Die Entwicklung des Kibbuz in Palästina


Facharbeit (Schule), 2016

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Einleitung: Israel heute

3. Definition und Entstehungsgeschichte des Zionismus
3.1 Die jüdische Diaspora
3.2 Die Situation der osteuropäischen Juden
3.3 Die jüdische Bevölkerung Westeuropas
3.4 Die Entstehung des Staates Israel

4. Der Kibbuz
4.1 Vorläufer des Kibbuz
4.2 Kibbuz als Wohnort und Arbeitsplatz
4.2.1 Der Produktionssektor
4.2.2 Industrielle Revolution im Kibbuz
4.3 Kommunismus im Kibbuz
4.4 Kapitalismus im Kibbuz und seine Folgen

5 Kibbuz heute

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis
7.1 Sekundärliteratur
7.2 Lexikon

1. Abstract

Israel zählt mit seinen über 8. Millionen Einwohnern zu einem der am höchsten entwickelten Industrieländer der Welt und ist das einzige Land, in dem die Mehrheit der Einwohner Juden sind. Diese Arbeit soll dem Leser zeigen wieso die Kibbuz-Bewegung entstand und wie sich das Leben von vielen in Europa aufgewachsenen Juden verändert hat. Zudem soll es dem Leser den Einfluss des Kibbuzim auf die Gründung des Staates Israel verdeutlichen.

Als im Jahr 1909 der erste Kibbuz als eine Art Experiment entstand und zum Erfolg erklärt wurde, entstanden immer mehr und größere Siedlungen dieser Art. Das Kollektiv vergrößert und entwickelte sich nicht nur zum Wohnort für viele Flüchtlinge sondern auch zu einer Gemeinschaft, die als obersten Stellenwert die Gleichheit und Gemeinsamkeit für alle darin lebenden Individuums vertrat.

Schlussendlich kann man sagen, dass ohne die Kibbuz-Bewegung und die dadurch resultierende Unterstützung Großbritanniens, die Gründung des Staates Israel sehr unwahrscheinlich gewesen wäre und das Land und die darin lebenden Leute niemals den Einfluss in Bezug auf die Politik, sowie die Wirtschaft unserer Gesellschaft hätte.

2. Einleitung: Israel heute

Das Land Israel gilt seit seiner Gründung im Jahr 1948 als einzige freie Demokratie im Nahen Osten. (Der Tagesspiegel; Israel [online].) Dennoch kann man Israel nicht als sicheres Land bezeichnen. Der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis wird als Kernkonflikt im Nahen Osten bezeichnet. Der Wunsch nach einer eigenen Heimatstätte beider Gruppierung ist der Auslöser für zahlreiche blutige Anschläge auf beiden Seiten. (Die Welt; Israel-Palästina-Konflikt [online].)

Als die zionistische Bewegung nach dem Ende des zweiten Weltkrieges mehr internationale Unterstützung erhielt und die Generalversammlung der Vereinigten Nationen eine Teilung des palästinensischen Gebietes in einen den Juden zugehörigen Teil und einem den Arabern zugehörigen Teil beschloss, waren die Israelis mit dieser Entscheidung einverstanden, während sich die Osmanen verraten fühlten und sie diese Entscheidung als Raub ihres Landes bezeichneten. Am Tag der Staatsgründung Israels erklärten die Länder Saudi-Arabien, Jordanien, Irak, Libanon, Syrien und Ägypten dem neu gegründeten Staat den Krieg. Fünfzehn Monate nach dieser Kriegserklärung ging Israel als Sieger aus diesen Auseinandersetzungen hervor und vergrößerte sein ursprüngliches Staatsgebiet deutlich. Allerdings ist auch nach mehr als sechzig Jahren und weiteren sechs Kriegen weiterhin keine friedliche Lösung dieses Konfliktes in Sicht. Auch heute noch gibt es zahlreiche Angriffe bei denen viele Zivilisten ums Leben kommen. Die Anführer der terroristischen Gruppe Hamas, welche dem Staat Israel das Recht zu existieren absprechen, rufen die Bewohner des palästinensischen Gebietes(Gaza-Streifen)auf, als menschliche Schutzschilder zu dienen. (Profil; Israel und Palästina [online].)

Die Zweistaatenlösung, die von US-Amerikanischen Außenminister Kerry vorgeschlagen wurde, scheiterte im April 2014. (Die Welt; Israel-Palästina-Konflikt [online].) Bei der Zweistaatenlösung spricht man von einer Art Koexistenz beider Staaten. Einem palästinensischen und einem israelischen Staat. Der arabische Teil soll den Gazastreifen, sowie die seit 1967 von Israel besetzten Gebiete des Westjordanlandes umfassen. Zum Scheitern dieser Initiative kam es aufgrund der Versöhnung zweier Machtgruppen der palästinensischen Seite. Einerseits die weniger radikale Fatah, welche im Westjordanland ihre Basis hat und andererseits die radikalere HAMAS. Aufgrund dieser Zusammenführung beendete die israelische Regierung weitere Verhandlungen. (Profil; Israel und Palästina [online].)

Diese Arbeit befasst sich mit der ersten jüdischen Einwanderungsbewegung, sowie mit der Entwicklung des Kibbuz in Palästina. Sie soll zeigen wieso es zur Immigration nach Palästina gekommen ist und wie die Lebenssituation in diesem Kollektiv war und auch heute noch ist. Bei der folgenden Arbeit handelt es sich um eine reine Literaturarbeit welche sich auf rein literarischen Quellen stützt.

Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der geschichtlichen Bewegung, die wesentlich zur Entstehung der Kibbuz-Bewegung und zur Gründung des Staates Israel beigetragen hat, dem Zionismus. Der Journalist Theodor Herzl Begründer der “Zionistischen Organisation“, spielt in dieser Arbeit eine große Rolle.

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Situation des ersten gegründeten Kibbuz und den Lebensumständen die dort herrschten.

Das finale Kapitel fokussiert sich auf den Kibbuz als Wohnort und Zufluchtsstätte für viele Juden aus Europa. Es soll zeigen welche Aufgaben die Menschen in der Gemeinschaft erfüllen mussten und was sie dafür bekamen. Außerdem gibt es einen Einblick in die verschiedenen Zeitabschnitte des Kibbuzlebens, deren Bedeutung für die Bewohner des Kibbuzim und die Entwicklung, die das Kollektiv über die Jahre gemacht hat.

3. Definition und Entstehungsgeschichte des Zionismus

Bevor ich mich dem Thema der Entwicklung des Kibbuz widmen werde, ist es zunächst notwendig den Begriff Zionismus und die Entstehung der Zionistischen Bewegung zu erklären.

Die jüdische Nationalbewegung leitet den Namen vom Tempelberg Zion in Jerusalem ab.

“Das Lexikon des Holocaust“ von Wolfgang Benz definiert Zionismus wie folgt: Der Zionismus „ entstand als Reaktion auf den Antisemitismus gegen Ende des 19.Jahrhunderts mit dem Ziel, einen jüdischen Staat in Palästina zu schaffen“. (Benz; S. 260.)

Wichtigster Vertreter des Zionismus war der jüdische Journalist Theodor Herzl, dessen Buch „der Judenstaat“ eine theoretische Grundlage der Bewegung schuf. (Benz; S. 260.) Vor Herzl prägten allerdings Namen wie Moses Hess, Leon Pinsker, Nathan Birnbaum die zionistische Bewegung. Was Herzls Ideen im Vergleich zu denen seiner Vorgänger unterschied waren die Mittel die er verwendete, um seine Pläne durchzusetzen. Zum einen verschaffte er der Idee während des Zionistischen Kongresses einen Ort zur Kommunikationsverdichtung und andererseits meinte er auch, dass die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimatstätte in Palästina ein guter Aufenthaltsort für die Juden sei, welche sich nicht irgendwo anders auf der Welt assimilieren wollten oder konnten. (Peck; Zionismus [online].)

