Valerij Jakovlevič Tarsis. Sein Werk und sein Leben


Bachelorarbeit, 2017

46 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeit der literarischen Angepasstheit
2.1. Publikationen in Novyj Mir
2.2. Innere Emigration – Beginn umfangreicher Werke

3. Zeit der schriftstellerischen Opposition – das Tauwetter
3.1 Tarsis Werke im Samizdat und Tamizdat
3.2 Kulturpolitik während des Tauwetters
3.3 Satire
3.4 Die Blaue Fliege
3.5 Die Folgen der Tamizdat-Publikationen
3.6 Палата № 7– Die Botschaft aus dem Irrenhaus

4. Die Emigration
4.1 Die dritte Welle der Emigration
4.2 Tarsis in der Emigration
4.3 Tarsis‘ Publikationen im Westen

5. Conclusio

6. Quellenverzeichnis
6.1. Primärliteratur
6.2. Sekundärliteratur

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit, welche im Wintersemester 2016 im Rahmen des Seminars Literatur und Publizistik der 3. Emigration (1960er -1980er Jahre) verfasst wurde, hat zum Ziel einen Überblick über das Leben und das Schaffen Valerij Jakovlevič Tarsis‘[1] zu geben. Valerij Jakovlevič Tarsis (1906-1983) führte ein bewegtes Leben und hinterließ ein umfangreiches schrift­stellerisches Gesamtwerk. Insofern ist es in der vorliegenden Arbeit nicht möglich, mehr als einen Überblick seines Schaffens aufzuzeigen. Einzelne Aspekte können an anderer Stelle als Anregung für weitere Forschung dienen.

Um das Thema in angemessenem Rahmen behandeln zu können, liegt das Hauptaugenmerk auf jenen Tätigkeiten, die zur Ausbürgerung Tarsis‘ geführt haben und sein Schaffen in der Emigration umfassen. Die umfassende Tätigkeit Tarsis‘ kann nicht ohne den betreffenden zeitgeschichtlichen Kontext betrachtet und verstanden werden. Für ein grundsätzliches Verständnis der Ereignisse ist es notwendig, auf die politische Situation in der Sowjetunion sowie auf die Situation der Emigration einzugehen. In Anbetracht der umfangreichen politischen Geschehnisse, die sich während der Lebzeiten Tarsis ereignet haben, werden jedoch nur jene Erwähnung finden, die für seinen Werdegang von Relevanz waren. Es ist nicht Ziel dieser Arbeit, das Werk Tarsis‘ und sein Leben in einem polittheoretischen oder literaturtheoretischen Rahmen zu verorten.

Zur Auseinandersetzung mit dem Thema wurden unterschiedliche Primär- und Sekundär­quellen herangezogen. Es handelt sich dabei um wissenschaftliche Beiträge wie Zeit­schriften­beiträge, Monographien, Beiträge aus Sammelbänden, einzelne Papers sowie Lexikon­ein­träge, die sich bereits mit dem Thema befasst haben. Dank moderner Medien steht auch journalistisches Material dieser Zeit online zur Verfügung oder findet sich in zugänglichen Bibliotheken in Wien, wie etwa der Universitätsbibliothek der Slawistik, der österreichischen Nationalbibliothek, der Bibliothek des österreichischen Parlamentsbibliothek oder der Wien Bibliothek im Rathaus. Die zugänglichen Materialen sind dementsprechend in die Arbeit eingeflossen.

Das Auftauchen Tarsis in unterschiedlichen internationalen Medien macht es unter anderem möglich, seinen Reisetätigkeiten nach der Emigration auf den Grund zu gehen. Aufgrund der unterschiedlichen Transkriptionen von ВалерийЯковлевичТарсис in der jeweilige Zielsprache (u. a. Valeri, Valerij, Valerie, Valery) wurden bei der Recherche diese unterschiedlichen Schreibweisen stets beachtet. Quellen wurden in deutscher, englischer, französischer und natürlich russischer Sprache recherchiert. Es sind allerdings nur deutsch-, englisch- und russischsprachige Quellen in die finale Version der Arbeit eingeflossen.

Zuletzt gilt es noch, die Publikationen von Tarsis zu erwähnen, die in die Recherche der vorliegenden Arbeit eingeflossen sind. Bei der Recherche seiner Publikationen ist es wichtig hervorzuheben, dass diese sich aufgrund der unterschiedlichen Publikationsorte und Publikationssprachen, die jeweils für Erstpublikationen gewählt wurden, als komplex erweist. So gibt es einige Werke, die auf den ersten Blick beispielsweise nur in englischer Sprache zur Verfügung stehen. Andere Werke wiederum sind zuerst in deutscher Sprache erschienen, später ebenso in der Bundesrepublik Deutschland auf Russisch publiziert worden. In der vorliegenden Arbeit wird versucht, diesem Aspekt so gut wie möglich nachzugehen. Die umfassendste Publikation Tarsis‘ ist nach 1966 in mehreren Volumina im deutschen Possev-Verlag auf Russisch erschienen.

