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Der Drogenkonsum in der Jugendkultur. Der Gebrauch von Cannabis in der Techno- und Hip-Hop-Szene

Title: Der Drogenkonsum in der Jugendkultur. Der Gebrauch von Cannabis in der Techno- und Hip-Hop-Szene

Term Paper , 2014 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa Schmiedlau (Author)

Sociology - Children and Youth
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Mit dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, welche Bedeutung dem Gebrauch von Cannabis in jugendkulturellen Szenen zukommt. Dabei wird ein Schwerpunkt der Arbeit auf die beiden in Deutschland weit verbreiteten jugendkulturellen Szenen Techno und Hip-Hop gelegt, da mit beiden Szenen häufig eine besondere Affinität zum Cannabisgebrauch assoziiert wird.

In unserer westlichen Gesellschaft existiert eine Vielzahl jugendkultureller Szenen, denen sich Jugendliche zuwenden, um sich auf dem Weg zum Erwachsenwerden von ihrem Elternhaus zu lösen, Gleichgesinnte zu treffen, sich selbst zu finden und Grenzen auszutesten. Vielfach gehört zu dem Austesten der Grenzen der Konsum von illegalen Substanzen (Drogen) in den jugendkulturellen Szenen dazu. Wie groß der Zusammenhang von jugendkulturellen Szenen und Drogen sein kann, zeigte sich zuletzt in der Technoszene, die oft mit der Droge Ecstasy in Verbindung gebracht wird. Eine besondere Stellung in der Thematik des Drogenkonsums in jugendkulturellen Szenen nimmt dabei die weltweit verbreitetste illegale Droge Cannabis ein, welche besonders bei Jugendlichen beliebt ist. Dennoch existiert trotz der Aktualität des Themas nur sehr wenig Fachliteratur, welche sich mit dem Konsum von Drogen in jugendkulturellen Szenen beschäftigt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugendkulturelle Szenen und ihre Bedeutung

3. Drogen: Bedeutung, Verbreitung und Konsumenten

4. Cannabis: Historie, Verbreitung, Wirkung und Konsum

4.1 Historie von Cannabis

4.2 Verbreitung in Deutschland und Cannabis als Einstiegsdroge

4.3 Wirkstoff, Konsum, Wirkung und Konsumenten

5. Motive und Bedeutungen des Gebrauchs von Cannabis für Jugendliche und jugendkulturelle Szenen

6. Bedeutung des Cannabisgebrauchs in der Techno- und Hip-Hop-Szene

6.1 Die jugendkulturelle Technoszene

6.2 Bedeutung des Cannabisgebrauchs in der Technoszene

6.3 Die jugendkulturelle Hip-Hop-Szene

6.4 Bedeutung des Cannabisgebrauchs in der Hip-Hop-Szene

6.5 Vergleich der Bedeutungen von Cannabis in beiden Szenen

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung des Cannabiskonsums innerhalb jugendkultureller Szenen, wobei der Schwerpunkt auf der Techno- und der Hip-Hop-Szene liegt. Ziel ist es zu klären, welche spezifischen Funktionen und symbolischen Bedeutungen der Gebrauch von Cannabis in diesen Szenen einnimmt und inwieweit er zur Identitätsbildung und sozialen Abgrenzung beiträgt.

  • Soziologische Analyse jugendkultureller Szenen
  • Cannabiskonsum als Symbol und identitätsstiftendes Element
  • Vergleich der Konsummuster in der Techno- und Hip-Hop-Szene
  • Die Funktion von "Chillen" und gemeinschaftlichen Riten
  • Abgrenzung der Jugendkulturen gegenüber der Erwachsenengesellschaft

Auszug aus dem Buch

6.1. Die jugendkulturelle Technoszene

Die jugendkulturelle Technoszene, welche insbesondere in den 1990er Jahren eine enorme Verbreitung in Deutschland erfuhr, hatte sich bereits Ender der 1980er Jahre entwickelt (vgl. Werse 2007: 119). Ihren Ursprung hat die Technoszene in Detroit, dort wurde der Begriff „Techno“ zum ersten Mal gebraucht (vgl. Werse 2007: 119). In den 1990er Jahren waren etliche Subgenres von elektronischer Tanzmusik auf der ganzen Welt verbreitet (vgl. Hitzler 2010: 153) und „Techno wurde zu einer Massenbewegung und der einzige jugendkulturelle Mainstream, an dem auch Deutschland gestaltend, aktiv und mit Nachdruck teilnahm“ (Baacke 1999: 119). Besonders die „Loveparade“ in Berlin galt als die wichtigste und größte Technoveranstaltung mit bis zu 1,5 Millionen Teilnehmern (vgl. Hitzler 2010: 153). Heute ist die Technoszene keine Massenbewegung mehr, jedoch hat sie noch immer eine feste Anhängerschaft (vgl. Werse 2007: 123).

Mit dem Beginn der Technoszene wandelte sich auch die Rolle des DJs, welcher nun nicht mehr nur die Musik auflegte, sondern sie durch die Technik des Samplings aktiv mitgestaltete (vgl. Baacke 1999: 116f.). Durch diese Technik wurde die Musik mit Geräuschen jeglicher Art vermischt und manipuliert (vgl. Baacke 1999: 117), zudem entstand durch den durchgehenden Mix eine neue Form des Feierns, bei der das ununterbrochene Tanzen im Mittelpunkt steht (vgl. Werse 2007: 120).

