Evaluierung der Dividendenpolitik der Dax-30-Unternehmen


Seminararbeit, 2016

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 Grundlagen der Dividendenpolitik
2.1 Definition
2.2 Bedeutung der Dividendenpolitik
2.3 Formen der Dividendenpolitik

3 Arten von Dividenden
3.1 Bardividende
3.2 Stockdividende
3.3 Naturaldividende
3.4 Sonderdividende
3.5 Aktienrückkauf.

4 Dividendenpolitik der Dax-30-Unternehmen
4.1 Hohe Transparenz
4.2 Bereinigte Bezugsgrößen
4.3 Planungssicherheit

5 Fazit
5.1 Zielerreichung
5.2 Perspektiven

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

In wirtschaftlich guten Zeiten spricht man immer häufiger von Rekord-Dividenden. Im Jahre 2008zum Beispiel zahlten deutsche Aktiengesellschaften eine Dividende in Summe von 43,8 Mrd. Euro an ihre Investoren. So profitieren Aktionäre von der prosperierenden Entwicklung der Unternehmen. Aber nicht nur die Aktionären profitieren von den Dividenden. Eine Starke Eigenkapitalbasis, Liquidität, die Rentabilitätskennzahlen sowie die Selbstfinanzierungskraft werden positiv davon beeinflusst.Die Dividendenpolitik wird von Management entschieden. Durch bekanntgabe von Informationen über Dividenden können sie Aktionäre und Investoren die Untemehmensqualität übermitteln und somit positiv für ihr Unternehmen werben.[1] Zusätzlich spielt auch die Dividendenpolitik in Deutschland eine wichtige Rolle. Mit der Ausgabe von Aktien holt sich ein Unternehmen frisches Geld, welches zur Verwirklichung des Untemehmenszieles durch Investitionen führen soll. Deshalb steht das Management in der Hauptversammlung Rede und Antwort vor den Aktionären. Mit der Untemehmensbeteiligung und der Dividende stehen Aktionär und Unternehmen in einer Wechselbeziehung.[2]

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

In der vorliegenden Arbeit wird zunächst gezeigt was eine Dividendenpolitik überhaupt ist und welche Bedeutung sie für ein Unternehmen und Aktionär hat.Des weiteren beschäftigt sich diese Seminararbeit mit den unterschiedlichen Ausschüttungsformen der Dividendenpolitik. Danach befasst sich das Kapitel mit den verschiedenen Arten der Dividendenpolitik. Dabei wird auf die Theorie von Schierenbeck und Lister eingegangen. Zum Schluss wird eine Studie von KPMG bezüglich der Dividendenpolitik der Dax-30-ΐ Jntemehmen evaluiert und danach ein Fazit über die Dividendenpolitik gegeben.

2 Grundlagen der Dividendenpolitik

2.1 Definition

Unter Dividendenpolitik verstellt man alle untemehmenspolitischen Maßnahme, welche sich auf die Gewinnausschüttung zugunsten der Investoren beziehen. Dabei ergibt sich der ausgeschüttete Geldbetrag aus der Anzahl der unterschiedlichen Ausschüttungsmöglichkeiten die einem Unternehmen zu Verfügung stehen.

Insbesondere die Variante der Dividende, dem Aktienrückkauf und die Sonderdividende spielen für deutsche börsennotierte Aktiengesellschaften eine besondere Rolle.[3] Die Grundlegende Frage die man sich in der Dividendenpolitik stell, ist die Entscheidung, ob man eine Dividende ausschüttet oder nicht und wenn ja, in welche Höhe man es tut. Auch grundsätzliche Strategien wie Dividendenkontinuität oder gewinnorientierte Dividenden werden in der Dividendenpolitik geregelt.

Gesetzliche und satzungsmäßige Bestimmungen, künftiger Kapitalbedarf, Liquidität, die bisherige Dividendenpolitik und untemehmensexteme Einflüsse wie die Wünsche der Aktionäre oder die Dividendenpolitik der Konkurrent sind wichtige Bestimmungsparameter der Dividendenpolitik.

