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Die rechtlichen Folgen von Staatenlosigkeit und Lösungsansätze auf nationaler Ebene

Titre: Die rechtlichen Folgen von Staatenlosigkeit und Lösungsansätze auf nationaler Ebene

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2016 , 18 Pages , Note: 13,00

Autor:in: Laura-Theresa Sager (Auteur)

Droit - Droit communautaire/européen, Droit international, Droit privé international
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mindestens zehn Millionen Menschen weltweit sind staatenlos.
Diese Zahl veröffentlichte der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) im Jahr 2014 und sagte der Staatenlosigkeit gleichzeitig den Kampf an.

Derzeit ringen viele Regierungen europaweit mit Staatsangehörigkeitsfeststellungsverfahren, da viele Flüchtlinge ohne Pass aus ihren Heimatländern fliehen mussten. Die aktuellen Flüchtlingsbewegungen in Europa zeigen auf, dass das Problem der Staatenlosigkeit immer noch brisant ist – 55 Jahre nach dem Übereinkommen zur Verminderung der Staatenlosigkeit von 1961. Staatenlose haben allerdings nicht nur Probleme bei Asylverfahren, sondern die Benachteiligungen begleiten die „rechtlichen Phantome“ oder auch „juristische Anomalien“ des Völkerrechts meist ihr ganzes Leben.

Die Komplikationen, welchen Staatenlose in ihrem täglichen Leben ins Auge blicken müssen, sollen auf den nachfolgenden Seiten dargelegt und unter verschiedenen Aspekten rechtlich beleuchtet werden. Wieso gibt es überhaupt Menschen, die keine Staatsangehörigkeit besitzen? Können sie reisen? Welche Rechte haben Staatenlose in Deutschland? Wie sieht ihre Zukunft aus? Dies sind einige Fragen, welche im Laufe der Seminararbeit untersucht und beantwortet werden sollen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Begriff der Staatenlosigkeit

I. Staatsangehörigkeit

II. Gründe für Staatenlosigkeit

C. Rechtsstellung von Staatenlosen in Deutschland

I. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und das Recht auf eine Staatsangehörigkeit

II. Übereinkommen über die Rechtsstellung von Staatenlosen von 1954 (StlÜbk)

III. Aufenthaltsgesetz und Ausweisungsschutz

IV. Duldung in Deutschland

V. Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft Art. 1 GFK i.V.m. § 3 AsylG

D. Lösungsansätze auf nationaler Ebene

I. Übereinkommen zur Verminderung der Staatenlosigkeit von 1961 und Europäisches Übereinkommen über die Staatenlosigkeit

II. Personaldokumente § 55 AufenthV und Art. 28 StlÜbk

III. Vereinfachtes Einbürgerungsverfahren für Staatenlose und deren Kinder

IV. Rolle des UNHCR – Kampagne „#IBelong“

E. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtliche Situation von staatenlosen Personen in Deutschland, beleuchtet die damit verbundenen alltäglichen sowie rechtlichen Herausforderungen und analysiert existierende nationale Lösungsansätze zur Verbesserung der Rechtsstellung dieser Personengruppe.

  • Definition und Entstehungsursachen von Staatenlosigkeit
  • Die rechtliche Stellung und Menschenrechtssituation von Staatenlosen in Deutschland
  • Aufenthaltsrechtliche Fragestellungen, Duldung und Schutz vor Ausweisung
  • Möglichkeiten der Einbürgerung und internationale Unterstützung durch den UNHCR

Auszug aus dem Buch

B. Begriff der Staatenlosigkeit

Staatenlosigkeit – ein Ausdruck der selbsterklärend scheint, in Wahrheit aber außerordentlich kompliziert ist. Zunächst ist der Begriff selbst zu klären. Art. 1 Abs. 1 des Übereinkommens über die Rechtsstellung der Staatenlosen von 1954 bezeichnet „eine Person, die kein Staat auf Grund seines Rechtes als Staatsangehörigen ansieht“ als Staatenlosen. Der UNHCR definiert denjenigen als staatenlos, der „unter nationalen Gesetzen keine Staatsbürgerschaft eines Landes besitzt“. Das European Network on Statelessness erklärt: „To be state-less is not to be recognized as a citizen by any state.“

Staatenlose werden also von keinem Land auf der Welt als Staatsbürger anerkannt. Anerkennung – das zentrale Problem im Leben eines Menschen ohne Staatsangehörigkeit.