Die Szenegänger der jugendkulturellen Technoszene treffen sich am Wochenende auf Technopartys, welche in der Regel in Clubs stattfinden und erst nach Mitternacht beginnen (vgl. Hitzler 2010: 157). Vor der eigentlichen Party treffen sich die Szenegänger, die auch „Technoide“ (Hitzler 2010: 153) genannt werden, zu einem sogenannten „Warm-up“ (Hitzler 2010: 157) um gemeinsam mit andern Technoiden schon im Vorfeld eine Partystimmung zu erzeugen. Auf der Technoparty steht das „ekstatische[…] Tanzen zu elektronischer Musik“ (Baacke 1999: 120) im Mittelpunkt und auch die dekorative Ausgestaltung des Clubs ist für die Technoide sehr wichtig (vgl. Werse 2007: 121).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz des Drogenkonsums in Jugendkulturen und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.

2. Jugendkulturelle Szenen und ihre Bedeutung: Hier werden die historischen Veränderungen der Jugendphase sowie die Entstehung, Struktur und Funktion jugendkultureller Szenen als Sozialisationsinstanzen theoretisch beleuchtet.

3. Drogen: Bedeutung, Verbreitung und Konsumenten: Dieses Kapitel klärt Definitionen von Drogen, klassifiziert diese und betrachtet mithilfe statistischer Daten das Konsumverhalten Jugendlicher.

4. Cannabis: Historie, Verbreitung, Wirkung und Konsum: Ein Überblick über die Geschichte, die Verbreitung in Deutschland, die Wirkung von Cannabis sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept der "Einstiegsdroge".

5. Motive und Bedeutungen des Gebrauchs von Cannabis für Jugendliche und jugendkulturelle Szenen: Hier werden individuelle Beweggründe wie Neugierde und Rebellion sowie gruppenspezifische Motive zur Identitätsstiftung analysiert.

6. Bedeutung des Cannabisgebrauchs in der Techno- und Hip-Hop-Szene: Ein tiefer Einblick in die spezifischen Ausprägungen des Cannabiskonsums in beiden Szenen, inklusive eines Vergleichs der Szenekulturen und deren Umgang mit der Droge.

7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass Cannabis in Jugendkulturen primär symbolische Bedeutung zur Abgrenzung und Vergemeinschaftung besitzt.

8. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Cannabis, Jugendkulturen, Technoszene, Hip-Hop-Szene, Drogenkonsum, Sozialisation, Identitätsbildung, Vergemeinschaftung, Einstiegsdroge, Rebellion, Jugendphase, Cannabiskonsum, Subkultur, Symbolik, Konsummuster

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung, die der Cannabiskonsum in jugendkulturellen Szenen einnimmt, und analysiert, welche Funktionen dieser Konsum für die Jugendlichen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung jugendkultureller Szenen, die Definition und Verbreitung von Drogen sowie eine detaillierte Analyse der Techno- und Hip-Hop-Szenen im Hinblick auf ihre Cannabiskultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, welche Bedeutung dem Gebrauch von Cannabis in jugendkulturellen Szenen zukommt und wie dieser zur Vergemeinschaftung und Abgrenzung gegenüber der Gesellschaft beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischer Fachliteratur und der Analyse empirischer Daten zur Drogenaffinität Jugendlicher.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historischen und strukturellen Hintergründe von Jugendkulturen, liefert Daten zum Drogenkonsum, erläutert Motive des Cannabiskonsums und vergleicht spezifisch die Techno- und Hip-Hop-Szene miteinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Cannabis, Jugendkulturen, Identitätsbildung, Vergemeinschaftung, Soziologie und Abweichendes Verhalten charakterisiert.

Welche unterschiedliche Rolle spielt das "Chillen" in den beiden untersuchten Szenen?

In beiden Szenen dient das "Chillen" als ritueller, gemeinschaftlicher Rahmen für den Cannabiskonsum, wobei es in der Hip-Hop-Szene oft synonym mit dem Konsum verwendet wird und in der Technoszene primär eine Funktion zum "Runterkommen" nach dem Partygeschehen einnimmt.

Warum wird Cannabis in der Hip-Hop-Szene häufiger thematisiert als in der Technoszene?

Cannabis ist in der Hip-Hop-Szene aufgrund der Raptexte, die häufig "salonfähig" gemacht wurden und das Thema kreativ verarbeiten, präsenter. In der Technoszene wird Cannabis als zu unspektakulär empfunden, um es explizit im "kulturellen Gesamtgeschehen" oder in der Musik zu thematisieren.

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Details

Title
Der Drogenkonsum in der Jugendkultur. Der Gebrauch von Cannabis in der Techno- und Hip-Hop-Szene
College
University of Duisburg-Essen  (Soziologie)
Course
Jugendkulturelle Vergemeinschaftung im Wandel
Grade
1,3
Author
Lisa Schmiedlau (Author)
Publication Year
2014
Pages
26
Catalog Number
V359110
ISBN (eBook)
9783668440579
ISBN (Book)
9783668440586
Language
German
Tags
Jugend Hip Hop Techno Cannabis Drogen Drogenkonsum Jugendsoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Schmiedlau (Author), 2014, Der Drogenkonsum in der Jugendkultur. Der Gebrauch von Cannabis in der Techno- und Hip-Hop-Szene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359110
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