Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema: Sprachstörungen, es handelt sich dabei, um eine Ausarbeitung über Störungen der Sprachbildung und Aussprache und ihre Ursachen.
In meinen Ausführungen gehe ich im 1. Teil zunächst auf die normale Sprachentwicklung ein, um im Zusammenhang damit den Aspekt der Sprachentwicklungsverzögerung zu kommentieren. Im 2. Teil, der auch den Hauptteil meiner Arbeit darstellt, widme ich mich dem Punkt der Sprachstörungen unter besonderer Berücksichtigung der
Kommunikationsstörung, „Stottern“. Am Ende meiner Ausarbeitung erläutere ich die Ursachen und Therapiemöglichkeiten für stotternde Kinder. Der Grund für meine Entscheidung „Stottern“ als Schwerpunkt meiner Konzipierung auszuwählen ergab sich unter der Tatsache, dass „Stottern“ mit eine der am häufigst auftretenden Sprachstörungen ist, Stotterer machen etwa ein Prozent der Bevölkerung aus.
Besonders interessieren mich dabei die Hintergründe dieser Sprachschwäche, also was für Unterschiede es gibt, welche Ursachen und daraus resultierend die dementsprechenden Therapiemöglichkeiten.
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Die normale Entwicklung der Sprache
2. Sprachschwierigkeiten
2.1 Die verzögerte Sprachentwicklung
2.1.1 Verschiedene Formen von Sprachentwicklungsverzögerungen
2.2 Störungen der Sprachentwicklung
2.2.1 Verschiedene Formen von Sprachstörungen
2.2.2 Mögliche Ursachen für eine Sprachentwicklungsverzögerung bzw. Sprachstörung
2.2.3 Behandlungsmaßnahmen für Kinder mit Sprachschwierigkeiten
3. Fallbeispiel: Hans
3.1 Stottern: eine Sprachstörung
3.2 Die Entwicklung vom „physiologischen“ zum „chronischen Stottern“
3.2.1 Ursachen für die Sprachstörung „Stottern“
3.2.2 „Präventiv- Therapie“: Was Eltern tun können
4. Nachwort
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene Störungen der Sprachentwicklung und Aussprache bei Kindern, mit einem besonderen Fokus auf die Ursachenanalyse und therapeutische Ansätze. Das primäre Ziel ist es, das Phänomen des Stotterns als eine der häufigsten Kommunikationsstörungen zu beleuchten und den Einfluss des sozialen Umfelds sowie elterlicher Reaktionen auf den Verlauf und die Heilungschancen aufzuzeigen.
- Grundlagen der normalen Sprachentwicklung des Kindes
- Abgrenzung zwischen Sprachentwicklungsverzögerungen und Sprachstörungen
- Detaillierte Analyse des Stotterns (Symptomatik und Ursachen)
- Bedeutung der „Präventiv-Therapie“ und die Rolle des elterlichen Verhaltens
- Fallbeispielhafte Darstellung eines Kindes mit Sprechschwierigkeiten
Auszug aus dem Buch
3.1 Stottern: eine Sprachstörung
Wichtige Ansätze der Problematik des Stotterns werden meiner Meinung nach in diesem Fallbeispiel bereits recht gut deutlich gemacht, doch es bedarf einer weitaus umfasserenden Analyse.
Stottern ist eine Kommunikationsstörung, die durch zahlreiche Unterbrechungen im Redefluss gekennzeichnet ist. Diese Störungen lassen sich in zwei verschiedene Arten von Stottern unterteilen. Zum einen können Störungen im Sprechablauf durch unbeabsichtigte und unvorhersehbare, krampfartige Repetitionen von „Lauten, Silben, Wörtern, einem Wort oder Satz“ erfolgen, deswegen bezeichnet man diese Art von Stottern auch „klonisches Stottern“, z.B. „T-t-t-tisch, Pa-pa-pa-pa-pa“. Das „tonische Stottern“ wird durch anhaltende Stockungen Lauten, Silben, Wörtern und Sätzen charakterisiert. Es sind „krampfartige Blockaden“, die ein fehlerloses und fließendes Sprechen verhindern, z.B. „P---apa, Hi---ilfe“.
