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Evaluationsforschung im Bildungswesen

Titel: Evaluationsforschung im Bildungswesen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 38 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Karena Friedrich (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einführung

Der Ruf nach Evaluation des deutschen Bildungssystems und darauf aufbauender Qualitätssicherung, oder in diesem Zusammenhang passender, Qualitätsverbesserung ist spätestens seit der jüngsten Veröffentlichung der PISA-Studie 20001 wieder verstärkt zu hören. Das schlechte Abschneiden deutscher SchülerInnen2 hatte eine Art Schockwirkung sowohl auf Verantwortliche in Regierung, Kultusministerien und Schulen als auch auf Lehrer und Eltern. Offensichtlich liegt die Qualität der Lehr-Lern-Betriebe weit hinter denen vieler anderer Länder. Die Frage drängt sich auf, warum das so ist.

An diesem Punkt kann die Evaluationsforschung ansetzen. Sie hat speziell im Bereich des Bildungs- und Erziehungswesens die Aufgabe, pädagogische Maßnahmen, Programme und Handlungen wissenschaftlich zu beschreiben, zu bewerten und anhand dessen eine Empfehlung zur Qualitätssicherung und/oder Verbesserung zu geben. Diese Hausarbeit soll dazu einen Überblick über Evaluationsforschung und ihre verwendeten Methoden geben. Die theoretisch erläuterten Kenntnisse werden zudem exemplarisch am Beispiel eines konkreten, praktischen Beispiels veranschaulicht (MSL-Materialgestütztes Selbstgesteuertes Lernen). Die Arbeit beginnt mit dem zweiten Kapitel und einer kurzen Einführung in die Entstehung der Evaluationsforschung, um deren Relevanz für pädagogische Felder aufzuzeigen. Im dritten Kapitel werden die für die Evaluationsforschung wichtigsten Forschungsmethoden vorgestellt. Der Aufmerksamkeit liegt dabei hauptsächlich auf der qualitativen Sozialforschung. Es werden die wichtigsten wissenschaftstheoretischen Positionen und Methoden erläutert, die der qualitativen Sozialforschung zugrunde liegen. Zusätzlich wird auf die Frage eingegangen, ob und wie sich qualitative und quantitative Ansätze sinnvoll kombinieren lassen.

Im vierten Kapitel werden wichtige Aspekte der Evaluationsforschung3 behandelt und dabei verschiedene Modelle und der wissenschaftliche Ablauf einer Evaluation vorgestellt. Ausgehend von diesen theoretischen Erläuterungen wird im fünften Kapitel anhand eines einfachen, praktischen Beispiels der mögliche Ablauf einer Evaluation exemplarisch aufgezeigt. Abschließend folgt das Schlusswort mit einer persönliche Einschätzung zur Relevanz von Evaluation im deutschen Bildungssystem.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Entstehung der Evaluationsforschung

3. Qualitative und quantitative Sozialforschung im Vergleich

3.1 Wissenschaftstheoretische Positionen zur qualitativen Sozialforschung

3.2 Qualitative Methoden

3.3 Quantitative Methoden

3.4 Möglichkeiten und Vorteile einer Kombination

4. Evaluationsforschung im Überblick

4.1 Voraussetzungen und Ziele einer Evaluation

4.2 Evaluationsobjekte und –bereiche

4.3 Verschiedene Evaluationsmodelle

4.4 Ablauf einer Evaluation

4.4.1 Gegenstandsbestimmung

4.4.2 Informationssammlung

4.4.3 Ergebniseinspeisung

4.4.4 Probleme einer Evaluation

5. Evaluation einer innovativen Lehrmethode

5.1 Das Projekt „MSL“

5.2 Die Evaluation

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen grundlegenden Überblick über das Feld der Evaluationsforschung im Bildungsbereich und erläutert die relevanten wissenschaftlichen Forschungsmethoden. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen und die Anwendungsmöglichkeiten von Evaluationen zur Qualitätssicherung und Optimierung von Lehrprozessen darzustellen und dies beispielhaft am Projekt „MSL – Materialgestütztes Selbstgesteuertes Lernen“ zu verdeutlichen.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Evaluationsforschung
  • Vergleich zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden
  • Strukturierter Ablauf und verschiedene Modelle von Evaluationen
  • Analyse und Bewertung einer spezifischen innovativen Lehrmethode

Auszug aus dem Buch

Die Entstehung der Evaluationsforschung

Die für den Bildungs- und Erziehungsbereich relevante Evaluationsforschung hat ihren Ursprung in den USA der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts und lässt sich in fünf Entwicklungsphasen unterteilen. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der Evaluationsforschung bezieht sich auf die USA, wo Evaluation im Bildungswesen im Gegensatz zu Deutschland eine lange Tradition hat und schon seit den siebziger Jahren als eigenständige Disziplin anerkannt ist. Daher scheint diese Entwicklung zur Verdeutlichung der sich verändernden Ziele und Aufgaben von Evaluationen geeignet, zumal in Deutschland und den USA heutzutage sehr ähnliche Ansprüche an Evaluationsforschung gelten.

