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Ein Konzept zur Einführung von Wissensmanagement und seine Umsetzung im Softwareunternehmen

Title: Ein Konzept zur Einführung von Wissensmanagement und seine Umsetzung im Softwareunternehmen

Diploma Thesis , 2002 , 85 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Simon Illner (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

„Wissen ist Macht“. Dieses berühmte Zitat von Francis Bacon aus dem Jahre 1597 bezog sich auf die Seeschlacht bei Lepanto. Innovative Techniken durch neue Forschungsergebnisse verschafften der britischen und spanischen Marine einen strategischen Vorteil. Mit wendigeren Schiffen und leichteren Kanonen war es den abendländischen Seefahrern gelungen die Seehoheit im Mittelmeer zu erobern und die osmanische Flotte vernichtend zu schlagen. Damals war man überzeugt, Wissen würde helfen die Probleme der Menschheit zu lösen.

Deshalb wurde der Zugang zu Wissen stark reglementiert und die Mehrheit der Bevölkerung besaß keine, oder nur unzureichende, Schulbildung. War während dieser Epoche nur eine kleine Oberschicht privilegiert auf Wissensquellen zuzugreifen, änderte sich dies im Laufe der Zeit. Wissen und die Möglichkeit, es zu erlangen, wurde im Zuge der Aufklärung zum zentralen philosophischen Postulat. Die berühmten Worte von Immanuel Kant „sapere aude“ – Wage zu Wissen – appellieren an freies, eigenständiges Denken. Wissen wurde sukzessive zum Allgemeingut.

War noch zu Zeiten der industriellen Revolution das Kapital die entscheidende Größe, um wettbewerbsfähig zu bleiben oder technischen und gesellschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen, werden heute Ideen und Innovationen verkauft und sichern somit den Fortbestand der Organisation.

Begonnen hat die Dokumentation von Wissen und Erfahrungen in grauen Vorzeiten. Schon immer wußte die Menschheit mit dem Faktor Wissen umzugehen und ihren Nutzen daraus zu ziehen. Von der Erfindung einfachster Werkzeuge über Ackerbau und Viehzucht bis zu moderner Hochtechnologie gab und gibt der Mensch Wissen an nachfolgende Generationen weiter. Durch den Einsatz von Werkzeugen, neuen Techniken in der Nahrungssuche und ersten bescheidenen Formen der Arbeitsteilung war es dem frühen Menschen nun möglich nicht mehr all seine Zeit in die Nahrungssuche investieren zu müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Wissen und Information

1.1 Historische Betrachtungen

1.2 Daten – Informationen – Wissen

1.3 Der philosophische Wissensbegriff

2. Theorien des Wissensmanagements

2.1 Die Wissensspirale

2.1.1 Vorraussetzungen

2.1.2 Systemische Vorraussetzungen

2.1.3 Explizites und implizites Wissen

2.1.4 Umwandlung des Wissens

2.1.5 Die Wissensspirale in der Praxis

2.2 Das Bausteinkonzept

2.2.1 Wissensziele

2.2.1.1 Normative Wissensziele

2.2.1.2 Strategische Wissensziele

2.2.1.3 Operative Wissensziele

2.2.2 Wissensidentifikation

2.2.3 Wissenserwerb

2.2.4 Wissensentwicklung

2.2.4.1 Individuelle Wissensentwicklung

2.2.4.2 Kollektive Wissensentwicklung

2.2.5 Wissensverteilung

2.2.6 Wissensbewahrung

2.2.7 Wissensbewertung

2.2.8 Anreizsysteme

2.2.8.1 Motivatoren

2.2.8.2 Vergütungssysteme

2.3 Barrieren des Wissensmanagements

2.3.1 Konfliktpotentiale der Wissensentwicklung

2.3.2 Personelle Barrieren der Wissensverteilung

2.3.3 Barrieren der Wissensnutzung

3. Informationstechnologie und Wissensmanagement

3.1 Anforderungen an Wissensmanagement Software

3.1.1 Komponenten von Wissensmanagement Software

3.1.1.1 Wissen organisieren

3.1.1.2 Wissenensretrieval

3.1.1.3 Wissen darstellen

3.1.1.4 Wissen kommunizieren

3.2 Architektur von Wissensmanagement Software

3.2.1 Textbasierte Systeme

3.2.2 Dokumentenmanagement Systeme

3.2.3 Content Management Systeme

3.2.4 Groupware- und Kommunikations-Systeme

3.2.5 Prozessorientierte-Systeme

4. Umsetzung in einem Softwareunternehmen

4.1 Allgemeine Anforderungen an Wissensmanagement Software

4.1.1 Benutzerverwaltung

4.1.2 Archivierungsfunktion

4.1.3 Suchfunktion

4.1.4 Design

4.1.5 Workflow

4.1.6 Qualitätsmanagement

4.1.7 Wissenskommunikation

4.1.8 Wissensentwicklung

4.1.9 Anforderungen an die Unternehmenskultur

4.2 Analyse der Ausgangsituation

4.2.1 Ist-Analyse der vorhandenen Systeme und Prozesse

4.2.1.1 Analyse des Softwaresystems

4.2.1.1.1 Allgemeine Forderungen

4.2.1.1.2 Module

4.2.1.1.3 Suchmaschine

4.2.1.1.4 Dokumentenverwaltung

4.2.1.1.5 Administration

4.2.1.2 Nutzung des Ucone Systems

4.2.1.3 Tellerrandtour

4.2.1.4 Interne Schulungen

4.3 Konzeption des Wissensmanagements

4.3.1 Wissensbewertung

4.3.1.1 Balanced Scorecard (BSC)

4.3.1.2 Balanced Scorecard und Wissensmanagement

4.3.2 Entwicklung eines Anreizsystems

4.3.2.1 Management by Knowledge Objectives

4.3.2.1.1 Wissensidentifikation mit Yellow Pages

4.3.2.1.2 Aktivierung der User

4.3.2.1.3 Explizierung von Wissen

4.3.2.1.4 Interne Bildungsmaßnahmen

4.3.2.2 Problematik der Wissenszieldefinition

5. Wissensmanagement – Wissende managen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Erarbeitung eines Konzepts zur Einführung von Wissensmanagement in einem mittelständischen Softwareunternehmen. Ziel ist es, den Informationsfluss zu optimieren, Wissen für die Zukunft zu sichern und die Unternehmenskultur durch gezielte Management-Strategien so anzupassen, dass Wissensaustausch und Wissensentwicklung gefördert werden.

  • Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements und Wissensbegriffs
  • Analyse der Rolle von Informationstechnologie als technologische Unterstützung
  • Konzeptionelle Neugestaltung von Prozessen zur Wissensbewahrung und -entwicklung
  • Einsatz von Anreizsystemen zur Förderung der freiwilligen Wissensweitergabe
  • Praktische Untersuchung und Anwendung am Beispiel der Think Tank Corp. Consulting GmbH

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Wissensspirale

Das Konzept der Wissensspirale beschäftigt sich mit der Entstehung von Wissen in Organisationen. Hier wird nicht nur das Individuum betrachtet, sondern auch die Prozesse analysiert die dazu führen, dass Wissen innerhalb von Organisationen geschaffen, verteilt und dokumentiert wird.

„Organisationales Lernen betrifft die Veränderung der organisationalen Wissensbasis, die Schaffung kollektiver Bezugsrahmen sowie die Erhöhung der organisationalen Problemlösungs- und Handlungskompetenz.“

In ihrer Forschungsarbeit identifizierten Nonaka und Takeuchi, ausgehend von den Ansichten der klassischen fernöstlichen Wissensentstehung, das Konzept der Wissensspirale.

Die Wissensentstehung verläuft demnach entlang einer gedachten Spirale vom implizitem zum expliziten Wissen und gleichzeitig vom Individuum hin zur Organisation.

Die Wissensspirale weist folglich eine epistemologische Dimension die das Wechselspiel von implizitem und explizitem Wissen betrachtet und eine ontologische Dimension welche die Ausbreitung des Wissens innerhalb der Organisation darstellt, auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wissen und Information: Dieses Kapitel erläutert historische Hintergründe und philosophische Grundlagen des Wissensbegriffs sowie die Differenzierung zwischen Daten, Informationen und Wissen.

2. Theorien des Wissensmanagements: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie die Wissensspirale und das Bausteinkonzept nach Probst vorgestellt, die den Umgang mit Wissen in Organisationen strukturieren.

3. Informationstechnologie und Wissensmanagement: Dieses Kapitel analysiert die Rolle von Softwarelösungen als technologische Enabler für Wissensmanagement-Prozesse und betrachtet verschiedene Systemarchitekturen.

4. Umsetzung in einem Softwareunternehmen: Im Hauptteil wird die Ausgangssituation eines konkreten Softwareunternehmens analysiert und basierend darauf ein Konzept zur Einführung von Wissensmanagement-Methoden entwickelt.

5. Wissensmanagement – Wissende managen: Das Fazit fasst die Relevanz des Wissensmanagements zusammen und betont die Notwendigkeit, Wissensmanagement als anspruchsvolle Managementaufgabe zu begreifen.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Wissensspirale, Wissensziele, implizites Wissen, explizites Wissen, Bausteinkonzept, IT-Unterstützung, Unternehmenskultur, Wissensbewertung, Anreizsysteme, Management by Knowledge Objectives, Wissenserwerb, Wissensverteilung, Wissensbewahrung, Wissensentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie ein Softwareunternehmen Wissensmanagement-Konzepte erfolgreich in seinen operativen Alltag integrieren kann, um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die Anforderungen an unterstützende Softwarelösungen sowie die praktische Analyse der Unternehmenskultur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Konzepts, das bestehende Schwachstellen im Wissensaustausch beseitigt und die Wissensbasis im Unternehmen systematisch verankert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturanalyse bestehender Managementtheorien mit einer empirischen Mitarbeiterbefragung zur Ist-Analyse der IT-Nutzung und Unternehmenskultur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse vorhandener Softwaresysteme (z.B. Ucone) und dem Entwurf einer Neukonzeption unter Verwendung der Balanced Scorecard und Management-by-Knowledge-Objectives.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wissensspirale, implizites Wissen, Anreizsysteme, Wissensbewertung und die Verknüpfung von Management-Strategien mit IT-Strukturen.

Welche spezifische Software wird in der Fallstudie untersucht?

Die Arbeit analysiert das webbasierte Informationssystem "Ucone" der Zapwerk AG im Hinblick auf seine Eignung für das Wissensmanagement bei der Think Tank Corp. Consulting GmbH.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für den Erfolg?

Der Autor betont, dass ein Wissensmanagement-System ohne eine unterstützende, offene Unternehmenskultur und entsprechende Anreizsysteme kaum das volle Potenzial entfalten kann.

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Details

Title
Ein Konzept zur Einführung von Wissensmanagement und seine Umsetzung im Softwareunternehmen
College
University of Applied Sciences Würzburg
Grade
sehr gut
Author
Simon Illner (Author)
Publication Year
2002
Pages
85
Catalog Number
V36347
ISBN (eBook)
9783638360036
Language
German
Tags
KM
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Illner (Author), 2002, Ein Konzept zur Einführung von Wissensmanagement und seine Umsetzung im Softwareunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36347
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