Bei der Auslegung einer möglichen Ausschüttung einer Dividende und dessen Höhe, setzt sich die Dividendenpolitik mit der Bilanzpolitik auseinander, da diese die Höhe des erwirtschafteten Gewinnes bestimmt.[4]

2.2 Bedeutung der Dividendenpolitik

Aus Sicht von Unternehmen wird in der Ausschüttungspolitik der Dividende die höchste Relevanz zugeschrieben.[5] Generell hat die Ausschüttungspolitik eines Unternehmens große Signifikanz für das Unternehmen selbst als auch für den Investor.[6] Bei der Dividendenpolitik handelt es sich um eine Finanzierungsentscheidung. Die Thesaurierung zum Beispiel ist eine Forni der Selbstfinanzierung. Die Dividendenpolitik ist auch eine wichtige Komponente der Investor Relation, da sie die

Beziehung des Managements und der Aktionäre widerspiegelt. Dabei kann es jedoch leicht zu Konflikten konmien, da das Management so viel wie möglich vom Gewinn thesaurieren möchte und die Aktionäre den größt möglichen Gewinn sich wünschen.[7]

2.3 Fomien der Dividendenpolitik

„Die in der Praxis vorliegenden Ausschüttungsstandards können in die folgenden sechs Kategorien eingeordnet werden:“[8]

- Ertragsorientierte Dividendenpolitik
- Branchenübliche Dividendenpolitik
- Dividendenpolitik als Instrument flir die Kapitalmarktpflege
- Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren
- Dividendenpolitik als Objekt von Großaktionärsinteressen
- Politik der qualifizierten Dividendenpolitik

Die ertragsorientierte Dividende bezieht sich auf den Gewinn, der in einer Periode von einem Unternehmen erwirtschaftet wurde. Dabei entspricht die Höhe der Dividende einem festgelegten Anteil des Gewinns. Da die Gewinne von Gesellschaften nie konstant sind, variiert bei dieser Art von Dividende stark. In der Praxis wird diese Politik nicht angewandt, da schwankende Dividendenzahlungen auf dem Kapitalmarkt abgelehnt werden.

In unterschiedlichen Branchen hat man branchenübliche Dividendenrenditen. Bei der branchenüblichen Dividendenpolitik wird die Dividende diesen Marktwert unabhängig vom Gewinn angepasst. Bei drunter liegenden Gewinnen kann sich dieses Verfahren jedoch nicht bewähren.

Die Dividende stellt einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Bewertung eines Unternehmens dar. Durch kontinuierliche Erhöhungen der Dividenden, kommt es auch zu einer kontinuierlichen Erhöhung des Kapitals. Dies dient als ein Instrument der Kapitalmarktpflege.

Eine weitere Strategie in der Dividendenpolitik nennt sich Schütt-aus-hol-zurück- Verfahren. Hierbei werden die Gewinne im Unternehmen komplett ausgeschüttet. Das so gesehen verlorene Eigenkapital wird dann wieder im Zuge einer Kapitalerhöhung zurückgeholt. Durch die Besteuerung von Gewinnen kann das Unternehmen günstiger an Eigenkapital herankommen, wenn es komplett als Dividende ausgeschüttet wird und es sich im Zuge einer Kapitalerhöhung von den Kapitalgebem zurückgeholt.

Die Dividendenpolitik einiger Unternehmen wird von einem oder mehreren Großaktionären bestinmit, da dies die Hauptanteilseigner sind. Bei dieser Variante lassen die Großaktionäre ihre Interessen hinsichtlich der Dividende stark einfließen, was zum Nachteil von den normalen Aktionären ist.

Des weiteren gibt es noch die Politik der qualifizierten Dividendenstabilität. Das Hauptziel ist es Dividendenschwankungen zu vermeiden und eine positive Perfomiance zu entwickeln. Hierbei werden werden in wirtschaftliche Starken Jahren Gewinnrücklagen gebildet und in ertragsschwachen Jahren als Dividende ausgeschüttet. Dies wird besonders auf dem Kapitalmarkt von den Aktionären honoriert.[9]

[...]


[1] Vgl. Kirchhoff Consulting AG (o.J.), ร.6.

[2] Vgl. IG Group (o.J.), o.ร.

[3] Vgl. Kirchhoff Consulting AG (o.J.), ร.8.

[4] Vgl. Wirtschaftslexikon24 (o.J), o.ร.

[5] Vgl. Kirchhoff Consulting AG (o.J.), ร.16.

[6] Vgl. Trost, ร. (2009), ร.21.

[7] Vgl. Ellemann, H. (2003), ร.4.

[8] Haufe Grappe (o.J.), о.ร.

[9] Vgl. Haufe Grappe (o.J.), o.ร.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Evaluierung der Dividendenpolitik der Dax-30-Unternehmen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Veranstaltung
Strategic Management
Note
2,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V359368
ISBN (eBook)
9783668442603
ISBN (Buch)
9783668442610
Dateigröße
411 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dividendenpolitik, DAX, Finanzen, Dividende, Aktien, Grundlagen, Finanzpolitik
Arbeit zitieren
Manrico Scheliga (Autor), 2016, Evaluierung der Dividendenpolitik der Dax-30-Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359368

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