Begründung des Themas
Der Klang der Stimme in Verbindung mit Mimik und Gestik stellt eine Beziehung zwischen Sender und Empfänger her. Als körpereigenes Instrument ermöglicht es die Stimme, in Tonfall und Sprache Gefühle unmittelbar auszudrücken. Da mit einer geistigen Behinderung häufig auch eine Sprachentwicklungsverzögerung (z.B. Tim) oder Dyslalie (Bernhard) einher geht, ist eine Erweiterung der stimmlichen Kompetenz gerade für diese Schüler von Bedeutung. Die vorangegangene Unterrichtseinheit „Stimme und Atmung“ behandelte den kreativen Einsatz der Stimme in Spielen und Geschichten. Jeder Schüler konnte seinen Möglichkeiten entsprechend die stimmliche Ausdrucksfähigkeit erproben und erweitern. Nun knüpft der musikalische Einsatz in Form von „Singen“ an. Die aktuelle Einheit gilt als Vorbereitung auf einen hauptsächlich gesanglich gestalteten Auftritt am 13. Februar in Bad Arolsen.
Inhaltsverzeichnis
1. Begründung des Themas
2. Richtlinienbezug
3. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
4. Sachanalyse
5. Lerngruppenanalyse und Lernvoraussetzungen
6. Lernziele
7. Didaktisch-methodische Überlegungen
8. Verlaufsplanung
9. Literatur
10. Anhang
Zielsetzung und thematischer Fokus
Die vorliegende Unterrichtsvorbereitung zielt darauf ab, Schülern der Grundstufe durch gezielte Liederarbeitung den musikalischen Ausdruck zu vermitteln und ihre stimmliche Kompetenz im Rahmen der Vorbereitung auf einen öffentlichen Auftritt zu fördern.
- Erweiterung der stimmlichen Ausdrucksfähigkeit und Artikulation
- Erlernen und rhythmisch-harmonische Begleitung neuer Lieder
- Einsatz körpereigener Instrumente und Stabspiele
- Förderung der Klassengemeinschaft durch kooperatives Musizieren
- Vorbereitung auf eine öffentliche Aufführung im Rahmen von „Schulen musizieren“
Auszug aus dem Buch
4. Sachanalyse
Zur Aufführung Die regionale Begegnung „Schulen in Hessen musizieren“ gehört zu der bundesweiten Veranstaltungsreihe „Schulen musizieren“. Die Schüler erhalten hier die Möglichkeit, Musik sowohl praktizierend als auch zuhörend zu erfahren. Neben gesanglichen werden auch instrumentale Darbietungen mit Orchesterinstrumenten und Bläserensembles zu hören sein, die den Schülern aus der schulischen Arbeit unbekannt sind. Alle Ausführenden sind gleichzeitig auch das Publikum. Dadurch erhoffe ich mir eine Begegnung auf gleicher Ebene, die den Schülern der Sonderschule in der Öffentlichkeit sonst eher nicht möglich ist.
Zum Singen Lieder kommen als einprägsame und überschaubare sprachliche und musikalische Gestaltung dem Aufnahme- und Wiedergabevermögen der Schüler entgegen (Rahmenplan Hessen, 11). Jede Unterrichtsstunde dieser Einheit beschäftigt sich nicht nur mit dem bloßen Erlernen von Liedern und Texten sondern enthält auch Elemente der Stimmpflege sowie der Liedgestaltung mit realen Instrumenten. Dadurch soll die Fähigkeit, sich musikalisch auszudrücken allmählich erweitert werden. „Musikalischer Ausdruck ist Inneres, das durch die Ausdrucksmedien Bewegung, motorische und klangliche Ebene der Stimme, Instrumente, Materialien und elektronische Medien zum Ausdruck kommt“ (Amrhein, 29).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begründung des Themas: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Stimmbildung für Schüler mit geistiger Behinderung und Sprachentwicklungsverzögerungen als Mittel zum Ausdruck von Gefühlen.
2. Richtlinienbezug: Hier werden die methodischen Grundlagen auf Basis der Lehrpläne für Sonderschulen dargelegt und die Einheit in den Bereich „Musik mit der Stimme“ eingeordnet.
3. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel beschreibt den chronologischen Aufbau der Liederarbeitung im Hinblick auf einen bevorstehenden Auftritt.
4. Sachanalyse: Es werden pädagogische Überlegungen zur Aufführung, zum Singen und zur Liedauswahl für die spezifische Lerngruppe angestellt.
5. Lerngruppenanalyse und Lernvoraussetzungen: Das Kapitel skizziert die individuellen Fähigkeiten, Schwierigkeiten und Bedürfnisse der einzelnen Schüler im Musikunterricht.
6. Lernziele: Definition der Grob- und Feinlernziele für die Unterrichtseinheit sowie die spezifische Musikstunde.
7. Didaktisch-methodische Überlegungen: Darlegung der Vorgehensweise, von der Einführungsphase über die Erarbeitung bis zur Festigung der Lieder.
8. Verlaufsplanung: Detaillierte tabellarische Übersicht des zeitlichen Ablaufs, der Sozialformen und der sonderpädagogischen Maßnahmen.
9. Literatur: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Abbildungsmaterialien.
10. Anhang: Bereitstellung ergänzender Materialien, wie beispielsweise das Skript für die Rahmengeschichte „Zoobesuch“.
Schlüsselwörter
Musikunterricht, Sonderschule, Liederarbeitung, Stimmbildung, Sprachförderung, Instrumentalpädagogik, Inklusion, Bordun-Begleitung, Ausdrucksvermögen, Musikpädagogik, Unterrichtsvorbereitung, Elementare Musikpraxis, Stabspiele, Stimmliche Kompetenz, Rhythmik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit umfasst eine detaillierte Unterrichtsvorbereitung für den Musikunterricht an einer Sonderschule, mit einem Fokus auf Liederarbeitung und Stimmbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Förderung des musikalischen Ausdrucks, der Umgang mit der Stimme als Instrument sowie die Vorbereitung auf eine öffentliche Aufführung.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist das Einüben eines neuen Liedes unter Einbeziehung stimmlicher, inhaltlicher und harmonischer Ebenen, um die Schüler in ihrer Ausdrucksfähigkeit zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden sonderpädagogische Ansätze zur Musikvermittlung verwendet, die Methoden wie Bordun-Begleitung, Körperinstrumente und den Einsatz von Rahmengeschichten kombinieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Sachanalyse, Lerngruppenanalyse, Lernzielformulierung und die didaktisch-methodische Planung der Unterrichtsschritte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Musikpädagogik, Stimmbildung, Sonderschule, Inklusion und musikalische Ausdrucksförderung geprägt.
Warum wird im Unterricht mit Gähnen gearbeitet?
Das Gähnen dient als gezielte Übung zur Tiefenentspannung und bereitet die Schüler stimmlich auf das Singen vor.
Wie wird mit verbal schwachen Schülern umgegangen?
Durch die Einbindung von Gesten, Körperinstrumenten und Instrumentalbegleitung können auch sprachlich beeinträchtigte Schüler aktiv und gleichberechtigt am Unterricht teilnehmen.
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- Jessica Freis (Author), 2004, Liederarbeitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36316