Elektronische Marktplätze bilden z.B. die Plattformen für den gemeinsamen Einkauf und Austausch von Human Resources Dienstleistungen. Dies wiederum führt zu E-Collaboration, dem netzgestützten Austausch von Informationen und der Online-Abwicklung von Prozessen innerhalb des Unternehmens sowie mit Partnern außerhalb des Unternehmens. Das Unternehmensmanagement über das Web und Portallösungen sind heute schon ausgereift und leistungsfähig.
Der Einsatz kann jährlich Kosten in Millionenhöhe einsparen, weil die administrativen Aufgaben teilweise automatisiert werden.
Unternehmen sollten Portale zum Aufbau einer neuen Wissenskultur nutzen. Der Informationsfluss wird schneller und gezielter, die interne und externe Kommunikation wird umfassender und die Serviceorientierung der Unternehmen steigt.
Unternehmen, die Portale einführen, helfen ihren Mitarbeitern erfolgreicher zu arbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Problemstellung und Zielsetzung
3. Einordnung, Definition und Abgrenzung
3.1. Begriffsdefinition
3.2. Begriffsabgrenzungen
3.3. Das Human Resources-Portal als Business-to-Business Plattform
3.3.1. Formen von Portalen
3.3.1.1. Publishing Portals
3.3.1.2. Collaborative Portals
3.3.1.3. Decision Portals
3.3.1.4. Operational Portals
3.3.2. Bekannte und genutzte Human Resources Portale
3.3.3. Studie „Electronic Human Resources Management“
3.3.3.1. Bekanntheitsgrad
3.3.3.2. Nutzung
3.4. Das Mitarbeiterportal als Business-to-Employee Plattform
3.4.1. Eigenschaften von Mitarbeiterportalen
3.4.1.1. Ziele
3.4.1.2. Grundfunktionen von Mitarbeiterportalen
3.4.2. Vorgehensweise bei der Einführung
3.4.2.1. Anwendungsarchitektur
3.4.2.2. Organisatorische Umsetzung
3.4.2.3. Technische Umsetzung
3.4.3. Beispiel eines Vorgehensmodells für die Einführung eines Mitarbeiterportals
3.4.3.1. Analyse
3.4.3.2. Konzeption
3.4.3.3. Realisierung
3.4.3.4. Betrieb
3.4.4. Entwicklungsstände bei Mitarbeiterportalen
3.4.5. Vorteile durch Mitarbeiterportale
3.4.6. Gründe für das Scheitern von Mitarbeiterportalen
3.4.7. Erfolgsfaktoren für Mitarbeiterportale
3.5. Studie „Electronic Human Resources Management“
3.5.1. Angebote im Intranet
3.5.2. Erfahrungen mit den Angeboten
3.5.3. Technische Details
3.6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Potenziale und Limitierungen von Portallösungen in Unternehmen, mit dem Ziel, den Mehrwert von Mitarbeiterportalen im Kontext des "Business-to-Employee" (B2E) zu untersuchen und Empfehlungen für eine erfolgreiche Implementierung in komplexen IT-Landschaften zu geben.
- Grundlagen, Definitionen und Abgrenzung von verschiedenen Portalarten.
- Eigenschaften, Zielsetzungen und Funktionen von Mitarbeiterportalen.
- Methodische Vorgehensweisen bei der technischen und organisatorischen Einführung von Portalen.
- Erfolgsfaktoren und Ursachen für das Scheitern von Portalprojekten.
- Empirische Einblicke durch Studien zum "Electronic Human Resources Management".
Auszug aus dem Buch
3.4.2.1. Anwendungsarchitektur
Bei nahezu allen Unternehmen gibt es „gewachsene“ EDV-Anwendungen. „Da in solche Anwendungen sehr viel Geld und Wissen investiert worden ist, kann man sie nicht einfach über Nacht durch neue webgerechte Applikationen ablösen, vielmehr muss man sie integrieren.“ Auch nach Schelp gilt bei solchen Legacy-Systemen die Losung Integration statt Migration.
Demnach gibt es nur noch drei Fälle in denen eine Migration vorzuziehen ist: Wenn es für die Technologie kein Wartungspersonal mehr gibt, wenn die Hardware bzw. Basissoftware der Anwendung nicht mehr gewartet wird oder wenn das Anwendungssystem nicht mehr die Mindestanforderungen der User erfüllt. In allen anderen Fällen ist eine Integration der bestehenden Systeme vorteilhafter. Daher besteht die entsprechende Architektur meist aus einer zusätzlichen Integrationsschicht, an welche alle Applikationen angebunden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung der Verfügbarkeit relevanter Informationen in der modernen Arbeitswelt und die Problematik unstrukturierter, dezentraler Datenhaltung.
2. Problemstellung und Zielsetzung: Erläutert das exponentielle Datenwachstum in Unternehmen und die daraus resultierende Notwendigkeit für effiziente Portallösungen zur Prozessoptimierung.
3. Einordnung, Definition und Abgrenzung: Definiert den Begriff Portal und grenzt verschiedene Portalarten voneinander ab, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3.1. Begriffsdefinition: Führt theoretische Definitionen von Portallösungen an und erweitert diese um den Aspekt der Ausrichtung an Geschäftsprozessen.
3.2. Begriffsabgrenzungen: Ordnet Portalbezeichnungen grob fünf Kategorien zu, basierend auf deren Ausrichtung und Charakter.
3.3. Das Human Resources-Portal als Business-to-Business Plattform: Analysiert HR-Portale im B2B-Kontext und deren Rolle bei der Bewältigung von Krisen im Personalmanagement.