Bei einer Auseinandersetzung mit der Person Tarsis‘ darf selbstverständlich sein oftmals als autobiographisches Werk (Hurst 2016,18; Truschnowitsch 1965, o. S.) beschriebener Roman Палата № 7 (engl. Ward 7; dt.: Botschaft aus dem Irrenhaus[2]) nicht fehlen. Tarsis‘ Leben und seine Werke stehen unbestreitbar in engem Zusammenhang. So werden jene Ereignisse, die für sein Werk von besonderer Bedeutung waren, herausgegriffen und in Bezug zueinander gestellt.

Bei der Auseinandersetzung mit der aktuell verfügbaren Literatur – insbesondere der Sekundärliteratur – wird rasch ein Forschungsschwerpunkt ersichtlich, nämlich die Beziehung zwischen Politik, Psychiatrie und Literatur. Dabei geht deutlich hervor, dass das Hauptaugenmerk der bisherigen Forschung auf der Auseinandersetzung mit Tarsis‘ Werk Палата № 7 liegt.

Zenta Maurina, selbst Autorin, Zeitgenossin und persönliche Bekannte Tarsis‘ sagte in einem ihrer Essays, den sie über den Autor verfasste, dass jener Satz aus Tarsis‘ Romantrilogie КомбинатНаслаждений (dt.: Das Kombinat der Genüsse – keine deutsche Übersetzung des Werks) (1967): „Ich werde versuchen ein Mensch zu sein, denn es gibt viele, die den Titel Mensch abgelegt haben“ (Tarsis 1967 zit. n. Maurina 1968, 233), sinngemäß als das Motto seines Wirkens und seines Lebens zusammenfasst werden kann (Maurina 1968, 233). Wolfgang Kasack beschreibt das Wirken Tarsis‘ anschießend an Maurinas Essay wie folgt:

„Waleri Tarsis ist in seinem Werk, das mit über zwanzig Manuskript-Bänden, von denen aber nur ein kleiner Teil publiziert ist, einen höchst beachtlichen Umfang hat, immer um die Bewahrung des Menschseins bemüht, greift geleichzeitig mit satirischer Schärfe jene an, ‚die den Titel Mensch abgelegt haben‘. Er beschreibt das Leben in der Sowjetunion, den Alltag, den Sonntag, das Mitmenschliche, das Antimenschliche, er tut dies nie ‚realistisch‘, nicht in geordneter Abfolge einer romanhaften Geschichte, sondern in beinahe buntem Miteinander von Erlebtem und Erdachtem, von Historischem und Literarischem, von Gestaltetem und Reflektierendem“ (Kasack 1996, 289).

Der Verlauf seines Lebens ist mitbestimmt vom politischen Geschehen der Sowjetunion: den Revolutionen, einer verheerenden Hungersnot, der Neuen Politischen Ökonomie, den Stalinistischen „Säuberungen“ der 1930er Jahre, dem Großen Vaterländischen Krieg, der Zeit der Entstalinisierung, der Epoche des Tauwetters und ihres Endes sowie einer Welt, die sich in einem Kalten Krieg befand. Sein Handeln, die Positionen seiner literarischen Helden seiner Werke, sie alle sind von jenen politischen Ereignissen und Entwicklungen geprägt. Sein Schaffen führt wiederum zu politischen Entscheidungen, woraus an den Schlüsselstellen seines Schriftsteller-Seins ein komplexes Zusammenspiel aus Aktion und Reaktion zwischen Autor und politischer Herrschaft entstand.

2. Zeit der literarischen Angepasstheit

Tarsis wurde allerdings nicht Zeit seines Lebens politische Bedeutung beigemessen. Seine schriftstellerische Karriere begann viel eher im Sinne eines „ordentlichen“ Sowjetbürgers – unauffällig und angepasst.

Truschnowitsch zufolge publizierte Tarsis sein erstes Werk dieAusländische Literatur der Gegenwart 1929, welches ihm sogleich den Ruf einbrachte, einer der besten Kenner der zeitgenössischen europäischen Literatur zu sein (Maurina 1968, 216; Truschnowitsch 1965, o. S.). Kasack zufolge veröffentlichte Tarsis erst ein Jahr später, 1930, sein Erstlingswerk CовременныеРусскиеПисатели(Zeitgenössische russische Autoren), bei dem es sich um ein literarisches Handbuch handelte (Kasack 1988, 410). Das Studium der Geschichte und Philologie, welches er während der Jahre 1924 bis 1929 in Rostov am Don verfolgte, beendete er mit einer Dissertation zum Thema der Poesie in der italienischen Renaissance (Kasack 1988, 410; Maurina 1968, 216).

