Plan einer vergleichenden Anthropologie nach Wilhelm von Humboldt


Hausarbeit, 1999
12 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Zur Biographie Humboldts
1.2 Was ist Anthropologie ?

2. Quellen und Hilfsmittel. Notwendige Geistesstimmung

3. Von der Charakterverschiedenheit im Allgemeinen

4. Hauptsächlichste Tatsache, auf welcher der Gedanke einer vergleichenden Anthropologie sich vorzüglich stützt

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Proseminararbeit werde ich mich mit Wilhelm von Humboldt seiner Schrift „ Plan einer vergleichenden Anthropologie“ auseinandersetzen. Im ganz besonderen aber werde ich die Kapitel 6 bis 8 näher untersuchen. Die Gliederung meiner Arbeit wurde Humboldts Gliederung angepasst, so dass die Kapitel in der Reihenfolge wie auch Humboldt es in seiner Schrift getan hat untersucht und vorgestellt werden.

1.1 Zur Biographie Humboldts

Wilhelm Freiherr von Humboldt wurde am 22. Juni 1767 in Potsdam geboren und

starb 1835 in Berlin. Nachdem er von 1787 bis 1790 Rechtswissenschaften, Archäologie, Ästhetik und Philosophie studiert hatte, wirkte er von 1794 bis 1797 als Privatgelehrter in Jena. Von 1802 bis 1808 war er als

preußischer Ministerresident in Rom. Von 1809/1810 war er Direktor für Kultus und Unterricht im preußischen Innenministerium. In dieser Position reformierte

Humboldt das preußische Bildungswesen und gründete die Berliner Universität. Wegen seiner Bedenken gegen die restaurative preußische Politik wurde er 1819 aus dem Staatsdienst entlassen. Humboldt ist der eigentliche philosophische Begründer des klassisch-idealistischen Humanismus ( Neuhumanismus ). Mit seiner Idee der Bildung hebt er im besonderen zwei Seiten hervor. Einerseits liegt das Ziel des Menschen in seiner Bildung als Individuum und andererseits geht es in der Bildung um etwas Allgemeines, nämlich um die Humanität als Ideal. Diesen doppelseitigen Humanismus sucht Wilhelm von Humboldt geschichtsphilosophisch zu begründen. Die Bildung des Individuums erfolgt durch historische Erfahrung. Im Mittelpunkt seines Denkens steht ein stets auf die Gesellschaft hin orientiertes Humanitätsideal. Als Sprachwissenschaftler befasste sich Humboldt vor allem mit amerikanischen Sprachen, mit Sanskrit, Ägyptisch, Koptisch, Chinesisch und Japanisch. In der Einleitung zu „Über die Kawi -Sprache auf der Insel Java“ ( 1836-40 ) entfaltete Humboldt seine Grundkonzeption von Sprache. Wesen, Sinn und Entwicklung von Sprache deutete Humboldt im umfassenden kulturgeschichtlichen Verständnis als Entwicklung des menschlichen Geistes überhaupt. Humboldt führte einen regen Gedankenaustausch mit Goethe und Schiller. Als Höhepunkt dieses Gedankenaustausches kann man das heute zu behandelnde Werk „Plan einer vergleichenden Anthropologie“ betrachten, welches 1795 entstand. Goethe war ja nicht nur ein vielseitiger Dichter, sondern auch sehr engagiert in der Naturforschung. Besonders auf den Gebieten der Geologie, Mineralogie, Botanik und Osteologie. Durch diese Versiertheit war er für Humboldt ein wertvoller Helfer.

1.2 Was ist Anthropologie?

Der Begriff Anthropologie geht ursprünglich auf Aristoteles zurück, der darunter die Naturgeschichte des Menschen verstanden hat. Einige griechische Philosophen , wie zum Beispiel Platon, Aristoteles, und der Arzt Hippokrates haben sich bereits mit Fragen der Vererbung beim Menschen auseinandergesetzt. Mit den Entdeckungsreisen im 16.Jahrhundert wurde der Mensch zum Objekt naturwissenschaftlicher Forschungen. Die erste deutsche Anthropologische Gesellschaft wurde 1859 gegründet und der erste Lehrstuhl für Anthropologie wurde 1886 in München eingerichtet.[1]

Übersetzt heißt Anthropologie: Lehre vom Menschen. Der Begriff geht auf den Humanisten O. Casmann zurück, der 1596 ein Werk mit diesem Titel veröffentlichte. Je nach Blickrichtung kann man verschiedene Arten der Anthropologie unterscheiden. Eine Form der Anthropologie ist die naturwissenschaftliche Anthropologie. Diese erforscht die Entstehungsgeschichte, Ausbreitung und heutige Erscheinungsform der Menschheit. Des weiteren kann man die psychologische Anthropologie erwähnen, sie steht in Beziehung mit der naturwissenschaftlichen Anthropologie und versucht deren Feststellungen in bezug auf die seelischen Erscheinungen und Verhaltensweisen zu ergänzen. Die philosophische Anthropologie versucht in den verschiedenen Erscheinungsweisen das Wesen des Menschen zu erkennen. Sie ist dabei bemüht, sich von allen religiös-theologischen und weltanschaulichen Vorurteilen frei zu machen und nur vom Menschen in seiner gelebten Wirklichkeit auszugehen. Die vierte Art der Anthropologie ist die theologische Anthropologie, sie handelt vom Menschen als einer Kreatur Gottes.[2]

[...]


[1] Meyers Grosses Taschenlexikon in 24 Bänden, 4. überarbeitete Auflage 1992, Band 2 Ank-Baj, Seite 26

[2] Das Grosse Data Becker Lexikon 1999, CD-Rom, Begriff Anthropologie.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Plan einer vergleichenden Anthropologie nach Wilhelm von Humboldt
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
2,0
Autor
Jahr
1999
Seiten
12
Katalognummer
V35906
ISBN (eBook)
9783638356848
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Plan, Anthropologie, Wilhelm, Humboldt
Arbeit zitieren
Kay Pilkenroth (Autor), 1999, Plan einer vergleichenden Anthropologie nach Wilhelm von Humboldt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35906

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