Welche Schwierigkeiten nehmen Eltern wahr, deren Kinder sich am Übergang von der Schule in die Berufsausbildung befinden? Die Dokumentation eines Workshops, der Möglichkeiten einer dialogorientierten Kommunikation aufzeigt. (Groß-)Eltern, die sich mit den Schwierigkeiten ihrer (Enkel-)Kinder beim Übergang in die Berufsausbildung konstruktiv auseinandersetzen, finden in diesem Buch hilfreiche Informationen.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
1. Kurzvorstellung des Projekts
2. Rahmenbedingungen des Workshops und Einbindung in den Sozialraum
3. Zielsetzung und Teilnehmer
II. Hauptteil
1. Durchgeführter Ablauf mit aktuellem Stand
2. Perspektiven
3. Reflexion der eigenen Rolle
4. Reflexion der angewandten Methoden und des eigenen Handelns
III. Schlussteil
1. Verbindung des Projekts zur Zielsetzung
2. Inhaltliche Verbindung des Projekts zur Ausbildung
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Schwierigkeiten zu untersuchen, die (Groß-)Eltern beim Übergang ihrer (Enkel-)Kinder von der Schule in die Berufsausbildung wahrnehmen, und aufzuzeigen, wie Eltern ihre Kinder auf diesem Weg kompetenzorientiert begleiten können.
- Methodische Unterstützung durch Biografie-Arbeit
- Anwendung dialogorientierter Gesprächsführung
- Einsatz von Wertekarten zur Klärung von Erwartungen
- Entwicklung konkreter Handlungsoptionen mittels Fadenkreuz-Methode
- Reflexion der Elternrolle und Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung
Auszug aus dem Buch
1. Durchgeführter Ablauf mit aktuellem Stand
Der Workshop findet am 11. Februar 2016 im Nachbarschaftsbüro in der Ginnheimer Platensiedlung in Frankfurt am Main statt. Nach einer kurzen Vorstellung startet der Workshop mit einer 30-minütigen Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie von Herrn K. anhand des mitgebrachten Lebenslaufs. Hierzu bitte ich Herrn K. in der Mitte auf ein Poster eine Zeitachse (x-Achse) zu zeichnen, darauf die Angaben „0 Jahre“, „7 Jahre“, „14 Jahre“, „21 Jahre“ usw. zu notieren und auf der x-Achse ein Ereignis mit einem konkreten Datum einzutragen, bei der er eine schwierige Situation beim Übergang in den Beruf erlebt hatte. Zudem soll er in zwei Stichworten aufgetretene Schwierigkeiten unterhalb des Ereignisses aufschreiben. Herr K. trägt auf der x-Achse das Ereignis „Kein Job nach Studium“ und das Datum „1987“ ein und formuliert „fehlende Job-Perspektive“ und „Lehrerberuf in Deutschland?“. Ich bitte Herrn K. nun oberhalb der x-Achse anzugeben, was ihm konkret bei der Bewältigung der Schwierigkeit geholfen hat. Hier notiert Herr K. die Begriffe „starke eigene Persönlichkeit“ und „Familie“ auf dem Poster.
Ich setze mich übers Eck zu Herrn K. und bitte ihn, die Begriffe zu erläutern und die Frage zu beantworten, was bei der Bewältigung der angegebenen Schwierigkeiten geholfen hat. Herr K. erzählt, er habe nach 3 Jahren Studium im Alter von 24 Jahren zunächst keinen Job in Nigeria gefunden. Über einen Cousin der Familie fand er einen Job als Sachbearbeiter. Diese Tätigkeit, obwohl gut bezahlt, sei für ihn lediglich ein „Lückenfüller“ gewesen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Projekt sowie die soziokulturellen Rahmenbedingungen des Veranstaltungsortes in der Platensiedlung Ginnheim vor.
II. Hauptteil: Der Hauptteil dokumentiert detailliert den Workshop-Ablauf, reflektiert die angewandten Coaching-Methoden und betrachtet die Rolle des Autors als Elternbegleiter.
III. Schlussteil: Hier wird der Projekterfolg durch einen Abgleich mit den gesetzten Zielen evaluiert und der Bezug zur Qualifizierung zum Elternbegleiter hergestellt.
Schlüsselwörter
Elternbegleitung, Übergang Schule-Beruf, Biografie-Arbeit, Dialogorientierte Gesprächsführung, Wertekarten, Fadenkreuz-Methode, Eltern-Kind-Beziehung, Beratung, Kompetenzförderung, Platensiedlung, Familiendynamik, Erwartungsmanagement, Handlungsmöglichkeiten, Empowerment, Berufsfindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert einen Workshop für Eltern und Großeltern, der Unterstützungsmöglichkeiten beim Übergang von Jugendlichen von der Schule in die Berufsausbildung aufzeigt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Biografie-Arbeit, die dialogorientierte Gesprächsführung nach Johannes Schopp sowie die Reflexion elterlicher Erwartungen und Handlungsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Schwierigkeiten beim Übergang in den Beruf zu identifizieren und Eltern Werkzeuge an die Hand zu geben, ihre Kinder respektvoll und kompetenzorientiert zu begleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine praxisorientierte qualitative Dokumentation gewählt, die Methoden wie Zeitachsen-Analyse, Wertekarten-Arbeit und das Fadenkreuz-Modell nutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil schildert den konkreten Ablauf mit einem Teilnehmer, reflektiert die Gesprächsführung und die eigene Rolle als Elternbegleiter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Elternbegleitung, Dialog, Empowerment, Kompetenzförderung und die spezifische Gestaltung der Vater-Kind-Beziehung.
Warum war die Biografie-Arbeit mit Herrn K. so wichtig?
Sie half Herrn K., eigene Bewältigungsstrategien aus seiner Vergangenheit zu identifizieren und diese auf die aktuelle Situation seiner Tochter zu übertragen.
Welche Rolle spielt das "Fadenkreuz" im Workshop?
Das Fadenkreuz dient als visuelle Methode, um in den Lebensbereichen Familie, Beruf und Freizeit konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Vater zur Unterstützung der Tochter zu finden.
- Quote paper
- Dr. Andreas-Michael Blum (Author), 2016, Übergang Schule in den Beruf. Wie kann ich mein Kind und Enkel auf diesem Weg begleiten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358243