Unterschieden wird zwischen „de iure“ und „de facto“ Staatenlosigkeit. Ersteres bedeutet, im Bezug auf geltendes Recht staatenlos zu sein. Dem gegenüber stehen die „de facto“ Staatenlosen, welche formell zwar eine Staatsangehörigkeit besitzen, allerdings effektiv von ihrem Heimatstaat nicht mehr diplomatisch geschützt werden. Zu den „de facto“ Staatenlosen zählen ebenso die meisten Flüchtlinge.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die weltweite Problematik der Staatenlosigkeit und skizziert die rechtlichen Fragestellungen, die in dieser Arbeit untersucht werden.

B. Begriff der Staatenlosigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Staatenlosigkeit, differenziert zwischen „de iure“ und „de facto“ Staatenlosen und erörtert die Gründe für den Verlust der Staatsangehörigkeit.

C. Rechtsstellung von Staatenlosen in Deutschland: Es wird analysiert, welche Rechte Staatenlose in Deutschland haben, wobei insbesondere menschenrechtliche Abkommen, aufenthaltsrechtliche Bestimmungen und der Asylkontext beleuchtet werden.

D. Lösungsansätze auf nationaler Ebene: Das Kapitel befasst sich mit internationalen Übereinkommen und nationalen Maßnahmen, wie vereinfachten Einbürgerungsverfahren und der Rolle des UNHCR, um Staatenlosigkeit zu reduzieren.

E. Fazit: Das Fazit fasst die aktuelle Situation der Staatenlosen in Deutschland zusammen und betont die Notwendigkeit einer besseren Aufklärung und Integration, um den Schutz dieser besonders vulnerablen Gruppe zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Staatenlosigkeit, Staatsangehörigkeit, Menschenrechte, Aufenthaltsgesetz, Duldung, UNHCR, #IBelong, Einbürgerung, Genfer Flüchtlingskonvention, Rechtsschutz, Rechtsstellung, Diskriminierung, Ausweisungsschutz, Völkerrecht, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die rechtlichen Herausforderungen und Folgen der Staatenlosigkeit sowie die bestehenden Lösungsmechanismen in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die begriffliche Abgrenzung von Staatenlosigkeit, die Rechtsstellung der Betroffenen im deutschen Aufenthaltsrecht sowie internationale Schutzinstrumente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die rechtliche Situation von Staatenlosen transparent zu machen und zu prüfen, welche nationalen Instrumente existieren, um diese Menschen zu schützen und in die Gesellschaft zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Analyse einschlägiger Abkommen (wie dem StlÜbk und der GFK), nationaler Gesetzestexte sowie einer Auswertung von Literatur und Berichten internationaler Organisationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse der rechtlichen Stellung in Deutschland – unter anderem in Bezug auf Aufenthaltstitel und Duldung – sowie die Vorstellung nationaler Lösungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Staatenlosigkeit, Staatsangehörigkeit, Menschenrechte, Aufenthaltsrecht und der UN-Flüchtlingskommissar (UNHCR).

Warum wird die „ungeklärte Staatsangehörigkeit“ als problematisch angesehen?

Sie führt dazu, dass Behörden Staatenlose nicht als solche anerkennen, was den Zugang zu Aufenthaltstiteln und den besonderen Schutzrechten der internationalen Übereinkommen blockiert.

Welchen Einfluss hat die „#IBelong“-Kampagne des UNHCR auf die Thematik?

Die Kampagne dient dazu, das Bewusstsein für das Problem der Staatenlosigkeit weltweit zu schärfen und Staaten dazu zu bewegen, dieses Phänomen bis 2024 zu beenden.

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Résumé des informations

Titre
Die rechtlichen Folgen von Staatenlosigkeit und Lösungsansätze auf nationaler Ebene
Université
University of Augsburg
Cours
Propädeutisches Seminar: Flüchtlingsrecht
Note
13,00
Auteur
Laura-Theresa Sager (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
18
N° de catalogue
V359267
ISBN (ebook)
9783668442412
ISBN (Livre)
9783668442429
Langue
allemand
mots-clé
Flüchtlingsrecht Asylrecht Flüchtlingskrise Deutschland Europa EU Reisepass Staatenlose staatenlos Staatenlosigkeit Abstammung Nationalität Staatsangehörigkeit Lösungen Asyl BAMF UNHCR Hoher Flüchtlingskommisar Vereinte Nationen Übereinkommen zur Verminderung von Staatenlosigkeit Übereinkommen über die Rechtsstellung von Staatenlosen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Laura-Theresa Sager (Auteur), 2016, Die rechtlichen Folgen von Staatenlosigkeit und Lösungsansätze auf nationaler Ebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359267
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Extrait de  18  pages
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