Diese Blockaden, auch „tense pauses“ genannt, können einige Minuten anhalten, ehe der Stotterer das gewünschte Wort herausbringt.
Auffällig dabei ist, dass Stotterer singen oder Selbstgespräche führen können ohne zu stottern. Also ist der Grund für das Stottern nicht in der fehlenden Artikulation zu suchen, sondern in den „Fehlspannungen in der Sprechmuskulatur“ und der Atmungstechnik. Stotterer reagieren auf ihr stottern oft mit einem für andere unverständliches Verhalten. Sie stampfen mit dem Fuß auf, bewegen hektisch den Kopf oder den ganzen Körper. Manche fassen sich mit der Hand an den Hals, als ob so die Laute fliessender herauskämen. Es ist ein „Vermeidungsverhalten, das einer Flucht aus dem Stotterereignis heraus entspricht“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die normale Entwicklung der Sprache: Beschreibt die Meilensteine der kindlichen Sprachentwicklung von den ersten Lautäußerungen bis hin zur komplexen Grammatik mit drei Jahren.
2. Sprachschwierigkeiten: Differenziert zwischen Sprachentwicklungsverzögerungen und verschiedenen Sprachstörungen wie Dyslalie, Dysgrammatismus, Mutismus und Rhinophonie.
3. Fallbeispiel: Hans: Analysiert anhand eines Fallbeispiels die Symptomatik des Stotterns, die psychischen Hintergründe und die Möglichkeiten der präventiven Elternberatung.
4. Nachwort: Reflektiert die Vielschichtigkeit der Thematik und betont die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtungsweise bei der Behandlung von Stottern.
Schlüsselwörter
Sprachstörungen, Sprachentwicklung, Stottern, Sprachentwicklungsverzögerung, Präventiv-Therapie, Dyslalie, Kommunikationsstörung, Elternberatung, Sprachtherapie, kindliche Entwicklung, Artikulation, Dysgrammatismus, Sprechfluss, Redefluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt verschiedene Arten von Sprachstörungen bei Kindern, untersucht deren Ursachen und beleuchtet insbesondere das Stottern als Kommunikationsstörung.
Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?
Die zentralen Themen sind die normale Sprachentwicklung, die Differenzierung von Sprachstörungen, die Analyse des Stotterns sowie Strategien zur Unterstützung betroffener Kinder durch ihre Eltern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein besseres Verständnis für Sprachstörungen zu schaffen und aufzuzeigen, wie das soziale Umfeld, insbesondere die Eltern, zur Besserung beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf Fachliteratur sowie der Analyse eines Fallbeispiels basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition und Ursachenforschung von Sprachstörungen und vertieft die Problematik des Stotterns sowie die Möglichkeiten der „Präventiv-Therapie“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Sprachstörungen, Stottern, Sprachentwicklungsverzögerung und kindliche Entwicklung beschreiben.
Warum spielt das soziale Umfeld eine so große Rolle beim Stottern?
Da Stottern oft durch Sprechdruck und psychische Belastungen verstärkt wird, beeinflussen das Verhalten, die Zuneigung und die Reaktionen der Eltern maßgeblich den Heilungsverlauf.
Welche Rolle spielt die Atmung beim Stottern laut dem Fallbeispiel?
Wie am Beispiel von „Hans“ deutlich wird, kann eine Fehlhaltung bei der Atmung (Zwerchfell einziehen statt Bauchatmung) den Redefluss negativ beeinflussen, was durch entsprechende Atemübungen korrigiert werden kann.
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- Susanne Linsel (Author), 2000, Störungen der Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3626