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Arbeitslosigkeit in Deutschland - Ein Hysteresis Phänomen?

Titre: Arbeitslosigkeit in Deutschland - Ein Hysteresis Phänomen?

Dossier / Travail , 2002 , 21 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Ina Meinschaefer (Auteur)

Economie politique - Economie du marché du travail
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist es, einen theoretischen Erklärungsansatz zur anhaltenden hohen Arbeitslosigkeit näher zu beleuchten, wobei die Ursachen, die zu Hysteresis führen, im Vordergrund stehen. Zunächst wird die Entwicklung des Arbeitsmarktes betrachtet und erörtert, warum übliche keynesianische und neoklassische Ansätze keine ausreichende Erklärung für die anhaltende Arbeitslosigkeit liefern. Anschließend wird die Bedeutung von Hysteresis herausgestellt und auf wesentliche Implikationen eingegangen. Schließlich werden ökonomische Erklärungsansätze der Hysteresis-Arbeitslosigkeit gegeben und deren empirische Evidenz dargestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Überblick

2. Gang der Untersuchung

3. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit

3.1 Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage

3.2 Die Entwicklung in den letzten vier Jahrzehnten

3.3 Steigende Sockelarbeitslosigkeit

4. Was ist Hysteresis?

4.1 Erklärungsdefizite keynesianischer und neoklassischer Ansätze

4.2 Hysteresis – Ursprung und Definition

4.3 Analogie des Hysteresis-Phänomens zum Arbeitsmarkt

5. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Hysteresis am Arbeitsmarkt

5.1 Insider-Outsider Ansatz

5.2 Humankapital-Ansatz und Dauer der Arbeitslosigkeit

5.3 Kapitalstock-Ansatz

5.4 Zusammenhänge

6. Nachweis der Hysteresis-Theorie mit Hilfe empirischer Untersuchungen

6.1 Philipps-Kurve

6.2 Beveridge-Kurve

7. Kritische Würdigung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland unter dem Aspekt des Hysteresis-Phänomens. Ziel ist es, theoretische Erklärungsansätze zu beleuchten, die aufzeigen, warum temporäre wirtschaftliche Schocks zu dauerhaften Veränderungen des Arbeitsmarktes führen und klassische Gleichgewichtsmodelle hierfür keine hinreichende Erklärung bieten.

  • Analyse der historischen Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland
  • Definition und ökonomische Einordnung des Hysteresis-Begriffs
  • Diskussion theoretischer Erklärungsmodelle (Insider-Outsider, Humankapital, Kapitalstock)
  • Empirische Überprüfung mittels Philipps-Kurve und Beveridge-Kurve

Auszug aus dem Buch

4.2 Hysteresis – Ursprung und Definition

Der Ursprung des Begriffs „Hysteresis“ liegt im Griechischen und bedeutet „bleiben“, „zurückbleiben“.

Er stammt aus der Physik und bezeichnet dort das Phänomen, dass in bestimmten Fällen eine beeinflussende Größe auch nach ihrem Wegfallen verzögerte Dauerwirkungen hinterlässt. Diese sog. Persistenzphänomene werden vorwiegend im Rahmen von Untersuchungen zur magnetischen Feldstärke beobachtet.

Der Begriff Hysteresis kennzeichnet allgemein die Persistenz eines zurückliegenden Zustands bzw. das Phänomen der lang anhaltenden Wirkung von Schocks. In diesem Sinne besitzt das ökonomische System bei Vorliegen von Hysteresis ein „unendliches Gedächtnis“. Während ein System ohne Hysteresis-Effekte nach einem transitorischen Auftreten von Schocks zu seinem gleichgewichtigen Ausgangszustand zurückkehrt, ist der Gleichgewichtszustand eines Systems mit Hysteresis-Eigenschaft aufgrund seiner Zeitpfandabhängigkeit davon abhängig, wie dieser Zustand erreicht wurde.