Außerdem hat Herzl als erster Präsident der Zionistischen Weltorganisation (ZWO), die ersten praktischen Schritte zur Verwirklichung dieses Zieles unternommen. In diesem Zeitraum fand der Zionismus bei den osteuropäischen Juden viele Anhänger, während er bei den Juden in Westeuropa auf Ablehnung stieß. Der Zionismus ist auch heute noch im jüdisch-israelischen Denken allgegenwärtig. Daher war diese politische Bewegung auch stark im Kibbuzim vertreten. Vor allem unter Theodor Herzl haben die Zionisten während des Ersten Zionistischen Kongresses ihre Ansichten festgelegt. Ihr Ziel war es die Juden in Palästina in einem eigenen Staat zusammenzubringen, sowie die hebräische Sprache und

Kultur zu fördern. Zurückzuführen ist dies auf die Tatsache, dass die Juden sowohl in Europa, als auch in der zaristischen Sowjetunion, verfolgt wurden. Außerdem war Herzl der Meinung, dass ein Staat nur gegenüber anderen Nationen gleichwertig ist, wenn dieser Grund besaß. (Liebeswar; S. 17-18.)

Auch nach der Machtübernahme Hitlers in Deutschland änderte sich die Sichtweise der westeuropäischen Juden nur langsam. Da die Nationalsozialisten die Auswanderung der Juden in Deutschland vorantreiben wollten, unterstützten sie die „Zionistische Vereinigung für Deutschland“ (ZVfD), durch das Haavara-Abkommen. Bei dem Haavara-Abkommen handelt es sich um ein Transferabkommen, welches den jüdischen Auswanderern die Möglichkeit bot, einen Teil des Vermögens nach Palästina mitzunehmen. Somit wurde die Auswanderung für viele erleichtert. (Benz; S. 260.)

In den darauffolgenden Jahren versuchten die Zionisten durch illegale Einwanderungen die Bevölkerungszahl, der in Palästina lebenden jüdischen Bevölkerung, zu erhöhen. Am 14.Mai 1948 realisierten die Zionisten ihr Ziel, die Schaffung eines jüdischen Staates in Palästina, was ich in dem Kapitel die Entstehung des Staates Israels noch genauer ausführen werde. (Benz; S. 260)

Wie bereits angesprochen war der aus Ungarn stammende Journalist Theodor Herzl der Begründer der „Zionistischen Organisation“ im Jahre 1897 aufgrund seines Wunsches wieder in das gelobte Land zurückzukehren. Er wuchs in einer Bankiersfamilie auf. Herzl sprach Deutsch sowie Französisch fließend jedoch beherrschte er weder Jiddisch noch Hebräisch. Er hatte kein großes Interesse an seinen jüdischen Wurzeln. Ebenfalls war ihm das harte Leben als osteuropäischer Jude vollkommen fremd. Als er 1891 als Korrespondent einer österreichischen Zeitung nach Paris entsandt wurde, erlebte er zum ersten Mal mit, wie in dem angeblich zivilisierten Frankreich der Judenhass ausbrach.

Auslöser dafür war ein Spionagevorwurf gegenüber dem französischen Hauptmann namens Alfred Dreyfus. Dieser war jüdischer Abstammung und soll militärische Geheimnisse an das deutsche Heer weitergeleitet haben. Zu Unrecht, wie sich zwölf Jahre später herausstellte, wurde er auf eine Insel vor der Küste Südamerikas verbannt. Nach der Verkündung des Urteils forderten viele Menschen den „ Tod der jüdischen Bevölkerung “. (Paetsch; S.30.)

Der zu diesem Zeitpunkt auftretende Antisemitismus erschütterte Herzl so sehr, dass er ein Buch mit dem Titel „Der Judenstaat“ schrieb, indem er sich für die Gründung einer eigenen jüdischen Nation aussprach. (Paetsch; S. 27-30.) Herzl arbeitete einen Plan zur Schaffung der jüdischen Nation aus. Er spricht sich für eine strikte Trennung von Religion und Staat aus und wollte ein Berufsheer zur Verteidigung einführen. Diesen Musterstaat stellte er sich am Anfang in Argentinien vor, aber schlussendlich bevorzugte er Palästina aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds. (Paetsch; S. 31.)