Dass Tarsis ein Studium möglich war, ist wohl zu einem großen Teil der damaligen sowjetischen Bildungspolitik zuzuschreiben. Geboren am 23.9.1906 in Kiev (von Wilpert 2004, 1773) als Sohn einer ukrainisch stämmigen Mutter aus bäuerlichen Verhältnissen und eines Vaters griechischer Abstammung (Truschnowitsch 1965, o.S.), welcher als Pferdeknecht und später als Lagerverwalter (Kasack 1988, 411; Maurina 1968, 214) sein Auskommen erwirtschaftete und an den revolutionären Ereignissen 1905 aktiv beteiligt war (Hurst 2016, 16), war Tarsis das Ideal des förderungswürdigen Proletariersprösslings, dem höhere Bildung zu Teil werden sollte. Tarsis‘ Werdegang „widerlegt die Milieutheorie“ (Maurina 1968, 214). Bereits nach der geglückten Oktoberrevolution war deutlich, dass auf die politische Revolution auch eine kulturelle Revolution folgen müsste, denn ohne die entsprechende Bildung des Volkes wäre auch der angestrebte wirtschaftliche Fortschritt nicht machbar. Das Schulsystem wurde grundlegend reformiert. Die Reformen betrafen nicht nur die Elementarbildung, wie etwa der Versuch der Reduktion des Analphabetismus, sondern auch die Öffnung des Zugangs zu Universitäten, welcher bis dahin als Privileg der gesellschaftlichen Elite, insbesondere des Adels, gegolten hatte (Hildermeier 1998, 303ff.). Demnach kamen bereits 1926 23,7% der Studenten aus Arbeiterfamilien (Hildermeier 1998, 313), bis 1932 stieg der Anteil der studierenden Arbeiterkinder sogar bis auf 65%, ehe die Quote wieder zu sinken begann (Guski 2011, 324).

Für Tarsis waren dies gute Voraussetzungen, um sich der eigenen Neigung für Literatur und Sprachen gemäß zu entwickeln. Der Grundstein für sein weiteres schriftstellerisches Wirken war somit gelegt.

Es folgten einige Jahre (1929-1937), während derer Tarsis als Redakteur für das Verlagshaus ХудожественнаяЛитература(Künstlerische Literatur) (Glad 1985, 464) und als auf ausländische Literatur spezialisierter Übersetzer (von Wilpert 2004, 1773) arbeitete. Er selbst hinterließ zu dieser Zeit jedoch keine eigenen publizierten Werke. Durch seine Tätigkeit im Moskauer Staatsverlag für Belletristik (Künstlerische Literatur) lernte Tarsis angeblich namhafte Literaten wie Gor‘kij und Majakovskij kennen und erreichte in den literarischen Kreisen rasch einen allgemeinen Bekanntheitsgrad (Levitin-Krasnow 1981, o. S.). In den Jahren als Verlags­mit­arbeiter übersetzte Tarsis mehr als 30 bedeutende Werke europäischer Literatur ins Russische[3]. Er beherrschte mehrere Fremdsprachen, darunter Deutsch, Französisch, Englisch und Italientisch (Maurina 1968, 234).

2.1. Publikationen in Novyj Mir

Literarische Aufmerksamkeit wurde ihm in den Jahren 1937 und 1938 zu Teil, als er zwei Beiträge in der namhaften Literaturzeitschrift НовыйМир(Novyj Mir; dt.: Neue Welt) publizierte. Erst nach Stalins Tod 1953 erlangte die Zeitschrift Novyj Mir den Ruf als Sprachrohr für die Kritik des non-konformen Lagers unter den Literaten zu dienen (Beyrau, 1993, 197; Hübner 1973, 233; Laß 2002, 231). In den 1930er Jahren war die politische Position von Novyj Mir als unauffällig zu betrachten. Bei der ersten Publikation, die 1937 erschienen ist, handelt es sich um die Kurzgeschichte Ночь в Харачое (Kasack 1988, 411) (dt.: Nacht in Saretschje [4] ) (Truschnowitsch 1965, o. S.). Eine weitere Publikation, die Novelle Дездемона (dt.: Dezdemona), erschien in der Ausgabe von September 1938 ebenfalls in der Zeitschrift Novyj Mir (Kasack 1988, 410; Truschnowitsch 1965, o. S.)

Die Resonanz auf die lyrisch-nachdenkliche Novelle Dezdemona war ambivalent: Zwar reagierte man von offizieller sowjetischer Seite aufgrund der angeblichen apolitischen Haltung mit Tadel und Kritik, dennoch wurde Tarsis „literarische Kraft und ein großartiger Stil“ zugestanden (Levitin-Krasnow 1981, o. S.). Der Tadel und die Kritik waren insofern nicht außergewöhnlich oder verwunderlich, da sie gewissermaßen den Entwicklungen der Zeit folgten. Schreiben wurde zu einer gefährlichen Angelegenheit.

