„Freundlich begrüßt die Homepage von Buchversender Amazon den neuen Besucher. „Hallo, Martin Fingerle! Nicht nur den Namen scheint Amazon zu kennen, auch die Vorlieben des 42-jährigen Ingenieurs aus Stuttgart: „Der letzte Tauchgang“ sei ein hervorragendes Buch, liest Fingerle, auch der Soundtrack aus dem Film „Im Rausch der Tiefe“ wird ihm ans Herz gelegt.“ Grund für die hellseherischen Fähigkeiten der Webseite ist dadurch begründet, dass der Hobbytaucher vor ein paar Monaten ein Buch über Freitauchen bestellt hat.
Der Bücher-Web-Shop hat die individuelle Kundenansprache zur hohen Kunst entwickelt. In einer riesigen Matrix verwaltet das Amazon - System über zehn Millionen Produkte jedem anderen zu – mit der Information, wie viele Menschen sowohl das eine als auch das andere gekauft haben. Dadurch versucht das Unternehmen das Verhalten seiner Kunden genau vorherzusagen und die Angebotsparlette genau darauf abzustimmen.
Die steigende Qualität und Übersicht des Informationsangebotes, verbesserte Sicherheitssysteme und Internetsoftware sowie die höhere Qualität der Datenübertragung lassen das Internet attraktiver werden und bieten damit Unternehmen vielschichtige Möglichkeiten multimedialer Werbung auch im Internet. Die Verfügbarkeit von Interaktiven Medien macht es möglich den Kunden damit in den Mittelpunkt aller Marketing – Strategien zu stellen und auf seine Wünsche individuell einzugehen (vgl. Amazon Beispiel). Mit dem Aufkommen des Internet und des WWW als multimedialer Dienst im Internet ist es Unternehmen jetzt möglich Individual – Marketing massenweise möglich zu machen und nicht nur nach Einzelaufträgen. Produkte und Dienste können hinsichtlich ihrer Eigenschaften und der Preisbereitschaft individuell auf die Bedürfnisse einzelner Kunden zugeschnitten werden (segement of one). Man spricht hier auch von Personalisierung und Mass Customization, um die Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft zu stärken.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Werbeformen im Internet
2.1 Banner
2.2 Buttons
2.3 Interstitials (Unterbrechungswerbung)
2.4 E-Mail und Newsletter
2.5 Viral Mail
3 Kennzahlen
3.1 Serverseitige Kennzahlen
3.2 Nutzerseitige Kennzahlen
4 Entwicklung Klick – Raten
5 Alternativen/ Werbeträger
6 Kaufraten
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Chancen und Herausforderungen von Internetwerbung als multimediales Kommunikationsinstrument und analysiert Methoden zur Erfolgsmessung sowie wirtschaftliche Kennzahlen von Online-Kampagnen.
- Methoden und Arten der Internetwerbung
- Systematik der Werbeerfolgsmessung mittels Kennzahlen
- Analyse der Klickraten-Entwicklung und technischer Einflussfaktoren
- Strategische Alternativen und Werbeträger im Web
- Wirtschaftlichkeitsanalyse am Beispiel von Kampagnendaten
Auszug aus dem Buch
Praxisbeispiel „Moorhuhn“:
Am Computer Spiel „Moorhuhn“ lässt sich einfach erklären, wie schnell sich eine Nachricht verbreiten lässt und wie clever Viral-Marketing das menschliche Bedürfnis sich mitzuteilen nutzt. Es erfüllte ganz einfach viele typische Elemente einer Virus-Marketing-Strategie:
Das Produkt gibt es kostenlos. Das Spiel ist umsonst. Der Spieler sieht sich lediglich bei jedem Start des Spiels eine Werbebotschaft einer bekannten Marke an.
Das Produkt ist einfach zu vervielfältigen. Das Produkt lässt sich einfach als Datei installieren und genauso einfach an Freunde weiterverschicken. Auch das Spielprinzip ist sehr einfach gehalten und benötigt keine besonderen Erklärungen (möglichst viele Moorhühner in einer Zeit als Jäger erschießen).
