Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Rechte und Gleichheit in Frankreich um 1789
2.1 Das Konzept von Gleichheit und Gleichberechtigung
3. Frauen am Vorabend und während der Revolution
3.1 Das Geschlechterrollenverständnis Ende des 18. Jahrhunderts
3.2 Aktivitäten
3.2.1 Aufstände und Demonstrationen
3.2.2 Klubs - La Societé des Citoyennes Républicaines Révolutionaires
4. Olympe de Gouges
4.1 Person
4.2 Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
7. Anhang
Die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ von Olympe de Gouges
Ziel dieser Arbeit ist es, die Aktivität der Frauen und ihre Rolle in und für die Revolution herauszuarbeiten. Um diesen Aspekt der Jahre 1789-1793 besser zu verstehen, ist es hilfreich zunächst ein Grundverständnis zu der damaligen rechtlichen Lage zu schaffen.Was besagten die Menschen- und Bürgerrechte aus dem Jahr 1789 und wer legte diese fest? Erst wenn auf dieser Ebene ein Grundwissen geschaffen wurde, kann sich der Thematik um Frauen und ihrer Motivationen in der Bestrebung um Geschlechtergleicheit sowie ihrem Kampf um politisches Mitwirken gewidmet werden.
Dafür spielt das damalige Geschlechterverständnis selbstverständlich eine wichtige Rolle, denn müssen Werte und Ideale immer in einem zeithistorischen Kontext betrachtet werden. Dann auch lässt sich diskutieren ob es womöglich zu einer eher unbewussten und nicht mutwillig bösartigen Exklusion von Frauen während der Verfassungsdiskussionen 1789 gekommen ist.
Außerdem ist es relevant zu analysieren wie die Rolle der Frau im öffentlichen Leben als auch intern im privaten Bereich verordnet wurde, denn daran ist die Vorstellung von Frauen auf der politischen Bühne gebunden. Zu betrachten ist auch, in welchem Ausmaß und in welcher Form Frauen während der Jahre 1789-1793 aktiv wurden. Dabei sollen die Teilnahme an Demonstrationen sowie die Gründung von politischen Klubs vorgestellt werden. Das politische Engagement der Frauen in Form von Schriften und Publikationen wird dann im letzten Abschnitt durch Olympe de Gouges Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne illustriert und im Gesamtkontext bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Rechte und Gleichheit in Frankreich um 1789
2.1 Das Konzept von Gleichheit und Gleichberechtigung
2.2 Déclaration des droits de l’homme et de citoyen
3. Frauen am Vorabend und während der Revolution
3.1 Das Geschlechterrollenverständnis Ende des 18. Jahrhunderts
3.2 Aktivitäten
3.2.1 Aufstände und Demonstrationen
3.2.2 Klubs – La Société des Citoyennes Répubilcaines Révolutionaires
4. Olympe de Gouges
4.1 Person
4.2 Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
6.1 Sekundärliteratur
6.2 Internetquellen
7. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die Aktivitäten von Frauen während der Französischen Revolution zwischen 1789 und 1793, um zu analysieren, inwiefern diese zur Entstehung einer geschlechterdifferenzierenden Dynamik beitrugen und den Beginn des neuzeitlichen Feminismus markierten.
