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Der Offenbarungsbegriff im Wandel der Zeit

Quelle und Fundament theologischer Aussagen

Titre: Der Offenbarungsbegriff im Wandel der Zeit

Dossier / Travail , 2015 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Maximilian Bekmann (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
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Die Arbeit handelt über das Verständnis von Offenbarung und führt durch bedeutende Etappen der Theologiegeschichte. Dabei wird der Bogen gespannt vom Offenbarungs-Glauben der ersten Christen in der konkreten Naherwartung der universalen Neuschöpfung noch zu ihren Lebzeiten, über das Mittelalter mit der Offenbarung als Instruktion und Unterweisung (Thomas v. Aquin) bis hin zur Neuzeit und dem kommunikationstheoretischen Offenbarungsbegriff. Den Schluss bildet ein Gedankengang über den Offenbarungsbegriff in unserer heutigen Zeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Vorbemerkung

2. Das instruktionstheoretische Offenbarungsverständnis

2.1 Von der Naherwartung zur Selbsterschließung der Offenbarung als Heil

2.2 Die Verkürzung des Offenbarungsverständnisses zur Instruktion

2.3 Thomas von Aquin: Offenbarung als heilsnotwendiger Instruktionsvorgang

3. Das kommunikationstheoretische Offenbarungsverständnis

3.1 Die anthropologische Wende im 20. Jahrhundert

3.2 Karl Rahner: Der Mensch als Ereignis der absoluten Selbstmitteilung Gottes

4. Offenbarungsverständnisse heute – ein Ausblick

4.1 Zusammenfassung: Offenbarung als eine den Menschen umgreifende Größe

4.2 Offenbarung als Ausdruck menschlichen Suchens nach Gott

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des Offenbarungsbegriffs in der christlichen Theologie. Dabei wird der Fokus auf den Übergang vom klassischen instruktionstheoretischen Modell, das Offenbarung als vorgegebene Wissensvermittlung versteht, hin zum kommunikationstheoretischen Modell des 20. Jahrhunderts gelegt, welches Offenbarung als personale Selbstmitteilung Gottes im Kontext menschlicher Existenz begreift.

  • Die historische Entwicklung des christlichen Offenbarungsbegriffs
  • Das instruktionstheoretische Modell bei Thomas von Aquin
  • Die anthropologische Wende in der Theologie des 20. Jahrhunderts
  • Karl Rahners Verständnis des Menschen als Ereignis der Selbstmitteilung Gottes
  • Die moderne Reinterpretation von Offenbarung als Lebenseinstellung

Auszug aus dem Buch

3.2 Karl Rahner: Der Mensch als Ereignis der absoluten Selbstmitteilung Gottes

Kommunikative Selbstmitteilung kann nicht allein eine Initiative auf Seiten Gottes sein. Zu einem solchen Geschehen braucht es immer zwei Akteure: Auf der einen Seite Gott, der sich mitteilt und auf der anderen Seite den Menschen, der die Mitteilung empfängt. Das setzt eine bestimmte Verfasstheit des Menschen voraus, die ihn befähigt das Angebot Gottes in Freiheit zu erkennen und anzunehmen.

Für jene anthropologische Wende im 20. Jahrhundert von Bedeutung ist das Werk des großen Theologen Karl Rahner SJ (1904-1984). In seinem Denken setzt er bei der Erfahrungsfähigkeit des Menschen an. Wie kein anderer vor ihm hebt er in seinem Grundkurs des Glaubens die Rolle des Menschen in der Selbstmitteilung Gottes hervor und definiert dabei das wechselseitige Verhältnis der beiden Größen zueinander. Dabei kommt dem Menschen die Bedeutung zu Hörer der ihm verkündeten Botschaft zu sein. Damit noch nicht genug, er wird selbst zum Ereignis der Selbstmitteilung Gottes. Diese Selbstmitteilung ist nun bei Rahner nicht mehr so zu verstehen, als ob Gott in einer Offenbarung dem Menschen übervernünftige Kenntnisse über sein Wesen mitteilt, die ihm von vorn herein vorgegeben und anzunehmen sind (vgl. Thomas von Aquin), sondern sie bezeichnet einen „seinshaften“ Vollzug Gottes am Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Vorbemerkung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit des Sprechens von Gott und definiert die Offenbarung als das notwendige Fundament für fundierte theologische Aussagen.

2. Das instruktionstheoretische Offenbarungsverständnis: Dieses Kapitel beschreibt die historische Transformation von einer endzeitlichen Naherwartung hin zu einem Lehrmodell, in dem Offenbarung als Wissensinstruktion verstanden wird.

