Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Médias / Communication - Histoire des médias

Die kommunistischen Aliens der 1950er Jahre. Science-Fiction-Filme der Nachkriegszeit

Titre: Die kommunistischen Aliens der 1950er Jahre. Science-Fiction-Filme der Nachkriegszeit

Dossier / Travail , 2014 , 11 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Can Söm (Auteur)

Médias / Communication - Histoire des médias
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Am 8. Mai 1945 wird der Zweite Weltkrieg offiziell für beendet erklärt, am folgenden Tag haben die Befehlshaber der Wehrmacht die Kapitulationserklärung unterschrieben. Der Weltkrieg ist damit zu Ende gegangen und der Kalte Krieg zwischen den Weltmächten USA und UdSSR stand erst am Anfang.

Die Welt befand sich vor einem neuen großen Konflikt, diesmal zwischen Kommunisten und Liberalen. Doch ein offensiver Krieg, wie der Zweite Weltkrieg sollte es nie werden. Es handelte sich um einen unsichtbaren, schleierhaften Krieg, der vor allem durch die Angst in der Bevölkerung verstärkt wurde. Um diese große Masse auf einen Feind aufmerksam zu machen, der bisher nie eine direkte Gefahr darstellte, benötigte man ein Medium, welches jeden Bürger erreicht. In den USA ist es vor allem das Radio gewesen, welches im Jahre 1950 rund 94,7 % der Bevölkerung besaßen. Zu diesem Zeitpunkt verfügten 9 % der Bevölkerung über einen Fernseher. Umgerechnet auf die Bevölkerung waren es also knapp 18 Mio. Fernsehgeräte und somit circa 60 Mio. potenzielle Fernsehzuschauer.

Das Kino erlebte damals eine seiner schwersten Zeiten, weil der Fernseher die amerikanischen Wohnzimmer beherrschte. Die Zuschauer blieben weg und Kinos wurden geschlossen. Es musste eine Lösung gefunden werden, weshalb die Filmemacher versuchten die aktuelle Stimmung der Bevölkerung in ihre Filme zu packen. Dazu wurden zentrale Themen aufgegriffen wie der Kalte Krieg und die Entwicklungen in der Forschung, vor allem in Bezug auf die Atombombe. Hinzu kam der Wandel in der Kino-Generation. Die Jugendlichen gingen verstärkt ins Kino, während die Erwachsenen lieber vor dem Fernseher saßen. Die Berichterstattung über den Kommunismus erhielten die Menschen durch das Radio und das Fernsehen.

Die passende Unterhaltung zum unbekannten und gefährlichen Feind der Amerikaner und deren Freiheit lieferte dann das Kino. Es
entstanden zahlreiche Science-Fiction-Filme, in denen Außerirdische die Erde besuchen, um die Menschheit zu bedrohen, wenn nicht zu zerstören. So konnte das Kino regelrecht einen Science-Fiction-Boom auslösen und viele junge Zuschauer ins Kino locken.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die 50er Jahre in den USA

3. Science-Fiction – Filme in den 50er Jahren

4. Rote Invasion gegen die beschauliche amerikanische Kleinstadt

5. Science-Fiction – In den folgenden Jahrzehnten

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem gesellschaftspolitischen Klima der USA in den 1950er Jahren, insbesondere der Angst vor dem Kommunismus, und der thematischen Ausrichtung des Science-Fiction-Films dieser Ära. Dabei wird analysiert, wie reale Ängste in fiktiven Bedrohungsszenarien verarbeitet wurden.

  • Der Einfluss des Kalten Krieges auf das amerikanische Kino
  • Die gesellschaftliche Rolle von Senator McCarthy und die antikommunistische Hysterie
  • Transformationen des Science-Fiction-Genres über verschiedene Jahrzehnte hinweg
  • Die Analyse von "Kampf der Welten" als Paradebeispiel für zeitgenössische politische Anspielungen
  • Das Spannungsfeld zwischen Militär, Wissenschaft und Religion in Krisenzeiten

Auszug aus dem Buch

4. Rote Invasion gegen die beschauliche amerikanische Kleinstadt

Das Paradebeispiel für einen typischen Science-Fiction-Film mit kommunistischen Anspielungen stellt Byron Heskins Kampf der Welten dar. Die Romanvorlage von Herbert George Wells wurde 1898 veröffentlicht, vor dem Hintergrund der britischen Kolonialkriege. Darauf folgte das am 30.10.1938 ausgestrahlte Hörspiel „Krieg der Welten“, eine von Orson Welles hergestellte Rundfunkbearbeitung. 1953 erschien dann die erste Kinofassung von Byron Heskin.

Gleich zu Beginn des Filmes wird durch einen Erzähler auf den Ersten Weltkrieg aufmerksam gemacht und auf die daraus folgende fortschreitende Technik, in der sich Länder gegeneinander bekämpfen. Doch bereits im Zweiten Weltkrieg sind es Kontinente, die sich bekämpfen. Nun wird die Technik noch gefährlicher und die zivilisierte Welt kann sich erst einigen, wenn eine Gefahr aus dem Weltall die gesamte Menschheit bedroht. Die erste große Botschaft soll nun das gemeinsame Streben nach Gutem sein und es soll gegen das Böse gekämpft werden. Doch die Marsianer sind uns weit voraus und wesentlich intelligenter.

