Zugänge zur Erwachsenenbildung mit Betrachtung der Erwachsenenpädagogik-Konzeptionen von Peter Faulstich und Ekkehard Nuissl sowie der Beschreibung eines optimalen Zugangs zu modernen Lernservices.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
Aufgabe 2
Aufgabe 3
Aufgabe 4
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit verschiedenen Konzeptionen der Erwachsenenbildung auseinander, beleuchtet deren systemisch-konstruktivistische Interpretierbarkeit und untersucht die veränderte Rolle von Bildungsinstitutionen angesichts digitaler Open-Content-Angebote sowie deren Anwendung im beruflichen Kontext der Lean-Production.
- Vergleich erwachsenenpädagogischer Konzepte (Faulstich vs. Nuissl)
- Systemisch-konstruktivistische Didaktik und Lernsteuerung
- Bedeutung von Open Content für Bildungseinrichtungen
- Informelles Lernen und Kompetenzorientierung
- Praxisnahe Forschungsansätze zur betrieblichen Weiterbildung
Auszug aus dem Buch
Aufgabe 1
Für Faulstich wie für Nuissl steht die Erwachsenenbildung im engen Zusammenhang zum Konzept des Lebenslangen Lernens (Arnold, 2015, S. 12, 27). Faulstich grenzt sich gegen systemtheoretische und konstruktivistische Ansätze ab und tritt dabei als gewerkschaftsnaher, bildungspolitisch engagierter Theoretiker mit einer kritisch pragmatischen Konzeption von Weiterbildung auf (Arnold, 2015, S. 11, 15). Ekkehard Nuissl blickt eher aus einem autobiographischen Fokus und tritt mit seiner Gestaltungskonzeption über Lernstrategien nicht als „nüchterner“ Analytiker auf. (Arnold, 2015, S. 27)
Faulstich und auch Nuissl sehen den Staat und die Gesellschaft in der Pflicht, Bildungsangebote bereitzustellen, bemängeln aber gleichzeitig die rückläufigen Ressourcen (Arnold, 2015, S. 16, 26). Was jedoch gelernt wird und ob der Erwachsene lernen will, soll jeder Erwachsene selbst entscheiden (Arnold, 2015, S. 11, 27f). Faulstich ist die Berücksichtigung der Lebenswelt des Erwachsenen besonders wichtig (Arnold, 2015, S. 15). Die Bildung Erwachsener ist laut Faulstich eingebunden in einen äußeren Zwang und einer inneren Entfaltung. Er betont, dass die Bildung Erwachsener nicht nur aus einer ökonomischen Notwendigkeit im Hinblick auf einen Kompetenzaufbau begründet sein kann (Arnold, 2015, S. 12).
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Diese Aufgabe vergleicht die erziehungswissenschaftlichen Konzepte von Peter Faulstich und Ekkehard Nuissl hinsichtlich ihrer Thesen und Sichtweisen auf die Erwachsenenbildung.
Aufgabe 2: Hier wird untersucht, inwiefern die Argumentationen von Meueler eine systemisch-konstruktivistische Deutung erlauben, insbesondere im Hinblick auf die Selbststeuerung und Subjektorientierung.
Aufgabe 3: Dieser Abschnitt thematisiert die Herausforderung durch Open Content und die daraus resultierende notwendige Neuausrichtung von Bildungsinstitutionen hin zu Lernbegleitern.
Aufgabe 4: Die letzte Aufgabe widmet sich einem praktischen Forschungsansatz zur Wirksamkeit von Lean-Production-Methoden auf die Entwicklung von Problemlöse- und Selbstorganisationskompetenzen.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Lebenslanges Lernen, Systemisch-konstruktivistisch, Bildungsinstitutionen, Open Content, Informelles Lernen, Kompetenzorientierung, Weiterbildung, Didaktik, Lernbegleiter, Lean-Production, Problemlösekompetenz, Selbstorganisation, Subjektbildung, Lernkultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale Konzepte der Erwachsenenpädagogik und deren Anwendung auf aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung und betriebliche Lernprozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Konzeptionen der Erwachsenenbildung, der konstruktivistischen Didaktik, dem Umgang mit freien Lerninhalten und der betrieblichen Kompetenzentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Reflexion bestehender pädagogischer Ansätze und deren Transfer in moderne Praxisumgebungen, um Lernprozesse nachhaltiger zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich primär um eine theoretisch-analytische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie um die methodische Ableitung eines Forschungsdesigns für das Praxisfeld der betrieblichen Weiterbildung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in den Vergleich von Faulstich und Nuissl, die konstruktivistische Deutung von Meuelers Thesen, eine Stellungnahme zu Open Content und einen praktischen Forschungsentwurf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erwachsenenbildung, Kompetenzorientierung, systemisch-konstruktivistische Didaktik und informelles Lernen geprägt.
Wie unterscheidet sich Faulstich von Nuissl in ihrem Bildungsverständnis?
Faulstich fokussiert stärker auf die kritisch-pragmatische Theorie und die „innere Entfaltung“, während Nuissl eine eher pragmatische Gestaltungskonzeption vertritt, die den Fokus auf die Praxis und den Lernenden legt.
Welche Rolle spielen Bildungsinstitutionen in Zeiten von Open Content?
Bildungsinstitutionen wandeln sich von reinen Wissensvermittlern hin zu Lernbegleitern und Unterstützern, die Lernenden helfen, sich in einer Welt frei verfügbarer Informationen zu orientieren.
- Quote paper
- Daniela Nöllert (Author), 2017, Zugänge zur Erwachsenenbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358889