3.1 Die jüdische Diaspora

Zwischen Herzls Lebzeiten und der Vertreibung der Juden aus dem gelobten Land liegen zwei Jahrtausende. Begonnen hat diese um das Jahr 70 n. Christus als die Römer in Jerusalem einmarschierten und das größte jüdische Heiligtum zerstört hatten, den Tempel. Von da an wanderten die Juden von einem Land in das nächste. Die meisten von ihnen wurden jedoch nach kurzer Zeit wieder vertrieben. Erfolgt ist diese „Verstreuung“ der Juden auf der ganzen Welt. Man bezeichnet diese „Verstreuung“ als jüdische Diaspora. (Paetsch;S. 28.)

Der größte Teil der Juden siedelte sich in Osteuropa an. Bei den besiedelten Gebieten handelt es sich um die heutigen Länder Ukraine, Weißrussland, Polen, Litauen und Moldawien. Ungefähr vier Millionen Juden lebten dort. Allerdings waren sie von den

Bewohnern des christlichen Russlands äußerst unerwünscht. Sie hatten kaum Rechte und wurden diskriminiert. Zum Beispiel durften sie kein eigenes Land besitzen und es wurde ihnen verboten zahlreichen Berufe auszuüben. In dieser Zeit gaben ihnen ihre Religion und die damit eingeschlossenen Traditionen halt, welche sie größtenteils noch ausübten. Im Gegensatz zu den Juden, die sich zu dieser Zeit in Westeuropa angesiedelt haben , was ich bereits im Kapitel „Definition und Entstehungsgeschichte des Zionismus“ erwähnt habe, diese haben sich über mehrere Jahre gut in die europäische Gesellschaft intergiert und ihre

Religion und die jüdische Tradition spielte in ihrem Leben kaum eine Rolle. (Paetsch; S. 28.)

3.2 Die Situation der osteuropäischen Juden

Die Sehnsucht nach der Rückkehr in das Gelobte Land Palästina war aufgrund ihrer sehr schwierigen Lebenssituation bei den osteuropäischen Juden besonders groß. Ihrer Meinung nach wartete dort ihre Erlösung von der über tausende Jahre andauernde Unterdrückung. Allerdings veränderte sich im 19. Jahrhundert die Denkweise vieler Europäer. Diese fühlten sich nicht mehr einem Herrscher gegenüber verpflichtet, sondern vielmehr, ihrer Nation zugehörig. Der Nationalismus entstand. Viele Völker wie zum Beispiel die Franzosen, Engländer und Deutschen dachten mehr über ihre Kultur und die Geschichte ihrer Nation nach. (Paetsch; S. 28.)

Für Minderheiten wie die Juden war der Nationalismus sehr bedrohlich. Besonders im Zarenreich kam es zu großen Ausschreitungen, aufgrund von Fanatikern die alles Fremde ablehnten. Auslöser für den Beginn der Ausschreitungen war ein Attentat auf den russischen Herrscher Alexander II im Jahr 1881, bei dem dieser getötet wurde. Viele Bewohner machten die Juden dafür verantwortlich. In vielen Orten, welche von Juden besiedelt waren, kam es vermehrt zu Vergewaltigungen und Ermordungen von den jüdischen Einwohnern. Unterstützung von der russischen Regierung bekam die jüdische Bevölkerung nicht. Die Staatsmacht der UdSSR beschloss weitere diskriminierende Gesetze. Der jüdische Nationalismus war für viele Juden die einzige Lösung ihres Problems. Der russische Arzt Leon Pinker schrieb in einem Essay , „dass Juden überall Fremde seinen und die einzige Lösung dieses Problems sei eine eigene, sichere und unantastbare Zufluchtsstätte zu schaffen.“ (vgl. Paetsch; S. 29.)