Die Verteilung des Produkts ist einfach zu skalieren. Es wurde nachher als Download auf allen attraktiven Download-Servern zu Verfügung gestellt.
Das Produkt nutzt bestehende Kommunikationsnetze. Das Spiel wurde Thema in sozialen Netzwerken von Interessengruppen. Der persönlich ereichte Highscore wurde eine Messmarke und somit Kommunikationsfaktor in dem sozialen Umfeld des Spielers.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Möglichkeiten des Individual-Marketings im Internet und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung der Internetwerbung kritisch zu hinterfragen.
2 Werbeformen im Internet: Dieses Kapitel stellt verschiedene Werbeformate wie Banner, Buttons, Interstitials und E-Mail-Marketing vor und analysiert deren Vor- und Nachteile sowie Einsatzgebiete.
3 Kennzahlen: Hier werden zentrale Begriffe der Werbeerfolgskontrolle definiert, wobei zwischen serverseitigen und nutzerseitigen Statistiken differenziert wird.
4 Entwicklung Klick – Raten: Der Autor erörtert den Rückgang von Klickraten bei Bannerwerbung im Kontext steigender Banner-Mengen und technischer Entwicklungen wie Breitbandzugängen.
5 Alternativen/ Werbeträger: Dieses Kapitel untersucht die strategische Bedeutung von Suchmaschinen, Portalseiten und Inhaltsanbietern als effiziente Alternativen zur Standard-Bannerwerbung.
6 Kaufraten: Anhand einer beispielhaften Wirtschaftlichkeitsrechnung wird die Effizienz von Werbekampagnen analysiert und die Notwendigkeit einer zielgruppengerechten Platzierung verdeutlicht.
7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Online-Werbung ein wertvolles Instrument ist, jedoch idealerweise in Kombination mit Offline-Maßnahmen und mit hoher Sensibilität für die Nutzerinteressen eingesetzt werden sollte.
Schlüsselwörter
Internetwerbung, Werbeerfolgskontrolle, Bannerwerbung, Click-Through-Rate, Kennzahlen, Viral-Marketing, AdImpression, Online-Marketing, Suchmaschinen, E-Mail-Newsletter, Personalisierung, Mediaplanung, Tausender-Kontakt-Preis, User-Tracking, Werbewirksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Rolle der Internetwerbung als multimediales Instrument und untersucht, wie deren Wirksamkeit gemessen und optimiert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Beschreibung gängiger Werbeformen, der Erklärung relevanter Leistungskennzahlen sowie der Analyse von Erfolgsfaktoren für Online-Kampagnen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Chancen und Schwierigkeiten von Internetwerbung aufzuzeigen und ein Verständnis für die Messbarkeit von Werbeerfolgen im E-Business zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen und statistischen Daten zur Werbewirkung und Kampagneneffizienz.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Werbeformaten (Banner, E-Mail), die Erläuterung von Kennzahlen (CTR, TKP, PageViews) und die Analyse von Alternativen wie Suchmaschinenmarketing.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Werbeerfolgskontrolle, Bannerwerbung, Click-Through-Rate, Online-Marketing und Viral-Marketing geprägt.
Wie bewertet der Autor den Einsatz von „Viral Mail“?
Der Autor stuft Viral-Marketing als sehr effizient ein, da die Botschaften durch soziale Netzwerke und Empfehlungen eine hohe Glaubwürdigkeit und exponentielle Verbreitungspotenziale besitzen.
Warum ist die Messung der Werbewirksamkeit problematisch?
Die Messung ist komplex, da technische Faktoren wie Proxy-Server, Cache-Speicher oder das Nutzerverhalten (z.B. Mehrfachzugriffe) die Daten im Logfile verzerren können.
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- Heike Simons (Author), 2005, Internetwerbung und Werbeerfolgskontrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36037