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Der Europäische Traum oder ein Europa der Nationalstaaten

Titel: Der Europäische Traum oder ein Europa der Nationalstaaten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sabine Stary (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Europa
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es scheint, als wären sich schon Kant und Hume nicht einig darüber werden können, ob nun die einzelnen Charaktere innerhalb einer Nation den Charakter des Volkes ausmachen oder der Charakter des Volkes einen jeden Bürger prägt. Die Fragestellung ist vergleichbar mit: „Was war zuerst? Henne oder Ei?“ Hier wird nun ein weiterer Rahmen um die `Nation´ gespannt und ´Europa´ in diesem Kontext betrachtet. Im Anschluss soll abgewägt werden, ob heute, also am Anfang des 21. Jahrhunderts, Europa als vereintes Volk oder als ´Vereinte Nationen von Europa´ mit einem gemeinsamen Traum, „Dem Europäischen Traum“, bezeichnet werden kann. Jeremy Rifkins Essay, in dem das alte, gescholtene Europa als eine Art Vorbild für die USA und die Welt präsentiert wird, soll die Grundlage vieler weiterführender Gedanken und das Kernstück dieser Arbeit sein. Anfangs den ´Amerikanischen Traum´ abstrahierend, werden Rifkins Charakteristika seines Traumes von Europa beschrieben und die Kritik beider Visionen dargestellt, um in die Thematik einzuführen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu Jeremy Rifkin und seinem Traum von Europa

2.1 Jeremy Rifkins Biographie

2.2 Unterschiede zwischen dem Amerikanischen und dem Europäischen Traum

2.3 Beschreibung des Europäischen Traums und gemeinsamer Grundwerte aller Europäer

2. 4 Mögliche Kritikpunkte an Rifkins Werk

3. Abgrenzung wichtiger Begriffe

3. 1 Einige Worte zu Europa

3. 2 Europäische Gemeinschaft und Europäischen Union

3. 3 Staat, Nation und Nationalstaat

3. 3. 1 Rifkins Kriterien an einen Staat

3. 3. 3 Stereotypen

4. Abschließende Gedanken

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch das Konzept des „Europäischen Traums“ von Jeremy Rifkin und analysiert, inwieweit Europa als vereintes Volk oder als Zusammenschluss souveräner Nationalstaaten betrachtet werden kann, wobei die terminologische Abgrenzung wichtiger politischer Begriffe im Zentrum steht.

  • Analyse der Vision eines „Europäischen Traums“ im Vergleich zum amerikanischen Modell
  • Kritische Auseinandersetzung mit der von Rifkin verwendeten Begrifflichkeit und Argumentation
  • Rechtliche und politische Einordnung der Begriffe „Europäische Union“, „Nation“ und „Staat“
  • Untersuchung der nationalen Identität im Kontext europäischer Stereotypen

Auszug aus dem Buch

3. 3. 3 Stereotypen

Stanzel F. klärt in seinem Essay „Europäer“ den Leser darüber auf, dass die Normabweichung der einzelnen Völker der Europäischen Union nicht mehr dem großen Lasterkatalog entstammen, aus welchem sich in früheren Epochen die Attribute vor allem der Völker der beiden Extremzonen im Süden und im Norden herleiteten. Heute handle es sich lediglich „um Pecadillos, lässliche Sünden, Verfehlungen im gesellschaftlichen Wohlverhalten des Alltags.“ Eine Entwicklung scheint nach Stanzel hier zu ihrem vorläufigen Abschluss zu kommen. Die ideale Mittelzone als privilegierter Lebensbezirk, verschiebt sich nicht mehr weiter nach Norden, sondern weitet sich nun über Europa vom Westen her aus. In dem genannten Essay werden zwei Beispiele für die klischeehafte Reduktion des Charakters eines Volkes dargestellt. Das erste Beispiel stammt aus dem Jahr 1509, das zweite ist ein sehr aktuelles. In seinem Lob der Torheit (1509) beschreibt Erasmus von Rotterdam sehr ausführlich „Philautia“, die Eigenliebe der Völker, Schwester der „Stultitia“, als eine der vom ihm enthüllten Torheiten:

