  • Theoretische Fundierung des Resilienzkonzepts und dessen Übertragbarkeit auf die Jugendhilfe
  • Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren in der Biografie geflüchteter Jugendlicher
  • Empirische Untersuchung der praktischen Anwendung resilienzfördernder Ansätze in stationären und ambulanten Einrichtungen
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die professionelle Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe

Auszug aus dem Buch

3.1 Resilienz – Eine Systematisierung des Begriffs

Zum Ersten lässt sich Resilienz schwer als Begriff definieren und hält zum Zweiten viele Definitionen unterschiedlicher Autor_innen bereit. Hierzu werden die für die Thematik relevantesten Auslegungen aufgeführt, um somit die Vielschichtigkeit der Thematik fassbar zu machen.

Resilienz ist ein Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet zurückspringen. Dies meint, dass ein ursprünglicher Zustand wiederhergestellt wird (vgl. Schär / Steinebach, 2015: 98). Die Menschheit reagiert sehr unterschiedlich auf schwerwiegende Belastungen. Man unterscheidet zwischen jenen, die ihr Leben trotz auftretender Krisen gut meistern und anderen, welche sich nach Fehlschlägen dennoch erholen. Daneben gibt es jedoch Menschen, welche sich aufgrund langanhaltender Krisen nicht mehr erholen können. Doch von welchen Faktoren ist eine solch unterschiedliche Verarbeitung von Belastungsstörungen geprägt? Sind es die eigenen Merkmale, die einen stärken oder auch die der äußeren Realität?

Das Konzept der Resilienz ist 1990 zum ersten Mal in der therapeutischen Literatur aufzufinden. Von Autor_innen wurde es zu dem Zeitpunkt als ein Perspektivenwechsel gesehen. Hierbei wurde der therapeutische Blick den Defiziten bei Klient_innen abgewendet und den Stärken zugewendet. Resilienz ist als ein relationaler Begriff zu verstehen, was bedeutet, dass Individuen erst dann gestärkt sind, wenn sie Belastungen bzw. ein Scheitern erfahren haben. Bedeutend sind hier normative und nichtnormative Krisen zum Erlangen der Resilienz. Erstere meint die lebenszyklisch erwartende Krise, die in den Übergängen verschiedener Lebensphasen vorherrschen. Nichtnormative Krisen stellen jene dar, die unerwartet auftreten und nicht vorhersehbar sind (vgl. Welter-Enderlin / Hildenbrand, 2006: 20ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Resilienzförderung in der Kinder- und Jugendhilfe.

2 Die Zielgruppe: Unbegleitete minderjährige Asylsuchende: Dieses Kapitel definiert den Begriff UmA, beleuchtet Fluchtmotive sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Aufnahmeverfahren in Deutschland.

3 Theorieteil: Das Resilienzkonzept: Hier werden der Begriff der Resilienz systematisiert, relevante Schutz- und Risikofaktoren erläutert und theoretische Grundlagen für die Förderung in der Kinder- und Jugendhilfe gelegt.

4 Hauptteil: Eine empirische Untersuchung der Resilienzförderung mit UmA in der Kinder- und Jugendhilfe: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Studie und analysiert die praktische Umsetzung resilienzfördernder Ansätze in verschiedenen Betreuungseinrichtungen.

5 Resümee und Ausblick: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen in der sozialpädagogischen Praxis.

Schlüsselwörter

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende, UmA, Resilienz, Resilienzförderung, Kinder- und Jugendhilfe, KJH, Flucht, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Traumatisierung, Sozialarbeit, Identitätsbildung, Integrationswille, Lebensweltorientierung, Vertrauensaufbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender (UmA) in Deutschland und untersucht, wie diese durch Konzepte der Resilienzförderung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe gestärkt werden können.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die rechtliche und lebensweltliche Situation der Jugendlichen, der theoretische Rahmen von Resilienz, die Bedeutung von Bindung und Vertrauensaufbau sowie die praktische Umsetzung dieser Ansätze in stationären und ambulanten Jugendhilfeeinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie resilienzfördernd arbeitet die Kinder- und Jugendhilfe mit Unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden?“ und wie gestaltet sich diese Anwendung aus der Perspektive der Sozialarbeiter.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Die Autorin führte leitfadengestützte Experteninterviews mit Sozialarbeitern aus verschiedenen Betreuungseinrichtungen, die anschließend mittels klassischer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der empirischen Untersuchung. Er analysiert anhand der geführten Interviews, wie in der Praxis mit Fluchtursachen, Identitätsbildung, Alltagsstrukturierung und dem Aufbau von Beziehungen umgegangen wird, um resilientes Verhalten zu fördern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Resilienz, Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UmA), Kinder- und Jugendhilfe, Bindungsorientierung, Schutzfaktoren und Lebensweltorientierung.

Welche Rolle spielt die Altersfeststellung bei UmA?

Die Altersfeststellung ist ein kritischer Moment im Asylverfahren. Da offizielle Dokumente oft fehlen, wird häufig das Verfahren der Inaugenscheinnahme genutzt, das jedoch aufgrund der variierenden Pubertätsentwicklung als ungenau kritisiert wird.

Wie gehen Sozialarbeiter mit Traumatisierungen um?

Die befragten Experten betonen eine klare Abgrenzung zur therapeutischen Arbeit. Sie fokussieren auf bedarfsorientierte Begleitung und Alltagsstrukturierung, um Sicherheit zu vermitteln, anstatt die traumatischen Erlebnisse therapeutisch aufarbeiten zu wollen.

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Résumé des informations

Titre
Unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Ein Resilienzkonzept im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe
Université
Wiesbaden University of Applied Sciences
Note
1,0
Auteur
Julia Schmitt (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
81
N° de catalogue
V358058
ISBN (ebook)
9783668439474
ISBN (Livre)
9783668439481
ISBN (Livre)
9783960950783
Langue
allemand
mots-clé
unbegleitete asylsuchende resilienzkonzept bereich kinder- jugendhilfe eine forschungsarbeit rahmen arbeit zielgruppe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Schmitt (Auteur), 2016, Unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Ein Resilienzkonzept im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358058
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Extrait de  81  pages
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