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Der Einfluss von geschlechtersensiblen Rahmenbedingungen auf die kindlichen Bildungsprozesse im frühpädagogischen Handlungsfeld

Title: Der Einfluss von geschlechtersensiblen Rahmenbedingungen auf die kindlichen Bildungsprozesse im frühpädagogischen Handlungsfeld

Bachelor Thesis , 2015 , 78 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Carola Schröder (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob Geschlecht und geschlechtersensible Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die kindlichen Bildungsprozesse und die Fähigkeiten und Kompetenzen haben und falls ja, wie hoch dieser Einfluss ist und welche Rahmenbedingungen im Elementarbereich am günstigsten für Kinder sind.

Nachdem im ersten Kapitel einige Begrifflichkeiten geklärt werden, geht es im dritten Kapitel um die hirnbiologischen, evolutionstheoretischen und die entwicklungspsychologischen Grundlagen im Kontext der sozialen Konstruktion von Geschlechterrollen. Ein besonderes Augenmerk soll in Kapitel vier auf die performativen Sprechakte gelegt werden, welche zur Geschlechterrollenfindung besonders beitragen.

In Kapitel fünf werden die Inhalte der Bildungsbereiche behandelt, die so oder in ähnlicher Weise in allen Bundesländern niedergeschrieben sind und einen Rahmenplan für die Arbeit im Elementarbereich bieten. Gegenstand ist hier jeweils eine kurze Zusammenfassung der allgemeinen Zielstellungen des Bildungsbereichs, eine Zusammenfassung von erkenntnisreichen Studien, die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten von Mädchen und Jungen in diesem Bereich aufweisen und einer Überprüfung, ob und welche Bildungspläne auf diese Unterschiede eingehen. Frauen und Männer in Kindertageseinrichtungen werden in Kapitel sechs beleuchtet, ehe in Kapitel sieben ein Resümee der Ergebnisse dieser Arbeit und der daraus resultierenden Schlussfolgerungen vor dem Hintergrund des politisch geforderten Gender Mainstreaming folgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BEGRIFFLICHKEITEN

2.1 Gender, Geschlecht, Stereotypen – Im Urwald der Begriffe

2.2 Bildungsprozesse

3 BIOLOGISCHE, PSYCHOLOGISCHE UND SOZIOLOGISCHE GRUNDLAGEN, VORAUSSETZUNGEN UND UNTERSCHIEDE BEI MÄDCHEN UND JUNGEN

3.1 Die Gehirnentwicklung von Mädchen und Jungen

3.1.1 Das Gehirn

3.1.2 Gehirnbedingte Fähigkeiten

3.1.3 Gehirnbedingtes Sozialverhalten

3.1.4 Hormonelle Beeinflussung des Gehirns

3.1.5 Erfahrungsbedingte und genetische Beeinflussung des Gehirns

3.2 Evolutionstheoretische Erklärungsansätze für geschlechtertypisches Verhalten

3.2.1 Geschlechtertypische anlagebedingte Disposition

3.3 Entwicklungspsychologische Perspektive auf geschlechterunterschiedliches Verhalten – Pränatale Phase und frühe Kindheit

3.3.1 Psychologische Theorien der Entwicklung zum Mädchen und Jungen

4 PERFORMATIVITÄT

4.1 Grundlagen der performativen Sprechakttheorie

4.2 Performativität und performative Sprechakte und ihr Einfluss auf die Geschlechteridentität

4.3 Performativität in Kindertageseinrichtungen

5 BILDUNGSBEREICHE IM KONTEXT DER FRÜHPÄDAGOGISCHEN UND GESCHLECHTERBEWUSSTEN ARBEIT

5.1 Bewegung

5.2 Körper, Gesundheit und Ernährung

5.3 Sprache und Kommunikation

5.4 Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

5.5 Musisch-ästhetische Bildung

5.6 Religion und Ethik

5.7 Mathematische Bildung

5.8 Naturwissenschaftlich-technische Bildung

5.9 Ökologische Bildung

5.10 Medien

6 DIE FACHKRÄFTE

6.1 Frauen in Kindertageseinrichtungen

6.2 Männer in Kindertageseinrichtungen

6.3 Die Bedeutung des Geschlechts der pädagogischen Fachkräfte für die Entwicklung der Kinder und die Arbeit in Kindertageseinrichtungen

7 RESÜMEE

7.1 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, ob und inwiefern das Geschlecht sowie geschlechtersensible Rahmenbedingungen die kindlichen Bildungsprozesse, Fähigkeiten und Kompetenzen in Kindertageseinrichtungen beeinflussen. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte eine geschlechterbewusste Praxis etablieren können, um die individuelle Entwicklung aller Kinder zu fördern.

  • Biologische, psychologische und soziologische Grundlagen der Geschlechterentwicklung.
  • Die Rolle der Performativität bei der Konstruktion von Geschlechteridentitäten.
  • Analyse verschiedener Bildungsbereiche unter dem Aspekt der Geschlechtersensibilität.
  • Bedeutung von weiblichen und männlichen pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen.
  • Ableitung von Empfehlungen für eine geschlechtergerechte pädagogische Arbeit.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Gehirnbedingte Fähigkeiten

Im Durchschnitt haben Frauen bessere sprachliche Fähigkeiten, die sich zum Beispiel in einem größeren Wortschatz und einer höheren Wortflüssigkeit wiederfinden lassen. Tatsächlich konnte bei post-mortem-Untersuchungen festgestellt werden, dass weibliche Gehirne eine Größenzunahme des Broca-Areals (Stirnlappen) und des Wernicke-Areals (Schläfenlappen) und eine um elf Prozent höhere neuronale Dichte als bei Männern aufweisen. In diesen beiden Gehirnbereichen liegen die wichtigsten Zentren für die Sprachverarbeitung.

Auch bei Untersuchungen mithilfe des MRTs konnte bei lebenden Frauen ein höherer Anteil von grauer Substanz in den beiden sprachrelevanten Gehirnbereichen ermittelt werden.

Viel interessanter ist aber, dass bei Untersuchungen von Kindern und Jugendlichen ein umgekehrtes Verhältnis gefunden wurde. Hier zeigen Jungen zwischen sechs und 15 Jahren eine höhere Dichte an grauer Substanz im Broca-Areal auf als gleichaltrige Mädchen. Außerdem zeigte sich, dass bei Jungen über die Altersgruppe hinweg die weiße Substanz linear zunimmt, während er bei den Mädchen gleich bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der geschlechtsspezifischen Unterschiede und die Relevanz einer geschlechtersensiblen Pädagogik.

2 BEGRIFFLICHKEITEN: Definition zentraler Begriffe wie Gender, Geschlecht, Identität und Bildungsprozesse im frühpädagogischen Kontext.

3 BIOLOGISCHE, PSYCHOLOGISCHE UND SOZIOLOGISCHE GRUNDLAGEN, VORAUSSETZUNGEN UND UNTERSCHIEDE BEI MÄDCHEN UND JUNGEN: Analyse der hirnbiologischen, evolutionstheoretischen und entwicklungspsychologischen Faktoren, die zur geschlechtsspezifischen Differenzierung beitragen.

4 PERFORMATIVITÄT: Untersuchung der Butler’schen Theorie der Performativität und deren Einfluss auf die Konstitution von Geschlechtsidentitäten durch sprachliche Akte.

5 BILDUNGSBEREICHE IM KONTEXT DER FRÜHPÄDAGOGISCHEN UND GESCHLECHTERBEWUSSTEN ARBEIT: Detaillierte Betrachtung verschiedener Bildungsbereiche (Bewegung, Sprache, MINT etc.) und ihrer geschlechtsspezifischen Ausgestaltung im Kita-Alltag.

6 DIE FACHKRÄFTE: Reflexion über die Rolle des Geschlechts der pädagogischen Fachkräfte und deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung sowie die Notwendigkeit von Diversität im Team.

7 RESÜMEE: Zusammenfassende Darstellung der Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für eine zukunftsgerichtete geschlechtergerechte Kindheit.

Schlüsselwörter

Frühpädagogik, Geschlechtersensibilität, Gender Mainstreaming, Performativität, Geschlechterrollen, Bildungsprozesse, Gehirnentwicklung, Sozialisation, Identitätsbildung, Kita-Alltag, Geschlechterklischees, MINT-Förderung, Frühkindliche Bildung, Pädagogische Fachkräfte, Differenzsensibilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit Geschlecht und geschlechtersensible Rahmenbedingungen die Bildungsprozesse von Mädchen und Jungen in Kindertageseinrichtungen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den biologischen und psychologischen Grundlagen von Geschlechterunterschieden, der Rolle von Sprache und Performativität sowie der praktischen Anwendung geschlechterbewusster Pädagogik in verschiedenen Bildungsbereichen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob Geschlecht einen Einfluss auf kindliche Bildungschancen hat und wie Fachkräfte durch geschlechterbewusste Konzepte zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die aktuelle Studien aus den Bereichen Hirnforschung, Entwicklungspsychologie und Frühpädagogik zusammenführt und kritisch analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Biologie/Psychologie), eine philosophische Analyse der Geschlechterrollenbildung (Performativität) und die Untersuchung konkreter Bildungsbereiche in Kitas.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gender Mainstreaming, Geschlechtsidentität, Performativität, soziale Konstruktion von Geschlecht und Frühpädagogik.

Welche Rolle spielen die "Baby-X-Studien" für die Argumentation?

Diese Studien belegen, dass Erwachsene Kindern bereits basierend auf Geschlechtszuschreibungen (z.B. Kleidung) unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten zuschreiben, was die soziale Konstruktion von Geschlecht verdeutlicht.

Warum wird die Rolle der pädagogischen Fachkräfte besonders hervorgehoben?

Da pädagogische Fachkräfte als Vorbilder agieren und täglich durch performative Akte soziale Wirklichkeit mitgestalten, ist ihre Reflexion der eigenen Geschlechterrolle entscheidend für die Chancengleichheit der Kinder.

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Details

Title
Der Einfluss von geschlechtersensiblen Rahmenbedingungen auf die kindlichen Bildungsprozesse im frühpädagogischen Handlungsfeld
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf  (TAW Bochum)
Grade
2,2
Author
Carola Schröder (Author)
Publication Year
2015
Pages
78
Catalog Number
V359224
ISBN (eBook)
9783668440173
ISBN (Book)
9783668440180
Language
German
Tags
Gender Geschlechter Mädchen Jungen Geschlechtersensibel Geschlechterbewußt Geschlecht Frühpädagogik Kindergarten Kita Kindertageseinrichtung Vorschulalter Entwicklung Kinder Bildungsprozess Bildungsprozesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carola Schröder (Author), 2015, Der Einfluss von geschlechtersensiblen Rahmenbedingungen auf die kindlichen Bildungsprozesse im frühpädagogischen Handlungsfeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359224
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