Die (Kultur-)Politik der 1930er Jahre war darauf ausgerichtet, die Menschen zu ordentlichen Sowjetbürgern zu erziehen. Diese Doktrin machte auch bei der Literatur keine Ausnahme, denn diese hatte nicht dem Zweck der Unterhaltung oder etwa der kritischen Auseinandersetzung zu dienen, sondern wurde zum Instrument des Machterhalts und der Verbreitung sowjetischer Ideologie. Zur Kontrolle und Instrumentalisierung der Literatur wurde 1934 der sowjetische Schriftstellerverband gegründet, wie es bereits 1932 mit der Verordnung Über den Umbau der Literatur- und Kunstorganisationen beschlossen worden war. Im Zuge dieser Entwicklung wurden Schriftsteller in einem Verband organisiert, um aus ihnen angestellte Marionetten des Machapparates zu machen (Guski 2011, 321; Hübner 1973, 218f.; Laß 2002, 14).

„Es [das Statut des Verbandes] forderte den ‚engen und unmittelbaren Kontakt‘ der Literatur mit den ‚aktuellen Fragen der Politik der Partei und der Sowjetmacht‘, die ‘Einordnung der Schriftsteller in die aktive Arbeit am Aufbau des Sozialismus‘, es bestimmte den sozialistischen Realismus als ‚hauptsächliche Methode‘ der Literatur und Kritik, die vom Künstler die ‚wahrheitsgetreue, historisch konkrete Darstellung der Wirklichkeit in ihrer revolutionären Entwicklung‘ fordere. Voraussetzung für die Mitgliedschaft war, daß die Literaten ‚auf der Plattform der Sowjetmacht stehen und aktiv am sozialistischen Aufbau teilnehmen‘“ (Ustav Sojuza sovetskich pisatelej SSSR zit. n. Hübner 1973, 215f.).

Diesem diffusen Postulat hatte die Literatur von da an Folge zu leisten, was sich in den darauffolgenden Jahren in bestimmten Sujets der revolutionären Romantik widerspiegelt, insbesondere in jenem des „positiven Helden“ sowie jenem der „Volkstümlichkeit“ (Guski 2011, 322).

„Gegenüber dem ‚überflüssigen‘ Menschen des russischen Realismus verkörperte er [der ‚positive Held‘] einerseits die Utopie eines neuen, von der Schlacke der alten Welt befreiten Menschen, andererseits das schon verwirklichte Heldentum des revolutionären Aktivisten. […] Volkstümlichkeit [ narodnost‘ ] gebietet die Öffnung der neuen Ästhetik für Elemente der als besonders demokratisch eingeschätzten Folklore, was im weiteren zu einer regelrechten Folklorisierung der Künste führte. ‚Volkstümlich‘ bedeutet aber auch ‚national‘, ‚im Geiste der Nation‘, was je länger desto eindeutiger, auf einen großrussisch gefärbten Sowjetpatriotismus hinauslief“ (Guski 2011, 322).

Zu den Vorgaben, wie Literatur zu sein hatte und welche Themen sie in welcher Form zu behandeln hatte, gesellte sich noch eine Liste an grundsätzlich verbotenen Themen, die darüber hinaus strenger Zensur unterlagen. Bereits seit 1922 oblag die Kontrolle „aller zur Publikation vorgesehen Werke, Noten, Karten usw.“ (Bljum o. J., 84 zit. n. Laß 2002, 13) der Glavnoe Upravlenie po delam literatury i izdatel’stv (kurz genannt Glavlit), welches direkt dem Zentralkomitee unterstellt war. Welche Themen der Zensur unterlagen entwickelte sich mehr aus einem dynamischen Prozess nach politischen Veränderungen 1917/18 heraus, als aus einer durchdachten Steuerung. Verboten wurden Werke, die „a) Agitation gegen die Sowjetmacht enthalten; b) militärische und staatliche Geheimnisse offenlegen; c) die gesellschaftliche Meinung aufwiegeln; d) nationalen und religiösen Fanatismus wecken; e) pornografischen Charakter haben“ (Bljum o. J., 84 zit. n. Laß 2002, 13).[5]

Als Anreiz zur Konformität garantierte die Mitgliedschaft im Schriftstellerverband einige Privilegien, die das Leben erleichterten. So erhielten die Mitglieder des Verbandes einen Pensionsanspruch, wurden bei der Zuteilung von Wohnraum bevorzugt und erhielten den niedrigeren Mietzins, den sonst Arbeiter und Angestellte zu zahlen hatten (Hübner 1973, 218f). Weiters sorgt ein Fond für das Wohlergehen der Mitglieder. Hilfe wurde auch in der Handhabung des KGBs und der Polizei angeboten. Erleichterungen gab es ebenso bei der Lebensmittelbeschaffung (Laß 2002, 18f.) – absolute Parteikonformität vorausgesetzt. Im Klima der Angst konnten Rechte, die heute noch genossen wurden, bereits morgen entzogen sein (Hübner 1973, 218f).

