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Pulverfass Ostasien. Der Konflikt um die Vorherrschaft im Südchinesischen Meer

Titre: Pulverfass Ostasien. Der Konflikt um die Vorherrschaft im Südchinesischen Meer

Thèse de Master , 2016 , 93 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Maximilian Eibel (Auteur)

Politique - Région: Extrême-Orient
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die mit Abstand wichtigste geopolitische Entwicklung des 21. Jahrhunderts dürfte der Aufstieg Chinas zur zweitgrößten Macht der Welt sein. Diese Transformation hat bereits begonnen und hinterlässt sichtbare Spuren im Mächtegleichgewicht der Staaten. Besonders im Südchinesischen Meer werden die Auswirkungen des chinesischen Aufstiegs in Form von sich zuspitzenden Konflikten immer deutlicher.

Das Südchinesische Meer ist von außerordentlicher sicherheitspolitischer Relevanz, weil es nicht nur eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt ist, sondern auch bedeutende Rohstoffvorkommen birgt, die von vielen angrenzenden Ländern beansprucht werden. Diese Vorkommen können die Rohstoffunabhängigkeit sichern, was nicht nur zu weniger Abhängigkeit führt, sondern vor allem für die Sicherstellung des eigenen Überlebens von strategischem Vorteil ist.

Auch wenn die Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer auf den ersten Blick nichts mit den USA zu tun haben, so sind sie doch als Hegemonial- und Schutzmacht der Anrainerstaaten derjenige Akteur, mit dem China um die regionale Vorherrschaft kämpft.

Die USA als Mitspieler im Kampf um die Vormachtstellung im Südchinesischen Meer ist auch durch dessen exponierte geografische Position zu erklären, der amerikanischen Interessenslage in Asien und hauptsächlich durch das sich verändernde Machtgefüge im internationalen System, das die USA als Hegemon zum Einschreiten zwingt.

Schweller attestiert, dass sich das Machtgefüge des internationalen Systems schon begonnen hat, zu Ungunsten der USA zu verändern: „Pax Americana is coming to an end“ (Schweller 2014: 2). Es liegt die andauernde Bedrohung einer kriegerischen Auseinandersetzung in der Asien-Pazifik-Region in der Luft, ob aufgrund des Taiwan-Konfliktes, der koreanischen Halbinsel oder der Territorialstreitigkeiten zwischen China und seinen maritimen Nachbarn. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Zwischenfällen im Südchinesischen Meer, aber erst seit neuestem lässt auch der einzige regionale Hegemon USA seine Muskeln spielen und zeigt verstärkt militärische Präsenz, die eindeutig das aufstrebende China in ihre Schranken verweisen sollen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Theorie und methodisches Vorgehen

2.1 Auswahl und Begründung der Theoriewahl

2.2 Theorie des Neorealismus

2.3 Offensiver Neorealismus - nach John J. Mearsheimer

2.4 Methodisches Vorgehen und Operationalisierung

2.4.1 Erste zu testende Hypothese

2.4.2 Zweite zu testende Hypothese

3 Analyse des Konflikts zwischen China und den USA

3.1 Geografische Einordnung und Konfliktbeschreibung

3.1.1 Untersuchung der Konflikte im Südchinesischen Meer

3.1.2 Interessenlage und strategische Ausrichtung

3.2 Erster Hypothesentest – Zunahme der Machtressourcen Chinas

3.2.1 Latente Machtfaktoren: Bruttoinlandsprodukt – Bevölkerungszahl – Ausgaben für Forschung und Entwicklung

3.2.2 Effektive Machtfaktoren: Militärausgaben – Militärpersonal

3.2.3 Zwischenfazit des ersten Hypothesentest

3.3 Zweiter Hypothesentest – Eindämmungspolitik der USA ?

3.3.1 Bündnisse und Sicherheitsabkommen der USA

3.3.2 Wirtschaftsabkommen

3.3.3 Ausgaben für Militär- und Polizeihilfe der USA in der Asien-Pazifik Region

3.3.4 Truppenbewegungen der USA

3.3.5 Waffenverkäufe der USA an Kooperationspartner im asiatisch-pazifischen Raum

3.3.6 Außenhandelsbilanz der USA

3.3.7 Zweiter Hypothesentest – Zwischenfazit

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Theorie des offensiven Neorealismus nach Mearsheimer die Zunahme von Konflikten zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer im Zeitraum von 2010 bis 2016 erklären kann, indem sie den Zusammenhang zwischen Chinas Machtzuwachs und einer potenziellen Eindämmungspolitik der USA analysiert.

  • Anwendung des offensiven Neorealismus zur Analyse von Großmachtrivalitäten.
  • Messung der Machtressourcen Chinas im Vergleich zu den USA (latente und effektive Macht).
  • Untersuchung von US-Strategien zur Eindämmung Chinas in der Asien-Pazifik-Region.
  • Empirische Analyse der Konfliktdynamik im Südchinesischen Meer zwischen 2010 und 2016.
  • Bewertung der Erklärungskraft neorealistischer Theorien für aktuelle geopolitische Spannungen.

