In nachfolgender Hausarbeit geht es um die Möglichkeiten von Gemeinschaftsschule, der Heterogenität und den unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen der Kinder gerecht zu werden. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Beantwortung folgender Frage: Inwiefern ist es einer Lehrkraft an einer Gemeinschaftsschule möglich Chancengleichheit, trotz unterschiedlicher Lernvoraussetzungen ihrer Schüler/ Schülerinnen herzustellen?
Zur Beantwortung der Forschungsfrage dient Literatur, welche sich mit Heterogenität, didaktischen Methoden und dem Konzept der Gemeinschaftsschule auseinander setzt. Zunächst werden die Begrifflichkeiten Heterogenität, Lernvoraussetzungen sowie Chancengleichheit definiert. Den theoretischen Rahmen bilden Pierre Bourdieu mit seiner Kapitaltheorie sowie der Interaktionistische Konstruktivismus nach Kersten Reich.
Im Anschluss wird das Konzept der Gemeinschaftsschule vorgestellt. Die Rolle der Lehrkraft an der Gemeinschaftsschule wird beschrieben und die Lernformen näher erläutert. Dabei finden zwei Aspekte besondere Berücksichtigung, die Beobachtungs- und Beziehungskommunikation sowie die Lehrkraft als Lerncoach.
Im analytischen Teil wird die Forschungsfrage diskutiert. Dafür werden Möglichkeiten und Grenzen der Lehrkräfte bezüglich der Chancengleichheit an Gemeinschaftsschulen aufgezeigt. Der Bezug zum theoretischen Rahmen wird hergestellt. Das Fazit fasst alles zusammen, dient der kritischen Beleuchtung und wird mit einem Ausblick, der zur Weiterentwicklung dieser Forschungsarbeit anregen soll abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung.
- 2 Begriffserklärungen
- 2.1 Heterogenität.
- 2.2 Lernvoraussetzungen.
- 2.3 Chancengleichheit.
- 3 Theoretischer Rahmen.
- 3.1 Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu.
- 3.2 Interaktionistischer Konstruktivismus nach Kersten Reich.
- 4 Pädagogisches Konzept der Gemeinschaftsschule.
- 5 Die Rolle der Lehrkraft an einer Gemeinschaftsschule.
- 5.1 Beobachtungs- und Beziehungskommunikation.
- 5.2 Die Lehrkraft als Lerncoach.
- 6 Beantwortung der Forschungsfrage.
- 7 Fazit und Bildungswissenschaftlicher Ausblick.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit den Möglichkeiten von Gemeinschaftsschulen, der Heterogenität und den unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen der Kinder gerecht zu werden. Der Fokus liegt auf der Beantwortung der Frage, inwiefern es einer Lehrkraft an einer Gemeinschaftsschule möglich ist, Chancengleichheit trotz unterschiedlicher Lernvoraussetzungen ihrer Schüler/innen herzustellen.
- Definition der Begriffe Heterogenität, Lernvoraussetzungen und Chancengleichheit.
- Theoretischer Rahmen: Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu und Interaktionistischer Konstruktivismus nach Kersten Reich.
- Das Konzept der Gemeinschaftsschule.
- Die Rolle der Lehrkraft an der Gemeinschaftsschule: Beobachtungs- und Beziehungskommunikation sowie die Lehrkraft als Lerncoach.
- Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen der Lehrkräfte bezüglich der Chancengleichheit an Gemeinschaftsschulen.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas Chancengleichheit und Heterogenität an Gemeinschaftsschulen vor dem Hintergrund des deutschen Bildungswesens und der PISA-Studie dar. Sie führt die Forschungsfrage ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.
Das Kapitel "Begriffserklärungen" definiert die zentralen Begriffe Heterogenität, Lernvoraussetzungen und Chancengleichheit.
Im Kapitel "Theoretischer Rahmen" werden die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu und der Interaktionistische Konstruktivismus nach Kersten Reich vorgestellt, die als theoretische Grundlage für die Analyse dienen.
Das Kapitel "Pädagogisches Konzept der Gemeinschaftsschule" beschreibt das Konzept der Gemeinschaftsschule und ihre Bedeutung für die Bewältigung von Heterogenität.
Das Kapitel "Die Rolle der Lehrkraft an einer Gemeinschaftsschule" analysiert die Aufgaben und Kompetenzen der Lehrkraft an der Gemeinschaftsschule, insbesondere im Hinblick auf Beobachtungs- und Beziehungskommunikation sowie die Rolle als Lerncoach.
Das Kapitel "Beantwortung der Forschungsfrage" diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen der Lehrkräfte bezüglich der Chancengleichheit an Gemeinschaftsschulen und stellt einen Bezug zum theoretischen Rahmen her.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Chancengleichheit, Heterogenität, Gemeinschaftsschule, Lernvoraussetzungen, Lehrkraft, Beobachtungs- und Beziehungskommunikation, Lerncoach, Kapitaltheorie, Interaktionistischer Konstruktivismus.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel einer Gemeinschaftsschule?
Das Ziel ist es, Schülern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gemeinsam Bildung zu ermöglichen und durch individuelle Förderung Chancengleichheit herzustellen.
Wie geht die Gemeinschaftsschule mit Heterogenität um?
Durch differenzierte Lernformen, Lerncoaching und eine veränderte Lehrerrolle wird die Unterschiedlichkeit der Schüler als Chance statt als Hindernis begriffen.
Was bedeutet die Rolle der Lehrkraft als "Lerncoach"?
Die Lehrkraft tritt weniger als Wissensvermittler im Frontalunterricht auf, sondern begleitet die Schüler individuell bei ihren Lernprozessen und berät sie bei der Zielsetzung.
Was besagt die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu in diesem Kontext?
Bourdieu erklärt, wie unterschiedliches ökonomisches, soziales und kulturelles Kapital der Eltern die Bildungschancen der Kinder beeinflusst – ein Problem, dem die Gemeinschaftsschule entgegenwirken will.
Was ist interaktionistischer Konstruktivismus?
Nach Kersten Reich bedeutet dies, dass Lernen als ein aktiver Konstruktionsprozess der Schüler verstanden wird, der durch soziale Interaktion und Beziehungskommunikation unterstützt werden muss.
- Quote paper
- Katherina Völker (Author), 2016, Chancengleichheit und Heterogenität an Gemeinschaftsschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358286