Denn zeitgleich mit der verschärften Kontrolle und Einflussnahme der Politik auf die Literatur wurden noch weitaus drastischere Maßnahmen zum Machterhalt ergriffen. Die Stalinistischen „Säuberungen“, die 1937/38 ihren Höhepunkt fanden, forderten Millionen Opfer. Da die angestrebte kommunistische Weltrevolution nicht so eingetreten war, wie es bei der Machtübernahme Lenins prophezeit wurde, bedurfte es neuer Mittel, um die Ideologie aufrecht zu erhalten bzw. voranzutreiben. Stalin sicherte seine Alleinherrschaft nach allen Seiten ab. Massenterror, Verhaftungswellen, Einschüchterung der Bevölkerung und Hinrichtungen während der „Großen Säuberungen“ dieser Jahre waren zentrale Elemente des Machterhalts. Zahlreiche (ehemalige) Angehörige der Bolschewiki und anderer Parteien, Angehörige der Armee, der Verwaltung und politischer Parteien oder der geistigen russischen Elite ebenso wie Angehörige nichtrussischer Nationen ließen in dieser Zeit unschuldig oder schuldig in sibirischer Zwangsarbeit ihr Leben (Kappeler 2005, 39). Erst der deutsche Überfall auf Russland schwächte den Stalinistischen Terror etwas ab (Guski 2011, 337).

Unter den vielen Millionen Opfern des Stalinistischen Terrors befand sich auch Tarsis‘ Vater, der 1938 (Maurina 1968, 15) oder 1942 (Kasack 1988, 410) in einem Gefangenlager sein Leben lassen musste. Die Ereignisse der „Großen Säuberungen“ gingen auch am Sowjetischen Schriftstellerverband nicht spurlos vorüber, hunderte Autoren fielen dem Terror zum Opfer, die Mitgliederzahl des Schriftstellerverbandes dezimierte sich drastisch. Viele der verbleibenden Autoren zogen sich in die „innere Emigration“ (Guski 2011, 325) zurück, verstummten, verschwanden aus dem öffentlichen literarischen Leben oder widmeten sich ungefährlicheren Themengebieten wie etwa der Kinderliteratur oder Übersetzungen (Guski 2011, 324f.). Hübner behauptet daher, dass die Jahre zwischen 1934 und 1941 literarisch nicht von Interesse seien, da diese starken Einschränkungen die Literaturentwicklung zum Erliegen brachte (Hübner 1973, 222).

Insofern ist es nicht erstaunlich, dass Tarsis‘ Publikation Dezdemona in Novyj Mir 1938, wie oben erwähnt, als apolitisch kritisiert wurde. Zum einen waren die Vorgaben, wie der politische Schreibstil zu sein hatte, sehr hoch, gleichzeitig auch wenig greifbar. Zum anderen liefen Autoren Gefahr, ein literarisches Vergehen, wie etwa die bloße Berührung mit einem der Zensur unterliegenden Thema, mit ihrem Leben bezahlen zu müssen. Besonders, wenn man die oben erwähnten, teilweise sehr unkonkreten und ausufernden Punkte, die der Zensur unterlagen, umgehen oder ausklammern wollte, war es zu jener Zeit ratsam, sich möglichst von politischen Inhalten zu distanzieren. Ein strenger innerer Zensor konnte Autoren zu dieser Zeit vor ihrem eigenen Untergang bewahren (Hübner 1973, 221).

2.2. Innere Emigration – Beginn umfangreicher Werke

Die beiden Publikationen in Novyj Mir hatten zur Folge, dass Tarsis nun als anerkannter Schriftsteller galt. Er legte seine Arbeit im Verlagswesen nieder und wandte sich seinen schriftstellerischen Tätigkeiten zu. Doch lässt sich auch bei Tarsis das von Guzki erwähnte Phänomen des Rückzugs in die „innere Emigration“ (Guzki 2011, 325) feststellen. Ohne zu publizieren, unternahm Tarsis von 1939 an bis zum Ausbruch des Großen Vaterländischen Krieges bzw. der aktiven Involvierung der Sowjetunion in den Zweiten Weltkrieg ausgedehnte Reisen durch die UdSSR, mit der Absicht, das Land aus seiner eigenen Perspektive kennen zu lernen (Maurina 1968, 216) und Material für sein großangelegtes Werk ПрекрасноеиегоТень (dt.: Das Schöne und sein Schatten) zu sammeln, für welches er anstrebte, das „Wesen des Sozialismus“ (Truschnowitsch 1965, o. S.) zu ergründen.

Aufgrund Stalins Außenpolitik und der ideologischen Entwicklung, für deren Zweck die Begriffe Kampf und Arbeit gleichgesetzt wurden, war die Rhetorik der medialen Bericht­er­stattung schon vor dem überraschenden Kriegseintritt der Sowjetunion äußerst aggressiv. Krieg war im ideologischen Kampf der Sowjetunion somit nur der nächste Schritt der nötigen Entwicklungen für eine weltweite Ausdehnung der kommunistischen Idee. Wenn auch nicht militärisch so war die UdSSR zumindest literarisch auf eine Auseinandersetzung vorbereitet. In der Ausgabe von Novyi Mir von September 1938, in der auch Tarsis‘ Dezdemona abgedruckt wurde, findet sich beispielsweise eine Rubrik mit literarischen Beiträgen zum Thema, wenn morgen Krieg ist. Diese Rubrik umfasst einen Artikel von Gurov zur modernen Kriegsartillerie sowie einen weiteren von Popov zum Thema Tschechoslowakei und ihre Streitkraft.