Zu dieser Zeit zogen viele osteuropäische Juden nach Westeuropa oder in die USA. Einige andere nahmen die Worte von Pinsker, welche besagten, dass die jüdische Bevölkerung überall Fremde sein ernst und bereiteten die Rückkehr in das Gelobte Land vor. Sie gründeten Gesellschaften, welche sich die „Freude Zions“ nannten. Im Jahre 1882 kamen die ersten Auswanderer in Palästina an. Jedoch bestand die Gegend größtenteils aus unbewohnbarer Wüste und es gab kaum Süßwasser. Die meisten Auswanderer ließen sich in eine der wenigen Städte in der Umgebung nieder und arbeiten dort als Handwerker oder Händler. Einige andere gründeten kleine Siedlungen auf dem vertrockneten Land. Die meisten von ihnen hatten kaum Erfahrung mit der Landwirtschaft und riskierten ihr Leben, denn die Auswanderer litten größtenteils an Hunger und Krankheit. Viele gaben auf und kehrten zurück nach Russland oder versuchten ihr Glück im Westen. Ein Grund, warum diese Auswanderungsaktion scheiterte waren die geringen finanziellen Mittel die, die osteuropäischen Juden zur Verfügung hatten. (Paetsch; S.28-29.)

3.3 Die jüdische Bevölkerung Westeuropas

Viele Juden, welche sich in Mittel- und Westeuropa niedergelassen und größtenteils zu Wohlstand gebracht hatten, unterstützten die Sichtweise der Zionisten nicht. Immerhin arbeiteten sie schon eine lange Zeit an der bürgerlichen Gleichberechtigung. Diese Gleichberechtigung widerspricht allerdings der Grundidee des Zionismus, welche besagt, dass die Juden ein Volk seien und somit in jeder Nation, in der sie leben Fremde sind. Obwohl Theodor Herzl selbst ebenfalls der Gruppe der wohlhabenden assimilierten Juden angehört hat, wurde er schließlich zu einem der bekanntesten Vertreter dieser Bewegung. (Paetsch; S. 30.)

Auch nach der Machtübernahme Hitlers in Deutschland änderte sich Sichtweise der westeuropäischen Juden nur langsam. Da die Nationalsozialisten die Auswanderung der Juden in Deutschland vorantreiben wollten, unterstützten sie die „Zionistischen Vereinigung für Deutschland“ (ZVfD), durch das Haavara-Abkommen. Wie bereits in dem Kapitel „Definition und Entstehungsgeschichte des Zionismus“ erwähnt, handelt es sich beim Haavara-Abkommen, um ein Transferabkommen, welches den jüdischen Auswanderern die Möglichkeit bot, einen Teil ihres Vermögens nach Palästina mitzunehmen. Somit wurde die Auswanderung für viele erleichtert. (Benz; S.260.)

In den darauffolgenden Jahren versuchten die Zionisten durch illegale Einwanderung die Bevölkerungszahl der in Palästina lebenden jüdischen Bevölkerung zu erhöhen. (Benz; S. 260.) Man bezeichnet diese Art der Einwanderung als „Alija Bet“ Dadurch wurde die Einwanderung von 18.000 Einwanderern zwischen den Jahren 1939-1942 erreicht, während in den Jahren 1939 bis 1944 durch legale Immigration circa 50.000 Pilger nach Palästina kamen. (Allgemeine Entwicklung; S. 18 [online].)

3.4 Die Entstehung des Staates Israel

Am 14. Mai 1948 realisierten die Zionisten ihr Ziel die Schaffung eines jüdischen Staates in Palästina.(Benz; S.260.) Es ist unwahrscheinlich, dass es ohne die Kibbuzbewegung zur Gründung des Staates Israel gekommen wäre, da die Kibbuzim wichtige Aufgaben erfüllt hatte, die wesentlich zur Gründung Israels beigetragen haben. Zum einen schickte sie einige Mitglieder ihres Kollektives an die entferntesten Orte des Gebietes, um eine Grenzsicherung zu garantieren. Außerdem schickten sie viele ihrer jungen Bewohner in die Elitearmee Israels, um die Verteidigung ihres zukünftigen Staates zu sichern. Die Staatsgründung, welche im Jahr 1948 zustande kam, war das Hauptziel der Siedler und Bewohner der Kibbuzim und diese Aufgabe hielt die Gemeinschaft vor allem während der schwierigen finanziellen und wirtschaftlichen Lage zusammen.

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Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung des Kibbuz in Palästina
Note
2,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V358799
ISBN (eBook)
9783668435605
ISBN (Buch)
9783668435612
Dateigröße
931 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung, kibbuz, palästina, antisemitismus
Arbeit zitieren
Andrea Culic (Autor), 2016, Die Entwicklung des Kibbuz in Palästina, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358799

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