- Rechtliche Lage und Geschlechterverständnis Ende des 18. Jahrhunderts
- Weibliche Partizipation an revolutionären Aufständen und Demonstrationen
- Die Bedeutung von politischen Klubs wie der Société des Citoyennes Répubilcaines Révolutionaires
- Die Radikalisierung der Menschenrechte durch Olympe de Gouges
- Der Kampf um politische Mitbestimmung und universelle Gleichberechtigung
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Klubs – La Société des Citoyennes Répubilcaines Révolutionaires
Der wohl einflussreichste der rein weiblichen Klubs war die Société des Citoyennes Répubilcaines Révolutionaires in Paris, welcher sich in den Anfangsmonaten des Jahre 1793 zusammenschloss. Jedoch hatten sich bereits Anfang 1792 einige Frauen in ihren Klubs den gewöhnlichen Aktivitäten wie Erziehung und Philanthropie abgewandt und politischen Interessen gewidmet. Beachtlich ist, das trotz des unter Frauen weit verbreiteten Analphabetismus lediglich sieben von insgesamt 22 nachweisbaren Mitgliedern des Klubs nicht selbst mit ihrem Namen unterschreiben konnte. Wer die Mitglieder des Klubs genau waren, darüber ist sich uneins. Der Girondist Buzot behauptete, es würde sich um „verlorene Frauen“ und „weibliche Monster“ handelt, die man auf den Straßen Paris aufgesammelt hatte. Die genaue Bestimmung, wer diese Damen wirklich waren, ist aufgrund der geringen Quellenüberlieferung schwierig. Die Schauspielerin Claire Lacombe, die Chocolatiere Pauline Léon, zwei Kauffrauen, eine Druckerin und zwei Kuchenkauffrauen von Nanterre sind jedoch bekannt. Somit wirken Buzot’s Anschuldigungen zweifelhaft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz von Frauen in der Französischen Revolution und formuliert das Ziel, deren Rolle und Aktivitäten im Kontext der damaligen Geschlechterverhältnisse zu erforschen.
2. Rechte und Gleichheit in Frankreich um 1789: Dieses Kapitel analysiert das damalige Verständnis von Gleichheit und zeigt an der Menschenrechtserklärung von 1789 die Exklusion der Frau auf.
3. Frauen am Vorabend und während der Revolution: Hier werden das patriarchale Rollenverständnis sowie die konkreten, teils militanten Aktivitäten von Frauen in Aufständen und Klubs untersucht.
4. Olympe de Gouges: Der Fokus liegt auf der Person Olympe de Gouges und ihrer "Frauenrechtserklärung" als radikale Antwort auf die männliche Menschenrechtserklärung.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Frauen aktiv und differenziert in das revolutionäre Geschehen eingriffen und mit ihren Forderungen einen bis heute nachwirkenden Wandel anstießen.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Internetquellen.
7. Anhang: Enthält den Wortlaut der von Olympe de Gouges verfassten "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin".
Schlüsselwörter
Französische Revolution, Frauenrechte, Gleichberechtigung, Olympe de Gouges, Geschlechterrollen, Partizipation, Feminismus, Menschenrechte, Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne, soziale Ungleichheit, politische Klubs, Emanzipation, Aufstände, Geschichtsschreibung, 1789.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Rolle und das politische Engagement von Frauen während der Französischen Revolution in den Jahren 1789 bis 1793 und untersucht deren Kampf um universelle Rechte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind das damalige Geschlechterrollenverständnis, der Ausschluss von Frauen aus den Menschenrechten von 1789 sowie die aktive Teilhabe von Frauen durch Demonstrationen und politische Klubs.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die spezifische Aktivität der Frauen während der Revolution herauszuarbeiten und zu analysieren, ob diese als geschlossener Kampf gegen geschlechterdifferenzierende Verhältnisse zu verstehen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Primärquellen (insbesondere der Schriften von Olympe de Gouges) sowie der Auswertung einschlägiger geschichtswissenschaftlicher Sekundärliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung rechtlicher Grundlagen, die Beschreibung weiblicher Aktivitätsformen wie Aufstände und Klubs sowie eine tiefgehende Analyse des Werks von Olympe de Gouges.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Frauenrechte, Französische Revolution, Gleichberechtigung, Olympe de Gouges und Emanzipation.
Welche Rolle spielt Olympe de Gouges für das Argument der Autorin?
Olympe de Gouges dient als zentrales Beispiel für eine bewusste Radikalisierung und Anprangerung der Widersprüche innerhalb der revolutionären Rechtsverfassung, die Frauen systematisch ausschloss.
Warum war die weibliche Partizipation damals so schwierig?
Die Partizipation war durch ein tief in der Gesellschaft verankertes patriarchales Familienbild und die Vorstellung von "natürlichen" Rollenverteilungen sowie durch Bildungsbarrieren erschwert.
- Citation du texte
- Laura Gonser (Auteur), 2017, Die "un"gleiche Revolution um Gleichheit. Frauen im Kampf um universale Rechte ab 1789, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358970