Tarsis‘ schriftstellerische Tätigkeiten wurden durch den Kriegsbeginn 1941 gewaltsam unterbrochen. Er wurde zu einem jener tausend Schriftsteller, die zwar vom direkten Umgang mit der Waffe befreit wurden, dennoch über die Kriegsgeschehnisse aus der Mitte des Gefechtes berichten sollten. Fast die Hälfte jener Berichterstatter überlebte nicht (Guzki 2011, 336f.). Tarsis wurde im Rang eines Hauptmanns an die Front berufen, wo er innerhalb kurzer Zeit mehrfach schwer verwundet wurde. Zwar wurde ihm der Verlust seiner Gehfähigkeit diagnostiziert, doch Tarsis konstatierte selbst: „Aber ich liebte das Leben so sehr, daß ich gesund wurde“ (Tarsis zit. n. Maurina 1968, 216). Tarsis zählte zur glücklicheren Hälfte der Schriftsteller, die aus dem Krieg Bericht zu erstatten hatten, jedoch verfolgten ihn seine Erinnerungen an die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs noch lange. So schreibt Zenta Maurina, Tarsis habe ihr einst erzählt:

„Überall gibt es Henker, überall Heilige. Ich kann nur russisch schreiben, ich habe verzehrendes Heimweh nach Rußland, aber ich weiß, zu welchen Schandtaten der Russe fähig ist. Im Krieg wird jeder Mann zu einem Tier. Ich kann keine Fliege töten, und im Krieg war ich gezwungen zu töten. Nein, dazu darf man keinen Menschen zwingen“ (Tarsis zit. n. Maurina 1968, 225).

Die Ereignisse des Großen Vaterländischen Krieges sowie die Tatsache, dass nahe Angehörige dem Stalinistischen Terror zum Opfer gefallen waren, veränderten Tarsis‘ Einstellung zum Sowjetregime. Er war überzeugt, dass das „Sowjetregime nicht den Sozialismus, sondern einen totalitären Polizeistaat aufgebaut hatte“ (Maurina 1968, 216). Sein Verhältnis zum Stalinistischen Terror wird durch einen von Tarsis gezogenen Vergleich mit der mittelalterlichen Inquisition deutlich:

„Die Inquisition ist eine unschuldige Zerstreuung im Vergleich mit der Säuberung der dreißiger Jahre; im Laufe von zweihundertfünfzig Jahren hat die Inquisition weniger Menschen hingerichtet als die Sowjetmacht im Laufe eines Monats im Jahr 1937“ (Tarsis zit. n. Maurina 1968, 239).

Trotz dieser Erfahrungen wurde Tarsis 1940 im Schriftstellerverband aufgenommen und trat 1944 der Kommunistischen Partei bei (Petrov 1960, o. S.). Wohl wissend, dass seine Werke in der Sowjetunion nie gedruckt werden könnten, setzte Tarsis in den Nachkriegsjahren die Arbeit unermüdlich fort. Er wandte sich zu jener Zeit insbesondere seinem geplanten, sechs Bände umfassenden Werkes Das gefährliche Leben des Valentin Almasow zu, welches später auch die Botschaft aus dem Irrenhaus umfassen sollte (Maurina 1968, 216). Seinen Unterhalt verdiente Tarsis wie auch viele andere Autoren in dieser Zeit mit besagten Übersetzungen, welche deutlich weniger Konfrontationspunkte mit dem Stalinistischen Regime boten, als dies bei eigene Publikationen der Fall gewesen wäre (Kasack 1988, 410).

3. Zeit der schriftstellerischen Opposition – das Tauwetter

3.1 Tarsis Werke im Samizdat und Tamizdat

Das Tauwetter der Chruščëv’schen (Kultur-)Politik ermutigte einige Literaten ihre meist unpolitischen Werke, die sich jedoch mit gesellschaftlichen Thematiken auseinandersetzten, zu veröffentlichen, die in dieser Zeit weichenstellend für die russische Literatur werden sollten. So fand sich 1962 beispielsweise Solženicyns Werk ОдинденьжизняИванаДенисовича (dt.: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch) kurzzeitig in den sowjetischen Buchhandlungen, da Solženicyns Roman inhaltlich Chruščëvs Idee der Entstalinisierung entsprach. Dieser hatte sich mit persönlichem Einsatz um die Zustimmung des Zentralkomitees zur Publikation bemüht, wodurch sämtliche Zensurinstanzen ausgeschaltet wurden (Laß 2002, 116f.). Das gewissermaßen neue oder wiedererlangte Selbstbewusstsein der russischen und sowjetischen Autoren setzte sich auch dann noch fort, als sich durch ein Wiederaufleben der Repressionen das Ende des Chruščëv’schen Tauwetters abzeichnete. Es entwickelten sich infolge zwei kreative Methoden des Verlagswesens – auf der einen Seite der Samizdat, auf der anderen Seite der Tamizdat (Engel 2011, 354; Kasack 1997, 21).