Nicht verwunderlich, dass dadurch die Angst vor dem unbekannten starken roten Planeten noch mehr steigt – so gesehen die Angst, die bei den amerikanischen Bürgern gegenüber den Sowjets herrscht. An einem ruhigen Abend, als der Großteil der Bewohner ins Kino geht, passiert nun das Unglaubliche. Ein radioaktiver Meteor stürzt in der Nähe der Stadt ab. Bei näherem Hinsehen erscheint dem Zuschauer erneut das übertrieben rot beleuchtete Licht, was von dem Gegenstand ausgeht, der in Wirklichkeit ein Ufo ist. Immer wieder werden die Gefahr und das Böse mit rotem Licht verstärkt, welches auf der einen Seite definitiv für die dunkle Seite, also für die Hölle, jedoch genauso für die Sowjets steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Ära des Kalten Krieges ein und erläutert, wie das Kino als Medium genutzt wurde, um die Ängste der amerikanischen Bevölkerung vor dem Kommunismus und technologischen Bedrohungen wie der Atombombe zu thematisieren.

2. Die 50er Jahre in den USA: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext, insbesondere den McCarthysismus und die antikommunistische Stimmung, die maßgeblich zur Verunsicherung und zum psychologischen Nährboden für Science-Fiction-Szenarien beitrug.

3. Science-Fiction – Filme in den 50er Jahren: Es wird dargelegt, wie die Filmindustrie durch B-Movies gezielt auf ein junges Publikum setzte und die Angst vor Invasoren als Spiegelbild realer geopolitischer Sorgen nutzte.

4. Rote Invasion gegen die beschauliche amerikanische Kleinstadt: Anhand des Films "Kampf der Welten" wird detailliert analysiert, wie Symbole, Technik und die Bedrohung durch Außerirdische als Allegorien für den Kalten Krieg und die Angst vor einer sowjetischen Invasion fungieren.

5. Science-Fiction – In den folgenden Jahrzehnten: Ein Überblick über die Genrewandlung von den 60er bis zu den 90er Jahren, unter Berücksichtigung von Weltraumfahrt, gesellschaftskritischen Ansätzen und technischem Fortschritt bis hin zur Ära der Blockbuster.

6. Schluss: Zusammenfassend wird festgehalten, dass Science-Fiction-Filme stets den gesellschaftlichen Zeitgeist widerspiegeln und das Unfassbare greifbar machen, wobei die Furcht vor dem Fremden und der Untergang stets zentrale Motive bleiben.

Schlüsselwörter

Science-Fiction, Kalter Krieg, Kommunismus, 50er Jahre, USA, Filmgeschichte, Kampf der Welten, Außerirdische, McCarthy, Invasionsfilme, Atombombe, Gesellschaftskritik, American Way of Life, UdSSR, Medieneinfluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Science-Fiction-Filmen der 1950er Jahre und deren Funktion als Spiegelbild der damaligen politischen Ängste in den USA, insbesondere im Kontext des Kalten Krieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem antikommunistischen Klima unter Senator McCarthy, dem Wandel der Kinolandschaft, der Rolle von B-Produktionen und der allegorischen Darstellung von Invasionen durch Außerirdische.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie reale Ängste der amerikanischen Bevölkerung vor dem Kommunismus in das Science-Fiction-Genre übertragen und dort als kulturelles Verarbeitungsmuster genutzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine filmhistorische und gesellschaftspolitische Analyse, um Bezüge zwischen zeitgeschichtlichen Ereignissen und narrativen Strukturen in Science-Fiction-Filmen herzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der 50er Jahre, eine Untersuchung der filmischen Trends dieser Dekade sowie eine detaillierte Fallanalyse anhand des Beispiels "Kampf der Welten".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kalter Krieg, McCarthysismus, Rote Invasion, gesellschaftliche Hysterie und die Evolution des Science-Fiction-Genres.

Wie spielt das Militär in den Science-Fiction-Filmen der 50er eine Rolle?

Das Militär wird als eine der drei zentralen Einheiten – neben Wissenschaftlern und der Kirche – dargestellt, die in den Filmen versuchen, die Ordnung gegen die außerirdische Bedrohung zu verteidigen.

Warum wird gerade der Film "Kampf der Welten" als Paradebeispiel herangezogen?

Er eignet sich besonders gut, da er die typische Zerstörung der amerikanischen Kleinstadt und die Angst vor einer übermächtigen, bedrohlichen äußeren Kraft sehr präzise mit der politischen Paranoia der 50er Jahre verknüpft.

Welchen Einfluss hatte der Fernseher auf die Filmproduktion der 50er Jahre?

Durch die wachsende Konkurrenz des Fernsehens mussten Kinos neue Strategien finden; Science-Fiction-Filme wurden verstärkt eingesetzt, um das jugendliche Publikum zurück in die Lichtspielhäuser zu locken.

Wie veränderte sich die Rolle der Aliens in späteren Jahrzehnten?

Während sie in den 50ern primär als bedrohliche Invasoren wahrgenommen wurden, entwickelten sie sich in den folgenden Jahrzehnten zu komplexeren Charakteren, wie beispielsweise in modernen Produktionen wie "Avatar" oder "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy".

Fin de l'extrait de 11 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die kommunistischen Aliens der 1950er Jahre. Science-Fiction-Filme der Nachkriegszeit
Université
University of Bayreuth  (Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften)
Note
2,0
Auteur
Can Söm (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
11
N° de catalogue
V359149
ISBN (ebook)
9783668441569
ISBN (Livre)
9783668441576
Langue
allemand
mots-clé
Kommunisten Medienanalyse Aliens Kino
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Can Söm (Auteur), 2014, Die kommunistischen Aliens der 1950er Jahre. Science-Fiction-Filme der Nachkriegszeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359149
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  11  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint