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Sexuelle Gewalt gegen Frauen

Title: Sexuelle Gewalt gegen Frauen

Term Paper , 2005 , 29 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Nadine Carstensen (Author)

Pedagogy - General
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Ventil aufgestauter Triebe, Variation eines leidenschaftlichen Liebeslebens, Rachebehauptung einer „frigiden Zicke“, Akt verzweifelter Selbstbehauptung, extreme Äußerungsform von Sexualität ohne Liebe, Mittel zur Destabilisierung des Kriegsgegners, Ausfluß weiblicher Erziehung ohne positives männliches Vorbild, von Frauen im Grunde erwünschtes Männerverhalten, legitimer Abtreibungsgrund unerwünschten Nachwuchses – zwischen solchen Extremen schwankt je nach Blickwinkel des Betrachters die Vorstellung von sexueller Gewaltanwendung gegen Frauen in unserer Gesellschaft. Ein Problembewußtsein ist teilweise vorhanden, hat aber bislang nicht zu systematischen Versuchen einer gesamtgesellschaftlichen Bewältigung geführt, abgesehen von einem ersten Schritt, der Fassung der Paragraphen §§ 176 und 177 im StGB.

Es hat mich daher gereizt, die Ursachen des Phänomens sexuelle Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft aufzuspüren, bei denen die anzustrebende Überwindung des Problems ansetzen könnte. Einen Schwerpunkt habe ich bei dem Problembereich sexuelle Gewalt in der Ehe gesetzt, da hier das Problembewusstsein am geringsten entwickelt zu sein scheint. In diesem Bereich wird Gewalt weniger offenbar als bei sexuellen Gewalttaten außerhalb dauerhafter Beziehungen, denn das Opfer selbst deckt den Täter im abgegrenzten Tabu-Bezirk Ehe stärker als außerhalb dieses Schutzwalls für den Täter.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorüberlegung zum Problemfeld sexuelle Gewalt gegen Frauen

2. Sexuelle Gewalt – Begriffsdefinition

2.1 Gesetzliche Grundlagen

2.2 Vergewaltigung und Gesellschaft

2.3 Mitschuld und Selbstvorwurf des Opfers

2.4 Sexualität und Gewalt

2.4.1. Kulturelle Perspektiven einer Vergewaltigung

2.5. Auswirkungen einer Vergewaltigung auf das Opfer

3. Vergewaltigung in der Ehe

3.1. Formen des Zwangs

3.2. Psychische Folgen einer Vergewaltigung

3.3. Physische Folgen einer Vergewaltigung

3.4. Gewalt und Widerstand

3.5. Ursachen für das „Nichtanzeigen“ der Ehemänner

4. Die Täter

4.1. Vergewaltigungstypen nach Groth

4.1.1. Grundsätzliche Persönlichkeitsmerkmale von Vergewaltigern

4.2. Behandlung der Straftäter

5. Staatliche Interventionsmaßnahmen

5.1. Sozialpädagogische Interventionsmaßnahmen

5.1.1. Beratungsstellen

5.1.2. Frauenhäuser

6. Ansatzmöglichkeiten zur Dezimierung sexueller Gewalt gegen Frauen

7. Schlussbetrachtung

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen sexuelle Gewalt gegen Frauen mit einem besonderen Fokus auf die Problematik innerhalb der Ehe. Ziel ist es, Ursachen und Hintergründe aufzuzeigen, die gesellschaftliche Stigmatisierung von Opfern zu beleuchten und Ansätze für eine gesamtgesellschaftliche Überwindung dieses Problems zu erarbeiten.

  • Strukturelle Ursachen und gesellschaftliche Wahrnehmung sexueller Gewalt.
  • Die spezifische Situation der Vergewaltigung in der Ehe.
  • Opfer- und Täterprofile sowie psychologische Zusammenhänge.
  • Staatliche Interventionsmöglichkeiten und deren Wirksamkeit.
  • Präventionsansätze durch Aufklärung, Gesetzgebung und Erziehung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Formen des Zwangs

Sex ist für mich dann erzwungen, wenn er nicht ausdrücklich erwünscht ist. (Ehe-) Männer lassen sich viele verschiedene Sanktionen und Druckmittel einfallen, um sich Frauen gefügig zu machen. Finkelhor und Yllo unterscheiden zwischen vier Grundlagen des Zwangs zum Sexualverkehr: Einige Frauen lassen Sex über sich ergehen, ohne dass sie selbst ein Verlangen danach haben, weil sie denken, es sei ihre eheliche Pflicht. Dies kann man als sozialen Zwang ansehen.

Manche Frauen sind einverstanden, weil ihr Mann gedroht hat, sie zu verlassen oder die Geldmittel einzuschränken oder sie auf eine andere Art zu demütigen. In diesen Fällen nutzen die Männer ihre Macht und ihre Mittel zu ihrem Vorteil. Diese zweite Art des Zwangs läuft auf Drohungen der Ehemänner hinaus, die normalerweise nicht gewaltsam sind.

Der dritte Typ schließt die Androhung physischen Zwangs mit ein. Die angedrohte Gewalt kann von der Andeutung, dass die Frau verletzt werden könne, wenn sie sich nicht ihm fügt, bis zur expliziten Drohung, dass sie umgebracht werde, wenn sie nicht freiwillig mitmache, reichen.

Die vierte Art des Zwangs ist der physische Zwang. Er reicht vom Festhalten der Frau bis zum Schlagen, Würgen, Fesseln oder Bewusstlosschlagen, um ihr Sex aufzuzwingen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorüberlegung zum Problemfeld sexuelle Gewalt gegen Frauen: Einleitung in die Thematik der sexuellen Gewalt, wobei die mangelnde gesellschaftliche Sensibilisierung, insbesondere im Bereich der Ehe, kritisch hinterfragt wird.

2. Sexuelle Gewalt – Begriffsdefinition: Differenzierung des Begriffs der sexuellen Gewalt unter Berücksichtigung von Machtstrukturen und Handlungsweisen wie direkter und indirekter Gewalt.

3. Vergewaltigung in der Ehe: Analyse der spezifischen Problematik häuslicher sexueller Gewalt, ihrer Formen, Folgen sowie der Gründe, warum diese Form der Gewalt oft nicht zur Anzeige gebracht wird.

4. Die Täter: Untersuchung von Tätertypen, ihren Persönlichkeitsmerkmalen sowie Ansätzen zur therapeutischen Behandlung von Sexualstraftätern.

5. Staatliche Interventionsmaßnahmen: Überblick über die Rolle staatlicher Institutionen wie Polizei und Beratungsstellen beim Schutz von Opfern und der Verfolgung von Tätern.

6. Ansatzmöglichkeiten zur Dezimierung sexueller Gewalt gegen Frauen: Diskussion strategischer Maßnahmen, darunter öffentliche Aufklärung, Gesetzesverschärfungen und Erziehung zur Gewaltprävention.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung, dass Prävention bereits in der frühen Kindheit ansetzen muss, um das Problem strukturell anzugehen.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen, Fachbücher und Zeitschriftenartikel, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Sexuelle Gewalt, Vergewaltigung in der Ehe, Machtstrukturen, Opfer-Täter-Verhältnis, häusliche Gewalt, sexuelle Nötigung, Stigmatisierung, Krisenintervention, Frauenhaus, Gewaltprävention, Sozialpädagogik, Tätertypen, Geschlechterbeziehung, Selbstbestimmung, Trauma.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen sexuelle Gewalt gegen Frauen, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse von Ursachen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Interventionsmöglichkeiten liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition sexueller Gewalt, die spezifische Situation der Vergewaltigung innerhalb der Ehe, die psychischen Folgen für Opfer sowie die Täterstruktur und präventive Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das mangelnde Problembewusstsein in der Gesellschaft aufzubrechen und Wege aufzuzeigen, wie sexuelle Gewalt langfristig durch Prävention und gesellschaftliche Veränderung dezimiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung soziologischer sowie psychologischer Erkenntnisse zur Dynamik von Gewaltbeziehungen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der rechtlichen und sozialen Einordnung, den verschiedenen Formen des Zwangs in der Ehe, den psychischen und physischen Folgen für Betroffene sowie den Tätermerkmalen nach Groth.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere sexuelle Gewalt, Vergewaltigung in der Ehe, Machtstrukturen, Opferstigmatisierung, Gewaltprävention und soziale Interventionsmaßnahmen.

Warum ist die „Nichtanzeige“ von Vergewaltigungen in der Ehe ein solches Tabuthema?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Opfer unter einer starken Scham- und Schuldgefühl-Dynamik leiden, oft ökonomisch vom Täter abhängig sind und befürchten, dass eine Anzeige die Situation eskaliert oder sie gesellschaftlich stigmatisiert werden.

Welche Rolle spielt die frühkindliche Erziehung bei der Gewaltprävention?

Die Arbeit betont, dass Erziehung, die auf Selbstvertrauen, Konfliktfähigkeit und Empathie basiert, einen entscheidenden Beitrag dazu leistet, ein gewaltfreies Männlichkeitsbild zu formen und somit die Entstehung von Gewaltpotenzialen langfristig zu verhindern.

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Details

Title
Sexuelle Gewalt gegen Frauen
College
Private University of Economy and Engineering Vechta-Diepholz-Oldenburg
Grade
2,5
Author
Nadine Carstensen (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V35950
ISBN (eBook)
9783638357111
ISBN (Book)
9783638843010
Language
German
Tags
Sexuelle Gewalt Frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Carstensen (Author), 2005, Sexuelle Gewalt gegen Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35950
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