Die erste Phase wurde von R.W. Tyler geprägt, der oft als Begründer der Evaluationsforschung genannt wird. Er brachte einen entscheidenden neuen Aspekt in die Entwicklung der Evaluation ein. Er interessierte sich wenig für standardisierte Tests, wie z.B. Intelligenztests als Evaluation von Leistung, die bis dahin typisch für Evaluationen und vor allem auf Vergleichbarkeit ausgerichtet waren. Er wollte dagegen überprüfen, ob bestimmte Bildungsprogramme auch ihre Ziele erreichten. Diese „lernzielgesteuerte Curriculumevaluation“ wurde bis in die fünfziger Jahre ausgebaut und hatte damit schon die Phase der reinen Messung von Ergebnissen oder Zahlen überwunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zum Thema unter Berücksichtigung der PISA-Studie und Definition des Aufgabenbereichs der Evaluationsforschung.

2. Die Entstehung der Evaluationsforschung: Darstellung der historischen Entwicklung in den USA anhand von fünf Phasen, beginnend bei R.W. Tyler.

3. Qualitative und quantitative Sozialforschung im Vergleich: Gegenüberstellung beider Forschungsansätze und Erörterung der Möglichkeiten ihrer sinnvollen methodischen Kombination.

4. Evaluationsforschung im Überblick: Theoretische Einführung in die Begrifflichkeiten, Ziele, Modelle und den systematischen Ablauf einer Evaluation.

5. Evaluation einer innovativen Lehrmethode: Praxisbeispiel des Münchner Projekts „MSL“ zur Veranschaulichung der theoretischen Evaluationsschritte.

6. Fazit: Kritische Reflexion zur Bedeutung der Evaluation für das deutsche Bildungssystem und Forderung nach breiterer Anwendung.

Schlüsselwörter

Evaluationsforschung, Evaluation, Qualitative Sozialforschung, Quantitative Sozialforschung, Bildungssystem, Qualitätssicherung, MSL, Selbstgesteuertes Lernen, Schulentwicklung, Triangulation, Forschungsmethoden, Unterrichtsevaluation, Lernzielgesteuerte Evaluation, Prozessbewertung, Validität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Evaluationsforschung im pädagogischen Kontext, ihre Methoden und ihre Anwendung zur Qualitätsverbesserung im Bildungswesen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst die historische Entwicklung der Evaluation, die methodischen Unterschiede zwischen qualitativer und quantitativer Forschung sowie praktische Evaluationsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, einen Überblick über Evaluationsmethoden zu geben und deren Nutzen für die Schulentwicklung und Optimierung von Lehr-Lern-Prozessen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Überblick gegeben, der durch eine Fallstudie (das MSL-Projekt) ergänzt wird, wobei sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte der Evaluation beleuchtet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Sozialforschungsmethoden, die Strukturierung des Evaluationsprozesses und die praktische Anwendung am Beispiel einer konkreten Unterrichtsmethode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Evaluationsforschung, Qualitätssicherung, qualitative/quantitative Sozialforschung, Schulentwicklung und methodische Triangulation.

Wie unterscheidet sich die formative von der summativen Evaluation?

Die summative Evaluation zielt auf die finale Bewertung und Dokumentation von Ergebnissen ab, während die formative Evaluation den Prozess begleitend interaktiv nutzt.

Welche Rolle spielt das Projekt „MSL“ in der Arbeit?

Das MSL-Projekt dient als praktisches Anwendungsbeispiel, um zu demonstrieren, wie der theoretische Ablauf einer internen Evaluation in einem schulischen Umfeld konkret umgesetzt werden kann.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Evaluationsforschung im Bildungswesen
Hochschule
Universität Augsburg  (Professur für Medienpädagogik)
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten
Note
1,3
Autor
Karena Friedrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
38
Katalognummer
V36331
ISBN (eBook)
9783638359924
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Evaluationsforschung Bildungswesen Wissenschaftliches Arbeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karena Friedrich (Autor:in), 2003, Evaluationsforschung im Bildungswesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36331
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Leseprobe aus  38  Seiten
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