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Die Bilanzierung und Bewertung der Immateriellen Vermögenswerte nach IAS im Vergleich zum HGB

Title: Die Bilanzierung und Bewertung der Immateriellen Vermögenswerte nach IAS im Vergleich zum HGB

Research Paper (undergraduate) , 2002 , 36 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Lysann Schurat (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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In den deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen, aber auch im deutschen Bilanzrecht vollzieht sich seit den letzten Jahren ein gravierender Wandel. Ursachen für diese Veränderung sind einerseits die zunehmende globale Ausrichtung vieler Unternehmen und somit eine steigende Bedeutung der internationalen Kapitalmärkte. Zum anderen waren spektakuläre Unternehmenskrisen ebenso wie die deutschen Rückstände bei der Umsetzung europäischer Richtlinien (z.B. das KapCoRiLiG) und der „Steuerreformstau“ ein wesentlicher Ansporn für einschneidende Veränderungen der Rechnungslegungsvorschriften.(1)

So verlangt die Internationalisierung der Märkte nach einer Harmonisierung der Rechnungslegung, die den Ansprüchen der Investoren entspricht. Diese erwarten einen nach internationalen Vorschriften erstellten Jahresabschluss, der entscheidungsrelevante Informationen enthält, die international vergleichbar sind. Es erhöht sich der Kapitalmarktschutz, die Informationsunsicherheit nimmt ab und es sinken die Transaktionskosten durch den Wegfall von Überleitungsrechnungen. Eine wertorientierte Unternehmensführung im Sinne eines Shareholder Value-Konzeptes wird möglich. Der deutsche Gesetz¬geber hat auf diese Anforderungen mit der Einführung des § 292 a HGB reagiert, der Konzernen die Möglichkeit eröffnet, einen Abschluss nach IAS oder US-GAAP aufzustellen.(2) An Stelle eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschen Vorschriften wird gestattet, die Konzernrechnungslegung nach internationalen Grundsätzen aufzustellen. Der Gesetzgeber hat diese Vorschrift bis zum 31. Dezember 2004 befristet. Der Grund dafür liegt in der Absicht, die Bilanzierungs-normen bis dahin insgesamt überarbeitet zu haben.(3) Nach einem Vorschlag der Europäischen Kommission vom 13. Februar 2001 müssen alle börsennotierten Unternehmen und Unternehmen, die Börsenprospekte erstellen, weil sie zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen werden sollen, ab 2005 nach IAS bilanzieren. Ebenso dürfen die Mitgliedsländer alle nichtbörsennotierten Unternehmen, also auch Einzelunternehmen, verpflichten, ihre Abschlüsse nach IAS zu erstellen.(4)
[...]
_____
1 vgl.: Förschle in Lüdenbach, International Accounting Standards, S. 5
2 vgl.: Blomeyer/Peemöller, Internationale Rechnungslegung und Prüfung, S. 5
3 vgl.: Beck’scher Bilanzkommentar § 292 a, Tz. 39
4 vgl.: Göthel in DB 2001, S. 2058

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Anwendungsfälle der internationalen Grundsätze

2.1 Anwendungsfälle der US-GAAP

2.2 Anwendungsfälle der IAS

3 Aufbau des Regelungswerkes nach IAS

3.1.1 Framework

3.1.2 Regelungsinhalt der einzelnen Standards

4 Bedeutende Begriffe

4.1 Der Begriff des Vermögensgegenstandes im HGB

4.2 Der Begriff des assets nach IAS

5 Grundsätzliches zu den Immateriellen Vermögenswerten

6 Begriff der Immateriellen Vermögenswerte

6.1 Immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB

6.1.1 Begriff der Immateriellen Vermögensgegenstände

6.1.2 Bilanzierungshilfen

6.1.3 Der Geschäfts- oder Firmenwert

6.2 Immaterielle Vermögenswerte nach IAS

6.2.1 Genereller Anwendungsbereich von IAS 38

6.2.2 Regelungen in anderen Standards

7 Bilanzierung und Bewertung nach HGB

7.1 Ansatz

7.2 Erstbewertung

7.3 Folgebewertung

7.4 Abschreibungen und dauerhafte Wertminderungen

7.5 Angabepflichten

8 Bilanzierung und Bewertung nach IAS

8.1 Ansatz

8.1.1 Erwerb immaterieller Wirtschaftsgüter

8.1.2 Geschäfts- oder Firmenwert

8.1.3 Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte

8.2 Erstbewertung

8.3 Folgebewertung

8.4 Abschreibungen und dauerhafte Wertminderungen

8.5 Angabepflichten

9 Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze zur Bilanzierung und Bewertung immaterieller Vermögenswerte nach deutschem Handelsrecht (HGB) und den International Accounting Standards (IAS), um wesentliche Unterschiede in der Praxis aufzuzeigen.

  • Harmonisierung der Rechnungslegung durch internationale Standards.
  • Struktureller Vergleich von HGB und IAS bei der Aktivierung immaterieller Werte.
  • Bewertungsmethoden und Abschreibungsverfahren im internationalen Kontext.
  • Auswirkungen des Bilanzrechts auf Forschungs- und Entwicklungsausgaben.