Samizdat ist eine Wortkreation aus den russischen Worten „sam“ (selbst/eigen) und „izdatel’stvo“ (Veralg) bzw. „izdat‘/izdavat‘“ (verlegen). Dies bedeutet in der Übersetzung nichts anderes als „Eigenverlag“ oder „Selbstverlag“. Diese Wortkreation entstand in Anlehnung an das staatliche Verlagshaus Gosizdat (Engel 2011, 354). In diesem „Selbstverlag“ wurden in der Sowjetunion der 1960er Jahre viele Abschriften literarischer Werke, insbesondere von Gedichten, angefertigt, die in Form von Journalen wie etwa Phoenix oder Sintaksis, unter der Hand verkauft oder weitergegeben wurden (Beyrau 1993, 179; Glad, Woll 1985, 383). Beyrau skizziert die Szene der Samizdatautoren folgendermaßen:

„Ein wesentliches Merkmal der Manuskriptliteratur war die dezidierte Ablehnung einer Kunst und Literatur, die sich dem ‚sozialen Auftrag‘ verpflichtet fühlte, da dieser von Partei und Staat festgelegt wurde. Er hatte bei manchen Autoren der vierten Generation zu einer Art von politischem und modischem Konjunkturrittertum geführt. Dies wollten die Autoren der Manuskriptliteratur für sich nicht gelten lassen. Die Sphären waren aber nicht scharf getrennt, zumal die offiziellen Instanzen je nach der gerade gültigen Parteilinie und den lokalen Kräfteverhältnissen öffentliche Auftritte der Wortführer mal tolerierten, mal kritisierten“ (Beyrau 1993, 179).

Auch Tarsis fand in den Reihen der Samizdateditoren seinen Platz. Er fungierte nämlich im Juli 1965 als Editor für die Samizdatzeitschrift Sfinksy (Beyrau 1993, 182; Kasack 1988, 411), die auch in der Tamizdatzeitschrift Grani Nr. 59 abgedruckt wurde (Egorov 2014, 242).

„Er protegierte damit eine Gruppe etwas vorlauter Literaten und Künstler, die sich SMOG nannte, eine Abkürzung, die sich dreifach auflösen ließ: als ‚Kühnheit, Gedanke, Bild und Tiefe‘, als die ‚jüngste Gesellschaft von Genies‘ und als ‚der gedrängte Augenblick der widergespiegelten Hyperbel‘“ (Beyrau 1993, 182). „Alejnikov, selbst Gründungsmitglied der Gruppe, bestätigte, daß der Name SMOG ursprünglich Smelost‘, mysl‘, obraz, glubina bedeutet“ (Laß 2002, 196).

Die Gruppe selbst, der ungefähr 40 Mitglieder angehört haben sollen, bestand ungefähr drei Jahre und operierte in unterschiedlichen Städten der Sowjetunion (Laß 2002, 196). Der Gruppe SMOG gelang es in den 1960er Jahren sogar, einige Poesieabende in der Formanov-Bibliothek abzuhalten (Laß 2002, 213). Neben der Sammlung Sfinksy existierten noch einige andere Gedichtsammlungen, die zu dieser Zeit in einer Auflagenzahl von bis zu dreihundert Stück zirkulierten (Beyrau 1993, 178). Außer eben Erwähntem ist über das Schaffen Tarsis‘ im Samizdat relativ wenig bekannt.

Bedeutender und wichtiger für Tarsis Werdegang war auf jeden Fall der Tamizdat – der „Dortverlag“ (russ.: tam, dt.: dort), der sich als Gegenstück zum Samizdat entwickelte (Engel 2011, 354; Glad, Woll 1985, 383). Dies war die Möglichkeit für russische Autoren von ausländischen Verlagen gedruckt und vertrieben zu werden. Werken, die ihren Weg in den Tamizdat fanden, waren oft jahrelange erfolglose Bemühungen um eine Publikation in der Sowjetunion vorangegangen (Kasack 1988, 407). Die Werke wurden über unbekannte Wege in den Westen geschleust, dort gedruckt und verlegt und kamen über ebenso dubiose Wege wieder zurück in die Sowjetunion, wo sie unter der Hand weitergegeben wurden (Engel 2011, 354).