3.3.1. Formen von Portalen: Unterscheidet detailliert zwischen Publishing, Collaborative, Decision und Operational Portals.
3.3.2. Bekannte und genutzte Human Resources Portale: Untersucht den Bedarf an HR-Portalen und die Qualität bestehender Angebote auf Basis von Expertenbefragungen.
3.3.3. Studie „Electronic Human Resources Management“: Präsentiert Ergebnisse zum Bekanntheitsgrad und zur Nutzung von Human Resources Portalen durch Personalverantwortliche.
3.4. Das Mitarbeiterportal als Business-to-Employee Plattform: Beschreibt die logische Weiterentwicklung des Intranets hin zum personalisierten Mitarbeiterportal.
3.4.1. Eigenschaften von Mitarbeiterportalen: Legt die Ziele und Grundfunktionen wie Personalisierung, Single Sign On und Verfügbarkeit dar.
3.4.2. Vorgehensweise bei der Einführung: Diskutiert die architektonischen und organisatorischen Anforderungen bei der Implementierung von Portalprojekten.
3.4.3. Beispiel eines Vorgehensmodells für die Einführung eines Mitarbeiterportals: Stellt ein strukturiertes Vier-Phasen-Modell (Analyse, Konzeption, Realisierung, Betrieb) vor.
3.4.4. Entwicklungsstände bei Mitarbeiterportalen: Klassifiziert die Evolution von Portallösungen in vier aufeinander aufbauende Entwicklungsstufen.
3.4.5. Vorteile durch Mitarbeiterportale: Führt die Effizienzsteigerung und verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten als zentrale Nutzenargumente an.
3.4.6. Gründe für das Scheitern von Mitarbeiterportalen: Analysiert, warum viele Projekte trotz hoher Investitionen aufgrund fehlender Inhalte oder Akzeptanz scheitern.
3.4.7. Erfolgsfaktoren für Mitarbeiterportale: Leitet Anforderungen ab, die für ein Gelingen der Portaleinführung und Akzeptanz bei den Mitarbeitern entscheidend sind.
3.5. Studie „Electronic Human Resources Management“: Berichtet über Umfrageergebnisse zu den angebotenen Services und den Erfahrungen der Unternehmen.
3.5.1. Angebote im Intranet: Gibt einen Überblick über die Verbreitung verschiedener Serviceangebote im betrieblichen Intranet.
3.5.2. Erfahrungen mit den Angeboten: Zeigt Korrelationen zwischen der Anzahl der angebotenen Services und der Zufriedenheit bzw. Akzeptanz auf.
3.5.3. Technische Details: Beleuchtet die technologische Realisierung und die Zugangsmöglichkeiten für Mitarbeiter.
3.6. Fazit: Resümiert, dass Pragmatismus bei Portaleinführungen nötig ist und IT-Projekte stets als Unterstützung des Geschäftszwecks verstanden werden müssen.
Schlüsselwörter
Mitarbeiterportal, Business-to-Employee, Portallösungen, Wissensmanagement, Intranet, Anwendungsarchitektur, Systemintegration, Personalisierung, Geschäftsprozessoptimierung, Unternehmenskultur, Digitaler Arbeitsplatz, Electronic Human Resources Management, Integrationsplattform, IT-Strategie, Change Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Potenziale, Grenzen und strategischen Anforderungen von Portal-Technologien in modernen Unternehmen, insbesondere mit einem Fokus auf Mitarbeiterportale als Bindeglied zwischen IT und Belegschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition und Einordnung von Portalen, die architektonische Integration von Altsystemen, Vorgehensmodelle für die Einführung sowie Erfolgsfaktoren für eine hohe Mitarbeiterakzeptanz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen Portale effizient nutzen können, um Geschäftsprozesse zu optimieren und die Mitarbeiterführung zu unterstützen, ohne dabei die Komplexität der Systemlandschaft zu vernachlässigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus einer Literaturanalyse, dem Vergleich von Architekturkonzepten sowie der Auswertung von Studien zum Bereich Electronic Human Resources Management.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen detaillierte Vorgehensmodelle, technische Realisierungswege (wie JSP vs. ASP) und kritische Erfolgsfaktoren für die praktische Umsetzung eines Mitarbeiterportals analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mitarbeiterportal, Business-to-Employee, Wissensmanagement, Systemintegration, Portallösungen und Change Management.
Warum scheitern laut der Autorin viele Portalprojekte in Unternehmen?
Oftmals scheitern Projekte, weil sie ohne attraktive, nutzerrelevante Inhalte oder ohne den notwendigen Rückhalt durch das Management eingeführt werden. Ein rein technokratischer Ansatz ohne Fokus auf die Mitarbeiterbedürfnisse führt meist zur Ablehnung.
Was ist die Kernbotschaft bezüglich der technischen Umsetzung?
Die Autorin empfiehlt bei Legacy-Systemen den Grundsatz "Integration statt Migration". Für den Erfolg ist eine zusätzliche Integrationsschicht entscheidend, statt bestehende, bewährte Applikationen vorschnell abzulösen.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Einführung?
Die Unternehmenskultur ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Da Mitarbeiter das Portal als Kunden nutzen sollen, ist ein Dialog und eine motivierende Kommunikationskultur essentiell, um Widerstände abzubauen und die Nutzung des Systems zu fördern.
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- Silke Karaus-Klampt (Autor), 2006, Einführung eines Mitarbeiterportals. Möglichkeiten und Grenzen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358599