Dynamische Systeme mit Hysteresis sind deshalb historische oder zeitpfadabhängige Systeme. Kurz gesagt bedeutet dies: Wo ein System schließlich ankommt, hängt auch davon ab, wie es dahin gekommen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Überblick: Einführung in die Problematik der Massenarbeitslosigkeit in Deutschland und Vorstellung des Hysteresis-Ansatzes als Diskussionsgegenstand.

2. Gang der Untersuchung: Darlegung der Zielsetzung, den theoretischen Erklärungsansatz für die persistente Arbeitslosigkeit zu untersuchen und die empirische Evidenz zu prüfen.

3. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit: Analyse des Arbeitsmarktes und der Ursachen für die treppenförmige Entwicklung der Arbeitslosenquote in den letzten Jahrzehnten.

4. Was ist Hysteresis?: Theoretische Herleitung und Definition von Hysteresis als zeitpfadabhängiges Phänomen, das die Rückkehr zu alten Gleichgewichten verhindert.

5. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Hysteresis am Arbeitsmarkt: Vorstellung spezifischer ökonomischer Modelle wie dem Insider-Outsider-Ansatz sowie Humankapital- und Kapitalstock-Betrachtungen.

6. Nachweis der Hysteresis-Theorie mit Hilfe empirischer Untersuchungen: Untersuchung der Hypothese anhand der Phillips-Kurve und der Beveridge-Kurve.

7. Kritische Würdigung: Zusammenfassende Bewertung der empirischen Relevanz von Hysteresis-Effekten für Deutschland und Einordnung der Grenzen aktueller Erklärungsansätze.

Schlüsselwörter

Hysteresis, Arbeitslosigkeit, Deutschland, Arbeitsmarkt, Insider-Outsider-Ansatz, Humankapital, Kapitalstock, Langzeitarbeitslosigkeit, Philipps-Kurve, Beveridge-Kurve, Persistenz, Sockelarbeitslosigkeit, ökonomische Theorie, Konjunkturzyklus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland und prüft, ob die Hysteresis-Theorie eine geeignete Erklärung für deren Persistenz bietet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes, die theoretische Fundierung von Hysteresis sowie ökonomische Erklärungsmodelle für strukturelle Arbeitslosigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Mechanismus zu ergründen, durch den vorübergehende Schocks zu dauerhaften, nicht reversiblen Niveaus der Unterbeschäftigung führen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine Auswertung empirischer Instrumente wie der Phillips-Kurve und der Beveridge-Kurve zur Überprüfung der Theorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Arbeitslosigkeit, die physikalisch-ökonomische Definition von Hysteresis und eine detaillierte Diskussion verschiedener ökonomischer Erklärungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Hysteresis, Insider-Outsider-Modell, Humankapitalentwertung und Sockelarbeitslosigkeit definiert.

Was ist der Kernunterschied zwischen einem System mit und ohne Hysteresis?

Während ein System ohne Hysteresis nach einem Schock zum Ausgangsgleichgewicht zurückkehrt, bleibt ein System mit Hysteresis dauerhaft auf einem neuen, durch den Zeitpfad bestimmten Niveau.

Wie spielt die Humankapitalentwertung in das Hysteresis-Modell hinein?

Durch lange Arbeitslosigkeit verlieren Betroffene an produktiven Fähigkeiten (Humankapitalentwertung), was sie für Arbeitgeber weniger attraktiv macht und somit die Arbeitslosigkeit verfestigt.

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Résumé des informations

Titre
Arbeitslosigkeit in Deutschland - Ein Hysteresis Phänomen?
Université
Administrative and Economic Academy Hellweg-Sauerland
Note
2,7
Auteur
Ina Meinschaefer (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
21
N° de catalogue
V35968
ISBN (ebook)
9783638357258
Langue
allemand
mots-clé
Arbeitslosigkeit Deutschland Hysteresis Phänomen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ina Meinschaefer (Auteur), 2002, Arbeitslosigkeit in Deutschland - Ein Hysteresis Phänomen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35968
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