Auszug aus dem Buch

Grundsätzliches zu den Immateriellen Vermögenswerten

Während früher Sachanlagen das dominierende Element des Anlagevermögens der meisten Unternehmen waren, gewinnen seit geraumer Zeit immaterielle Vermögenswerte, so z.B. Patente und Marken, zunehmend an Bedeutung. Wesentliche Ursachen sind vermehrte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie das generelle Wachstum des tertiären Sektors, wobei der tertiäre Sektor eine Bezeichnung für den gesamten Bereich des Dienstleistungs- und Handelsgewerbes in einer Volkswirtschaft ist. Während früher große Industriekonzerne mit gewaltigen Produktionsanlagen das Wirtschaftsgeschehen dominierten, so wandelte sich dieses Bild zugunsten der Dienstleistungsunternehmen, die weniger große Fabrikhallen als mehr Know-how sowie bekannte Markennamen usw. benötigen. Ehemalige entscheidende Werttreiber wie Grundstücke, Gebäude, Produktionsanlagen oder Vorräte werden durch physisch nicht greifbare Vorteile wie Rechte, Humankapital oder Marktpositionen ersetzt.

Neben diesen Faktoren hat aber auch die in den letzten Jahren zu verzeichnende Zunahme von Firmenkäufen und –zusammenschlüssen, und somit die bei einer Akquisition gezahlten Beträge für den sog. Firmenwert, einen wesentlichen Einfluss auf die gestiegene Thematik der immateriellen Vermögenswerte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet den Wandel der Rechnungslegung hin zu internationalen Standards aufgrund globaler Marktveränderungen.

2 Anwendungsfälle der internationalen Grundsätze: Es wird dargestellt, in welchen Fällen US-GAAP und IAS Anwendung finden, insbesondere bei kapitalmarktorientierten Unternehmen.

3 Aufbau des Regelungswerkes nach IAS: Erläuterung des Frameworks und der spezifischen Bilanzierungsstandards des IASC.

4 Bedeutende Begriffe: Definition und Abgrenzung von Vermögensgegenständen im HGB gegenüber Assets nach IAS.

5 Grundsätzliches zu den Immateriellen Vermögenswerten: Analyse der steigenden Bedeutung immaterieller Werte im Zuge des Strukturwandels zur Dienstleistungsgesellschaft.

6 Begriff der Immateriellen Vermögenswerte: Detaillierte Betrachtung der Definitionen nach HGB und IAS sowie der Kategorisierung.

7 Bilanzierung und Bewertung nach HGB: Untersuchung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach deutschem Handelsrecht.

8 Bilanzierung und Bewertung nach IAS: Untersuchung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach IAS, insbesondere bezüglich Forschungs- und Entwicklungskosten.

9 Ausblick: Kritische Würdigung des deutschen Aktivierungsverbots selbsterstellter immaterieller Werte vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Immaterielle Vermögenswerte, HGB, IAS, Bilanzierung, Bewertung, Anlagevermögen, Geschäfts- oder Firmenwert, Aktivierung, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Forschungsphase, Entwicklungsphase, Jahresabschluss, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für immaterielle Vermögenswerte unter dem HGB und den IAS.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definition, der Ansatz, die Erst- und Folgebewertung sowie die spezifischen Angabepflichten für immaterielle Vermögenswerte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Unterschiede zwischen dem deutschen Handelsrecht und den internationalen Standards herauszuarbeiten und die Auswirkungen auf die Unternehmensbilanz zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse auf Basis aktueller Rechnungslegungsvorschriften, Fachliteratur und Bilanzierungsstandards.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gegenüberstellung der HGB- und IAS-Vorschriften für immaterielle Werte, inklusive praktischer Beispiele zur Forschung und Entwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Immaterielle Vermögenswerte, Bilanzierung, IAS, HGB, Aktivierung und Bewertung charakterisiert.

Wie geht die Arbeit mit selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten um?

Die Arbeit zeigt auf, dass das HGB ein striktes Aktivierungsverbot für selbsterstellte Werte verfolgt, während IAS differenzierte Kriterien für die Aktivierung von Entwicklungskosten vorsieht.

Welche Rolle spielt der Firmenwert in diesem Kontext?

Der Firmenwert wird als wesentlicher Werttreiber bei Akquisitionen identifiziert, wobei die Arbeit die unterschiedlichen Ansätze zur Behandlung von Goodwill nach HGB und IAS erläutert.

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Details

Title
Die Bilanzierung und Bewertung der Immateriellen Vermögenswerte nach IAS im Vergleich zum HGB
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen  (Fachrichtung Steuern und Prüfungswesen)
Grade
1,5
Author
Lysann Schurat (Author)
Publication Year
2002
Pages
36
Catalog Number
V3628
ISBN (eBook)
9783638122429
Language
German
Tags
Bilanzierung Bewertung Immateriellen Vermögenswerte Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lysann Schurat (Author), 2002, Die Bilanzierung und Bewertung der Immateriellen Vermögenswerte nach IAS im Vergleich zum HGB, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3628
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