Diese Art der oppositionellen Aktivität, stellte für die sowjetische Führung ein weitaus größeres Problem dar als die bloßen Publikationen im Samizdat. Die Publikationen im Tamizdat verlangten nach internationaler Interaktion insbesondere im Westen, damit wurde die Kritik an der Sowjetunion direkt dem Feind zugespielt und wurde einem westlichem Publikum zugänglich gemacht (Shlapentokh 2014, 78).

3.2 Kulturpolitik während des Tauwetters

In den Jahren vor Stalins Tod 1953 ging es politisch und ökonomisch in erster Linie um eine Effizienzsteigerung der Landwirtschaft sowie um die verbesserte Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Konsumgütern. Diese Produktionssteigerungen sollten durch die Literatur sowie andere Kulturbereiche unterstützt werden. Literatur, die niemand lesen wollte, wurde damit geschaffen (Laß 2002, 24f.). Es war kein Zufall, dass nach Stalins Tod endlich der Zweite Allunionskongress der Schriftsteller im Dezember 1954 abgehalten werden konnte, bei dem liberalere Gedanken öffentlich ausgesprochen werden konnten und bis dahin von todgeschwiegene Literaten wieder Erwähnung fanden (Laß 2002, 29ff.). Zum einen war der Tod Stalins für viele Schriftsteller ein Grund die Grenzen in der Literatur neu auszuloten. Zum anderen wurde dies durch die „Geheimrede“ von Chruščëv am 20. Parteitag der KPdSU im Februar 1956 angefeuert. Die Geheimrede verbreitete sich, mit geschrieben von teilnehmenden Genossen, wie ein Lauffeuer. Chruščëv brach darin mit der bis dato vorherrschenden Stalin-Verherrlichung und kündigte die Amnestie für politisch Inhaftierte an (Laß 2002, 44). Dies initiierte das sogenannte Tauwetter, für welches Ilja Ėrenburgs Roman Ottepel‘ (dt.: Tauwetter) namengebend war. Diese veränderte Stimmungslage beinhaltete noch lange keine grundsätzlichen Veränderungen im Literaturschaffungsprozess, doch führte es dazu, dass die Rolle der Literatur wieder bzw. neu diskutiert wurde (Hübner 1973, 232). Ein Zeitlang wurde eine weitgehende Meinungsfreiheit geduldet (Hübner 1973, 234). Doch bereits 1957 wurde deutlich, dass Chruščëv zurückzurudern versuchte, indem er seine Worte des 20. Parteitages aus Angst vor einer unkontrollierbaren Liberalisierungswelle in der Kultur relativierte, was sich darin manifestierte, dass Chruščëv begann positiv auf Stalins Verdienste hinzuweisen (Hübner 1973 232ff.). Das Resultat aus Chruščëvs unklarer politischer Linie war ein Machtvakuum in dem Konservative, Zweckliberale und Nonkonforme versuchten, ihren Spielraum zu erweitern (Hübner 1973, 232ff.).

[...]


[1] Mit Ausnahme von direkten Zitaten werden russische Namen durchwegs in ihrer wissenschaftlichen Transkription verwendet.

[2] Die Übersetzung Botschaft aus dem Irrenhaus entspricht nicht dem russischen Originaltitel. Diese müsste eigentlich Krankenzimmer 7 lauten.

[3] Je nach Quelle übersetzte Tarsis 33 (Kasack 1996, 290) oder 34 Werke ins Russische (Truschnowitsch 1965, o. S.).

[4] Die Übersetzung des deutschen Titel weicht vom russischen Titel ab. Eine genaue Übersetzung müsste Nacht in Charačoe lauten. Für diesen Beitrag Tarsis‘ konnte außerdem nicht genau nachvollzogen werden, um welche Aussage von Novyj Mir es sich handelt, da ausgerechnet die Ausgaben von 1937 in Wien nicht verfügbar sind.

[5] Für eine weiterführende Auseinandersetzung mit den Kriterien der Zensur empfiehlt sich folgender Sammelband: Bock, Ivo (Hg.) (2011): Scharf überwachte Kommunikation. Zensursysteme in Ost(mittel)europa (1960er–1980er Jahre). Wien u. a.: LIT Verlag.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten

Details

Titel
Valerij Jakovlevič Tarsis. Sein Werk und sein Leben
Hochschule
Universität Wien  (Slawistik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
46
Katalognummer
V358620
ISBN (eBook)
9783668430914
ISBN (Buch)
9783668430921
Dateigröße
798 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben und Werk von Valerij Jakovlevic Tarsis. Eine russischen Autor (1906-1983) und den politischen Ereignissen der Zeit (Revolution, NEP, 2. WK, Tauwetter, Ausbürgerung), die sein Leben beeinflusst haben.
Schlagworte
Tarsis, Dritte Welle, Emigration, Dissidenten, russische Literatur im 20. Jh., ZeitBild, Botschaft aus dem Irrenhaus, Blaue Fliege, Tauwetter
Arbeit zitieren
Claudia Fallmann (Autor:in), 2017, Valerij Jakovlevič Tarsis. Sein Werk und sein Leben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358620

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