Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung des Bilderbuches für den Grundschulunterricht zu beleuchten. Zuerst erfolgt eine Darstellung der Entwicklung, der Definition, der Typologien und der Betrachtung der Qualitätsmerkmale von Bilderbüchern. Eine didaktische Analyse soll das Empfinden des pädagogischen Wertes des Bilderbuchs stärken.
Im nächsten Teil der Arbeit wird eine mögliche Unterrichtssequenz zum Bilderbuch „Die Geschichte vom Löwen,
der nicht schreiben konnte“ von Martin Baltscheit dargelegt. Ein Resümee schließt das Thema „Die Bedeutung von Bilderbüchern in der Grundschule“ ab.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Sachanalyse
1. Historische Entwicklung des Bilderbuches
2. Definition Bilderbuch
3 Typologien von Bilderbücher
4 Einteilung von Bilderbüchern nach Qualitätsmerkmalen
III Didaktische Analyse
1 Bilderbücher als Unterrichtsgegenstand
2 Bildungswert von Bilderbüchern
IV Bilderbuch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“
1 Kurzbiographie Martin Baltscheit
2 Inhaltsangabe
3 Bilderbuchanalyse
V Unterrichtssequenz Dschungel
1 Überblick über die einzelnen Stunden der Unterrichtssequenz Dschungel
2 Lehrplanbezug (Lehrplan Plus Bayern – Grundschule)
3 Sachanalyse – Analyse des Unterrichtsgegenstands
4 Artikulationsschemata der Deutschstunden
4 Vorstellung der weiteren Stunden
VI Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Bilderbüchern als didaktisches Medium im Grundschulunterricht. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie das Bilderbuch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ zur Förderung literarischer Bildung, zur Sprachförderung und zur ästhetischen Erziehung eingesetzt werden kann.
- Historische Entwicklung und Definition des Bilderbuchs
- Qualitätskriterien und Typologien von Bilderbüchern
- Didaktischer Bildungswert für Grundschüler
- Analyse des Werks von Martin Baltscheit
- Konzeption einer fächerübergreifenden Unterrichtssequenz
Auszug aus dem Buch
3 Bilderbuchanalyse
Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte, beginnt mit einer kurzen Einleitung, in der der Löwe vorgestellt wird (S. 2). Er ist Analphabet, doch das stört ihn nicht, da er in seinem Alltag diese Eigenschaft nicht braucht. Er muss lediglich brüllen und die Zähne fletschen. Nach dieser Hinführung beginnt die eigentliche Geschichte. Der König der Tiere trifft eine Löwendame und verliebt sich in sie. Von einem Missionar hat er gelernt, dass man Damen umwerben und ihnen Briefe schreiben muss. Seine Unfähigkeit zu schreiben wird zum Problem. Ab diesem Zeitpunkt wird die Geschichte linear erzählt: Nacheinander sucht der Löwe verschiedene Tiere auf, die ihm einen Liebesbrief für die Löwin schreiben sollen.
Als König der Tiere ist der Löwe nicht gerade zimperlich und funreundlich zu seinen Mittieren. „Schreib du mir einen Brief für die Löwin!“, befiehlt er dem Affen (S. 6). Danach „musste“ der Affe den Brief vorlesen (S. 6). Auch das Nilpferd wird vom Löwen zum Briefschreiben gezwungen. „Dort musste das Nilpferd einen neuen Brief schreiben“ (S. 8).
Die Suche des Löwen nach der richtigen Liebeserklärung dauert sechs Tage. Die Tiere haben über Nacht Zeit einen Brief zu verfassen. Am folgenden Morgen möchte der Löwe den jeweiligen Brief zur Post bringen, lässt ihn sich zuvor aber vorlesen. Enttäuscht über jeden Brief, zerreißt er das Geschriebene und brüllt: „Aber neiiiiin! So etwas hätte ich doch nie geschrieben!“ (S. 8). Er sucht sich ein neues Tier, das für ihn einen Brief schreiben soll.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Bilderbuchs als unverzichtbares pädagogisches Medium im Grundschulunterricht und stellt das Ziel der Arbeit vor.
II. Sachanalyse: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen durch eine historische Einordnung, Begriffsdefinitionen sowie eine Kategorisierung von Bilderbüchern nach Qualitätsmerkmalen.
III Didaktische Analyse: Hier wird der didaktische Wert von Bilderbüchern als Mittel zur Leseförderung und als Gegenstand ästhetischer Bildung erörtert.
IV Bilderbuch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“: Dieses Kapitel stellt den Autor vor, fasst die Handlung des gewählten Werks zusammen und analysiert es inhaltlich, sprachlich und bildnerisch.
V Unterrichtssequenz Dschungel: Dies ist der praktische Teil, der eine achtstündige Unterrichtssequenz inklusive Lehrplanbezug, Artikulationsschemata und methodischen Entscheidungen skizziert.
VI Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Bilderbüchern im Unterricht.
Schlüsselwörter
Bilderbuch, Grundschule, Schriftspracherwerb, Martin Baltscheit, Didaktik, Leseförderung, ästhetische Bildung, Unterrichtssequenz, Sprachförderung, Literaturvermittlung, fächerübergreifender Unterricht, Inhaltsanalyse, Medienkompetenz, Bild-Text-Relation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Bilderbüchern in der Grundschule und konkretisiert dies anhand einer Unterrichtssequenz zum Bilderbuch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“.
Welche Themenfelder sind zentral?
Zentrale Themen sind die didaktische Analyse von Bilderbüchern, deren Qualitätsmerkmale sowie deren Einsatz zur Förderung von Lese- und Schreibkompetenzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den pädagogischen Wert von Bilderbüchern aufzuzeigen und Lehrkräften durch eine detaillierte Unterrichtssequenz konkrete Anregungen für die Praxis zu geben.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es erfolgt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie eine inhaltliche, sprachliche und bildnerische Analyse des Primärwerks.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse des Bilderbuchs von Martin Baltscheit sowie die Darstellung einer vollständigen Unterrichtssequenz zum Thema Dschungel.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bilderbuchdidaktik, Schriftspracherwerb, fächerübergreifendes Lernen und kindgerechte Literaturanalyse bestimmt.
Warum spielt der „Karneval der Tiere“ in der Unterrichtssequenz eine Rolle?
Das Musikstück dient als atmosphärischer Begleiter und als Impulsgeber für die szenische Umsetzung („Jeux dramatique“) und die vertiefende Beschäftigung mit der Rolle des Löwen.
Wie unterstützt das gewählte Bilderbuch den Schreiblernprozess?
Das Buch thematisiert die Unfähigkeit des Löwen zu schreiben und fungiert als motivierender Aufhänger für die Schüler, sich mit dem Schreiben eigener Briefe und dem Alphabet zu befassen.
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- Nicole Kunz (Author), 2016, Die Bedeutung des Bilderbuches für den Grundschulunterricht anhand der "Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte" von Martin Baltscheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358337