2.1 Von der Naherwartung zur Selbsterschließung der Offenbarung als Heil: Das Kapitel analysiert den Übergang von der urkirchlichen Epiphanie-Erwartung zur Akzentverschiebung auf intellektualisierte Heilswahrheiten.

2.2 Die Verkürzung des Offenbarungsverständnisses zur Instruktion: Hier wird der Prozess beschrieben, in dem Offenbarung auf einen belehrenden Charakter reduziert und als System von Satzwahrheiten definiert wurde.

2.3 Thomas von Aquin: Offenbarung als heilsnotwendiger Instruktionsvorgang: Eine Darstellung der scholastischen Position, in der die Offenbarung als notwendige Ergänzung der menschlichen Vernunft fungiert.

3. Das kommunikationstheoretische Offenbarungsverständnis: Dieses Kapitel markiert den Wendepunkt zur Moderne, in der Offenbarung als Begegnungsgeschehen neu begriffen wird.

3.1 Die anthropologische Wende im 20. Jahrhundert: Es wird die Veränderung durch das Zweite Vatikanische Konzil erläutert, welche den Fokus zurück auf das personale Heilshandeln Gottes legt.

3.2 Karl Rahner: Der Mensch als Ereignis der absoluten Selbstmitteilung Gottes: Analyse von Rahners Ansatz, den Menschen nicht mehr als bloßen Empfänger von Instruktionen, sondern als aktiven Teilhaber an der Selbstmitteilung Gottes zu sehen.

4. Offenbarungsverständnisse heute – ein Ausblick: Eine Synthese der anthropozentrischen Wende, die den Menschen in seiner Erfahrungsfähigkeit ernst nimmt.

4.1 Zusammenfassung: Offenbarung als eine den Menschen umgreifende Größe: Eine abschließende Einordnung, wie die Offenbarung die menschliche Vernunft trägt und konstituiert.

4.2 Offenbarung als Ausdruck menschlichen Suchens nach Gott: Das Kapitel reflektiert, wie Glaube und Vernunft als harmonisches Suchgeschehen zusammenwirken.

Schlüsselwörter

Offenbarung, Theologie, Instruktionstheorie, Kommunikationstheorie, Thomas von Aquin, Karl Rahner, Anthropologische Wende, Selbstmitteilung Gottes, Glaube, Vernunft, Transzendenz, Heilsgeschichte, Epiphanie, Gottesverhältnis, christliche Offenbarung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den historischen Wandel des Offenbarungsbegriffs innerhalb der christlichen Theologie und vergleicht dabei traditionelle und moderne Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf dem instruktionstheoretischen Verständnis des Mittelalters und dem kommunikationstheoretischen Modell der Moderne.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich das Verständnis von Offenbarung von einer reinen Wissensvermittlung hin zu einer personalen Selbstmitteilung Gottes gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine historisch-systematische theologische Methode, um die Entwicklung der Offenbarungsmodelle anhand prägender Theologen wie Thomas von Aquin und Karl Rahner nachzuvollziehen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden detailliert das instruktionstheoretische Modell, die anthropologische Wende des 20. Jahrhunderts und Karl Rahners Interpretation der menschlichen Existenz als Ereignis der Selbstmitteilung Gottes diskutiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Offenbarung, Instruktion, Kommunikation, Selbstmitteilung, Anthropologie und Transzendenz.

Wie unterscheidet sich Rahners Verständnis von dem des Thomas von Aquin?

Während Thomas von Aquin Offenbarung primär als übernatürliche Wissensinstruktion versteht, die den menschlichen Verstand belehrt, begreift Rahner Offenbarung als ontologischen Vollzug, bei dem Gott sich dem Menschen in dessen Transzendenzfähigkeit unmittelbar mitteilt.

Was bedeutet die "anthropologische Wende" in diesem Kontext?

Die anthropologische Wende beschreibt den theologischen Paradigmenwechsel, den Menschen als notwendigen Resonanzraum und Hörer der göttlichen Offenbarung in den Mittelpunkt zu rücken, statt ihn nur als passives Empfangsobjekt von Lehrsätzen zu betrachten.

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Titre
Der Offenbarungsbegriff im Wandel der Zeit
Sous-titre
Quelle und Fundament theologischer Aussagen
Université
University of Salzburg  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Cours
Seminar: Probleme der Fundamentaltheologie
Note
1,0
Auteur
Maximilian Bekmann (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
14
N° de catalogue
V359035
ISBN (ebook)
9783668433069
ISBN (Livre)
9783668433076
Langue
allemand
mots-clé
Offenbarung Instruktionsverständnis Glaube Freiheit Antropologie Theologie Heil Theologiegeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maximilian Bekmann (Auteur), 2015, Der Offenbarungsbegriff im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359035
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Extrait de  14  pages
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