Auszug aus dem Buch

2.3 Offensiver Neorealismus - nach John J. Mearsheimer

Aus der Frage, ob Staaten uneingeschränkt nach Macht streben oder nur bis zu einem gewissen Grad, an dem sie die eigene Sicherheit gewährleisten können, ging die Abspaltung in offensive und defensive Neorealisten hervor. Mearsheimer hat mit seiner Form der Neorealismus Theorie unter Wissenschaftlern wohl am meisten polarisiert und dabei entweder starken Gegenwind oder Bewunderung erfahren. Dabei haben vielmehr seine Implikationen, die er für die Außenpolitik der USA ableitet, als seine Theorie selbst für Aufsehen gesorgt. Ich folge dabei Masala der anmerkt, dass Mearsheimer eine hilfreiche Ergänzung und keine Alternative zu Waltz Neorealismus ist (ebd. 2005: 123). Deswegen stellt die Ausarbeitung im folgenden Teil auch keinen eigenen Theoriestrang dar, sondern wird unter der Bezeichnung „offensiver Neorealismus“ als weiterführende Neorealismus Theorie gehandhabt.

Der Kern seiner Theorie variiert leicht vom strukturellen Realismus nach Waltz, da er sich dabei auf die Sicherheitsmaximierung des Staates fokussiert, anstatt auf dessen Überleben. In seinen Untersuchungen über das Verhalten von Großmächten und ihre Beziehungen untereinander hat er eine Gesetzmäßigkeit erkannt. Für Mearsheimer steht fest, dass alle Staaten, die einen Machtzuwachs verzeichnen konnten, versuchten, ihre Region zu dominieren: „…all great powers become more aggressive and more interested in dominating their region in the world as they grow more powerful“ (Mearsheimer 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg Chinas als zentrale geopolitische Herausforderung und stellt die Forschungsfrage zur Zunahme der Konflikte im Südchinesischen Meer.

2 Theorie und methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Grundlage des offensiven Neorealismus nach Mearsheimer und definiert das methodische Design der Arbeit, basierend auf einer Kongruenzmethode und Prozessanalyse.

3 Analyse des Konflikts zwischen China und den USA: Der Hauptteil analysiert die geografische Lage, die Entwicklung der Machtressourcen Chinas sowie die Eindämmungsstrategien der USA im Zeitraum 2010 bis 2016.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Erklärungskraft der Theorie des offensiven Neorealismus in Bezug auf die beobachtete Konflikteskalation.

Schlüsselwörter

Südchinesisches Meer, China, USA, Offensiver Neorealismus, John J. Mearsheimer, Großmachtrivalität, Eindämmungspolitik, Militärressourcen, Wirtschaftswachstum, Geopolitik, Sicherheitswettbewerb, Machtgleichgewicht, TPP, Territorialstreitigkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit analysiert die zunehmenden Konflikte zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer im Zeitraum 2010 bis 2016 vor dem Hintergrund des Aufstiegs Chinas.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Machtressourcen Chinas, die US-amerikanische Außenpolitik in der Asien-Pazifik-Region (Eindämmung) sowie die Theorie des offensiven Neorealismus.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, inwiefern die Theorie des offensiven Neorealismus die zunehmende Häufigkeit von Konflikten zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer erklären kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet einen Methodenmix aus Kongruenzmethode und Prozessanalyse, um theoriegeleitet empirische Beobachtungen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konflikte geografisch eingeordnet, dann die Zunahme von Chinas Machtressourcen (latent und effektiv) geprüft und anschließend die Eindämmungsversuche der USA anhand verschiedener Indikatoren analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Südchinesisches Meer, Offensiver Neorealismus, Mearsheimer, Eindämmungspolitik, Geopolitik und Sicherheitswettbewerb.

Wie definiert Mearsheimer den offensiven Neorealismus?

Im Gegensatz zum defensiven Realismus geht Mearsheimer davon aus, dass Großmächte systembedingt dazu gezwungen sind, ihre Macht zu maximieren, um regionale Hegemonie zu erreichen und so ihr Überleben zu sichern.

Warum spielen die "Inselaufschüttungen" eine so große Rolle im Konflikt?

Diese Maßnahmen dienen laut Autor sowohl dem Ausbau der militärischen Reichweite Chinas als auch der Errichtung einer Pufferzone, was von den USA und anderen Anrainerstaaten als direkte Sicherheitsbedrohung wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielt das TPP-Abkommen für die USA?

Das Abkommen wird vom Autor als ein strategisches Instrument der USA interpretiert, um China ökonomisch stärker in liberale Strukturen zu integrieren oder gegebenenfalls wirtschaftlich zu isolieren.

Bestätigt das Ergebnis die Theorie Mearsheimers?

Die Ergebnisse zeigen eine Korrelation zwischen Chinas Machtzuwachs und der Konflikteskalation, was die Theorie weitgehend stützt, obwohl die US-Eindämmungsstrategie (insbesondere bei den Finanzhilfen) nicht vollumfänglich linear verläuft.

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Résumé des informations

Titre
Pulverfass Ostasien. Der Konflikt um die Vorherrschaft im Südchinesischen Meer
Université
Technical University of Darmstadt
Note
2,3
Auteur
Maximilian Eibel (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
93
N° de catalogue
V358671
ISBN (ebook)
9783668434417
ISBN (Livre)
9783668434424
Langue
allemand
mots-clé
Südchinesisches Meer Konflikt China USA Ostasien Südostasien Machtanspruch Chinas/USA Offensiver Neorealismus John.J. Mearsheimer Theorie des Neorealismus Messung von Machtfaktoren Wirtschafstabkommen Waffenverkäufe der USA Truppenbewegungen der USA Außenhandelsbilanz der USA Ausgaben für Militär- und Polizeihilfe der USA Bündnisse u. Sicherheitsabkommen der USA Taiwan Konflikt Asien-Pazifik-Region Machtmessung
Sécurité des produits
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Citation du texte
Maximilian Eibel (Auteur), 2016, Pulverfass Ostasien. Der Konflikt um die Vorherrschaft im Südchinesischen Meer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358671
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Extrait de  93  pages
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