Aus diesem Grund [Philautia] schreiben sich die Engländer, ausser anderen Dingen, Schönheit der Gestalt [siehe VT], Geschmack an Musik und eine gute Tafel zu. Die Schottländer hingegen brüsten sich mit ihrem Adel und mit ihrer königlichen Verwandtschaft, und bilden sich nicht wenig auf ihre Spitzfindigkeit im Disputiren ein. Die Franzosen legen sich den Ruhm der gesittetsten Nation bei [...] Die Italiener glauben, sie allein seien die ächten Magisters der schönen Wissenschaften und freien Künste, und kützeln sich vorzüglich damit, dass ihre Nation unter allen die aufgeklärteste sei [...] Die Griechen, als die Urheber der Künste und Wissenschaften weiden ihren Stolz an den Namen ihrer berühmt gewordenen Helden. Die Türken, nebst der ganzen Rotte der wirklichen Barbaren rühmen sich der wahren Religion, und verlachen den Aberglauben der Christen [...] Die Spanier würden den Ruhm der Tapferkeit gewiß keiner anderen Nation abtreten [siehe VT]. Und die Deutschen hingegen wissen sich wieder viel mit ihrer grossen Gestalt und mit ihrer Zauberkenntniß.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Begriffe „Nation“ und „Volk“ ein und stellt Jeremy Rifkins Vision eines „Europäischen Traums“ als zentralen Untersuchungsgegenstand vor.

2. Zu Jeremy Rifkin und seinem Traum von Europa: Hier werden die biografischen Hintergründe des Autors beleuchtet, sein europäisches Traummodell dem amerikanischen gegenübergestellt und erste kritische Aspekte diskutiert.

3. Abgrenzung wichtiger Begriffe: Dieses Kapitel widmet sich der wissenschaftlichen Klärung zentraler Konzepte wie Europa, EU, Staat und Nation, um die analytische Schärfe der Arbeit zu erhöhen.

4. Abschließende Gedanken: Das Fazit reflektiert die kritische Analyse und stellt fest, dass Europa trotz wirtschaftlicher Integration weiterhin stark von nationalen Identitäten geprägt bleibt.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Hausarbeit verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Europäischer Traum, Jeremy Rifkin, Europäische Union, Nationalstaat, Identität, Stereotypen, Politische Integration, Souveränität, Amerikanischer Traum, Historische Begriffsdefinition, Supranationalität, Gesellschaftliche Werte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Analyse von Jeremy Rifkins Buch „Der Europäische Traum“ und untersucht, wie dieses Werk Europa als politische und kulturelle Einheit konzipiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Visionen von Europa und den USA, die Abgrenzung von Begriffen wie Staat, Nation und Union sowie die Rolle nationaler Identitäten und Stereotypen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Rifkins oft idealisierte Vision von Europa einer kritischen Prüfung zu unterziehen und zu klären, ob Europa als vereintes Volk oder als Bündnis souveräner Staaten zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um die Theorien von Rifkin mit fachwissenschaftlichen Definitionen und historischen sowie juristischen Perspektiven abzugleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung von Rifkins Thesen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Begriffsdefinition von „Europa“ und „Staat“ sowie eine Untersuchung von Stereotypen über europäische Völker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Europäischer Traum, Nationalstaat, Identität, Supranationalität und politische Integration charakterisiert.

Warum übt die Autorin Kritik an der Begriffsverwendung durch Rifkin?

Die Autorin kritisiert, dass Rifkin die Begriffe „Europa“ und „EU“ sowie „Staat“ und „Nation“ in seiner Argumentation unpräzise und teils willkürlich verwendet, was die wissenschaftliche Belastbarkeit seiner Thesen mindert.

Inwieweit spielt die Frage der Verfassung der EU eine Rolle?

Die Autorin führt die fehlende Verfassung der EU als Beispiel dafür an, dass Rifkin die politischen Schwierigkeiten der europäischen Einigung ausblendet, um seine positive Vision des „Europäischen Traums“ nicht zu schwächen.

Welche Rolle spielen Stereotypen im Kontext der europäischen Identität?

Anhand historischer Beispiele wie dem „Lob der Torheit“ verdeutlicht die Autorin, dass Vorurteile und nationale Abgrenzungen trotz europäischer Einigung weiterhin existieren und die Identifikation mit der jeweiligen Nation dominieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über den „Europäischen Traum“?

Sie schlussfolgert, dass Rifkins Traum eine verführerische, aber utopische Vision ist, die die Realität der weiterhin stark national geprägten Identitäten der Europäer vernachlässigt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Europäische Traum oder ein Europa der Nationalstaaten
Hochschule
Universität Regensburg  (Ost-West-Studien)
Veranstaltung
Europa – Ansichten und Einsichten
Note
2,0
Autor
Sabine Stary (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V359478
ISBN (eBook)
9783668442702
ISBN (Buch)
9783668442719
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europäischer Traum Der amerikanische Traum Kulturwissenschaften Europa USA Rifkin EU Nationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Stary (Autor:in), 2009, Der Europäische Traum oder ein Europa der Nationalstaaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359478
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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